Tag Archives: Kurhaus Wiesbaden

DDC: «Gute Gestaltung 14»

14 Apr

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DDC-Mitglied Malte Kindt testet die neuen DDC-Flaggen auf ihre PR-Tauglichkeit. Testqualitätsurteil: Vorteilhaft.

 

Über Qualität

«Qualität? Irgend etwas an der Frage irritierte ihn, ärgerte ihn beinahe. Er dachte darüber nach, dachte noch mehr darüber nach, sah aus dem Fenster, dachte noch ein bißchen darüber nach. Qualität?

Vier Stunden später saß er immer noch dort, mit den Füßen auf dem Fensterbrett, und starrte in den dunkel gewordenen Himmel hinaus. Das Telefon klingelte, seine Frau war dran und wollte wissen, was los sei. Er versprach, gleich heimzukommen, aber dann vergaß er das und alles andere. Erst um drei Uhr morgens gestand er sich müde ein, daß er keine Ahnung hatte, was Qualität ist, nahm seine Aktentasche und machte sich auf den Heimweg.»

Bevor wir uns jedoch eigene Gedanken zum Themenkomplex «Was ist Qualität? Und: Wie definiert man sie?» machen, lesen wir vielleicht gemeinsam noch ein paar Takte aus Robert M. Piersigs «Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten»: «Die meisten hätten an diesem Punkt die ganze Frage wieder vergessen oder sie einfach in der Schwebe gehalten, weil solches Grübeln zu nichts führt und man schließlich noch was anderes zu tun hat. Er aber war so verzweifelt über seine Unfähigkeit, zu lehren, woran er glaubte, daß er sich den Teufel darum scherte, was er sonst noch hätte tun müssen, und als er am Morgen erwachte, starrte ihm schon wieder die Qualität ins Gesicht. Er hatte nur drei Stunden geschlafen und war so müde, daß er wußte, er würde an diesem Tag eine Vorlesung nicht durchstehen; außerdem hatte er das Konzept sowieso nicht fertig, und so schrieb er nur an die Tafel: ‹Was ist Qualität in Gedanke und Ausdruck?› Dann setzte er sich an die Heizung, während sie schrieben, und dachte selbst über Qualität nach.

Am Schluß der Stunde war offenbar niemand fertig, deshalb erlaubte er den Studenten, ihre Aufsätze mitzunehmen und sie zu Hause fertigzuschreiben. Diese Klasse hatte die nächsten zwei Tage keine Stunde bei ihm, es blieb ihm also Zeit, noch ein bißchen über die Frage nachzudenken.»

Aus diesem «bißchen» wird eine ganze Weile – und wie wir selbst wissen, ist es eigentlich unmöglich, eine exakte Definition von «Qualität» zu liefern. Dennoch gibt es verschiedene Übereinkünfte in Sachen Qualitätsbegriff, die jedoch auf unterschiedlichen Kulturverständnissen basieren, weshalb dies einer der Hauptgründe dafür sein mag, warum es eben auch so viele verschiedene Kreativwettbewerbe gibt. Denn, etwas polarisierend formuliert: Warum sollte ein Werber unbedingt etwas von der Gestaltung von Geschäftsberichten verstehen?

Der Deutsche Designer Club hat es sich auf die hübschen, schönen, großen und schön gelben Fahnen geschrieben, gute Gestaltung von nicht so guter Gestaltung zu separieren – und das vorbildlich Hervorzuhebende in hervorzuhebender Weise auszuzeichnen.

Deshalb zeigt der DDC anläßlich der Wiesbadener Designtage «Access All Areas» einmal mehr die von ihm prämierten Qualitätsdesignprodukte im Rahmen seiner Ausstellung «Gute Gestaltung» nun zum vierzehnten Male.

Stadtrat und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel (links) und DDC-Vorstandsmitglied Michael Eibes (rechts) vor dem Eingang der Brunnenkolonnaden des Wiesbadener Kurhauses.

Ohne sie geht im DDC-Büro nichts: Anne Tecklenburg (links) und Dr. Alexandra Bechter (rechts).

Ein Blick in den Ausstellungsaufbau – jetzt neu mit schicken Blickschutzvorrichtungen zwischen den einzelnen Design- und Gestaltungsdisziplinen. Dazu DDC-Vorstandsprecher Michael Eibes zu Meerschweinchenreport: «Damit stellen wir sicher, daß die prämierten Designprodukte beim Lösen ihrer Prüfungsaufgaben nicht voneinander abschreiben».

Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel eröffnet die Ausstellung und hebt ebenfalls den hochwertigen Kreativstandort Wiesbaden mit seiner angesehenen Agenturenlandschaft hervor.

Michael Eibes erläutert pro Designkategorie die Entscheidungsgründe der DDC-Jury. Über die Arbeit der DDC-Jury «Gute Gestaltung 14» haben wir bereits hier ausführlich berichtet.

Gibt es eine vorbildlicherere Art und Weise, in einem opulenten Bildband zu blättern, als diese?

Im Gespräch: Sven Clasen, Leiter Amt für Wirtschaft und Liegenschaften, mit Andreas Bell.

Vergleicht man die Vernissagessituation beispielsweise mit der der Ausstellung «Gute Gestaltung 13», so stellt man die stetig steigenden Besucherzahlen fest.

Im Gespräch: Unternehmenskommunikationsexperte Oliver Wagner mit einer Ausstellungsbesucherin.

Im Gespräch: Michael Eibes (DDC), Andreas Bell (Rücken), Birgit Knetsch und Stadtrat Detlev Bendel.

Zu den Ausstellungsbesuchern gehört ebenfalls Kameramann Michael Göbel zusammen mit seinem Weibe Elly, mit dem unser Redaktionsfotograf mal vor Jahr und Tag diesen Werbespot für das fiktive Beerdigungsinstitut Mr. Sandman’s Finest Funerals gedreht hat, der u.a. auch in Großbritannien von Channel 4 in «Frontal» ausgestrahlt wurde.

Im Hintergrund begutachtet Starfotograf Dietmar Buchelt die Designvorzüge eines ausgezeichneten Fahrrades.

Zum Abschluß ein kleiner Designobservationstip aus dem Hause Meerschweinchenreport: «Achten Sie auf die rote Goldkante. Es lohnt sich!»

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Wiesbadener Kurhaus: «WHU – Ball 2012»

25 Sep

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Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Es war ein wahrlich sweetes Licht, am letzten Samstag. Unser Redaktionsfotograf wollte eigentlich nur seine Bilder im herbstlichen Restsommersonnenlicht editieren, als sich eine illustere Menschenmenge vor den Pforten des großartigen Kurhauses versammelte – und er der Versuchung, für sein Buchprojekt noch ein paar passende Bilder zu pflücken, nicht widerstehen konnte.

Die komlette Bildgeschichte über den WHU-Ball 2012 der Otto Beisheim School of Management gibt es unter vorstehend plaziertem Link einzusehen.

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Reflexionen und Vignetten bekannter Wiesbadener Gebäude im gläsernen Aufzugsbereich zur Tiefgarage unter dem Bowling Green vor dem Wiesbadener Kurhaus

20 Sep

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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

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1. Entscheidertreffen im Wiesbadener Kurhaus

15 May

Es gibt so Tage mitten in der Woche (Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, kennen das sicherlich auch), da fragt man sich während des langsam in Richtung Sonnenuntergang schreitenden und überaus wohlgeratenen Nachmittages, womit man sich zur Abwechslung mal so richtig und entspannt belohnen könnte, kramt dabei ein wenig geistesverloren in der Jackentasche herum – und wird in Sachen Fragebeantwortung urplötzlich fündig: Ha! «1. Entscheidertreffen im Wiesbadener Kurhaus». Stimmt, jetzt fällt es mir auch wieder ein.

Die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen ist im wesentlichen davon abhängig, welche Entscheidungen er im Laufe seines Lebens trifft. Die Frage «Soll ich zunächst eine der kleinen roten Tomaten verinnerlichen, oder mich eher dem Lachs (oben nicht im Bild) zuwenden?» läßt den Rückschluß zu, daß der sich so Selbstfragende keinerlei Interessen am Umweltschutz hegt und pflegt, weil er sich gegen die Alternative «Rinderfilet» stellt und somit von der Möglichkeit, auf gut gebratenem Wege einen lästigen C02-Produzenten genußvoll von unserer Erdkruste zu entfernen, partout keinen Gebrauch machen will.

Wir lernen: Manch’ eine Entscheidung mag von uns selbst für gut befunden werden, ist jedoch geeignet, in ihrer Außenwirkung für Mißverständnisse zu sorgen.

Wäre unser Lachsgenüßling zudem als Protagonist in einem Stück von Henrik Ibsen unterwegs, so könnte es gut sein, daß ihm, nur weil er den Lachsverzehr in der Öffentlichkeit als etwas Erstrebenswertes dargestellt hatte, von wutentbrannten Umweltaktivisten die Fensterscheiben seines Hauses eingeworfen werden. Und das alles nur, weil er nicht so gerne Rindfleisch ist.

Wir lernen: Entscheider zu sein, ist keine beneidenswerte Position. Deshalb ist es um so wichtiger, Entscheidertreffen zu veranstalten, im Rahmen derer die besonderen Begleitumstände und den daraus resultierenden Folgen, mit denen eine Entscheidungsfindung für gewöhnlich behaftet ist, zu erörtern. Geladen waren hochrangige Lehrkörper hessischer Hochschulen. Neben Speisen und Getränken wurden auch Kugelschreiber jeweils mit eingearbeitetem Laserpointer gereicht.

Wer mit einem gelben Regenschirm lässig im eingewinkelten Unterarm eingeklinkt vor den Toren des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden konzentriert im Programmheft blättert, hat seine Entscheidung, eine Vorstellung der Internationalen Maifestspiele zu besuchen, längst getroffen. Hier muß nichts mehr hinterfragt werden.

Hat man seine Entscheidung zu Gunsten des 1. Entscheidertreffen im Wiesbadener Kurhauses erst einmal getroffen, so mag man nicht glauben, es gäbe während des Exekutionsprozesses keinerlei Irritationen und Versuchungen, mit denen man konfrontiert wird. Hier flüstert mir beispielsweise auf meinem Weg zum Kurhaus der rote Teppich des Hessischen Staatstheaters zu: «Willst, feiner Knabe, du mit mir geh’n?» Klares «Nein».

Meine erste Begegnung mit Feinkost Käfer war Mitte der 1980er als der fünfzigste Geburtstag eines erfolgreichen Unternehmers im Römersaal des Mittelrheinischen Landesmuseums in Mainz gefeiert wurde. Im Innenhof stand ein riesiges Zelt und darunter wurde für knapp 500 geladene Gäste alles zubereitet. Im Morgengrauen knatterte ich mit meiner Ente über die Theodor-Heuss-Brücke wieder gen Wiesbaden. Es war ein rauschendes Fest – und das Essen schmeckte hervorragend! Seit mehr als zwanzig Jahren betreut Gerd Käfer die Gastronomie im Wiesbadener Kurhaus. Von den Verantwortlichen eine sehr gute Entscheidung, ihn dort in aller Nachhaltigkeit wirken zu lassen.

Der Präsident der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Detlev Reymann (Bildmitte), im Gespräch mit Martin Michel, Geschäftsführer Wiesbaden Marketing GmbH.

Mit dem Rücken zur Kamera, von links nach rechts: Kurdirektor und Betriebsleiter der Kurbetriebe Wiesbaden Henning Wossidlo, Senior-Projektmanagerin Karin Otto sowie (nicht mit Rücken zur Kamera, dafür ganz rechts im Bild) Prof. Christine Wagner von der Hochschule Rhein Main.

Hat man erst einmal für sich die Entscheidung getroffen, ein Blogger zu sein, so ist es von Bedeutung, bereits etablierte Vorgehensweisen anderer Blogger unhinterfragt in das eigene Verhaltensportfolio zu integrieren: Zum Beispiel das Fotografieren und Publizieren von Speisen, die einem kredenzt werden. Vorteil: Der Geschmack bleibt länger im Gedächtnis.

Von welcher Qualität die musikalische Begleitung des Abends war, sollte man allein dem Foto entnehmen können. Leider ist mir der Name der Pianistin entfallen, bin mir aber sicher, ihn von der Kurhausverwaltung noch nachgereicht zu bekommen.

Kurdirektor Henning Wossidlo kündigt den Vortrag «Entscheidungs- und Konfliktmanagement» von Referent Markus Merk an.

Ein bekanntes Bild, das sich einem immer dann bietet, wenn es darum geht, einem Vortrag aufmerksam beizuwohnen.

Referent Markus Merk war erst Zahnarzt, dann international erfolgreicher Schiedsrichter und ist nun mit seinem Vortrag «Entscheidungs- und Konfliktmanagement» auch in eigener Sache unterwegs, denn er sagt: «Ich bin eine Marke. Die Marke Merk.» Es war ein abwechslungs- und pointenreicher Vortrag, der uns aufzeigte, daß die Beschreibung von Konfliktsituationen auf dem Spielfeld, die vom Schiedsrichter Entscheidungsstärke verlangen, denen im Berufs- und Alltagsleben stark ähneln. Interessant auch seine Analyse, auf welch unterschiedliche Arten die Top-Spieler zu seiner aktiven Zeit mit ihm kommunizierten. Alles in allem ein Vortrag, den man sich entsprechend großen Detailreichtums mehr als einmal anhören sollte.

Lange haben wir in der Redaktionssitzung darüber diskutiert, ob man ein solches Foto zeigen darf, wo die Privatsphäre aufhört, wo das öffentliche Interesse anfängt – und zu welcher Zeit beide Instanzen gerade im Urlaub sind. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, stellten im Redaktionskonferenzraum einen Garderobenspiegel nach dem anderen auf, um so viele Meinungen wie irgend möglich zu diesem brisanten Thema zu generieren. Letztlich fiel die Abstimmung einstimmig aus: Wir dürfen uns dem Fortschritt nicht verweigern.

Aber worum geht es eigentlich? Um Fantomas? Den blauen Dunst im praktischen Humanformat? Eine neue Technik, um sich langfristig krankschreiben zu lassen? Nein, bei der neuartigen Zehnfingerenergieübertragungstechnik entsteht im näheren Umfeld für den Bruchteil einer millionstel Sekunde ein Spannungsfeld, das besonders kreative Forscher und Hochschulprofessoren blau anlaufen läßt. Für das menschliche Auge ist dieser Prozeß nicht sichtbar. Ein interessantes Verfahren zur Qualitätssicherung, das sich noch in der Erprobungsphase befindet.

Gruppenbild mit Dame, und von links nach rechts: Prof. Lothar Bertrams (HSRM), Ex-Schiedsrichter und Referent Markus Merk, Prof. Christine Wagner (HSRM), Prof. Rüdiger Pichler (HSRM) und Prof. apl. Dr. Gerd Lautner (TU Darmstadt).

Es war eine rundum gelungene Abendveranstaltung im Wiesbadener Kurhaus. Einziger Wermutstropfen: Durch die vielen Gespräche, die sich im Anschluß an den Vortrag von Markus Merk auf der Kurparkterrasse vollzogen, kam ich bedauerlicherweise nicht mehr dazu, von jeder einzelnen Dessertspezialität zu kosten. Hier könnte ein formschönes Wegzehrungsthermoschächtelchen mit eingeprägtem Kurhausemblem Abhilfe leisten, das zudem mit einer kleinen Pfeife ausgestattet ist, um nach Verlassen des Hauses vor der Drehtür stilvoll das Taxi herbeizupfeifen.

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Access All Areas: «Ein gesunder Abschlußbericht»

21 Apr

Treppenaufgang zur Ausstellung der Hochschule RheinMain (HSRM) im Rahmen der diesjährigen Access All Areas. Auf den Frontseiten der jeweiligen Treppenstufen visualisiert und zementiert sich der kraftvolle Werdegang Ehemaliger. Zugleich eine eindrucksvolle Beweisführung der These Prof. Rüdiger Pichlers, die besagt: «Wer es bei uns schafft, der schafft es auch in London, New York, Paris, Barcelona und Tokio.» Quod erat demonstrandum.

Schon Gertrude Stein wußte zu berichten: «Gut gefüllte Hallen sind gut gefüllte Hallen sind gut gefüllte Hallen.» Wobei vorstehender Satz des Autors Hang und Drang geschuldet ist, immer auch irgendwie und irgendwo Gertrude Stein einbauen zu wollen. Zu klären wäre also die Frage, inwieweit eine Rose mit einer gut gefüllten Halle gleichzusetzen – oder zumindest in einen Bezug überhaupt zu bringen ist. Antwort: Für einen Veranstalter gibt es nicht rosigeres als einen gut gefüllten Veranstaltungsort. Quod erat demonstrandum.

Das fraglos Schöne an einem Teleobjektiv ist die mit ihm verbundene Möglichkeit, einerseits Entfernungen zu «verkürzen» und andererseits durch die damit einhergehende geringere «Schärfentiefe» sogenannte «Vereinzelungen» vornehmen zu können. Hier liegt der Fokus beispielsweise auf Gertrude Stein, quatsch, Gordon Bonnet von der Wiesbadener Industrie- und Handelskammer. Bitte Foto anklicken, um in den Genuß der konkreten Wirkungsweise des Teleobjektivs zu kommen.

Ein gut gefülltes Auditorium steht für interessante Vorträge von interessanten Referenten vor interessiertem Publikum. Aber worum geht es eigentlich? Das hat Euch Euer ergebnisorientierter Meerschweinchenreport bereits in seiner Vorschau ausführlich beschrieben.

Im Bildvordergrund von links nach rechts: Frau Dekan Prof. Dr. Jutta Hahn, Frau Prof. Dr. Cornelia Freitag-Schubert und Herr Prof. Rolf Schubert. Im Hintergrund nimmt Herr Prof. Jörg Waldschütz (ADC) ein Bad in der Studentenmenge.

Nach den Vorträgen entspannte Stimmung am Rednerpult (von links nach rechts): Präsident Prof. Dr. Detlev Reymann, Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Prof. Gregor Krisztian sowie Prof. Rüdiger Pichler.

«Meine Herren! Was wir noch bräuchten, das ist ein sweetes Gruppenfoto vor einer schmucken Betonwand!» Von links nach rechts: Prof. Gregor Krisztian (HSRM), Prof. Rüdiger Pichler (HSRM), Rolf Mehnert (Vorstand Fuenfwerken AG), Prof. Dr. Detlev Reymann (Präsident HSRM), Dr. Helmut Müller (Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden).

«All ships must sail into the same direction!» Im konstruktiven Dialog: Michael Volkmer (Scholz & Volkmer) und Michael Eibes (Sprecher des DDC-Vorstandes).

Gérard Röpke von Big City TV. Im Hintergrund Prof. Jörg Waldschütz (ADC) mit Ehering.

Heiko Kubenka und Conny Diergardt vom richtungsweisenden Wiesbadener Kurier. Im Hintergrund Anja Henningsmeyer von der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA).

Laurenz Nielbock und Thilo von Debschitz von der «Q Kreativgesellschaft». Sie sind gemeinsam mit Prof. Gregor Krisztian für den hochwertigen «Speiseplan» verantwortlich, den die Studenten der HSRM während ihres 5-tägigen New-York-Trips kredenzt bekamen.

Prof. Günther Klein, Mentor Maximus Mork vom Ork, Prof. Jörg Waldschütz, Michael Volkmer und Prof. Dr. Cornelia Freitag-Schubert.

«Was passiert, wenn ein Flugzeug während des Fluges die Flügel vorübergehend kurz einklappt und zufälligerweise Erik Spiekermann mit an Bord ist? Wird dieses Ereignis die Entstehung einer neuen serifenlosen Schrift provozieren?» Über diese Fragestellung diskutierten voller Leidenschaft Prof. Gregor Krisztian (HSRM) und Thilo von Debschitz (Q-Kreativgesellschaft). Im Hintergrund der lachende Dritte: Michael Volkmer (Scholz & Volkmer).

Direkt nach den Eröffnungsfeierlichkeiten an der Hochschule RheinMain finden die Aufbauarbeiten der DDC-Ausstellung «Gute Gestaltung 11» im Muschelsaal des Wiesbadener Kurhauses statt.

Die Deutsche-Designer-Club-Ausstellung ist so konzipiert, daß jedes Ausstellungsstück seinen fest zugewiesenen Platz hat. Präzision verlangt Präzision.

Gute Gestaltung vom «addcube» bis hin zu funktionalem Laborgerätedesign. Der DDC ist für alle Design-Bereiche zuständig.

Der große Saal in der Wilhelmsstraße war voll besetzt, als IHK-Präsident Dr. Gerd Eckelmann die Gäste begrüßte und die Bedeutung der Kreativ- und Designwirtschaft für Wiesbaden auch aus Sicht der IHK hervorhob.

Der Präsident des Rates für Formgebung, Prof. Dr. Peter Pfeiffer machte die Wertschöpfung, die Design leisten kann, in seinem Vortrag an Beispielen insbesondere aus dem Produktdesign der Automobilindustrie deutlich.

So zeigte der Formgebungspräsident den Besuchern anhand eines einzigen Bildes, wie gut, familienfreundlich und preiswert ein Mercedes-Sportwagen mit einem VW-Logo aussehen kann.

«Barometer der Zufriedenheit»: Sind die Gäste zufrieden und entspannt, so läßt sich dieser Gemütszustand leicht an der variablen Hautfarbe des Fachpubliums ablesen. So richtg rot angelaufen ist an diesem Abend niemand.

Gut gestaltet und gelaunt: Marcus Wenig (Die Firma).

Ebenfalls zu den anwesenden Gästen zählte Dr. Klaus Kleinschmidt; photonet galerie.

Auf dem Weg zur DDC-Ausstellung «GUTE GESTALTUNG 11» im Muschelsaal des Wiesbadener Kurhauses: Am Warmen Damm Freiluftunterricht für eine Grundschulklasse. Thema: Pflanzenbestimmung.

Von links nach rechts: Sven Clasen, Amt für Wirtschaft und Liegenschaften; Stadtrat und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel; Henning Wossidlo, Kurdirektor und Geschäftsführer der Kurhaus Wiesbaden GmbH.

Auf der Suche nach dem ultimativen Design-Kick? So reißerisch sollte man im seriösen Design-Bereich nicht formulieren. Aber wie denn sonst? Nun ja, vielleicht so: «Nach einem schmackhaften und lockeren Frühstück, in dessen Mittelpunkt leicht gebogene Hummerschwänze standen, betrachteten es nun die zahlreichen Besucher der DDC-Ausstellung *Gute Gestaltung 11* als ihre Hauptaufgabe, in denen ihnen dargebotenen Designprodukten eben jene und just zuvor genußvoll verspeiste Hummerschwänzchenkrümmungen wiederzuentdecken und dies als Anlaß, einmal zünftig über Zukünftiges nachzudenken, zu nehmen. Der Herr mit den drei blauen Streifen am Ärmel und dem leicht gewölbten Typoposter scheint bereits fündig geworden zu sein.»

Am Freitag, den 8. April, wurde durch den Stadtrat und Wirtschaftsdezernenten der Stadt Wiesbaden, Herrn Detlev Bendel, im Rahmen der 5. «Access All Areas», die ebenfalls unter dem Label «Designtage Wiesbaden» firmieren, die gut besuchte DDC-Ausstellung «GUTE GESTALTUNG 11» im Muschelsaal des Wiesbadener Kurhauses eröffnet. Die Stimmung war ausgezeichnet.

Ausgezeichnet gutes Design ist nicht nur gutes Design, weil es sich erkennbar um gute Gestaltung handelt: es muß auch hoch funktional sein. Nach den durch den Bauhausgründer Walter Adolf Georg Gropius einst ferstgelegten Richtlinien für «artgerechte Porzellangestaltung» muß sich durch einen bereits gebrannten Teetassenuntersetzer auch bequem eine Sonnenfinsternis verfolgen lassen.

Michael Eibes und Prof. Volker Liesfeld diskutieren entspannt über eine gelungene und vom Deutschen Designer Club (DDC) prämierte Schnabeltassendesignleistung, die in den Lebensabendoasen der Firmengruppe «Seniorenglück» eine übergeordnet positive Resonanz erfuhr.

Auffälliges und ungewöhnlich gestaltetes Beindesigntattoo unter Hinzuziehung des Schrifttyps Helvetica Bold: «I’ve been a dancer all along». Wer in den letzten Jahren die Access All Areas aufmerksam verfolgte, wozu auch die Filmabende im Walhalla-Filmtheater gehörten, der wird vergleichsweise leicht erraten können, in welcher Wiesbadener Designagentur der hier abgebildete Beintattooinhaber seinen Schreibtisch stehen hat.

Marcus Wenig (DDC) von der Firma Die Firma klärt als diesjähriger Juryvorsitzender der Sektion «Internet» die Besucher darüber auf, warum, wieso und weshalb die Preisträger Preisträger sind.

Michael Eibes (Vorstand DDC) klärt über die Aufgabenstellungen auf, vor denen die DDC-Juroren stehen. Rechts im Vordergrund Malte Kindt.

Lange Schlange vor der Lutherkirche in Wiesbaden, dem Austragungsort der diesjährigen «see conference #6». Im Hintergrund ragt stolz die Gutenbergschule mit ihren Giebeln in die Höhe, die für das Bildungsniveau Eures Hamsters lange Zeit verantwortlich zeichnete.

Ein Blick von der Pressetribüne in die Pressetribüne zeigt, daß manche übergeordnete Kommunikationsmaßnahmen im Dienste einer guten Sache stehen.

In diesen heiligen Hallen empfing der Autor dieser Zeilen im Jahre 1984 brav, artig, bieder und gut das Licht in Form eines Abiturzeugnisses. Und jetzt? O tempus, quo vadis? Na klar, immer häufiger in die Kirche – um zu reden.

Sorgfältig im Lichte der Großartigkeit positioniert (von links nach rechts): Peter Post, Rui Camilo, Michael Volkmer und Stefan Lauhoff.

Diese Veranstaltung benötigte eine intensive Vorbereitung, eine Kirche als Veranstaltungsort für die «see conference» ist alles andere als selbstverständlich; und außerdem müssen auch dieses Jahr mindestens zwei der Sprecher direkt nach ihrem Vortrag zum Flughafen eilen. Der Initiator Michael Volkmer ist gewohnt souverän und qualitätsorientiert aufgestellt.

Carlo Ratti vom SENSEable City Lab in Boston markiert unter anderem Müll, der auf der Straße herumliegt, mit GEOtags und beobachtet dann via Satellit welche Wege er in den nächsten Wochen zurücklegt.

Prof. Dr. Harald Welzer (Bildmitte) ist nach wie vor mit der Kreuzigung Jesu Christi nicht ganz einverstanden und so wird ihm nach Beendigung seiner Messe zum Thema Nachhaltigkeit von einem Zuhörer mit dem ganz großen Durchblick bescheinigt, zukünftig «immer dann in die Kirche zu gehen, wenn er, Welzer, predige». Na bitte, das sind doch glasklare Ansagen, An- und Aussichten.

Eine der großen Leistungen Harald Welzers – bevor er sich auf den Talk-Show-Zirkus eingelassen hat –, ist, daß er im Bereich des menschlichen Erinnerungsvermögens darüber forschte, wer sich wie an die Zeiten des Dritten Reichs erinnert. Er befragte Täter und Opfer. Ein tiefer Einblick in die menschliche Psyche. Das Buch heißt «Opa war kein Nazi». Ich habe das Buch gelesen. Für mich das Standardwerk zum Thema Vergangenheitsbewältigung.

Sein Vortrag auf der «see conference» jedoch war – und es tut mir wirklich leid, das so sagen zu müssen – nichts als eine seltsame Mixtur, bestehend aus gesellschaftlich längst akzeptierten Thesen zum Thema «Umweltschutz» einerseits und dem intensiven Bedauern, daß die aus seiner Sicht wirklich relevanten Themen wie beispielsweise «Fukushima» oder «Klimaerwärmung» von den Medien nicht mit allem Nachdruck über Jahre hinweg zum täglichen Dauerthema gemacht würden. Gott sei Dank, kann ich dazu nur sagen. Wenn sich unsere Gesellschaft schon mit Vollgas und in unumkehrbarer Weise Richtung Betonwand bewegt, möchte ich in der Zeit bis zum Aufprall wenigstens noch meinen Spaß haben – und sie mir nicht von selbsternannten Miesepetern vermiesepetern lassen.

Ach ähm, noch was, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Welzer: Wissen Sie eigentlich warum, wieso und weshalb der Hemdkragen erfunden wurde? Nein? Nun, ich will es Ihnen gerne sagen. Das hat etwas mit «Nachhaltigkeit» zu tun. Der Hemdkragen schützt das Sakko oder auch Jacket vor dem Körperfett, das auch über die Hautbereiche am menschlichen Hals abgesondert wird. Ob das nun wünschenswert oder eher weniger wünschenswert ist, sei mal dahingestellt, denn: es ist halt eben so. Wie viel mal mehr und häufiger ein Sakko, das von einem hemdkragenlosen Hemden- (oder wie in Ihrem Falle) T-Shirtträger getragen wurde, zur Reinigung muß, und wie viel mal mehr dadurch die Umwelt unnötigerweise eine Mehrbelastung erfährt, ergibt sich mit Sicherheit ebenfalls aus jener Rechnung, die Leute wie Sie immer dann heranziehen, wenn es darum geht, scheinbar ahnungslosen Mitmenschen den grundsätzlichen Erwerb von Textilien mit dem Satz «Wußtest Du eigentlich, daß für die Produktion eines einzelnen T-Shirts sage und schreibe 80.000 Liter Wasser verbraucht werden?» madig zu machen. Stimmt’s, oder hab’ ich recht?

Frage ist deshalb nur: Warum halten Sie sich denn dann nicht im Interesse an einer aufrichtigen und übergeordneten Umweltrettung an die Spielregeln? Tragen Sie doch einfach mal ein hübsches weißes, oder von mir aus auch kariertes, Hemd mit Doppelmanschetten und darüber dann das T-Shirt von der «see conference #6», gefolgt von Ihrem Sakko. Das sieht zum einen auch bei Ihnen recht schick aus und zum anderen entlasten Sie damit, wie bereits ausgeführt, die Umwelt. Deal? Meerschweinchenreport wird Ihren weiteren Lebensweg von nun an kritisch begleiten und sehen, ob Sie sich zukünftig in Ihrer ökoideologisch motivierten Lebensführung nachhaltig gebessert haben werden…

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Update vom 17. 10. 2013: Brief der Titanic-Redaktion and Harald Welzer.
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Pause nach der Kirche, ist immer auch irgendwie eine Pause vor der Kirche. Bei einer Vortragsveranstaltung, die in einer Kirche stattfindet, verhält es sich immer auch irgendwie ähnlich.

Wer mit dem Licht der Wahrhaftigkeit nicht sofort klarkommt – und noch üben muß, hält sich entweder ein Programmheft vors Gesicht oder trägt geflissentlich eine Sonnenbrille.

Eine Weitwinkelaufnahme, die kein Weitwinkelfotograf ausläßt.

Um mich vor dem geballten «Qualitäts-Overkill», den die «see conference» grundsätzlich bietet, zu schützen, verlasse ich, wie mit Michel zuvor besprochen, den Ort der «Visualisierung von Informationen» bereits nach dem zweiten Referenten, um gemeinsam mit einem guten Freund den Klimawandel dahingehend zu stoppen, indem wir einen kleinen Teil eines ökobiologisch korrekt aufgezogenen CO2-Produzenten gut gegrillt und nachhaltig vernichteten. Selbstverständlich gaben wir uns via Livestream den Rest der «see conference #6». Just to be perfectly honest with you: it was a perfect day.

Access All Areas-Party am 9. April im kuenstlerhaus43, (Obere Webergasse 43, 65183 Wiesbaden). Beginn 20 Uhr, Eintritt 3€. Das Haus, so habe ich mir sagen lassen, war knallvoll. Diese Aufnahme entstand einen Tag später beim sonntäglichen Rundgang, der eigentlichen Access All Areas. Im Hintergrund auf der anderen Seite das Kinderzubehörartikelgeschäft «Little Heroes».

«Little Heroes». Ein schicker Laden für schicke Kinderzubehörartikel. Meerschweinchenreport berichtete bereits hier ausführlich.

«888Monkey»: Ein schicker Laden für schicke Fahrräder und schicke T-Shirts. Meerschweinchenreport berichtete hier bereits ausführlich.

Designlegende Prof. Olaf Leu zu Gast bei Michael Eibes Design.

Bratwurst von der MILKA-Kuh? Wenn man die Regeln einer ausgeklügelten CI nicht konsequent einhält, oder mit ihnen gekonnt spielt, so kann man durchaus zu solchen Assoziationen kommen…

Michael Eibes (DDC) und Gordon Bonnet (IHK).

Beim Rundgang mit der Kamera erwischt: Christoph Kremers (Die Firma) in den Räumlichkeiten von Fuenfwerken AG.

Brutzeln lieblich auf dem Fuenfwerken-Weber-Grill vor sich hin: «Weißwürste Rustikal».

Wer sich als Agentur Flaechenbrand ausgesucht hat, der wird als Kunde von Ärzten behandelt, die wissen, was eine ganzheitliche Schmerztherapie bedeutet – und wie sie funktioniert: nämlich (fast) immer alles doppelt.

Außerdem lag noch eine persönliche und gerade zwischen den Zeilen mit viel Liebe angefertigte Einladungsmail von Harald Wenk (Lekkerwerken) vor; aber eigentlich war ich ja gar nicht da, weshalb ich dieser gerade zwischen den Zeilen mit viel Liebe angefertigten Einladungsmail von Harald Wenk (Lekkerwerken) nicht habe folgen können, weil ich ja eigentlich die ganze Zeit über die «Deutsche-Tourenwagen-Masters» (DTM) verfolgt habe, die am gleichen Tag Wiesbaden «unsicher» machte. So ißt das manchmal…

Und Fazit? Fazit ist prima.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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