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Belinda von Hodenhagen: «Der Nacken ist das neue Schnitzel»

21 May

Belinda von Hodenhagen:
«Der Nacken ist das neue Schnitzel»
erschienen im Kaspar Hauser Verlag
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Belinda von Hodenhagen, die kühle Analytikerin aus dem klaren Norden, legt nach fünf Jahren kreativer Schaffenspause mit ihrem aktuellen Roman «Der Nacken ist das neue Schnitzel» ein pseudo-fulminantes – und irgendwie auch autobiografisches – Erzählwerk aus dem Reich des kulinarischen Symbolismus vor, das irgendwo zwischen Gustave Flaubert (Madame Bovary), Bram Stoker (Dracula) und Virginia Woolf (Mrs. Dalloway) fest verortet sein möchte, jedoch niemals seine ideologische Verbundenheit mit Paul Bocuse leugnet.

Die Autorin, im Roman als Alice Campendonk unterwegs, geht als ehemalige Gouvernante von Papst Pius XII nach ihrer erfolgreichen Zeit im Vatikan und einer geglückten Geschlechtsumwandlung in die aktive Entwicklungshilfe nach Afrika und lernt dort sehr schnell alles über die multifunktionale Verwendungsfähigkeit menschlicher Körperteile: sowohl als nützliche Werkzeuge beim Straßenbau, in der Gartenpflege, als auch als unkonventionelles Genuß- und Nahrungsmittel. Die Autorin Belinda von Hodenhagen, sich selbst im wahren Leben gerne und oft als «feministische Kampflesbe» bezeichnend, nennt ihren gelebten Extremismus «religiöse Kreuzigungen innerhalb der eigenen vier Magenwände». Nein, Kompromisse und Gefangene macht die kopftechnisch zart Unterbelichtete keine, weshalb nicht etwa «The Yes Man», dafür aber das antisemitische «Zentrum für politische Schönheit» auf ihr geistig Unausgegorenes aufmerksam geworden ist.

In diesem Kontext irritiert der grobe Erzählstil, der gerne «fein» sein möchte, es aber mangels Sprachvermögen nicht schafft, was die menschlichen Abgründe unfreiwillig um so abstoßender darstellt. Nichts für schwache Nerven. Nur erhältlich in gut sortierten Frauenbuchläden. Obwohl im Kaspar-Hauser-Verlag erschienen: Keine Leseempfehlung!

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Rettet die Wale. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Das moderne Frauenbild im Wandel der Zeit

20 Jul

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Marie Antoinette: «Wenn Kühe nicht gemolken werden, dann können Pralinen auch nicht tanzen!»

5 Mar

Françoise ♥ Marie Antoinette

Als Maximilien de Robespierre am 26. Juli 1794 in seiner Pariser Wohnung in seinen Backherd blickte, um dort nach dem Rechten sowie einigen gut gebratenen Gänsekeulen Ausschau zu halten, mußte er feststellen, daß sich König Ludwig XVI, obwohl längst durch Enthauptung liebevoll entfloht, wieder einmal grundlos und ohne Zitronenlimonade aus dem Staub gemacht hatte. Einfach so. Vermutlich, um seiner Frau Brot, Kuchen, ein neues Gebiß, oder irgendetwas Vergleichbares vorzufinanzieren. Gut informierten Historikern war jedoch damals schon klar, daß das nicht lange gut gehen würde. Und siehe da: Nur zwei Tage später fiel nach heftigem Gebrüll und Gewimmer in der Kammer für immer der Hammer.

via: François / Françoise

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