Tag Archives: typography

Yusaku Kamekura: «Tokyo 1964»

14 Aug

via: Gura Fiku

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Buchgestaltung: «Gebrauchsgrafik 1968»

8 Aug

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via: Retro Graphic Design

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Out Now: DDC-Jahrbuch «Gute Gestaltung 12»

7 Aug

DDC-Juror Sascha Lötscher

DDC-Jurorin Marion Eckhardt

DDC-Juror Prof. Hartmut Raiser

Nun ist er endlich ausgeliefert, der aktuelle DDC-Jahresband «Gute Gestaltung 12», der sämtliche von der DDC-Jury prämierten und ausgezeichneten Wettbewerbseinreichungen aus den Bereichen des guten Designs, der guten Architektur, der guten Unternehmenskommunikation sowie der guten Fotografie beinhaltet. Er dient nicht nur der Dokumentation sondern ist zugleich ein anregendes Nachschlagewerk zur eigenen kreativen Standortbestimmung.

Außerdem hatte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier die Freude, die Ehre und das Vergnügen, sämtliche DDC-Jurymitglieder in Einzelportraits adäquat ins Licht zu setzen, sowie Stimmungsbilder von den zweitägigen Juryarbeiten einzufangen. Drei fotografische «Geschmacksmuster» sind vorstehend abgebildet. Hier ist das komplette Bildpaket einsehbar.

Allerdings auch im besagten DDC-Jahrbuch «Gute Gestaltung 12», das hier beim DDC zu bestellen ist.

Und so sieht sie aus, die gute und schöne von Michael Eibes gestaltete DDC-Trophäe:

DDC-Gute-Gestaltung-Trophäe

Die Wettbewerbsunterlagen für den diesjährigen DDC-Wettbewerb «Gute Gestaltung 13» können bereits ebenfalls beim DDC hier digital abgefragt werden. Übrigens dürfen sich Früheinreicher bis zum 31. August diesen Jahres mit einer stark ermäßigten Einreichegebühr von lediglich EURO 205,- (inkl. MWSt) hinreichend zuvorkommend subventioniert fühlen.

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DDC-Mitarbeiterschulung: «Olaf Leus Neue Amerikanische Schule im Hause häfelinger+wagner design»

18 Jul

«Form Follows Function», ein Prinzip das einst von Rationalisten geprägt inzwischen seinen Fingerabdruck jedoch überall dem täglichen Erscheinungsbild unserer Gesellschaft in wohltuender Weise aufdrückt. Auch auf unvorhergesehene Art, wie das kleine blaue Küchekaffeekuchen-LKWchen beweist. Fazit: Die Befolgung des hier gegenständlichen Prinzips muß nicht immer eintönige Lösungen und Kreationen zur Folge haben.

Gemeinsam mit Prof. Olaf Leu befinden wir uns am Morgen nach seiner Bilanz-Lesung abermals auf dem Weg zu häfelinger+wagner design in der Münchner Türkenstrasse: Die Mitarbeiterschulung Neue Amerikanische Schule steht auf dem Programm.

Pünktlich betritt Frank Wagner den Innenhof zu seiner Agentur. Typisch für eine Just-in-time-production.

Ein kurzer und gekonnter Blick nach oben.

Kurzer und gekonnter Blick geradeaus: Prof. Olaf Leu und Frank Wagner im Gespräch.

Prof. Olaf Leu sieht kurz und gekonnt «das gute Licht» und fotografiert ebenso kurz und gekonnt unseren Redaktionsfotografen.

Der erste Einblick in den Konferenzraum. Deutlich ist der Aufmacherschriftzug «Die Neue Amerikanische Schule» zu erkennen, schließlich ist gute Lesbarkeit erste Schriftschnittpflicht.

Sich nicht auf Anhieb mit der Funktionalität eines kabellosen Bedienelementes für die Technik auszukennen, gehört überall auf der Welt unter Referenten zum guten Ton. Und so auch hier.

Die besten Bedienelemente sind jedoch nach wie vor die zehn körpereigenen USB-Anschlüsse, mit denen Prof. Olaf Leu es immer wieder versteht, neue Informationen aufzusaugen, um sie nach geistiger Überarbeitung wieder an seine ihm zuhörenden Mitmenschen abzugeben.

Inhaltlich sind wir auf «Die Neue Amerikanische Schule» von Prof. Leu bereits hier eingegangen, vorgetragen im Wiesbadener Designbüro Hilger & Boie. Die nachfolgenden fünf Aufnahmen bleiben unkommentiert.

Ein guter Typograf muß immer irgendwie auch ein guter Jedi-Ritter sein. Prof. Olaf Leu demonstriert: «Seht Ihr, wie ich mit meinen Fingerspitzen exakt auf der Höhe der Laufleiste des hinter mir hängenden Rolos entlangfahre, ohne mich dabei umdrehen zu müssen? Das ist der typografische Yoda-Faktor.»

«Denn», so fährt Prof. Olaf Leu fort, «wenn ich meine Hand nur leicht anhebe, also die Formation meiner Finger nur etwas verändere, so gewinnt das gesamte Bild deutlich an Farbigkeit; und zum anderen werden nun im Hintergrund die nicht mehr benötigten Utensilien meiner gestrigen Bilanz-Lesung abgeholt. Summa summarum läßt sich also feststellen, daß unterschiedliche Schriftschnitte auf unterschiedliche Art und Weise kommunizieren. Aufgabe eines guten Gestalters ist es also, zu jeder individuellen Kommunikationsaufgabe die jeweils passende Schrift zu finden – und einzusetzen.»

Ein visuelles Plädoyer gegen die nachträgliche Verzerrung von Buchstaben mittels der Möglichkeiten, die einem moderne Grafik- und Layoutprogramme bieten: Zwar mögen die Ränder der Projektionsfläche parallel zu den Rändern des Fotos verlaufen (womit nun alles schön ordentlich aussieht), aber dafür wirken die menschlichen Proportionen der beiden jungen Herren merkwürdig deformiert. Auch wenn sich solche Effekte in der Typografie in den meisten Fällen subtiler zeigen, so sollte man doch die Schriftschnitte in der praktischen Anwendung so belassen, wie sie vom Schriftgestalter einst ersonnen wurden.

Eine Nahaufnahme, die sich unserer Redaktionsfotograf von Prof. Leus Kommunikationswerkzeugkasten nicht entgehen lassen konnte.

Manchmal fragen wir uns schon, was unseren Redaktionsfotografen da reitet, beziehungsweise in diesem Falle geritten hat. Investigativ wie Meerschweinchenreport nunmal ist, haben wir bei ihm nachgefragt. Seine Erläuterung: «Das sind gelbe, grüne und natürlich auch rote Blutkörperchen. Oben rechts ist eine mikroskopische Detailansicht zu sehen. Auch ein kleines weißes Blutkörperchen, das sich im direkten Dialog mit den grünen und gelben Blutkörperchen befindet, die da – und das wissen sie selbst ganz genau – eigentlich nichts verloren haben. Mit dieser Bildbearbeitung wollte ich ja nur verdeutlichen, daß Kommunikation auf den unterschiedlichsten Ebenen und Metaebenen stattfindet.»

Von dieser These hinreichend fasziniert, beschließt Prof. Olaf Leu sich zum Mittagessen eine möglichst blutkörperarme Portion Gnocchi in Salbeibutter mit Parmesan einzuverleiben. Unser Redaktionsfotograf begleitet ihn. Zum Dessert eine Cohiba.

Im Anschluß gemeinsam mit Frank Wagner Besuch der von Thomas Weski zusammengestellten Thomas-Ruff-Übersicht im Haus der Kunst. Da von uns, unsere Stammleser wissen das, keine Kunstinterpretationen zu erwarten sind, möchten wir auf eine Rezension der Ausstellung von Andrian Kreye in der Süddeutschen Zeitung verweisen.

Erhabenen Schrittes bewegt sich Prof. Olaf Leu durch die Ausstellungsräume mit einer geschätzten Deckenhöhe von zwanzig bis dreißig Metern. Nur hier können Ruffs Werke ihr volles Aroma so ungestört entfalten, wie es vom Künstler von Anfang an geplant war. Frank Wagner hält dieses Ereignis mit seinem iPhone kurz und gekonnt fest.

Besteht etwa ein Zusammenhang zwischen Frank Wagners Körperdrehung um 90° und dem plötzlichen Auftreten seltsamer Pünktchen?

Wie Andrian Kreye in seiner SZ-Kritik bereits ausführt, so sind nicht alle mit Ruff-Werken bestückte Räume für Minderjährige geeignet. Gerade der fachgerechte Umgang mit Architektur ist ein typisches Erwachsenenthema.

Auf dem Rückweg ins Hotel gibt es kein Taxi – aber dafür viel Licht.

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John Pasche: «Original Rolling Stones Logo»

11 Jun

People think that this logo was designed by Andy Warhol. It wasn’t. Mick Jagger needed someone to design a poster for the next Stones’ tour, which was supposed to be in 1970. He call up the Royal College of Art and ask them to recommend a student to do it. The student’s name: John Pasche. He began a working relationship with the band that produced one of the most memorable and widely recognised graphic devices ever created. Read the full story on Super Touch Art.

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Otl Aicher: «Lichtbericht»

20 Feb

Schmuckbild – Quelle: Internet

Was kann eine gekonnte Unternehmenskommunikation im Vergleich zu einer weniger gekonnten Unternehmenskommunikation ausrichten? Vor dieser Frage stehen nicht eben wenige Betriebswirte, wenn es mal wieder darum geht, die den Ausgaben gegenüberstehende Mehrwerte für das jeweilige Unternehmen zu bewerten. Die Antwort ist ziemlich einfach: Zum Beispiel ein Unternehmen vor der Pleite bewahren.

So geschehen durch Otl Aicher, der es allein durch seine konsequenten und genialen Kommunikationsmaßnahmen fertigbrachte, ERCO nicht nur aus den roten Zahlen hinauszubringen, sondern das Lichtunternehmen weltweit zu einer führenden Marke auszubauen.

Wie sehr ERCO die Verdienste Otl Aichers nach wie vor schätzt, sie hegt und pflegt, läßt sich auch daran ablesen, daß sich jede einzelne Ausgabe seines legendären Lichtberichts noch heute von der ERCO-Seite herunterladen läßt.

Stellvertretend für alle Hefte haben wir uns für die Nummer 17 entschieden, die wir nachfolgend als Download verlinkt haben. Von hier aus haben Sie Zugriff auf sämtliche Ausgaben. Immer fotografiert von den damals besten der besten Fotografen.

Auf der Linotype-Seite können Sie, so Sie es wünschen, Otl Aichers Schriftfamilie Rotis käuflich erwerben.

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Everything That Can Be In Motion Will Be In Motion

17 Feb

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Stefan Sagmeister: «Ich arbeite nur mit Kunden, die intelligenter sind als ich»

12 Feb

Der österreichische Ausnahmekreative Stefan Sagmeister im Gespräch mit art – Das Kunstmagazin aus dem Jahre 2008. Somit gut abgehangen und geschmacklich höchst überirdisch.

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HSRM: «Studenten der Hochschule RheinMain präsentieren ihre Abschlußarbeiten»

3 Feb

Link zur zugehörigen Website Wir putzen uns raus. Zu jedem Kommunikationsdesigner, der nun ins mal bittere und mal süße Berufsleben entlassen wird, gibt es ein Videofilmchen zu sehen. Und auf der Vernissage, die am 9. Februar für 19:30 angesetzt ist, sind dann die entsprechenden Arbeiten zu begutachten. Und natürlich auch zu bewerten. Ganz analog: mit Klebepunkten, die – abhängig davon, in welcher Leckrichtung man sie bevorzugt mit seiner Zunge zu befeuchten wünscht – mal bitter und eben auch mal süß schmecken. Denn «Konsequenz» ist und bleibt nunmal der zweite Vorname dieser wundervollen und hochwertigen Ausbildungsstätte.

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Stefan Asafti: «The Greatest Brandversations»

18 Nov

Stefan Asafti writes: «Please be aware that the prints presented here by the author are strictly of personal nature and are not meant to be sold for financial gain. Any recognizable logos, slogans, texts or images have therefore been used solely to express a personal view and strictly personal ideas, and not for commercial purposes.
The author of the prints does not pretend to own these logos, slogans, texts or images in any way, as they are the property of the respective brands. Furthermore, these prints do not in any way pretend to represent the views or strategies of the respective brands.
The views and ideas represented by these prints belong to the author and under no circumstances are they to be published without the written permission of the author.
»

The rest of his brave intentions as an artist you can read on Behance Network

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Zum 75. Geburtstag von Olaf Leu: Eine Bootstour auf dem Main

7 Oct

Einige Bilder sehen in der Vergrößerung viel besser aus. Dies läßt sich durch Anklicken der entsprechenden Bilddatei erreichen.

Auf dem Weg von der U-Bahnstation zum Landungssteg der «MS Gaby» überquert man, so man will, den Frankfurter Rathausplatz. Nicht zu übersehen: der nach dem Krieg wiederaufgebaute Römer. Eingefleischte Historismusgegner, eingewickelt im Schafspelz moderner Architekturliebhaber, hätten dort lieber eine schmucke 1950er-Jahre-Betonparkplatzgaragenanlage gesehen.

Malte Kindt bleibt lieber «Landratte» und wünscht uns eine gute Reise.

Die aus Hamburg überführte «MS Gaby» (Baujahr 1921) setzt sich in Richtung einer der vielen Mainschleusen in Bewegung. Von links nach rechts: Michael Eibes, Peter Zizka, Rainer Gehrisch, Gudrun Martens-Gottschall (Rücken) und Prof. Olaf Leu.

Im Hintergrund entwickelt und verdichtet sich die Skyline des Frankfurter Westends. Von links nach rechts: Peter Zizka, Rainer Gehrisch, Ingrid El Sigai, Prof. Olaf Leu sowie Gudrun Martens-Gottschall.

Das Frankfurter Bankenviertel, dargestellt durch die verdichtende Perspektive eines starken Teleobjektivs. Im Hintergrund der Messeturm, für dessen Gestalt der amerikanische Architekt Helmut Jahn verantwortlich zeichnet.

Einmal kurz abgebogen, das Weitwinkelobjektiv aufgeschraubt – und schon sieht alles ganz anders aus. Vorne rechts ist die neue DDC-Geschäftsstelle zu sehen, die voraussichtlich im Jahre 2014 fertiggestellt sein wird. Wegen der europäischen Vorbildfunktion, die der DDC in Designfragen fraglos ausübt, hat sich die EZB, großzügig wie sie sich im Moment allen denkbaren Finanzfragen gegenüber aufgeschlossen zeigt, bereiterklärt, das Sponsoring für die nicht ganz unerheblichen Baukosten zu 100% zu übernehmen. Herzlichen Dank! «Danichfür!» konntert die rechte Hand Jean-Claude Trichets gekonnt. Bescheidenheit ist eben eine typisch französische Attitude.

Am Wegesrande kurz aufgegabelt: Eine generationenübergreifende Getränkeübergabe.

A: «Ein harmonisches Farbspiel der Naturgewalten!» B: «Bitte?» A: «Naja, so ungefähr. Also mehr im literarischen Sinne.» B: «Aha.»

Der Fotograf, Filmer und Regisseur Rainer Gehrisch produziert das Geburtstagsfilmchen für Olaf Leu, das auch das Interview mit ihm beinhalten wird.

Apropos Interview: Da hinten wäre doch ein prima Platz zum Anlegen. Indeed.

«MS Gaby» nähert sich der Anlegestelle gemächlichen Dieselschrittes. Über dieses Foto selbst: Unter bestimmten Voraussetzungen kann man der Bauhaus-Ästhetik durchaus eine zarte und sinnliche Komponente abgewinnen.

Das Gespräch mit Olaf Leu kann beginnen. Von links nach rechts: Peter Zizka (Ton), Michael Eibes (Aufhellung), Rainer Gehrisch (Kamera), Prof. Olaf Leu (Gesprächspartner) sowie Gudrun Martens-Gottschall (Interview). Im Hintergrund «Das Gerippte», eine Architektur unseres DDC-Mitglieds Till Schneider (schneider+schumacher).

Das Gespräch ist im Kasten. Wir haben soeben u.a. erfahren, daß das Logo der Deutschen Bank von Anton Stankowski von ihm ursprünglich für den Stuttgarter Flughafen entwickelt wurde, es aber von den damaligen Betreibern nicht eingesetzt wurde, worauf er es einfach beim Deutsche-Bank-Logo-Wettbewerb erneut einreichte. Stankowski belegte nach Prof. Leu den zweiten Platz – bekam aber dennoch vom damaligen Sprecher des Deutsche-Bank-Vorstands den Zuschlag. Reihenfolge der abgebildeten Personen wie vorstehend.

Peter Zizka fotografiert Ingrid El Sigai.

Ingrid El Sigai, Peter Zizka, Rainer Gehrisch, Elisabeth Budde, Prof. Olaf Leu sowie Gudrun Martens-Gottschall (weiße Jacke).

Michael Eibes wirft seine Wasserangel aus. Erst wenn Wasserglas, Wasserangelrute sowie Wasserangelschnur nebst Wasserangelköder zuvor im Wasserglas vereint eine spirituelle Einheit haben bilden können wird der Fang von Wasserangelfischen gelingen.

Wasserangelfische, die der Freiheit übergeben wurden, streben in der Regel als erstes eine Brücke an, auf der sie sich in der für sie so wichtigen Gebärdensprache üben.

Steuermann und Fotograf Ralf Braum im Dialog mit Eva Leu. Links hinter der Kamera: Rainer Gehrisch.

Einmal mehr «Das Gerippte».

Eine Sensation, weil niemand mehr damit gerechnet hatte – am aller wenigsten unsere in aller Welt führenden Schriftgelehrten: Die römische «Winkelschrift» in der architektonischen Anwendung. Um Mißverständnisse zu vermeiden: Die «Winkelschrift» hat nichts mit der uns bekannten römischen oder auch lateinischen Schrift zu tun. Sie basiert vielmehr auf einem intellektuellen Zusammenschluß von «Keilschrift» und der römischen Darstellungsweisen von Zahlen.

Die obere Zeile auf der linken Seite des römischen Hauses besagt beispielsweise, daß im Jahre 3421 der letzte Mensch die Erde verlassen haben wird. Populationswissenschaftler zeigen sich erstaunt, daß es doch noch soo lange dauern wird. Die mittlere Etage stellt eine alte römische Redensweise dar, nämlich: «Ceterum censeo diesgebäudinem esse delendam!» Und was die letzte und unterste Etagenzeile besagt, ist nicht ganz zu klären, weil einige Buchstabenumschaltfunktionen bedauerlicherweise von der davor verlaufenden Brücke verdeckt werden. Es geht aber im Kern der Aussage – so viel läßt sich mit Sicherheit feststellen – zum einen um Eisbären und zum anderen um wärmende Handschuhe.

Im Inneren des Gebäude, dem «Domus Ictus», wurden die von den Römern im Main gefangenen Wasserangelfische zum Trocknen aufgehängt – und später auf dem Markt verkauft.

Die Bootstour ist beendet. Olaf Leu bedankt sich bei Ralf Braum für den schönen Trip.

Auf dem Boot, filmenderweise, Rainer Gehrisch. Vom Ufer aus winken die anderen Bootstourteilnehmer zum Abschied.

Auch hier begegnen wir Überresten der römischen «Winkelschrift», die von uns Bootstourteilnehmern vorbeigehenderweise aufmerksam begutachtet wird. Es ist weltweit der bekannteste Fundort. Zunächst vermutete man auf dem Kopfsteinpflaster eine rudimentäre Vorform des «Sudoku»-Spiels, was allerdings von Otl Aicher, der als eingefleischter Schriftgestalter nicht eben wenig Zeit mit «seiner» Winkelschrift verbrachte, eindrucksvoll widerlegt werden konnte. Aicher wies nach, daß es sich um ein frühes «Ampersand»-Zeichen handelt, das er mit Genehmigung der Frankfurter Stadtverwaltung in seiner von ihm gestalteten «Rotis» auf der Innenseite des dem Fundort gegenüberliegenden Brückenpfeilers anbringen durfte.

Lieber Herr Prof. Leu, um es mit einem Zitat aus dem Roman «Per Anhalter durch die Galaxis» zu sagen: «Danke für den vielen Fisch!» Und natürlich: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

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DDC-Tribüne in der Frankfurter Romanfabrik

22 Sep

Der DDC in der Frankfurter Romanfabrik. Es war ein schöner dreigeteilter Abend. Peter Zizka stellte «Metamorphosen. Design zwischen Erneuerung und Anpassung» vor. Der Band erschien soeben in der Taschenbuchreihe DDC Designbibliothek. Gefolgt von einer irrsinnigen Performance der beiden Herren Claus A. Froh und Frank Wolff. Danach gab DDC Ehrenmitglied Prof. Olaf Leu gemeinsam mit Ingrid El Sigai per Lesung einen Einblick in seine Berufsjahre von 1971-2011. Ach ja, der anschließende Gedankenaustausch kam ebenfalls nicht zu kurz. Und nun: Ab ins Präsens:

Das Bekleidungsunternehmen «Dolzer» direkt neben der «Romanfabrik»

Bevor wir uns inhaltlich vorstehend skizzierter «Speisekarte» widmen, wäre es möglicherweise durchaus von Vorteil, sich kurz Gedanken über das Verhältnis von innen und außen zu machen. Über das berühmte Zitat «Mens sana in corpore sano» beispielsweise. Und in welchem Kontext es zur Literatur stehen könnte; denn: Kann ein gesunder Körper samt gesundem Geist von einem ungebügelten Hemd umgeben sein? Oder: Wie fühlt sich ein mit viel Liebe zusammengestellter Textband, der Aufsätze bekannter Spitzengeister enthält, in einer zerknautschten Maul-, quatsch, Manteltasche?

Für alle, die nicht genau wissen, wie sich ihr Körper zum jeweiligen Ereignis fühlen soll, hält Dolzer im Netz den ultimativen Dolzer Dresscode parat. Denn, so der digitale Beipackzettel: «Ob Büroalltag, Cocktail-Party oder offizieller Geschäftsanlass: Mit unserem Dresscode erhalten Sie eine zeitlose Orientierung zur anlass- und typgerechten Auswahl Ihrer Garderobe. Die wichtigste Grundregel: Die Auswahl des angemessenen Outfits bestimmen der Anlass, die Tageszeit und die Angabe auf der Einladung, die Sie erhalten haben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich beim Gutaussehen!» Und weil das renomierte Premiumbekleidungsunternehmen es trefflich versteht, das aktive Lesen mit dem passiven Gutaussehen harmonisch in Verbindung zu bringen, ist es konsequenterweise neben der «Romanfabrik» bestens plaziert. Den Herren mit dem ungebügelten Hemd in Vordergrund des Bildes haben wir vor- und fürsorglich unkenntlich gemacht. Um den Schuldigen zu beschützen. Und Dolzer natürlich auch. Und den Rest der Welt ebenfalls. So sind wir nunmal.

«Mit sonnigen Grüßen!»: Anna Tanriverdi und Anne Tecklenburg.

Anna Tanriverdi begrüßt einen weiteren Gast. Im Hintergrund Prof. Olaf Leu und Werner Ruwald.

Im Gespräch: Werner Ruwald und DDC-Gründungsmitglied Prof. Olaf Leu.

Gekonnter Fingerzeig: Prof. Olaf Leu (links) und Prof. Friedrich Friedl (rechts). Ins Buch vertieft: Peter Zizka (links) und Ingrid El Sigai (rechts).

Auch hier vorbildliche Handhaltungen, die jeweils auf eine ausgeglichene Gesprächsführung schließen lassen. Vordergrund, von links nach rechts: Prof. Olaf Leu, Eva Leu und Prof. Friedrich Friedl. Im Hintergrund, von links nach rechts: Erhard Sobeck und Peter Zizka.

Prof: Olaf Leu begrüßt Erika Müller. Im Hintergrund: Erhard Sobeck (Hansen Werbetechnik) im Gespräch mit Peter Zizka.

Kniebeugen? Dirigieren? Beim Fotografieren versehentlich das iPhone fallengelassen? Meerschweinchenreport weiß es besser: Die Begrüßung eines guten Freundes steht kurz bevor.

Wenn rot gestrichene Wände zu Vorhängen werden: Erhard Sobeck im Gespräch mit Peter Zizka.

«Die Blitzlichtwürfellichtästhetik der 1960er Jahre ist in meinen Schädelwänden derzeit das ganz große Ding!». Klar, daß wir bei diesem Sachverhalt gar nicht anders können, als dem Drängen unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier (DDC) nachzugeben – und dieses Bild ebenfalls publizieren. «Außerdem», so fügt er hinzu, «erinnert mich speziell dieses Foto irgendwie an das Arbeitszimmer von Frank Lloyd Wright, ohne jedoch genau begründen zu können, warum dem so ist.» A-ha! Hinter den beiden Lampenschirmen, von links nach rechts: Prof. Olaf Leu und Prof. Dr. Rösch. Und auf dem Tisch in der Bildmitte die beiden Leu’schen «Bilanz»-Bände 1 (rot) + 2 (blau).

Noch ist Zeit, gemeinsam die spätere Lesung zu besprechen. Von links nach rechts: Ingrid El Sigai sowie Olaf und Eva Leu.

Eva Leu begrüßt Prof. Dr. Rösch.

Der Saal füllt sich Zug um Zug. Einige DDC-Mitglieder tragen stolz ihren Gelbepunktereißverschluß zur Schau.

Ein weiterer Gast ist soeben eingetroffen: Sven Leu.

Architektin Nicole Kerstin Berganski.

DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig.

Als sich das Bullaugentor ein weiteres Mal öffnet, durchschreitet Valentin Heisters das gleißende Gegenlicht und verkündet via seines gut gestalteten Grinsens, daß Arbeiten per se mit Freude behaftet ist. Von links nach rechts: Sven Leu (mit Motorradhelm), Valentin Heisters (mit Pilotenkoffer) und ein Literaturinteressierter, mit ich dem mich den Abend über prima unterhalten habe.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes begrüßt die anwesenden DDC-Mitglieder sowie die zahlreichen Gäste, zu denen auch einige Rotarier gehören.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes über die Bedeutung der gelben Farbe …

sowie über gute Taten aus dem Verborgenen heraus. Beziehungsweise umgekehrt.

DDC-Vorstandsmitglied Peter Zizka betritt die Bühne. Es geht unter anderem um die gute alte – und eigentlich nicht zu beantwortende – Frage, ob zuerst das Design-Ei oder gar das Design-Huhn das Licht der Design-Welt erblickte. Ich persönlich vertrete die Ansicht, daß es der Design-Taschenrechner von DDC-Ehrenmitglied Dieter Rams war. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Die DDC-Vorstandsmitgliedmetamorphose beginnt. Bis sie abgeschlossen ist, will ich Euch einen kleinen Ausschnitt aus dem Vorwort von Andreas Platthaus, FAZ, zitieren: «Mit seiner Publikationsreihe strebt der DDC die Schaffung eines Sammelbeckens für interessante Beiträge zum Design an. In ihm soll theoretisch, begrifflich wie ideologisch das aufgefangen und konkretisiert werden, was betreffs Gestaltung häufig zu sehr im Allgemeinen bleibt. Daß gleich für die erste Ausgabe eine Gruppe solch hochqualifizierter wie prominenter Autoren gewonnen werden konnte, zeigt den Anspruch und setzt Maßstäbe für die Fortführung der DDC Design Bibliothek.» Na bitte!

In ihrer Perfomance treffen der Lyriker Claus A. Froh und der Cellist Frank Wolff (auch als «Stadtstreicher von Frankfurt» bekannt) erstmals mit ihrem Programm «text & töne» auf einer Bühne zusammen. Eine literarisch-musikalische Jam-Session im improvisierten Miteinander und Gegeneinander von Textstimme und Cello. Ein Ereignis von so hoher Qualität und Güte, daß es unser Redaktionsfotograf vorzog, während der künstlerischen Darbietung gar nicht oder nur mit zugekniffenen Augen zu fotografieren; beziehungsweise hierfür die kleinen Zwischenpausen abzuwarten.

Um die Künstler nicht ein weiteres Mal zu stören, bleibt nachfolgende Bildstrecke unkommentiert.

Nochmal zum Mitschreiben: Wir können nicht anders, als das künstlerische Wirken der Herren Claus A.Froh und Frank Wolff unbedingt weiterzuempfehlen.

Prof. Olaf Leu vor einem Tableau mit seinen eigenen Arbeiten, die in der nun folgenden «Bilanz»-Lesung unter der Mitwirkung von Ingrid El Sigai eine zentrale Rolle spielen. Den ersten Teil seiner Autobiografie, die seine Zeit von 1951 bis 1970 beschreibt, stellte Olaf Leu bereits 2009 in der Romanfabrik vor. Sein zweiter Teil befaßt sich nun mit der Zeit von 1971 bis 2011.

Wir freuen uns auf Geschichten und Erlebnisse von Olaf Leu als Packungs- und Kalendergestalter, als «Goethe»-Reisender in Sachen Design, als Typograf, als Corporate Designer, als Design Juror, als Design Consultant, als Design Professor. Lebensnah, lehrreich, unterhaltsam, zuweilen launig und sehr persönlich. Die schöne Stimme von Ingrid El Sigai macht diese Lesung zu einem besonderen Hörerlebnis.

Auch hier bleiben die nachfolgenden Bilder dieser Performance weitestgehend unkommentiert.

Die Frankfurter Romanfabrik verfügt über ein erstaunliches Fassungsvermögen an Zuschauern. Dank seiner hügeligen Landschaften und großzügigen Park- und Zapfhahnanlagen innerhalb des Gebäudes ist sie in der Lage, mehrere tausend kulturinteressierte Gäste zu empfangen und artgerecht zu bewirten. Kenner der Location sprechen inzwischen voller Hochachtung von «Little Woodstock». Das Foto entstand vom Mischpult des Toningenieurs aus. Deutlich zu erkennen sind die Regler im Vordergrund, die bei fachgerechter Bedienung den Veranstaltungsort mit einer beeindruckenden Klangkulisse versorgen.

Mischpultregler in Großaufnahme, in dem sich die zahlreichen Lichter von Fanfeuerzeugen widerspiegeln. Unser Redaktionsfotograf möchte darauf hingewiesen wissen, daß bei diesem Bildnis ein Werk Edward Westons Pate gestanden habe, nämlich jenes, das eine aufrecht stehende Meeresmuschel zeigt. Die Meerschweinchenreportredaktion kann das jedoch nicht nachvollziehen. Die eine Hälfte der Redakteure sieht eher Edward Westons nicht minder berühmte «Paprika» als Vorbild, während die andere Hälfte mehr den startenden (oder gerade landenden) Helikopter vor der nächtlichen Kulisse New York Citys von Andreas Feininger sieht. So richtig Genaues weiß aber letztlich niemand.

Die unmißverständliche Visualisierung des alten Kommunikationsprinzips «Hören. Sehen. Sagen.»

DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig: «Sind wir nicht alle ein bißchen Sin City?»

Von links nach rechts: Ein erstklassiger Gestalter, der in seiner erstklassigen Gestalt nicht gezeigt werden möchte, und Patricia Eibes.

Dasselbe gestalterische Prinzip wie im vorangegangenen Bild. Aber diesmal bei mehr Licht.

Von links nach rechts: Frank Wagner, Prof. Olaf Leu und – ganz signaturempfangsbereit: Silvia Werfel.

Von links nach rechts: Erhard Sobeck, Frank Wagner sowie Prof. Olaf Leu mit einem Mitbringselschal von Oliver Hesse.

Nach der Performance: Der Cellist Frank Wolff im Gespräch mit Gästen.

Konstruktive Mischpultgespräche. Von links nach rechts: Achim Heine, Frank Wagner, Peter Zizka und Oliver Hesse.

Von links nach rechts: DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig im Gespräch mit Elisabeth Budde.

Die beiden Herren Achim Heine sowie Oliver Hesse gibt es heute in zwei Ausführungen. Hier: «Ausführung I»

Und hier: «Ausführung II»

Oliver Hesse.

Oliver Hesse und Lisa Schulze Oechtering. Im Hintergrund einmal mehr Dolzer. Diesmal in romantisches Filmlicht getaucht: Während auf der linken Seite Humphrey Bogart seine Geliebte mit frisch gefertigtem Feuerzeugfeuer versorgt und sie bedrängt, doch bitte ohne ihn das bereitstehende Taxi zu besteigen, besingt zur Rechten unter der Laterne Lale Andersen Lili Marlen. Eine Möglichkeit. Eine andere Alternative: Ein nach frischen Tättowierungen dürstender Abgeordneter des Deutschen Bundestages untermauert sein Verlangen durch westsidestoryeske Gesangeseinlagen, die er die Stufen fast komplett hinaufkriechend laut vor sich hin knödelt. Oben öffnen sich die Pforten der heiligen Hallen: Der erste Mitarbeiter des Hauses, der voller Stolz das neue Schuhwerk seines Herrn einläuft, nähert sich dem Verwirrten mit einem Silbertablett, um ihn einerseits mit etwas frisch aufgebrühtem Tee sowie einigen Keksen zu besänftigen, andererseits jedoch nachhaltig darüber aufzuklären, daß er sich in der Tür geirrt habe. Das Vorhaben gelingt. Der Suchende will umgehend sein Mandat zurückgeben und schwört, sofort mit dem Sammeln von Spendengeldern zu beginnen, die dem Bau eines Opernhauses in der Serengeti zugute kommen sollen. Beide singen im Duett «O Isis und Osiris» beziehungsweise «Rule Britannia», was sich in beiden Fällen überraschend gut anhört. Der Vorhang fällt. Das Publikum spendet begeistert Applaus. Und das beste: Die beiden abgebildeten Personen heißen immer noch Oliver Hesse und Lisa Schulze Oechtering.

Alles in allem war es einmal mehr eine gelungene DDC-Veranstaltung.

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Thilo von Debschitz spricht heute im New Yorker Pratt Institute

21 Sep

Im Rahmen der jährlichen Veranstaltung «SenseMaker Dialogs» des New Yorker Unternehmens Humantific spricht Q-Geschäftsführer Thilo von Debschitz im Pratt Institute, New York City, über sein bislang persönlichstes Gestaltungsprojekt.

Der Vortrag findet heute, am Mittwoch, 21. September, um 19 Uhr im Pratt Institute, 144 West 14th Street, New York, statt. Wer jetzt schnell zum Flughafen hechtet und sich einen Platz im nächsten Flieger sichert, der kann es wegen des sechsstündigen Zeitunterschiedes noch schaffen, von Debschitz’ Vortrag vor Ort persönlich beizuwohnen. Wir wünschen einen angenehmen Flug!

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Zu Besuch bei Erik Spiekermann

19 Sep

Erik Spiekermann, fotografiert von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier, im Berliner Büro edenspiekermann. Von Andreas Baier stammt auch dieser Text.

Erik Spiekermann gehört neben Otl Aicher, Kurt Weidemann, Adrian Frutiger und Olaf Leu zum erlauchten Kreis deutschsprachiger Typografen, die es zu erheblichem internationalen Ansehen gebracht haben.

Dies unterstreicht nicht zuletzt auch der Twitter-Account Erik Spiekermanns, der derzeit knappe 170.000 Follower aufweist.

Erik Spiekermann vor einem seiner Ausstellungsplakate.

Assoziativ sah ich in dem Schreibtischlampengelenk ein Mikrophon; und für den Hauch eines Momentes in Erik Spiekermann einen Radiomoderator, versetzt in die 1960er Jahre.

Aber, so frage ich, ist Typographie denn nicht die gelungene Fortsetzung des Radiomachens – nur mit anderen Mitteln?

Im Hintergrund der Sendeplan.

Sucht man mit einem versierten Typographen das Gespräch, so dauert es gar nicht lange und das Thema lautet: «Wie hoch ist eine adäquate x-Höhe?»

«Wie? Schon fertig?»

«Ja. Alle reden von Entschleunigung. Entsetzlich! Da kann ich nicht anders, als mit meinen Fünfminutenportraits ein Zeichen zu setzen. Es lebe der Hochgeschwindigkeitszug.

Ich möchte mich höflich für die mir gewährte Audienz bedanken. Es war mir ein Fest! Und nun darf ich mich verabschieden.»

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The Ampersand

6 Sep

Ein Blog, das sich ausschließlich diesem Zeichen «&» widmet. Und dieses Blog übrigens auch.

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«The Stork Club Bar Book» cover by Paul Rand

15 Aug

There is a nice little small flickr-account carrying 31 Paul Rand’s book sleeve designs straight into design interested brains.

A Paul Rand book design.
«The Stork Club Bar Book» by Lucius Beebe.
Rinehart & Company, 1946. First Edition. No dust jacket.

via: Coudal Partners

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Try Helvetica

15 Aug

An interessting blog that deals with HELVETICA exclusively is Try Helvetica. Showing both, the original type in use and how it would have looked like when using the font HELVETICA, this blog gives us a precise idea of what it means to be a real typo-maniac. Brilliant!

via: Coudal Partners

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Prof. Olaf Leu zu Gast bei Hilger + Boie

1 Aug

Typopapst Prof. Olaf Leu (hier nicht im Bild) zu Gast im Hause Hilger + Boie. Sein Vortragsthema: «Die Neue Amerikanische Schule».

Die Grundlage für einen gesunden Vortrag bildet eine breitgefächerte Palette an gesunder und naturverbundener Nahrungsmittel, die sich sowohl Referent als auch die Mitglieder des Publikums möglichst kurz vor Vortragsbeginn zuführen sollten.

Hierbei versorgt Gelb durch Verzehr den Verzehrenden mit den Eigenschaften Neugierde, Tatendrang und Kompetenz; Rot stärkt Tatendrang, Kompetenz und Neugierde; während Grün die Vorzüge von Gelb und Rot in sich vereint und auf kulinarischem Wege erfrischend weiterleitet. Außerdem wird Blau aus der Reserve gelockt, was einem Lichtbildvortrag im RGB-Modus einfach gut zu Gesicht steht.

Wir sehen: die Zufuhr von gesunden und verschiedenfarbigen Paprikastreifen zeigt Wirkung und entfaltet ihre herrliche Farbpracht bis in die Haarspitzen der Zuhörer. Ça veut dire: Der RGB-Lichtbildvortrag von Olaf Leu verankert sich fest in den Köpfen des Publikums.

Auf der Projektionsfläche sehen wir aktuell den Künstler Josef Albers, der allein mit seiner legendären Farbanalyse «The Interaction Of Colour» das Fundament an Wissen für den Umgang mit Farben in der Praxis goß.

Olaf Leu am Beamer

Die Zutaten für die Ursuppe der Neuen Amerikanischen Schule waren: Kubismus, Futurismus, Dadaismus, Surrealismus, Konstruktivismus, Suprativismus, Bauhaus und der sogenannte Schweizer Stil. Aus diesem Gebräu entwickelte sich die Grundlage für Olaf Leus Vortrag.

Nun, warum aber entstand die Neue Amerikanische Schule in den Vereinigten Staaten? Hier hilft uns folgendes Zitat weiter: «Europa kommt schnell, aber die eine Sache in der Europa noch hinterher hinkt, ist die Tatsache, dass die großen Fotografen, die Illustratoren und die Service-Studios in den Vereinigten Staaten sind. Amerikanische Art Directors haben Glück, diese Leute vor Ort zu haben.» Olaf Leu scheute keine Anstrengung, diese neue Schule des typografischen Sehens nach Deutschland zu bringen.

Widmen wir uns zunächst der Arbeit der drei großen Pioniere der amerikanischen Magazingestaltung, die ironischerweise sämtlichst russischer Natur waren: Alexey Brodovitch, Dr. Mehemed Fehmy Agha, sowie Alexander Liberman. Auch der Österreicher Henry Wolf gehört mit zu diesem Kreis. Die nun folgenden Screenshots sind dem Originalvortrag von Prof. Olaf Leu, für dessen liebevolle Gestaltung das Designbüro häfelinger & wagner design verantwortlich zeichnet, entnommen:

Paul Rand ist für eine ganze Reihe hochkarätiger Unternehmenszeichen verantwortlich, wie beispielsweise IBM oder NEXT:

Herb Lubalin ist der große Typograph, dem durch den zwingenden Gebrauch von Logik u.a. zwingend schlüssige Schriftlogos gelangen:

Olaf Leus Vortrag (hier fotografiert von Michael Eibes) klingt mit einigen seiner eigenen Arbeiten aus:

Blick von außen in den Vortragsraum bei Hilger+Boie. Gerade projiziert: László Moholy Nagy mit seinem Zitat, das er Anfang der 1920er Jahre äußerte: «Die nächsten Jahrzehnte werden die des Bildes sein.»

Ein weiterer Blick in den Vortragsraum.

Und weil’s so schön ist: Ein weiterer Blick in den Vortragsraum.

Ist gutes Design, ist perfekte Typographie messbar? Und falls ja: Wie sehen diese Meßinstrumente aus? Auch diese nicht ganz unwichtige Frage wurde bis ins kleinste Detail eingehend erörtert – und von Olaf Leu für gut befunden.

Einige Arbeiten aus dem Hause Hilger+Boie.

Der Vortrag ist soeben beendet. Entspannt räkelt sich der Vortragsordner (man beachte das zitronengelbe DDC-Gelb) entspannt im wärmenden Beamerlicht und wartet darauf, auf die Glastischplatte gelegt zu werden.

Anschließende Diskussion bei lehrreicher Lichtstimmung!

Wer sich intensiv mit Typografie beschäftig, dem stellt sich irgendwann unausweichlich die Masterfrage: «Wie hoch ist eine gute x-Höhe?» Bis heute scheiden sich an ihr die Geister. Wer von unseren Lesern wissen möchte, was eine x-Höhe ist, so sei er herzlich eingeladen, jeweils das kleine «h» von der «Helvetica» und der «Univers» miteinander zu vergleichen. Voilà.

Prof. Olaf Leu und Malte Kindt, der ebenfalls eine konkrete Vorstellung von einer adäquaten x-Höhe hat.

Der zweite Band der Autobiografie Olaf Leus «Bilanz» wird von Clemens Hilger und Matthias Boie einer verdienten Mitarbeiterin überreicht, die nach Australien übersiedelt.

Brötchen, Brötchen, Brötchen… Konsequentes Kommunikationsdesign erkennt man auch und gerade im Detail: Einmal mehr steht eine ausgeglichene und schmackhafte RGB-Darstellung zum Abschluß im Vordergrund. Eine rundum lehrreiche und gelungene Veranstaltung.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Truth Well Told – In Bold Typography: «By 719»

30 Jul

via: Design You Trust

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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