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Satire: Auch Kaiser Wilhelm I wurde während der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» mit einer Torte beworfen

29 May

Kurz nach dem Tortenangriff auf Kaiser Wilhelm I während
der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» schaut dieser
hinreichend bedrückt aus der Wäsche.

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Auch Kaiser Wilhelm I wurde während der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» mit einer Torte beworfen: Deutlich zu erkennen sind neben den beiden Sahne-Epauletten die scheinbar bartbildenden Sahnefetzen in seinem Gesicht, jeweils auf beiden Seiten direkt unterhalb der Nase als auch auf den äußeren Backenbereichen.

Gestern wurde die Politikerin Sahra Wagenknecht von rechten Nationalisten und zugleich glühenden Verehrern Kaiser Wilhelms I ebenfalls mit einer solchen Torte im Originalnachbau beworfen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Die Linkenpolitikerin würde mit ihrer Forderung nach einem Zureisestop von modernen Arbeitssklaven (Flüchtlinge) dem weiteren erfolgreichen Wachstum unseres bewährten Wirtschaftssystems im Wege stehen.

Nur wenige Stunden nach dem unfreiwilligen Tortengenuß schwenkte Wagenknecht um und bekannte sich öffentlich insbesondere zu den sozialen Werten des ehemaligen deutschen Kaiserreichs; und bewunderte zudem die kaiserliche Technik (1. Weltkrieg), mit deren Hilfe er damals das «kapitalistische Schweinesystem» in die Knie zwang. Auch bedankte sie sich bei den Tortenkünstlern für die beinahe originalgetreue Nachempfindung des Urtortenwurfs von 1919 (lediglich die Sahne-Epauletten sind nicht richtig ausdefiniert), schließlich sei ihr dieses Happening ein Beispiel für vorbildliche und somit höchst willkommene Diskussionskultur. Sichtlich entspannt genießt Sahra Wagenknecht ihren ganz persönlichen Platz an der Torte:

Tortenangriff auf Sahra Wagenknecht während
des Bundesparteitags von «Die Linke»

Allerdings konnte laut Auskunft einiger weniger im Saale anwesender Real-Rationalisten nicht geklärt werden, worum es den beiden Streithahnparteien in aller Tatsächlichkeit ging.

Quelle | Screenshot: Die Welt
via Spreeblick

 

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Endlich: «Durchbruch bei den Koalitionsverhandlungen»

4 Oct

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Andreas Baier: «Typisch Vermeer, oder?»

15 Sep

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«Auf den ersten Blick», so unser Redaktionsfotograf in der Redaktionssitzung, «hat dieses Foto nicht viel mit den bildschöpferischen Qualitäten eines Jan Vermeers gemein, aber», so fährt er fort «das ist ja der Witz an der Sache».

Wir können ihm nicht ganz folgen, wollen ihn jedoch ausreden lassen: «Also, das Licht kommt bei Vermeer doch immer von links durch das Fenster. Und so auch hier: Das Fenster wird durch die Cellophanfolie symbolisiert, die sich in der linken oberen Bildecke hinreichend vorhangesk bemerkbar macht. Und dann gibt es in Vermeers Bildern immer auch eine Hauptfigur, die prominent das Bild dominiert. Wie zum Beispiel die «Dienstmagd mit Milchkrug», «Der Astronom», das «Brieflesende Mädchen am offenen Fenster» oder auch «Der Geograph». Und jetzt stellen wir uns ganz einfach vor, daß die Luftsäule die Chefin des hier dargestellten Handwerksbetriebes ist, die ihren Gesellen gerade instruiert und aufpaßt, daß er schön brav den Stoffballen beim Einfalten sorgfältig behandelt. Bei Vermeer wäre als Referenz beispielsweise sein Konzert heranzuziehen. Außerdem sollten wir unser Augenmerk bei den Bildern Vermeers auf den Detailreichtum im Hintergrund richten, auf den zarten Verlauf der Farbtöne vom Licht- hinein in den Schattenbereich. Auch darauf habe ich bei meinem “Vermeer” geachtet. Seht Euch nur mal die ganzen Hintergrunddetails in meinem Foto an: etwa dieses typische Vermeer-Blau hinten links im Bild! Der glatte Hammer, oder nicht?

Wißt Ihr eigentlich was Vincent van Gogh einst an seinen französischen Künstlerkollegen Émile Bernard schrieb? Er bemerkte: „Es stimmt, daß man in den paar Gemälden, die Vermeer gemalt hat, die ganze Farbtonleiter finden kann; doch das Zitronengelb, das blasse Blau und Hellgrau zu vereinen ist bei ihm so kennzeichnend, wie bei Velázquez die Harmonisierung von Schwarz, Weiß, Grau und Rosa.“ Aha! Das Zitronengelb. Ist die Luftsäule etwa nicht zitronengelb? Naja, wenn man ein bißchen das Rote rausnimmt. Und das Beste, jetzt kommt’s: Die angedeutete Staffelei mit echten Farbapplikationen im Vordergrund des rechten Bilddrittels ist so vermeeresk wie etwas nur vermeeresk sein kann. Auch diese beiden Halbkreise im Staffeleibereich, das ist doch ein Globus und ein Kopf, genau wie im Bild «Der Geograph»; Da paßt doch mal wieder alles!

Und dann dieses Gleichnis von einer einerseits aufgeblasenen Luftsäulen-Chefin und direkt daneben – andererseits – nochmals voll zusammengefaltet. Mehr Sozialkritik und mehr Vermeer geht doch nun wirklich nicht.»

Nein, natürlich nicht. Wir haben unserem Redaktionsfotografen erstmal auf die Schnelle ein Glas Nesquick zusammengemixt – damit er zur Ruhe kommt. In der Zwischenzeit überlegten wir, was wir mit ihm nur machen sollen…; und da ist es uns plötzlich aufgefallen: Zwischen seiner Art, pseudologisch Analogien herzustellen und der Art und Weise wie in ihrem bisherigen Leben geistig nicht sonderlich geforderte Politikerinnen und Politiker im Berliner Reichstaggebäude aktuelle Sachverhalte bewerten und über die Einleitung geeigneter Bearbeitungsmaßnahmen beratschlagen, besteht leider, leider, leider keinerlei Unterschied.

Woran es eindeutig fehlt, daß sind gut funktionierende menschliche Gehirne, so wie Jan Vermeer eines hatte. Oh nein, jetzt hat es uns auch schon erwischt…

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Drei unterschiedliche Darstellungsweisen das Thema «Anarchie» betreffend

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