Zu Besuch bei Erik Spiekermann

19 Sep

Erik Spiekermann, fotografiert von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier, im Berliner Büro edenspiekermann. Von Andreas Baier stammt auch dieser Text.

Erik Spiekermann gehört neben Otl Aicher, Kurt Weidemann, Adrian Frutiger und Olaf Leu zum erlauchten Kreis deutschsprachiger Typografen, die es zu erheblichem internationalen Ansehen gebracht haben.

Dies unterstreicht nicht zuletzt auch der Twitter-Account Erik Spiekermanns, der derzeit knappe 170.000 Follower aufweist.

Erik Spiekermann vor einem seiner Ausstellungsplakate.

Assoziativ sah ich in dem Schreibtischlampengelenk ein Mikrophon; und für den Hauch eines Momentes in Erik Spiekermann einen Radiomoderator, versetzt in die 1960er Jahre.

Aber, so frage ich, ist Typographie denn nicht die gelungene Fortsetzung des Radiomachens – nur mit anderen Mitteln?

Im Hintergrund der Sendeplan.

Sucht man mit einem versierten Typographen das Gespräch, so dauert es gar nicht lange und das Thema lautet: «Wie hoch ist eine adäquate x-Höhe?»

«Wie? Schon fertig?»

«Ja. Alle reden von Entschleunigung. Entsetzlich! Da kann ich nicht anders, als mit meinen Fünfminutenportraits ein Zeichen zu setzen. Es lebe der Hochgeschwindigkeitszug.

Ich möchte mich höflich für die mir gewährte Audienz bedanken. Es war mir ein Fest! Und nun darf ich mich verabschieden.»

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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