Tag Archives: Prof. Dr. Klaus Klemp

Museum Angewandte Kunst Frankfurt: «German Design Award 2015»

16 Feb

Click to enlarge designprizedly

Beim «German Design Award» werden hochkarätige Produkte und Projekte aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign, Designpersönlichkeiten und Nachwuchsdesigner, die alle auf ihre Art wegweisend in der deutschen und internationalen Designlandschaft sind, ausgezeichnet. 

Ziel des «German Design Award» ist es, einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Ein Wettbewerb, der die Designszene voranbringt. Insbesondere die Gewinner.

Aktuell hat die Fachjury des German Design Award 2015 aus 2.250 internationalen Einreichungen und jeweils 10 Wettbewerbskategorien insgesamt 20 Gold-Preisträger ausgewählt. Neben den Gold-Auszeichnungen vergab sie bis zu 10 Winner- Prämierungen pro Kategorie und ehrte weitere Arbeiten mit dem Prädikat Special Mention.

Als Wettbewerb der Wirtschaft für die Wirtschaft, der die hohe Designkompetenz der Teilnehmer unterstreicht, genießt der German Design Award hohes Ansehen in der Öffentlichkeit. Dafür sorgt auch das Renommee seines Auslobers, des Rat für Formgebung, der seit 60 Jahren das deutsche Designgeschehen repräsentiert und die Wirtschaft in allen Designfragen kompetent und nachhaltig unterstützt.

In der Ausstellung im Museum Angewandte Kunst werden alle Preisträger Gold, Winner und Special Mention der zehn Kategorien aus dem Bereich Kommunikationsdesign, sowie sechs Newcomer Finalisten und unser Ehrenpreis Personality präsentiert, der dieses Jahr an den Unternehmer Nils Holger Moormann geht.

Die Fachjury setzt sich aus dreißig Designexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Gestaltungsindustrie zusammen. Die designinteressierte Öffentlichkeit kommt mit der Vergabe eines Publikumspreises ebenfalls zum Zuge.

Am 13. Februar 2015 wurden die Gewinner während der «Ambiente» auf dem Messegelände in Frankfurt ausgezeichnet, die prämierten Arbeiten im «Museum Angewandte Kunst Frankfurt» ausgestellt. Dies sind ein paar Bildeindrücke von der Vernissage. Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier befindet sich gerade auf dem 1960er-Jahre-Grobkornlook-Trip.

Wenn Nils Holger Moormann spricht, dann stellen viele Designkundige ihre Ohren automatisch auf die Stufe «Extralausch».

Der Chefredakteur des Magazins «form», Stephan Ott, verdeutlicht seinem Gesprächspartner anhand eines anschaulichen Beispiels das Kommunikations- und Gestaltungsprinzip «form follows function».

Advertisements

DDC – Mitgliedervollversammlung 2013 im Museum Angewandte Kunst Frankfurt: «Vortrag von Horst Moser über die Neue Amerikanische Schule»

15 Aug

Click to enlarge retroly

Das Atrium des Museum Angewandte Kunst Frankfurt.

DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig mit seiner neuen Taucherbrille.

DDC-Gründungsmitglied Prof. Olaf Leu im Gespräch mit Hans-Ulrich von Mende.

Die drei DDC-Vorstandsmitglieder Gregor Ade, Christian Daul und Wolf Udo Wagner im Gespräch.

Im Gespräch: Prof. Dr. Klaus Klemp und Malte Kindt.

Da room gets crowded.

Im Gespräch: Wolf Udo Wagner und Gregor Ade.

Im Gespräch: Christian Daul und Fördermitglied Joachim Klein, Leiter Marketing + Produktmanagement der Caparol Farben-Lacke-Bautenschutz GmbH.

Der schwarze Mann? Der unsichtbare Dritte (Mann)? A Question of Honour And German Angst? Well, let’s see what the future is about to offer…

Auch dieses Bild bringt leider kein Licht ins Dunkel…

Na bitte: Immerhin konnten bei der Suche nach erstklassigen Büttenpapier-Jackets erste Fahndungserfolge verbucht werden, denn wenn einem so viel Gutes widerfährt, ist das schon ein Handauflegen wert.

Auch hier durch geschicktes Handauflegen überzeugend: Zwei hochwertige Büttenpapier-Jackets im konstruktiven Dialog! (Getragen von Gregor Ade und Michael Eibes).

Hier sind ebenfalls qualifizierte Hände mit im Spiel: Thomas Nagel und Prof. Gregor Krisztian philosophieren über die Vorzüge perfekt verarbeiteter Büttenpapierbekleidung.

Noch vor offiziellem Vollversammlungsbeginn waren die meisten Stücke (gelbe Punkte) bereits verkauft. Gute Gestaltung und Verarbeitung setzen sich eben durch.

Im Gespräch: Ines Blume und Thomas Nagel.

Prof. Dr. Klaus Klemp heißt die Mitglieder des DDC in den heiligen Hallen des Museum Angewandte Kunst Frankfurt herzlich willkommen.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes berichtet über die Aktivitäten des Vereins:

Beispielsweise über die des DDCs auf internationaler Ebene: «Designer’s Saturday Langenthal» – Einladung von Creation Baumann (CH); Teilnahme an der Konferenz «Storydrive» in Peking – Partner: Buchmesse Frankfurt; Filmische Darstellung des Projektes «Stilikonen & Pioniere» – Medienkooperation DDC | Kaldewei in China.

Prof. Olaf Leu und Malte Kindt.

Ein reges Abstimmungsverhalten sorgt für ein eindeutiges Wahlergebnis:

Hans-Ulrich von Mende ist mit nur einer Enthaltung einstimmig zu unserem Kassenprüfer bestellt worden.

Alles in allem ist auf der gesamten Linie ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zu bescheinigen.

DDC-Vorstandsmitglied Peter Zizka sieht das ebenso und berichtet in seiner Eigenschaft als aktiv Teilnehmender über seine Hong-Kong-Eindrücke.

DDC-Gastreferent Horst Moser folgt den einführenden Worten Prof. Olaf Leus.

Prof. Olaf Leu führt in den Vortrag Horst Mosers, der auf einer Buchpublikation basiert, an der beide gemeinsam gearbeitet haben, ein.

Das Design-Magazin Slanted: «Horst Moser, der allen als Editorial-Designer, vielfach international ausgezeichneter Art Director (beispielsweise für «Leica World») und Autor des Standardwerks und Bestsellers über Editorial-Design Surprise me bekannt ist und nicht nur Büros in München und Zürich sondern auch einen eigenen Verlag unterhält, ist sicherlich ebenfalls als bemerkenswerter Sammler hervorzuheben, dessen riesige Sammlung an Magazinen und Zeitschriften aus allen erdenklichen Epochen und Ländern in einer eigens hierfür angemieteten und schön geräumigen Fabrikhalle lagert: Von der Bäckerblume bis hin zur wohl ältesten Kundenzeitschrift überhaupt, dem Fugger, der vor gut 500 Jahren erstmals publiziert wurde. Die Gutenberg-Presse war da schon erfunden und bereits seit einem halben Jahrhundert in vielen Ländern im Gebrauch.

Von diesem einzigartigen Fundus, um den ihn jedes fachbezogene Museum dieser Welt beneiden dürfte, profitieren nicht nur er und seine präzise ausgearbeiteten Vorträge, in seiner Eigenschaft als visuelles Schlaraffenland dient besagtes Megaarchiv zusätzlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seiner beiden Büros als Recherche- und Inspirationsquelle.»

So wie der Schotte David Ogilvy als wahrer copy maniac dafür bekannt war, Anzeigentext nach allen erdenklichen Kriterien zu analysieren, was bis zum Zählen der Wortmenge in Überschrift und Fließtext führte, dies immer mit dem Ziel verbunden, möglichst allgemeingültige Regeln für das Erstellen besonders verkaufsstarker Texte zu entwickeln, so ist auch Horst Moser in dieser Disziplin nicht minder akribisch unterwegs.

Es geht um das designtechnische Wirken der drei Herren Dr. Mehemed Fehmy Agha (1896 – 1978), Alexey Brodovitch (1896 – 1971) und Alexander Liberman (1912 – 1999), die in ihrer jeweiligen Hochphase unterschiedlich lange für das gestalterische Wohlergehen der Magazine Vogue und Harper’s Bazaar verantwortlich zeichneten.

Auf der Leinwand sehen wir Alexey Brodovitch bei einer Redaktionssitzung, in der ein von ihm angewiesener Redaktionsgehilfe genau das tut, was ihm gerade von seinem Herren aufgetragen wurde: Er versorgt den Diaprojektor (ein «Kodak-Karussell» mit 80 Dias Fassungsvermögen pro Rundmagazin) – ob er möchte oder nicht – mit frisch aufgebrühtem Kaffee. Alexey Brodovitch wurde von seinen Mitarbeitern nicht nur als, ähm räusper, gottgleiche Kompetenzkanone verehrt, als gnadenloser Despot, der von seinen Untergebenen bedingungslosen Gehorsam abverlangte, wurde er ebenso gefürchtet.

Das Geld für die Neubeschaffung eines gleichwertigen Projektors wurde dem jungen Mann übrigens vom Lohn abgezogen. Wie gut, daß er, wie so viele andere damals in der Redaktion ebenfalls Beschäftigte, gar keinen Lohn erhielt. Meerschweinchenreport meint: Nochmal Glück gehabt!

Alexey Brodovitch gilt außerdem als Fotograf mit einem ausgeprägten Faible für Langzeitbelichtungen, die er besonders gerne immer dann praktizierte, wenn junge Balletttänzerinnen vor seinem Objektiv herumpirouettierten.

Der Vortrag Horst Mosers besteht teilweise aus längeren wörtlichen Zitaten, deren Wiedergabe von Prof. Olaf Leu sowie Elisabeth Budde übernommen wurde.

Es ist die besondere Thematik, die unseren Redaktionsfotografen dazu animierte, für diese Geschichte ausnahmsweise eine mehr oder weniger reine Schwarzweißreportage im guten alten 1600-ASA-Tri-X-Pan-Look zu erstellen.

Als besonderen Nachtisch gibt es zum Schluß noch einen herrlichen Einblick in das Leben Diana Vreelands.

Hier sind sämtliche Informationen über den preisgekrönten Film «Diana Vreeland – Ein Leben zwischen Küche, Couch und Karriereleiter» verfügbar. Wobei: quatsch! Der Film heißt natürlich: «DIANA VREELAND: THE EYE HAS TO TRAVEL». Synopsis: «During Diana Vreeland’s fifty year reign as the “Empress of Fashion,” she launched Twiggy, advised Jackie Onassis, and established countless trends that have withstood the test of time. She was the fashion editor of Harper’s Bazaar where she worked for twenty-five years before becoming editor-in-chief of Vogue, followed by a remarkable stint at the Metropolitan Museum of Art’s Costume Institute, where she helped popularize its historical collections. DIANA VREELAND: THE EYE HAS TO TRAVEL is an intimate portrait and a vibrant celebration of one of the most influential women of the twentieth century, an enduring icon who has had a strong influence on the course of fashion, beauty, publishing and culture.»

Na bitte! Sind wir jetzt fertig? No, not at all! Diana Vreeland hat da nämlich noch eine persönliche Website, die mindestens genauso hübsch, gut, wahr und schön ist, wie die von Malcolm McLarren.

Wir bedanken uns bei Horst Moser für diesen großartigen Vortrag. Da er als Buchform erhältlich sein wird, sind wir inhaltlich nur rudimentär darauf eingegangen, um die Kauflaune im Interessentenkreis möglichst nicht zu zerstören.

Auf dem Weg zur gepflegten Hausbootgaststätte: Niko Gültig.

V.l.n.r.: Valentin Heisters im Gespräch mit Oliver Hardt sowie Gunter Neuhaus im Gespräch mit Michael Eibes.

Im Gespräch: Wolf Udo Wagner mit Hans-Ulrich von Mende.

Niko Gültig.

Im Gespräch: Valentin Heisters mit Thomas Nagel.

Im Gespräch: Peter Wesner (Geschäftsführer Verlag form GmbH & Co. KG) mit Horst Moser, Prof. Olaf Leu und Peter Zizka.

Peter Wesner.

Stephan Ott, Chefredakteur form.

Foto von Michael Eibes

Quote: «There’s nothing more boring than narcissism – the tragedy of being totally… me. We’re all capable of it. And we all know examples of it – these beautiful tragedies…. I loathe narcissism, but I approve of vanity.» –  excerpted from «Allure» by Diana Vreeland.

***
Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
***