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Die Akademie der Künste, Berlin: «Zu Gast in den Kunstsammlungen Chemnitz»

7 Feb

Alle Bilder von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Nach Chemnitz zu reisen, ist nach wie vor gleichbedeutend mit einem satten Trip in die Vergangenheit – und großes Kino! Kann sich noch irgend jemand an die Batterien von biertrinkenden Punks in Bahnhofsnähe erinnern, die schon vor 12 Uhr Mittags ihr Brauchtum hegten und pflegten? Und wenn man sie nach dem Wege fragte, so bekam man nicht etwa «die Fresse dick», sondern eine freundliche, ja geradezu hyperüberfreundliche Auskunft? Nein? Schade, denn auch wenn besagte Punks seit gefühlten und wohl auch tatsächlichen vier Jahrzehnten aus dem westdeutschen Straßenbild verschwunden sind – in Chemnitz sind sie noch heute präsent; und sie benehmen sich erfreulicherweise genauso wie vorstehend beschrieben.

Läuft man nun nach Auskunftserteilung mit seinem Köfferchen vom Bahnhof aus, mit dem Haupteingang im Rücken, die nächste Kreuzung rechts, an der darauffolgenden Kreuzung links und danach ein ganzes Weilchen immer der Nase nach, so trifft man an der nächsten übergeordnet großen Kreuzung rechter Hand auf Herrn Marx, Karl Marx, sauber und wohl proportioniert in Stein gemeißelt, der – würde man diesen Koloß aus 20.000 Kilometern Höhe direkt über dem Gebäudekomplex auf dem Potsdamer Platz in Berlin abwerfen, sicherlich – und ganz pflichtbewußt – mit dem vollen Aroma seiner gigantischen Sprengkraft daherkäme.

Gute Gestaltung erkennt man immer an ihrer Fähigkeit zur unmißverständlichen Kommunikation.

Die Generaldirektorin der «Kunstsammlungen Chemnitz», Frau Dr. h.c. Ingrid Mössinger, betritt soeben das Auditorium des Museums. Deutlich zu erkennen sind die sauber gestalteten Programmhefte der gemeinsam mit der «Akademie der Künste, Berlin; Sektion Bildende Kunst», organisierten Veranstaltungsreihe.

Der frühere Präsident der Akademie der Künste, Berlin, Prof. Klaus Staeck, hält eine schwungvolle, klar strukturierte und humorvolle Begrüßungsrede, die sich mit dem Sinn und Unsinn des Lebens, mit dem auf und nieder weltlicher Gezeiten, und natürlich auch und irgendwie mit der gelegentlich fluxusesk aufkeimenden Wirkung künstlerischer Kommunikationsarten und -techniken dezidiert auseinandersetzt.

Wird man im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung ausgezeichnet, so gibt es drei Hauptvarianten, im Rahmen derer solche Huldigungen für gewöhnlich über die Bühne gehen: 1) Die Riesenscheckübergabe im Foyer einer Kreissparkasse; 2) Eine gepflegte Weizenbierdusche auf dem Marienplatz; oder 3) Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am großen Harken auf der Wartburg. Wahrlich, intellektuelle Leckerbissen sind das aber allesamt nicht. Den richtigen Kick gibt es abermals nur im sauber typograpierten Gesamtzustand: durch und mit Verleihung einer Urkunde auf der «DIE AKADEMIE DER KÜNSTE, BERLIN, ZU GAST IN DEN KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ» steht – und natürlich von Dr. h.c. Ingrid Mössinger sowie Prof. Klaus Staeck gemeinsam in den Händen gehalten wird. Deutlich zeigt auch das begeisterte Mikrophon in Richtung der zurückhaltend und gerade dadurch vorbildlich gestalteten Premiumauszeichnung!

Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst und Kurator der Ausstellung, auf dem Weg zum Rednerpult; er hält dort eine schwungvolle, klar strukturierte und humorvolle Rede, die sich mit dem Sinn und Unsinn des Lebens, mit dem auf und nieder weltlicher Gezeiten, und natürlich auch und irgendwie mit der gelegentlich fluxusesk aufkeimenden Wirkung künstlerischer Kommunikationsarten und -techniken dezidiert auseinandersetzt.

Dr. h.c. Ingrid Mössinger sowie Prof. Dr. Wulf Herzogenrath gemeinsam mit einem Sonnenblumenstrauß. Nein, wir denken jetzt nicht an van Gogh. Sondern eher an kaltgeschleudertes Sonnenblumenöl, das, so es einmal die Erdatmosphäre verlassen hat, auf dem Mond die besten Bedingungen vorfindet, um einer später nachfolgenden Erdmenschenpopulation die perfekte Grundlage zu bieten, um in gefühlsschwachen Momenten seltsam anmutende Gedichte zu verfassen.

Und da haben Sie es nun, meine lieben Meerschweinchenreportleserinnen und Meerschweinchenreportleser: Da braucht man nur mal eine geist- und sinneserweiternde Ausstellungseröffnung zu besuchen – und schon fällt es einem hinterher schwer, die körpereigene Schreibe unter Kontrolle zu halten.

Nach den Reden ist vor der Lecture-Performance: Manos Tsangaris, Direktor der Sektion Musik, beweist einen besonderen Sinn für das richtige Timing in der Abfolge absurd anmutender Ton- und Geräuschsequenzen.

Manos Tsangaris beherzigt die eiserne Grundregel, wonach Lustiges formal mit ernster Mine sowie Ernstes formal eher humorvoll vorzutragen ist. In dem hier vorliegenden Fall verhält es sich mal so – und mal so. Und dann auch wieder so.

Menschen können wie eine Gebirgskette sein – wenn man ihnen die Möglichkeit zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit bietet.

Auf dem Weg zur Performance von Christina Kubisch.

Die Video-, Musik- und Performancekünstlerin Christina Kubisch stellt den Besuchern ihr Projekt vor.

Im Gesamtüberblick: Christina Kubischs Performance.

Ein Bild aus der Serie mit dem Titel «Straight to the point» unseres Redaktionsfotografen.

Als wäre es eine Szene aus einem Film Federico Fellinis: «Tanzende Vibratoren, jeweils mit einem Mini-Tütü bekleidet, drehen sich lustvoll vor dem inneren Auge des Vatikans». Oder so ähnlich. Vielleicht sind es aber auch Lippenstifte auf dem Weg zu einer Vorstandssitzung der Deutschen Bank im Jahre 2050. Soo genau weiß man das nicht, denn das mit dem Interpretieren ist ja immer so eine Sache … Klar, die Künstlerin hätte man jederzeit befragen können. Aber würde man sich dadurch nicht der Möglichkeit berauben, die Dinge so zu sehen, wie man sie sehen möchte?

Prof. Dr. Wulf Herzogenrath filmt oder fotografiert die Performance. Im Hintergrund eine Plastik des Bildhauers Emil Chimiotti.

Christina Kubisch, Mitglied der Sektion Musik, im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern. Auf dem Spiegel stehen noch die Figuren zu ihrer kurz zuvor zelebrierten Performance «Ballett» (1979/2016).

In der Ausstellung werden zur Feier des 320-jährigen Bestehens der Akademie der Künste, Berlin, Werke aus der eigenen Kunstsammlung, dem Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz sowie aus öffentlichem und privatem Besitz gezeigt. Die Akademie der Künste, Berlin, ist die älteste deutsche und drittälteste europäische Akademie. Zusammen mit der Sektion Baukunst bildete die Sektion Bildende Kunst den Kernbestand der 1696 durch Kurfürst Friedrich III. gegründeten «Academie der Mahl-, Bild- und Baukunst». Im Hintergrund das Gemälde «Schlaf II» von Karl Horst Hödicke.

Der Spiegel zur Kubisch-Performance wird wieder zurück ins Archiv gebracht.

Beim Abstieg aus dem Reich der Bildenden Künste lechzen für jeden der 67 ausstellenden Künstler individuell erstellte Informationsfaltblätter förmlich darum, mitgenommen zu werden: Magdalena Abakanowicz, Ai WeiWei, Dieter Appelt, Armando, Silvia Bächli, Frank Badur, Miroslaw Balka, Lothar Böhme, Emil Cimiotti, Tony Cragg, Richard Deacon, Tacita Dean, Jim Dine, Arnold Dreyblatt, Bob Dylan, Hartwig Ebersbach, Bogomir Ecker, Ólafur Elíasson, Heinz Emigholz, Ulrich Erben, Ayse Erkmen, VALIE EXPORT, Thomas Florschuetz, Jochen Gerz, Dieter Goltzsche, Ulrike Grossarth, Katharina Grosse, Mona Hatoum, Birgit Hein, Karl Horst Hödicke, Rebecca Horn, Alfonso Hüppi, Magdalena Jetelová, Joachim John, Ivan Kafka, Barbara Klemm, Bernd Koberling, Christina Kubisch, Raimund Kummer, Marwan, Jeanine Meerapfel, Boris Mikhailov, Bruce Nauman, Marcel Odenbach, Wolfgang Petrick, Hermann Pitz, Markus Raetz, Arnulf Rainer, Bridget Riley, Ulrike Rosenbach, Karin Sander, Eran Schaerf, Hanns Schimansky, Michael Schoenholtz, Richard Serra, Daniel Spoerri, Klaus Staeck, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Günther Uecker, Micha Ullman, Hans Vent, Corinne Wasmuth, Wim Wenders und Dorothee von Windheim.

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Alternative Fakten: Vincent Van Goghs «Selbstportrait mit verbundenem Ohr und Pfeife»

6 Feb

Vincent van Gogh: «Selbstportrait mit verbundenem
Ohr und Pfeife» aus dem Jahre 1889

Es war eines der spannendesten Coups der Kunstgeschichte, als sich Vincent van Gogh in fast buchstäblich letzter Minute dazu entschloß, es sich für «die perfekte Naßrasur» (seine Wortschöpfung) vor dem Spiegel bequem zu machen. Vielleicht wurde er aber auch von Paul Gaugin, einem Pinguin oder schlicht dem Mistral barbiertechnisch auf Vordermann gebracht. Die Kunsthistorikerin Marianne von Werefkin ist sich da leider nicht mehr so sicher. Ist aber eigentlich auch egal.

Deutlich zu erkennen ist jedoch das Ergebnis seines frühmorgendlichen Wirkens: Auf der rechten Seite hängt sein versehentlich abgetrenntes Ohr schlaff herunter. Es ist traurig, trägt schwarz und versucht, sich ein letztes Mal an der Brustwarze des Meisters zu stärken. Leider gibt sie keine Milch mehr. Ganz im Gegensatz zum Ohr auf der linken Seite: Zwar gibt es vor, genauso langgezogen und abgeschlagen zu sein wie sein Pendant auf der Straßenseite gegenüber, macht aber insgesamt einen viel frischeren Eindruck, weshalb davon ausgegangen werden muß, daß pure Empathie das linke Ohr beinahe so traurig aussehen läßt wie das rechte. Gab es unter van Goghs Ohren möglicherweise eine Geheimsprache mittels derer sie sich von der Außenwelt unbemerkt verständigen konnten? Die erfahrene Kunsthistorikerin Marianne von Werefin, die früher während der Semesterferien bei «Q-Tips» am Fließband stand, meint ja. «Ohren», so die Expertin, «neigen oft dazu, in ihrem Unterbewußtsein Fragen zu stellen, die sie sich dann selbst beantworten. Die dabei entstehenden Schwingungen, wir sagen ‹Schallwellen› dazu, übertragen sich dann auch auf die nähere Umgebung. Das führt dann oftmals zu gleichgeschalteten Verhaltensweisen.»

Aber auch die sonst so rabiat harte und unbeugsame Pfeife zeigt Mitgleid und sich geschmeidig, legt sich anschmiegsam, einem Halstuch gleichend, schützend um den fragil-verletzlichen Nacken Vincent van Goghs – vermutlich, um als Verband weiteres Blut aufzusaugen.

Und was ist mit van Gogh selbst? Beinahe sieht er so aus, als würde er hinter dem sich selbst malenden Maler ein schönes Stück Kottelett hängen sehen, dessen Aussicht auf ein baldiges Verzehrtwerden die Sonne nicht nur in seinem Herzen sondern auch in seinem Gesicht aufgehen läßt. Dieses Bild ist Zeugnis der wenigen glücklichen Tage der ihm verbleibenden eineinhalb Lebensjahre.

Nun hängt das Bild wieder dort, wo es hingehört: in Murnau. Der erste Vorsitzende der «PSM Privatstiftung Schloßmuseum Murnau», Professor Dr. Hans-Peter Keitel, ist stolz darauf, in quasi letzter Minute dieses Meisterwerk für den Betrag von 115.704,- € aus dem Nachlaß Marianne von Werefkins erstanden zu haben. Dabei ist noch eine Finanzierungslücke von derzeit 30.000,- € zu schließen. Die Stiftung bittet höflichst um den Vollzug entsprechend notwendiger Handlungsmaßnahmen – und sich vertrauensvoll mit ihr in Verbindung zu setzen.

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NASA | Cassini: «Und wenn der weiten Welten Ausgangstür versperrt …»

29 Dec

Saturn’s Shadow
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About this photograph NASA writes on its website: «With giant Saturn hanging in the blackness and sheltering Cassini from the sun’s blinding glare, the spacecraft viewed the rings as never before, revealing previously unknown faint rings and even glimpsing its home world.

This marvelous panoramic view was created by combining a total of 165 images taken by the Cassini wide-angle camera over nearly three hours on Sept. 15, 2006. The full mosaic consists of three rows of nine wide-angle camera footprints; only a portion of the full mosaic is shown here. Color in the view was created by digitally compositing ultraviolet, infrared and clear filter images and was then adjusted to resemble natural color.

The mosaic images were acquired as the spacecraft drifted in the darkness of Saturn’s shadow for about 12 hours, allowing a multitude of unique observations of the microscopic particles that compose Saturn’s faint rings.»

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Nacht
Johann Wolfgang von Goethe
Faust – Der Tragödie erster Teil

Wie alles sich zum Ganzen webt,

Eins in dem andern wirkt und lebt!

Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen

Und sich die goldnen Eier kraulen,
auf daß zur Feier nun sie kreischen,
jaulen, jodeln, fünf Minuten noch im Wasser brodeln
bis sie aufgespreizt den Tisch bereichern!

Mit segenduftenden Schwingen

Vom Himmel durch die Erde dringen,

Harmonisch all das All durchklingen!
Welch Schauspiel! Aber ach! ein Schauspiel nur!

Wo faß ich dich, unendliche Natur?

Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,

An denen Himmel und auch Erde kleben, hängen,

Dahin sich welke Brüste drängen, oh, sie schweben –

Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht ich so vergebens?

 

Saturn Rings
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Die Freundschaft
Friedrich von Schiller

Stünd im All der Schöpfung ich alleine,
Seelen träumt’ ich in die Felsensteine
Und umarmend küsst’ ich sie –
Die Beine der Freuden, die ich einst entlieh.
Meine Klagen stöhnt’ ich in die Lüfte,
Freute mich, antworteten die Klüfte,
Tor genug! der süßen Sympathie,
Die mir, mit Hoffnungen garniert, entgegenschrie.

 

Saturn Moons Prometheus and Daphnis
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Der Spaziergang
Friedrich Hölderlin

Die ferne Landschaft, die ich gerne
Besuch’ in Witterung mild:
Die Gottheit freundlich geleitet
Und erstlich mit Blau,
Trag’ ich persönlich sein herrliches Schild.
Hernach mit Wolken bereitet,
Gebildet wölbig und grau,
Mit sengenden Blitzen und Rollen,
Mit pengenden Witzen und Grollen,
Wardst Du, oh Saturn, meine liebende Frau.

 

Saturn Moons Enceladus and Janus
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Frohes Feucht
Casanova

Wenn Nacht es wird,
dann herzt der Wirt
beschmerzt die Damenwelt,
denn Dramen kosten Geld.

 

Saturn Moon Dione
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Du mußt das Leben nicht verstehen
Rainer Maria Rilke

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.

Und laß dir jeden Tag geschehen

so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen

sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,

das kommt dem Kind nicht in den Sinn.

Es löst sie leise aus den Haaren,

drin sie so gern gefangen waren,

und hält den lieben jungen Jahren

nach neuen seine Hände hin.

 

Saturn Moons Mimas and Pandora
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Raumschwindelgefühl
Christian Morgenstern

Euch engen Berge ein –
Mir zeigt ihr scharfer Saum
Nur um so grausiger
Den grenzenlosen Raum.
Wie einer Schleuder Kelch
Durch flugbereiten Stein,
So weiht mich das Geschoß
der befreiten Eichel ein.

 

Saturn Moon Janus
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Wem Gott will rechte Gunst erweisen
Joseph von Eichendorff

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.

(…)

Den lieben Gott laß’ ich nun walten,

Im Bächlein auch ein Hündchen bellt,

Und für unser frohes Geldscheinfalten

Hat er uns dieses Sofa hingestellt.

 

Saturn Moons Pia and Modest
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via: We Waste Time.

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National Geographic: Andreas Baier’s «Living Room Lion» published in «Strange Terrains» Story

13 Nov

«Living Room Lion» by Andreas Baier
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Once again National Geographic published a photograph taken by our staff-photographer Andreas Baier. The image is entitled «Living Room Lion»; and is in use for the «Strange Terrains» story. The National Geographic Photographer Renan Ozturk, as a picture editor in charge for this assignment, wrote about this shot: «This is one of the most wildly bizarre and creative interpretations of the strange terrains assignment. Horrifying, fascinating and pink. Great depth and framing with beautiful angles of the walls as well a clear subject with the lion.» From a submission pool of 7.000+ images 23 photographs have been chosen for the final story which has been freshly pressed.

Previously published photographs by Andreas Baier on National Geographic’s online plattform:
1.) «Mother & Child» Story: A Child Will Be Born.
2.) «Undiscovered» Story: Bathtub Breakfast.

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Mustapha Mandelbaum: «Karl Mays nagelneue Grabstätte»

13 Sep

«Der Teufelstisch – Die beliebte und nagelneue Grabanlage Karl Mays in der Pfalz» ist eine weitere beeindruckende Arbeit des bundesdeutschen Ausnahmespezialkünstlers Mustapha Mandelbaum
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Wurde der sogenannte Teufelstisch in seinem früheren Leben als prähistorische Photovoltaik-Anlage mißbraucht (Meerschweinchenreport berichtete besorgt), so mutierte sie nach dem letzten Willen des bekannten Winnetou-Erfinders Karl May zu dessen Grabanlage mit Nutzerzusatzfunktion: Der Große Manitu hilft beim Melken der ortsansäßigen Kühe gleichermaßen wie er die Bewohner Hinterweidenthals einmal in der Woche zum Kollektivgebet zusammentrommelt. Gelegentlich abgesonderte Musiksignale komplettieren die Liste der Anfangsverdachtsmomente, daß es sich bei dieser unkonventionellen Begegnungsstätte um ein ganz, ganz großes Freilichtkino handeln könnte.

Selbstverständlich findet auch dieses Werk Eingang in Mustapha Mandelbaums aktuellen Bilderzyklus «Zeitgenössische Vergangenheitsbewältigung moderner deutscher Formnormen». (Proudly sponsored by Rat für Formgebung)

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Satire: Auch Kaiser Wilhelm I wurde während der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» mit einer Torte beworfen

29 May

Kurz nach dem Tortenangriff auf Kaiser Wilhelm I während
der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» schaut dieser
hinreichend bedrückt aus der Wäsche.

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Auch Kaiser Wilhelm I wurde während der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» mit einer Torte beworfen: Deutlich zu erkennen sind neben den beiden Sahne-Epauletten die scheinbar bartbildenden Sahnefetzen in seinem Gesicht, jeweils auf beiden Seiten direkt unterhalb der Nase als auch auf den äußeren Backenbereichen.

Gestern wurde die Politikerin Sahra Wagenknecht von rechten Nationalisten und zugleich glühenden Verehrern Kaiser Wilhelms I ebenfalls mit einer solchen Torte im Originalnachbau beworfen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Die Linkenpolitikerin würde mit ihrer Forderung nach einem Zureisestop von modernen Arbeitssklaven (Flüchtlinge) dem weiteren erfolgreichen Wachstum unseres bewährten Wirtschaftssystems im Wege stehen.

Nur wenige Stunden nach dem unfreiwilligen Tortengenuß schwenkte Wagenknecht um und bekannte sich öffentlich insbesondere zu den sozialen Werten des ehemaligen deutschen Kaiserreichs; und bewunderte zudem die kaiserliche Technik (1. Weltkrieg), mit deren Hilfe er damals das «kapitalistische Schweinesystem» in die Knie zwang. Auch bedankte sie sich bei den Tortenkünstlern für die beinahe originalgetreue Nachempfindung des Urtortenwurfs von 1919 (lediglich die Sahne-Epauletten sind nicht richtig ausdefiniert), schließlich sei ihr dieses Happening ein Beispiel für vorbildliche und somit höchst willkommene Diskussionskultur. Sichtlich entspannt genießt Sahra Wagenknecht ihren ganz persönlichen Platz an der Torte:

Tortenangriff auf Sahra Wagenknecht während
des Bundesparteitags von «Die Linke»

Allerdings konnte laut Auskunft einiger weniger im Saale anwesender Real-Rationalisten nicht geklärt werden, worum es den beiden Streithahnparteien in aller Tatsächlichkeit ging.

Quelle | Screenshot: Die Welt
via Spreeblick

 

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QVED 2016 | Andreas Baier: «Corporate Photography Means Executives Look Good»

6 May

Andreas Baier hält auf der «QVED 2016» einen Vortrag über sein Projekt «Unternehmensfotografie bedeutet, daß Entscheidungsträger gut aussehen».
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Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Ende Februar diesen Jahres hielt unser Redaktionsfotograf Andreas Baier in München auf dem Kongress «QVED 2016 – Quo Vadis Editorial Design?» einen Vortrag sowohl über sein aktuelles Projekt «Unternehmensfotografie bedeutet, daß Entscheidungsträger gut aussehen» als auch über seinen bisherigen beruflichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, daß er sich stilsicher der unterschiedlichsten Bildsprachen zu bedienen vermag, um dem jeweiligen Thema inhaltlich und formal gerecht zu werden. So trägt beispielsweise das nachfolgende Portraitbild von Dschingis Khan den Titel «Mißhandelte Frühstückswürstchen mit Sahnehammer»:

Blitzlichtportrait von Dschingis Khan mit dem Titel «Mißhandelte Frühstückswürstchen mit Sahnehammer»

Schon früh veröffentlichte Herr Baier seine Bildreportagen und Portraits in Magazinen wie beispielsweise «stern», «Merian», «Globo», «Geo», «max» und den beiden Supplements des «Handelsblatt» und der «Süddeutsche Zeitung». So entstanden auch Portraits von Gerhard Richter, Gerhard Schröder, Bill Gates oder Sir Peter Ustinov:

Andreas Baier portraitierte Sir Peter Ustinov für das Magazin «max» als dieser mit seinem Programm «An Evening With Peter Ustinov» in der Bundesrepublik auf Tournee war.
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Während seines Studiums der Freien Künste an der HBK Braunschweig entwickelte er seine analogen «flashlight paintings» (Blitzlichtgemälde), die – bis hin zum chinesischen «people» Magazine – weltweit publiziert und ausgestellt wurden; sowie ihren Weg in private Kunstsammlungen fanden:

Vier Doppelseiten im chinesischen «People»-Magazine

Sotheby’s Katalog einer Auktion
im Fürstlichen Schloß zu Regensburg

Cover IPO-Brochure «Das Werk AG»

Internationale Werbekooperation mit den Metz-Werken

«Hommage an die Hommage» –
Vier Doppelseiten im Süddeutsche Zeitungmagazin

Von 1993 bis 2003 lebte und arbeitete unser Mann fürs grobe Korn in London. In dieser Zeit enstanden entweder sehr traditionell anmutende Schwarzweiß-Reportagen, beispielsweise über das magische Kräfte verleihende «Full English Breakfast» für «Globo», oder – salopp gesagt – ziemlich schräges Zeug: CD-Cover für «SONYmusic» und «Universal» von herrlich «gestörten» Bands; diverse Road-Safety-Spots, von denen auf der britischen Insel einige nicht ausgestrahlt werden durften; geschriebene Satirebeiträge, die u.a. in «THE FACE» oder auf tagesspiegel.de erschienen; sowie ein Werbefilmchen für das fiktive Bestattungsinstitut «Mr. Sandman’s Finest Funerals»:

Im Jahre 2003 wurde dann nach sechsjähriger Arbeit sein Musikprojekt «Hans Paetsch – Der Märchenprinz» von BMG Classics veröffentlicht, das er zusammen mit einigen namhaften Musikproduzenten realisierte und ebenfalls vom ZDF im Rahmen seiner Weihnachtstrailer uneigennützig beworben wurde.

Das nachfolgend verlinkte Filmchen zeigt den legendären Hans Paetsch bei Sprachaufnahmen zum Titelstück der CD «Märchenprinz».

Die zugehörige Website gewann alle möglichen nationalen und internationalen Auszeichnungen, die jedoch von Andreas Baier nach einigen Jahren schweren Herzens wieder vom Netz genommen wurde, um den Namen Hans Paetsch sowie sein Vermächtnis nicht durch ein damals wohl von blindem Neid motiviertes Internet-Bashing einiger weniger «Aktivisten» langfristig beschädigen zu lassen.

Seit ein paar Jahren fasziniert ihn die Portraitfotografie wieder ganz besonders, wobei er, so es zum Thema und der abzubildenden Person paßt, von den digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten regen Gebrauch macht, wie die beiden nachfolgenden «Screenshots» vom Bühnenvortrag zeigen:

Portraits von Kursteilnehmern der «Berlin School of Creative Leadership».
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Kunstsammler auf der Art Basel 2015.
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Zu den eigeladenen Referenten gehörten u.a. auch Debbie Millman, New York – USA («Sterling Brands»); Gail Bichler, New York – USA, (Designdirektorin «New York Times Magazine»); Francesco Franchi, Mailand – I, (Kreativdirektor bei «IL», dem Magazin von «Il Sole 24 ORE»); Jaap Biemans, Amsterdam – NL, (Creative Director «Coverjunkie»); Markus Rasp, München – D, (Kreativdirektor «Anzinger und Rasp»); Michael Ray, San Francisco – USA, (Editor of Francis Ford Coppola’s story and art quarterly, «Zoetrope: All-Story»); Mark Porter, London – UK; Horst Moser, München – D, («Independent Medien Design»); Steven Watson, London – UK, (Gründer von «Stack»); Mike Koedinger, Luxembourg-Bonnevoir – L, (Maison Moderne, Verleger und Medienunternehmer).

Bill Gates im Auftrag des «stern».
Bühnenfoto von Horst Moser

Der komplette Vortrag steht auf Youtube und dauert ca. 35 Minuten:

Pressespiegel: Antje Dohmann übertitelt ihren Bericht auf «Page Online» über die dreitägige Konferrenz – bezugnehmend auf Baiers Outfit – mit: «Bilderrausch im Bademantel» und schreibt: «Fotograf, Künstler und Illustrator Andreas Baier galoppierte durch eine Flut seiner teils puren, teils aufwendigst in Photoshop bearbeiteten Bilder, von denen jedes für sich eine ausgiebige Betrachtung wert gewesen wäre. Warum er dabei seinen Bademantel trug verriet er nicht.» And the one and only Debbie Millman tweetet: «Andreas Baier’s photographs are blowing my mind at #qved2016». Boris Kochan twittert: «Bloody times ‪@qved‬ with Andreas Baier»; und der Tweet von Harald Link lautet: «Andreas Baier – was für ein Fotograf, irre. ‪#qved‬ ‪#qved2016‬». Viola von Zadow zitiert unseren Photographen mit: «You’re a photographer or you’re not. If you are a photographer – do what you can best and take photographs!” Andreas Baier ‪@qved‬ ‪#qved2016‬». Miriam Lochner schreibt in ihrem Blog: «Der definitiv exzentrischste und lustigste Fotograf auf der QVED: Andreas Baier. Er hält nichts von Plänen und noch weniger von Perfektionismus. Lieber lässt er sich unmittelbar von der Situation und Person inspirieren, wenn er Portraitfotos schießt. Wenn das heißt, dass der Kopf des Portraitierten im Bild komplett verschwindet, ist das eben so. Und wenn er sich bei einem besonders surrealen Bild unsicher ist, ob es nun geil oder scheiße ist, einigt er sich auf ‹okay›. (Natürlich war es geil.)»

Unser Redaktionsfotograf möchte gerne die Gelegenheit nutzen und sein Bedauern über das entstandene Mißverständnis in Sachen «laxer Perfektionssucht» zum Ausdruck bringen. Richtig ist zwar, daß er im Vorfeld weitestgehend auf Planungen verzichtet, er jedoch beim Fotografieren sowie beim Ausarbeiten der Portraits sehr wohl auf Perfektion gesteigerten Wert legt.

Baiers komplette Vortragsdatei ist hier einsehbar.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, woher Andreas Baiers starke Affinität zur bildenden Kunst kommt? Seine Eltern eröffneten Mitte der 1960er Jahre ihre «Galerie Baier» für zeitgenössische Kunst und gründeten die Zeitschrift «KUNST» – das spätere «Magazin KUNST». Nachfolgendes Cover ist beispielsweise in der «Tate Collection» vertreten:

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CERN: «Happy New Year!»

31 Dec

Photo by Andreas Baier

Auch dieses Jahr ist der Andrang vor dem Eingang des Teilchenbeschleunigers des im Schweizer Kanton Genf gelegenen Cern groß. Riesengroß. Schließlich wird nicht jedem Erdenbewohner die sensationelle Möglichkeit geboten, sich jeweils paarweise mit nur etwas weniger als Lichtgeschwindigkeit auf gegenseitigen Kollisionskurs zu begeben, um als wissenschaftliche Sylvesterrakete (Hicks-Teilchen) im Jenseits ein völlig neues – und vor allen Dingen – unbeschwertes Leben zu beginnen.

Die Meerschweinchenreportredaktion wünscht allen diesjährigen Teilnehmern und natürlich auch allen Meerschweinchenreportlesern einen gesunden, neugierigen und friedvollen Start ins neue Jahr!

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Frank Behrendt!

18 Oct

Sie sind Ihres Zeichens eigentlich Köln-Chef der PR-Agentur FischerAppelt, haben in dieser Eigenschaft pünktlich zur aktuellen Buchmesse ein, genau, Buch veröffentlicht, nein quatsch, natürlich noch nicht; wissen aber als zukünftiger Buchautor standesgemäß sowas von genau, wie sich ein «knackiger» PR-Text zu lesen hat, nämlich nur dann gut, wenn möglichst soo viele Alliterationen eingestreut werden, daß selbst eingefleischte Richardwagnerianer nicht anders können, als ihren Hut zu ziehen, und zwar vor Ihnen, dem «Emir der Entspannung», dem «Lord des Loslassens», dem «Guru der Gelassenheit», dem «Meister des Müßiggangs» und, klar, dem «Frankie goes to Bookywood» (wobei es konsequenterweise «Frankie goes to Fookywood» hätte heißen müssen – aber Schwamm drüber).

Es ist schon klar, wohin Ihre schriftstellerische Reise führt: ins Reich der Entschleunigung; was sich auch daran erkennen lassen soll, daß Sie von den geplanten 151 Seiten auch erst eine einzige geschrieben haben – und dafür als versierter Graf des gemütlichen Grillens schon mal ganz entspannt «eine deutlich fünfstellige Summe als ‹signing fee›» haben möchten. Respekt!

Allerdings, Frank «Papst der Pause» Behrendt, vermissen wir im Bereich Ihrer Kernkompetenzselbstbeschreibung noch Formulierungen wie beispielsweise «Sultan des Standstreifens», «Kalif des Kriechens», «Botschafter des Beischlafverzichts»; oder auch etwas gewählter: «Hofzeremonienmeister des Halblangmachens».

Und dennoch, Frank Behrendt, hätte alles soo schön werden können, wenn Ihnen bei der Namensangabe Ihrer amtlichen Agentin nicht ein nachgerade unverzeichlicher Fehler unterlaufen wäre, nämlich: «Dr. Hanna Leitgeb». Mensch, Herr Behrendt, Sie Diener des dankbaren Daunenkissens, unter eiliger Einbeziehung aller vorstehend grinsend genannter, freundlicher Faktoren kann die in der kantigen Kantstrasse rühmlich residierende Dame doch nur «Hanna Haltgeb» heißen. N’est-ce pas?

Nuchts fur Ungut und Ihnen noch ein fröhliches «nihil agere delectat».

Mit freundlichen Füßen
Ihre flinken Fürsten des feinen Flachliegens

via: turi2 – für medienmacher

Mal was ganz anderes: Das Foto von Ihnen im «Clap»-Magazin ist sehr gut! Hat sich der ganze Aufwand also doch noch gelohnt, was?

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Again: «National Geographic» featuring Andreas Baier

19 Sep

Andreas Baier: «Bathtub Breakfast»
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Unter mehr als 18.000 Einsendungen wählte National Geographic für das Thema «Undiscovered» 31 Aufnahmen für diese Bildstrecke aus. Eine davon ist eine Photographie aus der früheren Auftragsarbeit «Breakfast on Thames: It’s great!» für das Reisemagazin GLOBO mit dem Titel «Bathtub Breakfast» unseres Redaktionsfotografen.

Bereits vor zwei Monaten erfuhr unser Redaktionsfotograf durch National Geographic diese besondere Auszeichnung für sein Bild «A Child Is Born!» aus dem Zylkus «Die Gesellschaft vom Hinterhaus». Meerschweinchenreport berichtete.

His comment: «Again, I am pretty much excited. It’s like being freshly born, or so.» We can only beipflichten.

via YourShot Andreas Baier

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Fine Art Printer: «Andreas Baier – Der Mann, der sich selbst nicht so ernst nimmt».

17 Jul

Portfolio Andreas Baier in «Fine Art Printer» (3/2015)
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Ab dem 24. Juni 2015 zeigt «Fine Art Printer» (s. o.) in seiner aktuellen Ausgabe für die Monate Juli, August und September ein sechsseitiges Portfolio mit einigen Aufnahmen aus dem Langzeitportraitprojekt unseres Redaktionsfotografen.

Die Wiedergabequalität ist excellent: Im 4C-Modus wird der Eindruck eines lupenreinen Triplex-Drucks erweckt.

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Andreas Baier: «Kasper König»

12 Jul

Kasper König auf der Art|Basel|2015
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Aus der Sicht unseres Redaktionsfotografen war dieses Portrait von Kasper König längst überfällig: kulturelle Stringenz gepaart mit einer zarten Portion Wahnsinn. Vielleicht ist es aber auch kultivierte Überlegenheit, die mit Licht unterfüttert den konstruktiven Dialog mit seinem Nachbarn aufnimmt.

via Andreas Baier

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SONYmusic: «KLEIN braucht ein echtes Herrenportrait!»

16 Apr

Die Band «klein» – damals bei SONY unter Vertrag
Fotos von Andreas Baier

«Es ist nicht immer ganz einfach, eine Band adäquat zu fotografieren – müssen Sie wissen», so empfahl sich Mitte der 1990er Jahre unser heutiger Redaktionsfotograf gegenüber der Plattenfirma SONY für den durchaus heiklen Job, der damals mit dem Siegel kultverdächtig bestempelten Kultband «klein» ein brauchbares und multifunktional verwendbares Fotoalbum anzufertigen.

Es war der Unerfahrenheit des damals verantwortlichen Produktmanagers zu verdanken, daß unser heutiger Redaktionsfotograf den Job nach dieser verbalen und eigentlich unentschuldbaren Entgleisung dennoch bekam. Was folgte, das waren drei Tage Stubenarrest, quatsch, Fotografieren, ca. 200 belichtete Rollfilme und ein fettes Bilderpolster von mindestens 50.000 Kalorien: Ein schlanker Fuß sieht anders aus. Besonders auf dem Aufmacherfoto. Nachfolgend das CD-Cover:

CD-Cover des «klein»-Albums «kriminell»

Einige aus dem Kontext des «großen Ganzen» gerissene Textzeilen: «Ein Fußtritt durch die Kissentür, was kann ich denn da dafür?» Wobei, quatsch: Für diesen Zweizeiler zeichnet die atemlose Helene Fischer verantwortlich. Aber vielleicht: «Was macht die Hand im Automaten, wo die Geldscheine schon braten?» Wobei, schon wieder falsch: ist ja diesmal von Alice Schwarzer. Tja, es ist halt nicht immer ganz einfach, eine Band adäquat zu zitieren – müssen Sie wissen.

Siehe und höre auch tonboutique.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Helmut Dietl ist tot

31 Mar

Foto von Karin Székessy
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Heute Vormittag machte es bereits die große Medienrunde, denn ein ganz, ganz Großer des deutschen Films sowie des humorbetonten Unterhaltungsbetriebs mit intellektuellem Anspruch hatte seinen glänzenden Silberlöffel fast pünktlich zu Beginn der diesjährigen Sommerzeitperiode für immer abgegeben: Helmut Dietl. Um 10:39 Uhr MESZ glitt ihm das so lieb gewordene Esswerkzeug aus der Hand, wurde jedoch kurz vor dem unumkehrbaren Aufprall wie durch ein göttlich gefügtes Zeichen von einem kräftigen Windstoß erfaßt und so auf seine letzte, fast wiederbelebende, Reise quer durch den filmschaffenden Teil der Republik geschickt.

Meerschweinchenreport war live dabei:
Zunächst schaute das glitzernde Multifunktionsbesteck bei Veronica Ferres vorbei und rührte ihr den frisch gebrühten Frühstückskaffee um, um sodann Ruth Maria Kubitschek kurzfristig als Diktiergerät (Track 4) zur Seite zu stehen, gefolgt von einer konstruktiven Stippvisite bei Franz Xaver Kroetz, um im Gegenzug für seine vermeintlich adäquate Drehbuchkritik seine Zunge mit melkfrischem Erdbeerjoghurt zu überziehen. Danach brachte Christiane Hörbiger das gute Erbstück mit deutschem Migrationshintergrund wieder auf Hochglanz, Götz George tauchte es zum Ausgleich und unter Berücksichtigung dramaturgischer Kontrapunktaspekte kurz mit bitterer Mine in bittere Orangenmarmelade, Heiner Lauterbach konnte sich dem sparkassenesken Charme seiner Grundidee nicht entziehen und brachte besagte analog gefertige Suppenbeförderungsapplikation, so gut es ging, mit dem Staub aller Feinde Brandenburgs wieder auf Vordermann, Senta Berger steckte ihn anschließend und konsequenterweise zum Fiebermessen einem hochrangigen Marineoffizier zwischen die Kiemen und sang mit ihm zum Trost gemeinsam «La Paloma» und Felix, quatsch, Joachim Król knobelt mit Uwe Ochsenknecht noch immer um die Wette, ob hinter dem «Besuch des großen Löffels» möglicherweise ein weiteres verkapptes Angebot steckten könnte, die komplizierte Vita von Veronica Ferres zu verfilmen. Jan Josef Liefers beendete schließlich am Montagmittag Löffels Reisen und zerlegte ihn routiniert mit dem Schneidbrenner. Das Ergebnis seiner fachgerechten Analyse packte Mario Adorf umgehend gegenüber der Presse hinreichend pointiert und geschmackssicher in nur zwei Worte: Tornedos Rossini.

In eingeweihten Fachkreisen (Michael Bully Herbig) wird gemunkelt, daß sich Helmut Dietl inzwischen mit Dieter Hildebrandt, Ulrich Mühe und Helmut Fischer zu ersten Sondierungsgesprächen getroffen habe. Dabei soll häufiger auch der Name des allseits beliebten Allround-Journalisten Kai Diekmann gefallen sein. Wir sind gespannt, möglichst bald zu erfahren, was es damit auf sich haben könnte, denn weiterführend wird in eingeweihten Fachkreisen (Harald Schmidt) gemunkelt, daß der BILD-Chef die offizielle Trauerrede für den begnadeten Satiriker im Plenarsaal des Deutschen Bundestages halten soll. Eigentlich ein gar nicht soo abwegiger Gedanke.

Tom Wolfe: «Das gemalte Wort»

25 Feb

Originalausgabe von 1975
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Schult Ullstein

Kleine Leseprobe: «Typisch etwa die folgende Jackson-Polock-Geste: Eines Abends kreuzt er betrunken bei Peggy Guggenheim während einer hochfeudalen Party auf. Also zieht er sich im Nebenzimmer aus, marschiert splitternackt ins Wohnzimmer und pinkelt in den Kamin. Andererseits hat er es weder an diesem Abend noch zu irgendeinem späteren Zeitpunkt aufgegeben, Peggy Guggenheims Haus zu besuchen, wo es all diese schicken Leute gab. Er mußte unbedingt ohner Krawatte zum Storck Club oder zum 21 gehen, um zu beweisen, daß er dank ‹meiner Reputation› doch hineinkam – und wenn es gelungen war, dann mußte er natürlich betrunken und grob genug werden, um einen Rausschmiß zu erzielen. Die elegante Welt sollte ihn gefälligst akzeptieren, aber daß es ihm gefiel, konnte er nicht verkraften.»

Kleine Literaturkritik: «Wenn Tom Wolfe sein Schnellfeuer auf die gesamte moderne Kunstszene einstellt, ist der Boden mit Leichen bedeckt.» – New York Times, 1975. Und der weltberühmte Galerist Leo Castelli konstatiert in einer Spiegel-Rezension (DER SPIEGEL 18/1975): «Darin steckt mehr als ein Korn Wahrheit.»

Derzeit bei Amazon erhältlich: 1 gebrauchtes Exemplar für € 49,49.

Ergänzende Informationen gibt es in einem bemerkenswert langen Pluspedia-Artikel, der möglicherweise mehr Buchstaben beinhaltet als Tom Wolfes Hauptwerk selbst. Bitte auch nicht die ungemein gehaltvolle «Löschdiskussion» vergessen. Sie sei als eine Art Meta-Kunstmarkt zu erachten.

Breakfast On Thames: «It’s Great!»

15 Jul

Breakfast at the Sherlock Holmes Café in Baker Street
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As William Somerset Maugham once said: «The best way to eat in the UK is to have breakfast three times a day» for our staff-photographer a Full English Breakfast is surely the best way to give his creativity all the goodness and strength he needs for a great and successful day. Honouring this stunning British novelist and short-story writer Andreas Baier decided to find out more about the differences between to eat breakfast and to be breakfast. Consequently, he went a little bit crazy for you:

Prince Edward Theater in Soho

When in doubt where to have breakfast best then you better go to Soho which is, in such a case, still the best place to be. Here you can choose between traditional Full English Breakfast at the Old Compton Café; a great, pardon, Petit Déjeuner à Maison Bertaux in Greek Street, opposite Café Bohème where your breakfast will come along with real French croissants (from Maison Bertaux), butter, strawberry jam – and a jazz band. Or do you like it more Italian? Go to Bar Italia in Frith Street. If necessary this bar brings you through the whole night as well – and, not to forget, the Britsh band Pulp also wrote a song about it called, of course, Bar Italia. Here you can inform yourself about all restaurants and clubs on Old Compton Street.

Motorhaubenfrühstück

A cabby in front of the Old Compton Café uses his Evening Standard Cab as a table to make sure enjoying his traditional Full English Breakfast as flexible as even possible.

When already in Frith Street you should definitely consider checking in at the Hazlitt’s (built 1718) in order to speak to Mrs. Millet. She’s got two large breasts which let you sleep comfortably and an amazingly huge bathtub for you and your holy beloved breakfast. Celebrate it! Make sure you have opened the window so you can watch people working opposite in their first floor offices while you are relaxingly breakfasting…

At the Hazlitt’s in Frith Street Mrs Millet offers you the largest bathtub you probably might have ever seen in a hotel’s bathroom.

Well, for the «hardcore fraction» there is also an original 1950s American Diner called Ed’s. But be careful, not only their milkshakes are life threateningly sized.

The Old Compton’s Café offers a 23 hour service. Only between 5:00 and 6:00 am they close the doors and you can watch staff-members cleaning the café.

A group of young people having their third breakfast outside of Old Compton Café.

What most people do not know is that midnight hours make creative minds very productive. Just listen to what this young lady says to his boyfriend-in-future:

I Sent You My Love

«I sent you my love
I sent you my tears
so high up above
without any fears
without any lipsticks
but filled up with hip tricks
so clean and so funny
to beam up the bunny –
a dream and so yummy –
…just reading emotions…
Your leading proportions
are feeding the oceans
of mankind minds.
Part of the alliance:
your eyes, your mouth, your sense
and there is no excuse and there is no defence.
You’ve blinded me with science
and bounded me to the lion’s fence.
For any pence I’ve ever earned
and any trends I’ve never learned
I will buy you a castle build on clouds
until it shouts: ‘bean sprouts…’

You are gorgeous and delicious
like horseback riding fishes
and many other dishes
which make me superstitious
having met you once that day
when rain and sun were on the run,
when, hey, you know it better:
I received your magic letter!
So here I am, it’s my return,
just let’s the fire burn, burn, burn…
»

As we just pointed out: The Old Compton Café is always a great place to be. And by the Milkyway: Old Compton’s bean spouts sandwiches are simply the best. Even Queen Mum enjoyed them from time to time. So, just give yourself a kick – and a real good go…

Simpson’s-in-the-Strand

Leaving Soho for a while we now visit Simpson’s-in-the-Strand; a place where ties and jackets must be worn; a place where The Ten Deadly Sins are the ultimate Must To Be Eaten; a place where you will immediately impress your guests coming from the continental side of life with a serious amount of British lifestyle clichés. The Ten Deadly Sins are nutritious in a way that you can easily cancel lunch and diner for the rest of the day. If you examine the price purely you might think to having found out why the ten sins are specified with deadly but if you are willing to recognise the fact that after their consumption you will receive a prime minister’s call who desperately wishes to be visited by you over the weekend, only one correct judgement can be made: the cost for Simpson’s The Ten Deadly Sins are nothing but a bargain.

The Ten Deadly Sins are: baked kidney beans, a lamb’s kidney, baked tomatoes, a cumberland sausage, fried mushrooms, freshly squeezed orange juice, some scrambled eggs, streaky and back bacon, black pudding, toast and marmalade as well as tea from your favourite colony.

Simpson’s-in-the-Strand is one of London’s oldest traditional English restaurants. Situated in the Strand, it is part of the Savoy Buildings, which also contain one of the world’s most famous hotels, the Savoy. When the first Michelin Guide to England was published in 1974, no UK restaurant was judged worthy of the maximum three stars, or even two, but Simpson’s was one of nine London restaurants, including Le Gavroche, awarded a star. In 1984 Simpson’s dropped its rule forbidding women from using the panelled street-level dining-room at lunchtime. Ten years later Simpson’s-in-the-Strand started to offer The Ten Deadly Sins.

Leaving Simpson’s In The Strand we suddenly feel being forced walking to Hyde Park’s Speaker’s Corner «only» to burn down some extra deadly calories. The preacher Orange Fruit Johns’ sermon is about healthy breakfast habits and attitudes – and regularly visited by hundreds of health food junkies and tree-huggers:

Speaker’s Corner

He strongly recommends pigeons for breakfast because they are known as seed and fruit eaters. Orange Fruit Johns says: «If we eat pigeons that eat seeds and fruits so we eat seeds and fruits as well.» And he adds: «Seeds and fruits which are so tremendously light and weightless that they can fly through the air by themselves because they have proven to know how to influence pigeons. If you eat pigeons on a daily bases you will also improve you IQ significantly».

Does it work? Will there be human pigeon digesters around? Of course – as this visual proof demonstrates: First the pigeons are getting fed with seeds and then, in a moment of mental diversity, they get caught and eaten on the spot. Can you see how calm and satisfied this group of pigeon eaters look? Of course you can.

Let’s have a closer look at Full English Breakfast’s ingredients to analyse what makes them so successfully travelling around the globe. The cornerstones of it are, without doubt, our one and only baked beans:

Baked beans on a toast are also known as Skinheads On A Raft.

Brickfist For Breakfast

Between a brickfist and a breakfast there are no real differences. Preferably we should say that the one cannot really live without the other. A brickfist is mainly for people who do not want to eat. So, in these cases the brickfist always prepares the way for the breakfast. (Hunter S. Thompson)

Un Ungentlemanly Act

Giving vegetably based breakfast cereals such as harmless baked beans nasty names is equal to spreading violence all over our planet. As a result of that even peacefully living baked beans suddenly start to rumble around meaning to destroy everything – even it is their very own base of existence. Our staff-photographer Andreas Baier was very surprised when noticing what happens when ordinary baked beans drive nuts. Consequently, he calls his flashlight painting «Un Ungentlemanly Act». Fortunately, since the year 2005 a new law by British government, best known as «Law of Legal Advice For Proper Breakfast Protection» (LOBP), helps our society to stay away from doing stupid things to things we love or urgently need to survive.

Two slices of Black Pudding on their way to wherever…

Are these two slices of black pudding on the run, ensuring not to accidentally meat a group of uncivilised beaked beans in the dark? This is certainly possible. Are these two slices of black pudding on their way to wherever? This is certainly possible. Most likely, however, is that they are just living and behaving as two normal slices of black pudding, so to speak.

Hush hour

During early morning hours cabbies are hungrily hunting for black pudding which hushes over the street in the background of this very same photograph.

Negotiation between a generously sliced piece of black pudding and a cab driver

Human slices of black pudding are clever enough to know that they cannot hide forever. Here you see a slice of special business black pudding negotiating the fee before handing himself over to his hungry client. A classic win-win-situation.

The Standing Breakfast Sausages

The ultimate strongmaker, however, are breakfast sausages. They know who you are and what you need most: a huge portion of self-confidence. They are as solid as a rock and their flavour will let you look spicy, tasty and good to any boss that might be right about to decide whether to or not to promote you. Our advice: have plenty of them and be kind to pigs.

Traditional Oxbridge Race

At Hammersmith-Bridge even spectators only have time for a quick and fluid breakfast: beer. Oxbridgers are traditionally trying to find out which of their two teams will be faster(ly) racing with their boats over the Thames. Do not laugh – it’s a serious business: here careers will be either made or destroyed before they have ever been started.

«Show me the way to the next whisky bar. – Sorry, no can do, sorry, no can do. – But tell me, where will I find V&A’s Jazz Brunch – Certainly can do, certainly can do»:

Jazz Brunch at the Victoria & Albert Museum

Jazz Brunch at the Victoria & Albert Museum

Jazz Brunch at the Victoria & Albert Museum

Jazz music makes policy news more acceptable.

Jazz Brunch at the Victoria & Albert Museum

Without jazz music no one would understand messages coming along with unique visual side-effects.(Understand?) Here in this case love is the message and the message is love unless it says that a minister joins the FF when willing to climbing bittersweetly up the stairs while wanting to make history in an honourable and most meaningful way.

Covent Garden

Outside it is still raining; this time cats, dogs and hailstones at Covent Garden. About to catch a cold? Just grab an apple to provide you with a huge portion of vitamin C.

Hopelessly Tomato In Line

Planet Hollywood

At The Haymarket: «Planet Hollywood» which is owned by Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stalone, Demi Moore, Jackie Chan and Bruce Willis offers you breakfast, lunch and dinner surrounded by requisites that were part in Hollywood and other major movies such as James Bond for example. The entrance to one of several dining rooms is a gangway that appeared in Moonraker.

Secret Curtain Signals

The victorian way to communicate secretly with neighbors.

At Highgate: the curtain signal «left down, closed, left down» on the second floor means that freshly squeezed labours are being served for breakfast. The message coming from first floor, however, likes to encourage young women with intellectual capabilities to ring the doorbell initially. But the combination of both signal messages means: «Honey, I’m taking the dogs out. I’ll be back soon». Here’s the proof:

A perfect example of what an excentric lifestyle looks like: taking the dogs out in hush puppies.

This also may evoke the question: What does a real labour breakfast look like, and where and when does it take place? The answer: at 4:15 am, close to Smithfield Meat Market where its porters are having their first cigarette plus a mug of tea:

Labour breakfast starts at 4:15 am at Smithfield Meat Market

A generously filled mug of tea is what meat porters keeps alive – and going.

An they have a bun of meat as well.

From time to time Damien Hirst shows up and shares his labour breakfast with the meat porters although the famous artist looks very tired.

The bakery Benjys provides a lot of cafés in Soho with freshly made breads of various kinds. They start to work when all others are still asleep.

Believe it or not: even Pizza Hut delivers its products for breakfast.

Thanks to the magic power of freshly squeezed orange juice: happy in the morning, happy the whole day – the secret smile of Walter Fitty.

Soho Brasserie opposite Old Compton Café

Happy in the morning, happy the whole day – Part II.

Shelter for Cabbies

Initially installed in the 19th century by Queen Victoria, from former 40 shelters only a dozen made it into today’s time. Shelters are green painted wooden cottages in which cab drivers will be served with their meals, breakfast included.

The author and journalist John McCarthy on his promotion tour.

The author John McCarthy on his tour to promote Some Other Rainbow, a book about a remarkable account of courage, endurance, hope and love: on 17 April 1986 John McCarthy was kidnapped in Beirut. For the next five years he was cut off from everything and everybody he knew and loved, from family, friends, and, perhaps above all, from Jill Morrell, the girl he was going to marry.

For five years, John McCarthy had to endure the deprivation – both physical and psychological – of captivity; the filth and squalor of the cells in which he was kept; the agony of isolation and repeated self-examination; and the pain of ignorance, of not knowing if those he loved even realized he was alive. And there was another problem: his daily breakfast wasn’t exactly the way as expected … Read the whole thing here.

These cab drivers got plenty of time. They are not in a hurry. Not at all. They already read their newspapers – and they will do it again and again. They are happy to live a similar life to the ones of the guys who are testimonials in these frozen-time-Jack-Daniel’s-ads and who made them world-famous. Here they love to wait until their personal buffalo gets shot à la minute and their charcoal grilled sirloin steak will be served in a perfect medium manner.

Great British Breakfast at the Savoy.

On Portobello Road: Fine hardware for a perfectly designed breakfast table. Finally, the probably best reviews on contemporary London breakfasts you will find on London Review of Breakfasts. It’s very informative and delicious, at least it’s very rich.

We were intensively thinking about what this photograph’s link to breakfast could be. Finally, we came to the conclusion that there isn’t any – which makes this image a perfect finisher. And since we think that this great picture could be the fundament of a stunning ad for Pfizer’s Viagra it is a brilliant opener as well. But that’s a complete different story, isn’t it?

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Some of these photographs were originally printed in the German magazine «GLOBO» in the year 1994. Here, for the first time, they are published to the full providing you with a proper insight into all the days which were those, my friend…

***About the author***

Andreas Baier was born in Garmisch-Partenkirchen which is a small town in bavaria, the homeland of lederhosen – and so it’s only natural that he loves Scotland. For him it was more than clear to combine two of his favourite breakfast subjects in one picture: Can you see how Nessi enjoys swimming in mashed potatoes?

Nessi in Garmisch-Partenkirchen

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Thomas Höpker: «Grabbing The Lens»

25 Jun

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Our staff photographer took this spontaneously created portrait of Thomas Höpker in the German Rubens-town Siegen in the year 1987 during the vernissage of his exhibition «Ansichten eines Reporters».

At that present time he was the art-director of the magazine stern. He later became member of the legendary photo-agency Magnum which he ran from 2003 until 2007 as its president as well. Recently, he was patron of the Fotogipfel Oberstdorf. He lives and works in Big Fresh Pond close to Southampton on Long Island, in Berlin or in Santiago de Chile. In New York City he took one of his most discussed photographs.

Should you wish to collect some original prints of his impressive work the Berlin based gallery Camera Work provides you with a great opportunity to do so.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Klaus Staeck: «Arte Postale in Pirmasens»

22 May

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Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

Am Sonntag, den 18. Mai 2014, eröffnet Akademie-Präsident Prof. Klaus Staeck im Forum ALTE POST in Pirmasens die Ausstellung «Arte Postale – Bilderbriefe und Künstlerpostkarten». Die Akademie stellt in Pirmasens nicht nur Kostbarkeiten aus ihren Archivbeständen und Mail Art aus ihrer Kunstsammlung vor, zu sehen sind zudem Künstlerpost aus der Sammlung Staeck, etwa von Joseph Beuys, James Lee Byars, Daniel Spoerri, Christo, Hanne Darboven, Rupprecht Geiger, Keith Haring, A. R. Penck, Sigmar Polke, Emil Schumacher, Wolf Vostell und Andy Warhol. «Arte Postale» bietet mit rund 300 Exponaten ein weites Spektrum und präsentiert, teils in ungewöhnlichen Formaten, sowohl klassische Bilderbriefe als auch Mail-Art-Sendungen aus aller Welt sowie Postkartenentwürfe von zeitgenössischen Künstlern.


Die von Dr. Rosa von der Schulenburg kuratierte und durch die Deutsche Post DHL geförderte Ausstellung war vom 30. August bis zum 8. Dezember 2013 in der Akademie der Künste, Berlin, zu sehen. Sie wandert nun in reduzierter Form nach Rheinland-Pfalz und wird dort durch eine Auswahl an Text- und Zeichenbotschaften des Pfälzer Dada-Literaten Hugo Ball aus dem Besitz der Stadt Pirmasens ergänzt gezeigt.

Für die auch unter intellektuellen Gesichtspunkten fordernde musikalische Umrahmung zeichnet der Schweizer Alphornist Balthasar Streiff (Abbildung oben) verantwortlich.

Im Gespräch: Der Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens Dr. Bernhard Matheis mit Ingeborg Karst-Staeck und dem Präsidenten der Akademie der Künste, Berlin, Prof. Klaus Staeck (v.l.n.r).

Dem Alte Post-Kurator und Leiter des Kulturamts der Stadt Pirmasens, Jörg Meißner, gelang es, die wertvollen Postkarten-Exponate aus Berlin nach Pirmasens zu holen.

Bestand die musikalische Eingangsliturgie (Bild 1) aus einer gelungenen Verschmelzung der beiden kompositorischen Grundausrichtungen Georg Philipp Telemanns einerseits sowie Karl-Heinz Stockhausens andererseits, so werden die Ausstellungsbesucher nun mit nicht nur gefühlten sondern höchstwahrscheinlich auch tatsächlichen 2000 bis 2500 Vokabeln bombardiert, konfrontiert, vertraut gemacht, umworben, beschossen, geistig bemuttert und bewürzt, kompromitiert, umgarnt, geschult, oder gar zwangsverkenntnist, die überall auf der Welt und in den unterschiedlichsten Sprachen für das Wort «Alphorn» stehen.

Schließlich unterweist der Schweizer Alphorndadaist Balthasar Streiff sein Publikum in die hohe Kunst der Beschaffung adäquater Alphornmundstücke, werden diese doch bevorzugt aus den Oberschenkelknochen tibetanischer Mönche gefertigt, weshalb es immer mal wieder «zu dramatischen Lieferengpässen kommen könne».

Klaus Staeck wuchs in der Industriestadt Bitterfeld auf, wo er den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 hautnah erlebte. Konsequenterweise wechselte er in den Westen, wo er von 1957 bis 1962 sowohl in Heidelberg, in Hamburg als auch später in Berlin Jura studierte. Ausgelöst durch die Spiegel-Affäre organisierte Klaus Staeck in Heidelberg 1962 seine erste politische Demonstration. 1968 erhielt Staeck seine Zulassung als Rechtsanwalt in Heidelberg und Mannheim. Seit Anfang der 1970er Jahre ist er auch als Grafiker im Bereich der Politsatire in der Tradition John Heartfields tätig. Nach Wikipedia umfaßt sein Hauptwerk bislang rund 300 Plakate, die größtenteils aus Fotomontagen sowie eigenen ironischen Textergänzungen bestehen. Zur Bundestagswahl 1972 kreierte er beispielsweise sein Plakat «Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen». Es erreichte eine Druckauflage von 75.000 Exemplaren.

Eine seiner durch diese besondere Form des kontinuierliches Arbeitens entstandene Erfolgsbilanzen: Bis heute wurde insgesamt 41mal erfolglos versucht, Plakate und Postkarten aus seiner Feder juristisch verbieten zu lassen.

Die in dieser Ausstellung gezeigten Künstlerpostkarten sind in vielen Fällen nicht nur Kunst um der Kunst willen. In der DDR und den südamerikanischen Diktaturen waren sie, als Mail-Art bezeichnet, eine wichtige subversive Kommunikationsform, um staatliche Kontrollinstanzen effizient zu unterlaufen und politische sowie soziale Solidargemeinschaften erfolgreich zu bilden. Daß staatliche Überwachungseinrichtungen mit diesen inhaltlich offensichtlich sinnlos erscheinenden Postkarten ihre Deutungsprobleme hatten, belegen entsprechende Auszüge aus Stasi-Akten, die den ausgestellten Exponaten beigestellt sind.

Dr. Rosa von der Schulenburg, Leiterin der Kunstsammlung der Akademie der Künste, betont wie wichtig für Fluxus- und Konzeptkünstler und viele andere Kunstschaffende die Postkarte als künstlerisches Medium und von welcher generellen kommunikativen Bedeutung für Künstler der Austausch von Bildern und Worten per Post war und ist.

Aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind u. a. Werke von Lyonel Feininger und Max Pechstein zu sehen. Die Darstellung der Geschichte der Künstlerpost setzt sich in chronologischer Folge und thematisch geordneten Kapiteln fort. Zu den zahlreichen gezeichneten, gemalten, collagierten, druckgrafisch oder typografisch bemerkenswerten Postsendungen zählen ebenso Briefe berühmter Architekten, Literaten und auch Regisseure. Darunter finden sich aquarellierte Briefkarten von Sarah Kirsch, Farbholzschnitte von HAP Grieshaber, einfühlsame Liebesbriefe von Paran G’Schrey, Bildnotizen mit Grüßen von Einar Schleef oder des begnadet gestörten Robert Wilson.

Sprechen wir von «begnadet gestört», so ist dies eine kreative Eigenschaft, die mit einiger an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei dem Schweizer Alphorndadaisten Balthasar Streiff festzustellen sein wird. Wer auch immer für die Idee, diesen «Irren» für seine kongeniale Performance einzuladen, verantwortlich zeichnet, dem ist mit dieser Maßnahme ein kleiner Geniestreich gelungen.

Klaus Staeck steht den zahlreichen Vertretern der Presse Rede und Antwort.

Die Ausstellung ist auch räumlich in zwei große Bereiche aufgeteilt. Im Poissy-Saal bekommt die «Arte Postale» auch einen regionalen Bezug mit Postkarten und handschriftlichen Dokumenten von Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings, die aus dem Fundus des Ball-Archivs stammen.

Der Rheinberger-Saal beherbergt die mit Mail-Art bezeichnete Post von Konzeptkünstlern und dem Umfeld des Fluxus, einer Kunstrichtung, die sich ähnlich wie der Dadaismus in der Literatur als Angriff auf die etablierte Kunstwelt versteht. Darunter finden sich auch Entwürfe und Postkarten der Herren Joseph Beuys, Jonathan Meese oder Dieter Roth, die Klaus Staeck in seiner Postkarten-Sammlung zusammengetragen und editiert hat.

Zu vielen Exponaten gibt es Erläuterungen zum Umfeld ihrer Entstehung. Etliche werden in speziellen Vitrinen präsentiert, sodaß sie beidseitig betrachtet werden können. Der Katalog zur Ausstellung, kuratiert von Dr. Rosa von der Schulenburg unter Mitwirkung von Jörg Meißner, ist zum Preis von 20 EUR im Museumsshop des Forums ALTE POST erhältlich. Daneben gibt es eine eigene Postkarten-Edition mit Reprints ausgewählter Motive aus der Ausstellung inklusive einer hierfür von Klaus Staeck gestalteten Postkarte.

Öffentliche Führungen (ohne Anmeldung):
Jeden 1. Sonntag im Monat, 11.00 bis 12.00 Uhr
Jeden 3. Dienstag im Monat, 16.00 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten:
Di. bis So. von 11.00 bis 18.00 Uhr

Ein entspannter Blick aus dem Zugfenster während der Rückreise? Restlos auszuschließen ist das nicht.

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Hans Rosenthal: «Sie sind der Meinung, diese Spende war Spitze!»

15 Apr

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Unter dem Psydonym kasae6013 stehen einige Privatfotos aus dem Reiche der Familie Hans Rosenthals auf dem WDR-Digit-Portal.

Das Aufmacherbild zeigt den Entertainer Anfang der 1950er Jahre im Garten seines Hauses im Berliner Westsektor, wo er sich einmal mehr im Geiste auf die Live-Sendung seines nächsten Ratespiels im Fernsehen vorbereitet. Läßt sich an seiner Körperhaltung – Handspitzen deuten auf die Schuhspitzen – bereits die später zu seinem Markenzeichen gewordene Aussage «Sie sind der Meinung, das war Spitze!» ableiten? Wir halten das durchaus für möglich.

Das zweite Bild zeigt sowohl die Mutter als auch die Ehefrau Hans Rosenthals unter einem Rosenbogen – immer ein untrügliches Zeichen für ein intaktes Familienleben. Vielleicht setzt sich gerade deshalb die Hans-Rosenthal-Stiftung für unverschuldet in Not geratene Mitmenschen ein. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung vieler, vieler Spender konnte die Hans-Rosenthal-Stiftung seit nunmehr 26 Jahren Familien in schweren Notlagen zur Seite stehen.

Über die Erinnerungsfotos aus dem privaten Familienalbum Götz Alsmanns, ebenfalls auf WDR-Digit – haben wir bereits hier berichtet.

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Interligenzfest

20 Jan

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Nicht immer und auch nicht immer öfter, aber dafür manchmal – manchmal zumindest – ergreift einen das eigene Werk, oder auch das Wort, und dann ist es passiert – meistens noch ehe im Tale die Hähne krähen: Ein neuer Intelligenztest erblickt das Licht der Welt. Viel Vergnügen, wo immer Sie auch gerade sind!

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