Tag Archives: Kunstmesse

Kunstszene: «Günter Uecker im Wandel der Zeit»

12 Aug

1986: Günter Uecker in der Galerie Dorothea van der Koelen
Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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2016: Günter Uecker auf der Art Basel
Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Telegrammstilesk ließe sich sagen: Lediglich die Rundungen der Schädeldecke Günter Ueckers sind geblieben – alles andere hat sich geändert. Aber ist das der Erkenntnis letzter Stand der Dinge? Und: Ist es nicht eigenartig? Da bringt man nur mal eben so zwei Fotografien in einen thematischen Bezug zueinander – und schon bietet sich einem die Gelegenheit, – im Idealfall – stundenlang über die «Wirklichkeit der Wirklichkeit» zu philosophieren. Und/oder über die «wirkliche Wirklichkeit im absolut Wahrhaftigen». Und/oder über die «wirksame Wirklichkeit im wahrhaftigen ABSOLUT». Und das Ganze abwechselnd in weiß, schwarz, grau und/oder irgendwie auch hinreichend farbig inszenierten Räumen – mal mit und mal ohne die segensreiche Unterstützung eines modernen TV-Geräts. Sie merken, liebe Meerschweinchenreportleserinnen und Meerschweinchenreportleser: Die Rezeption von Kunst ist eine höchst individuelle und gelegentlich auch verzwickte Angelegenheit. Und damit das auch weiterhin so bleibt, findet unser kleiner Besinnungsaufsatz mit nachfolgendem Satzzeichen sein wohlverdientes Ende. Naja, fast:

Magazin KUNST,
Titelbild, 13. Jahrgang, Nr. 52, 4. Quartal 1973, DM 7,50
Thema: Kunst und Fernsehen.
Abbildung: Günter Uecker, Benagelter Fernsehapparat.
Foto: Bernd Jansen.
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Art|Basel|2015: «Großer Luxusbildbericht!»

4 May

Jan Delay in der «Art Collectors Lounge» auf der «Art|2015|Basel».
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Alle Fotos von Andreas Baier

Etwas mehr als sehr spät veröffentlichen wir die Supersonderluxusbilderfibel unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier über die weltbeste Mutter aller Kunstmessen: die «Art|Basel» in – natürlich – Basel. Aber nicht nur gut Ding will Weile haben, sondern auch ein mit viel Liebe hergestellter Rotwein möchte nicht einfach hinuntergeschüttet werden. Wenigstens sollte man nämlich vorher noch die Flasche geöffnet haben – bevor man sie sich fachgerecht an den Hals setzt; wobei der gut informierte Kenner der Materie längst weiß: Ohne Korkenzieher gehen da manchmal schon ein paar Jahre ins Land. In die Toscana? Auch.

Die Art|Basel ist nicht nur die weltbeste Kunstmesse, sondern auch ein exklusiver Ort der Ruhe, Besinnung und Entspannung.

Was erwartet unsere Meerschweinchenreportleserinnen und Meerschweinchenreportleser? Zum einen ziemlich viel Kunst. Klar. Zum anderen scheinen die Grenzen zwischen Sammler und Künstler, zumindest was das Äußerliche angeht, zu verschwimmen. So wird manches Baier-Bild die berechtigte Frage aufwerfen: Sammler oder Künstler?

Ganz inkognito und immer ein besonderes Highlight:
Gilbert & George beim Messerundgang.

Zusätzlich erhalten Sie einen schönen Einblick in den exklusivsten Teil des Messegeländes: die «Art Collectors Lounge» (siehe Titelbild). Dort versüßen u.a. Promotiongaben von schmackhaftem Mövenpick-Eis den millionenschweren Kunsterwerb. La vie est une Pralinenschachtelle, n’est-ce pas? Und wer meint, diesen Sachverhalt kritisieren zu müssen, der mag sich vergegenwärtigen, daß ausgewiesene Kapitalismuskritiker, beispielsweise namens Lenin, Ho Chi Minh, Che Guevara oder Mao Tse-tung allesamt Diktatoren und Massenmörder waren.

Darauf haben Kunstsammler überall auf der Welt lange warten müssen: Das genüßliche Ausruhen in der sozialen Hängematte wird für gefühlte € 2,5 Millionen pro Stück endlich gesellschaftsfähig. Endlich.

Doch zurück zum herrlich gepflegten Sandkasten für erfolgreiche Erwachsene und damit zum hinreichend avisierten Bilderkompendium der «Art|Basel 2015»: hier. Enjoy! Und: Möchten Sie auch dieses Jahr wieder zur «Art|Basel»? In der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni haben Sie einmal mehr Gelegenheit dazu!

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Andreas Baier’s brand new «Curriculum Vitae» presenting his outstanding flashlight paintings out now!

10 Feb

Cover «Curriculum Vitae» with an essay by Klaus Honnef
about Andreas Baier’s amazing flashlight paintings

To our most favourite delight, our staff-photographer’s amazing flashlight paintings are pretty much known on the international art market. In the 1990s he caused one stirr after the other; his cibachrome-based vintage prints had been published and exhibited thoughout the world, even as far as «people»-magazine in China and went additionally under the hammer at Sotheby’s – only two years after they were introduced to the market for the very first time.

Art collectors who made the decision adding them to their collections must have felt a bit hard about the idea of reselling them because for the first decade of the new millennium there was a larger break in the public awareness history of Andreas’ flashlight paintings; a gap mostly welcomed by the artist to use this marvellous opportunity to celebrating extended teatime proceedings:

flashlight painting (Blitzlichtgemälde) «Teatime»;
Cibachrome Vintageprint by Andreas Baier

Or realising other projects. Now, however, they are back on stage; are to be seen on art fairs such as the Art|Basel in Switzerland. Honouring this development and since the artist does not exhibit his work anymore, a gorgeously looking and nicely designed booklet has been freshly squeezed and pressed and published and brought to life, which is meant to provide art collectors with a proper insight into Andreas Baier‘s work and informs about the world he mentally still lives in. This catalogue also contains an essay by Prof. Klaus Honnef about Andreas Baier’s flashlight painting technique.

flashlight painting (Blitzlichtgemälde) «Cube Base» –
created on the Outer Hebrides; Cibachrome Vintageprint by Andreas Baier

In total: 72 nicely designed pages, covered in a luxurious hardcover outfit which makes not only the content worth owning it but also its price explicable: € 45,-.

ISBN 978-3-7347-5365-7

Amazon: click.
Sneak preview: here.

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Im längst mit Spannung erwarteten Buch «Der Sendemast, der Sendemast und der Sendemast» publiziert der Taschen Verlag zur kommenden Art|43|Basel die darin abgebildeten Sendemastanlagen in jeweiliger Originalgröße:

26 Feb

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Art|42|Basel – Sort Of Pre- And Review

15 Jun

Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

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Dieses Jahr wird es Euer Hamster nicht nach Basel zur ART schaffen, weil: siehe Pfingstturnier im Biebricher Schloßpark zu Wiesbaden. Klar, die ART fängt ja offiziell auch erst heute an, und da könnte ich mich doch in ein paar Stunden in den Zug setzen, um … Einerseits ist das richtig. Andererseits nicht, da «First Choice» bereits vor zwei Tagen stattfand. Der Gedanke, ein Sammlerkonkurrent könnte mir einen wertvollen und vollkommen überflüssigen Meese für sagenwirmalgroßzügig: ein paar Millionen Schweizer Franken vor der Nase weggeschnappt haben, ist mir so unerträglich wie die Qualität der diesjährigen Bienale in Venedig. Auch dieser Schock sitzt noch tief, läßt mich einfach nicht mehr das Portemonnaie in meiner Hosentasche finden, um die Fahrkarte in die gelobte Schweiz zu bezahlen. Da war das Internationale Reitturnier zu Pfingsten im Biebricher Schloßpark eine abwechslungsreiche und wohltuende Alternative.

Aber das sind natürlich nur speziell auf meine Person zugeschnittene Befindlichkeiten, die ich nicht mit Dritten teilen möchte, und mit Ihnen, meine lieben und treuen und teuren Meerschweinchenreportleser, schon mal gar nicht. Deshalb kann es nur mein inneres und äußeres Anliegen sein, Ihnen den Mund auf die 42. ART in Basel wässrig zu machen. Und gleich zu Beginn: Ist «42» nicht die Antwort auf die Fragen aller Fragen? Nämlich: Was darf Kunst kosten? Da haben Sie’s! Also, nichts wir hin…

Nachfolgend einige Impressionen vom letzten Jahr, die Ihnen zeigen werden, daß die beste Kunstmesse der Welt im letzten Jahr mit einiger an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch dieses Jahr wieder die beste Kunstmesse der Welt sein wird.

Über 300 Galerien präsentieren die Werke von ca. 2500 Künstlern. Es wird mit einer Anzahl von ungefähr 60.000 Besuchern gerechnet.

Ach ja, vitra. gibt in seinem Vitrahäuschen auch wieder ein Party. Möchten Sie die komplette Bildstrecke vom letzten Jahr sehen? Hier können Sie das tun. Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken. Enjoy yourself.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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