Tag Archives: Sport

Schnitzel im Genick: Ein Diätversuch!

18 Apr

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«Oetker-Kuchen», Schwarzwald lecker,
Kirsch entkernt – dank «Black ‘n Decker».
Niemals bitter, nie Akkord,
Mandelsplitter, «Ritter Sport».
Pudel bügeln, «Oben ohne»,
Nudel zügeln, «Toblerone».
Leibesübung hat kein Zweck,
Schlecke lieber Eiskonfekt.
Werde nie beim Schwitzen naß,
Nasche lieber «Häagen-Dazs».
Habe alles gut im Blick:
Auch mein Schnitzel im Genick.

||Ob BMI oder BMW oder auch als Ypsilon:
Ja, ich laufe im Stehen jeden Doppelmarathon.
Ob als Erdling oder auch als digitaler Thron:
Ja, ich laufe im Stehen jeden Doppelmarathon.||

Auf Liegestütz hab ich kein Bock:
Trinke «Schoggi Doppelschock».
Wofür ist die Eisenhantel?
Speise lieber «Magnum Mandel».
Schokokuß mit Bleieinlage:
Großer Spaß auf meiner Waage.
Auch das Spinning bringt nichts mehr:
«Brauner Bär» macht mich ganz schwer.
Sinnlos auch mein Trainingsfluchen:
Viel zu gut schmeckt Marmorkuchen.
Quer geht’s durch die Republik:
Alles ist so schnitzelig.

||Ob BMI oder BMW oder auch als Ypsilon:
Ja, ich laufe im Stehen jeden Doppelmarathon.
Ob als Erdling oder auch als digitaler Thron:
Ja, ich laufe im Stehen jeden Doppelmarathon.||

Chor der elastischen Engel:
Ich bin trainiert, bin «Mr BIG»,
Nur mit Schnitzel im Genick.
Ich bin so fit wie eine MIG
Dank meines Schnitzels im Genick.

||Ob BMI oder BMW oder auch als Ypsilon:
Ja, ich laufe im Stehen jeden Doppelmarathon.
Ob als Erdling oder auch als digitaler Thron:
Ja, ich laufe im Stehen jeden Doppelmarathon.||

 

Inspiriert durch den täglichen Gebrauch oben abgebildeter Bluefin-Vibrationsplatte.

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Olympiade 2016 in Brasilien: «Bertolt Brecht über Sport»

20 Aug

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«Ich muß zugeben, daß ich die These, Körperkultur sei die Voraussetzung geistigen Schaffens, nicht für sehr glücklich halte. Es gibt wirklich, allen Turnlehrern zum Trotz, eine beachtliche Anzahl von Geistesprodukten, die von kränklichen oder zumindest körperlich stark verwahrlosten Leuten hervorgebracht wurden, von betrüblich anzusehenden menschlichen Wracks, die gerade aus dem Kampf mit einem widerstrebenden Körper einen ganzen Haufen Gesundheit in Form von Musik, Philosophie oder Literatur gewonnen haben. Freilich wäre der größte Teil der kulturellen Produktion der letzten Jahrzehnte durch einfaches Turnen und zweckmäßige Bewegung im Freien mit großer Leichtigkeit zu verhindern gewesen, zugegeben. Ich halte sehr viel von Sport, aber wenn ein Mann, lediglich um seiner zumeist durch geistige Faulheit untergrabenen Gesundheit auf die Beine zu helfen, Sport treibt, so hat dies ebensowenig mit eigentlichem Sport zu tun, als es mit Kunst zu tun hat, wenn ein junger Mensch, um mit einem Privatschmerz fertig zu werden, ein Gedicht über treulose Mädchen verfaßt. … Sport aus Hygiene ist etwas Abscheuliches.»

via: Bertolt Brecht

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1974 – The Rumble In The Jungle: «Muhammad Ali vs. George Foreman (Kinshasa, Zaire)»

14 Dec

Mal abgesehen davon, daß uns kein anderer Boxkampf bekannt ist, der der Beschreibung hemmungsloses Daueraufeinandereingeprügel gerecht würde, fragen wir uns schon, ob dieser Kampf mit einem Klaus Kinski als Ringrichter nicht möglicherweise einen signifikant anderen Verlauf genommen hätte.

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Vitali Klitschko meets Francis Bacon

20 Mar

Francis Bacon’s Self Portrait Photo via: Elite Choice

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Vitali Klitschko hat eben gerade in einer für die vielen Fans und Zuschauer vor Ort, die nicht eben wenig Geld für Ihre sauteuren Eintrittskarten ausgegeben haben dürften, in einer vor diesem Hintergrund für sie nicht gänzlich befriedigenden Art und Weise innerhalb der ersten Runde seinen kubanischen Mustergegner Odlanier Solis final auf die Bretter geschickt, womit «Dr. Eisenfaust» einmal mehr seinem Kosenamen gerecht wurde.

Wer als Schwergewichtler offensichtlich so lecker, locker, leicht, unangreifbar und in Milch schwimmend aus jedem WM-Kampf hervorgeht, der sollte vielleicht für seine zukünftigen Titelverteidigungskämpfe noch einige Extras einbauen, damit seine Fans ein weiteres Erlebnis-Gebiet haben, auf dem sie sich befriedigt fühlen dürfen – auch dann, wenn der Kampf mal wieder an erwünschter Länge zu wünschen übrig läßt. «Vitali, wäre es Ihnen vielleicht möglich, Ihren nächsten Gegner exakt so zuzurichten, daß er nach Beendigung des Kampfes genau so aussieht wie auf oben abgebildeten Gemälde von Francis Bacon?», so rufe ich fragend in einer Pressekonferenz im letzten Jahr während des ADC-Kongresses in Frankfurt in die Runde, als Herr Klitschko in einer Podiumsdiskussion bestätigte, daß man auch als Boxer kreativ sein müsse. OK, das Bacon-Bild hatte ich nicht bei mir, aber Francis Bacon war Vitali Klitschko durchaus ein Begriff. Seine Reaktion: Er grinste vielsagend. Wobei: War das letztes Jahr in Frankfurt nicht sein Bruder Wladimir?

Anyway: Der Gedanke, daß sich zukünftig Weltklasseboxer bemühen, ihr Antlitz gegenseitig dahingehend zu verfeinern und optisch aufzuwerten, daß sie Portraitgemälden weltberühmter Künstler ähneln oder sogar gleichen, ist gar zu verlockend. Man stelle sich mal vor: «Einmal Lennox Lewis in der Bauhausstilistik eines Fotogramms von László Moholy-Nagy, bitte!» Oder: «Ich denke, daß wir bei Mike Tyson auch immer irgendwie an Hermann Nitsch denken sollten!» Und last but not least: «Ich wette, daß es George Foreman gelingen wird, sich von seinem Gegner Muhammad Ali so zurichten zu lassen, daß er nach erfolgreich abgeschlossener Geischtsmassage den Eindruck erwecken wird, als habe sich der spanische Künstler Pablo Picasso seiner persönlich und überaus intensiv angenommen!» Not that bad at all, isn’t it?

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