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ZKM: «Markus Lüpertz – Kunst, die im Wege steht.»

4 May

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Am besten wir zitieren ohne viel Umschweif gleich Peter Weibel: «Lüpertz greift in seiner Malerei auf radikale Elemente aus der Gründungsphase der Moderne zurück. Er ist also kein Postmoderner. Seine Kritik der Moderne erfolgt aus der Moderne selbst heraus. Seine Wiedereinführung der Figuration und eines erweiterten Repräsentationsprogramms geschah nicht im Zeichen der Postmoderne, das heißt im Zeichen des Zitats, des Pastiches und der Aneignung, des Dekorativen und des Neoismus. Es handelt sich weder um Neoexpressionismus noch um Neofauvismus, sondern um moderne Malerei, die einen Ausweg aus den Antinomien der Moderne sucht.»

Nachdem dieser Punkt nun abschließend geklärt wäre, fragen wir uns, ob der Satz «Seine Kritik der reinen Vernunft erfolgt aus der reinen Vernunft selbst heraus» im hergestellten Bezug zu Markus Lüpertz ebenso seine Gültigkeit hätte, oder möglicherweise mehr das Produkt einer spielerischen Phantasie wäre, die weniger wissen und im Gegenzug dafür mehr spekulieren möchte. Wird es uns gelingen, mit solch seltsamen Gedankenspielchen um die notwendige Wissenserweiterung herumzukommen? Natürlich nicht: «Die im ZKM präsentierte Schau schlägt einen Bogen zu den Anfängen von Lüpertz’ künstlerischer Laufbahn: ‹Kunst, die im Wege steht› hieß 1966 eine seiner ersten Präsentationen, die in Berlin stattfand. Das ZKM zeigt einen Blick auf das Lebenswerk aus fünf Jahrzehnten eines der bedeutendsten deutschen Künstler der Nachkriegsgeneration. Lüpertz hat sich von Dekade zu Dekade geistig und faktisch immer wieder neu aufgestellt, sprich: weiterentwickelt. Mit seinem unverkennbaren Pinselstrich und der Vehemenz seiner Maltechnik ist Lüpertz längst eine Instanz der Kunstgeschichte.»

Yes, Sir! Und ein ordentlicher Öffentlichkeitsschreck dazu: Salzburg konnte sich mit seiner weißgepuderten Mozart-Bronze bedauerlicherweise nicht anfreunden, weshalb sich das dieser harmonischen Stadtansicht zugehörig fühlende, gesunde Volksempfinden kurzerhand dazu entschloß, «diesen dicken Oberschenkel» (und nicht nur diesen) hinreichend zu teeren und zu federn. Im Vergleich dazu reagierten die Augsburger eher gelassen – wenngleich mit Erfolg – gegen die Aufstellung seiner Aphrodite auf dem Ulrichsplatz mit unschlagbarer FDP-Rhetorik: «Stellen Sie sich vor, Sie müßten in Ihr schönes Wohnzimmer einen völlig unpassenden Tisch stellen.» Wie? Aphrodite als Tisch? Huiuiui, ist das nicht frauenfeindlich? Frau Schwarzer-Brüderle, auch wenn Sie auf Meerschweinchenreport nicht gut zu sprechen sind, könnten Sie sich in dieser Sache mal bitte nützlich machen? Und wenn Sie schon mal dabei sind: Wäre es Ihnen möglich, den Leutchen netterweise zu erklären, daß jeder verdickte maskuline Oberschenkel immer auch ein politischer, quatsch, potentieller männlicher Uterus ist?

Aber das ist es, was José Ortega y Gasset bereits 1931 in Der Aufstand der Massen formulierte: «Das ist es, was ich im Kapitel als Kennzeichen unserer Epoche hinstellte: Nicht, daß der gewöhnliche Mensch glaubt, er sei außergewöhnlich und nicht gewöhnlich, sondern, daß er das Recht auf Gewöhnlichkeit und die Gewöhnlichkeit als Recht proklamiert und durchsetzt.»

Markus Lüpertz detailliert

Eine der Vorgaben in der Ausschreibung zur Gestaltung der Coca-Cola-Flasche verlangte, daß sie auch an jeder einzelnen Glasscherbe zweifelsfrei als solche zu identifizieren sei. Am 18. August 1915 wurde ihr Design in den USA durch die Manufaktur «Root Glass Company» von Alexander Samuelson zum Patent angemeldet. Mit dem Erscheinungsbild von Markus Lüpertz verhält es sich ähnlich: Egal welches Detail man von ihm auch darstellen mag, immer ist er sofort zu erkennen. Das Licht bot sich zudem für ein Portrait im Stile Ralph Gibsons an. Die hier einzusehende Bildstrecke über Markus Lüpertz ist Teil des Bildfundus unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier, das er für sein Langzeitportraitprojekt «Corporate Photography Means Executives Look Good» stetig anfüllt. Über sein Projekt hielt er übrigens letztes Jahr einen vielbeachteten Vortrag auf der internationalen Designkonferenz «QVED 2016» in München.

Weil es schon spät ist und wir, ebenso wie Oscar Wilde, «die Bequemlichkeit als eine der größten Errungenschaften der Menschheit» erachten, greifen wir abermals auf das Stilmittel des Zitierens zurück: «Der Fokus der von Walter Smerling und Peter Weibel kuratierten Ausstellung liegt auf Malerei, aber auch auf Skulpturen, Reliefs und Druckstöcken. Die Präsentation in Lichthof 8 umfaßt Werke wie ‹Angst im Walde›, ‹Gegen Abend besetzen Störche Lüpolis› und den 33-teiligen ‹Dädalus-Zyklus› aus der Sammlung von Sylvia und Ulrich Ströher. Für den Lichthof 9 schafft Lüpertz ein eigens konzipiertes Arrangement aus einer mehrteiligen, in Steinguß gefertigten Merkur-Skulptur sowie einer bislang noch nicht ausgestellten, 8 x 14 m großen Vorzeichnung, die für das 1977 ausgeführte Wandgemälde für das Krematorium Ruhleben in Berlin, entstand.»

Lüpertz internationales Renommee wird nicht zuletzt an seiner vergangenen Ausstellung im Musée d’Art Moderne in Paris deutlich. Auch The Phillips Collection in Washington, D.C. präsentiert ab Ende Mai 2017 eine groß angelegte Retrospektive des deutschen Malers.

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Wichtiger Umwelthinweis: Dieser Artikel tötet keine Eisbären. Allerdings beschützt er sie auch nicht. Wie sollte das auch funktionieren? Dennoch haben wir sicherheitshalber die Kommentarmöglichkeit deaktiviert.
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Neil Young: «… with a supermoon in my eye …»

16 Nov

«Supermoon» by Andreas Baier
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I was lyin’ in a burnt out basement

With a supermoon in my eye

I was hopin’ for a replacement

When the sun burst through the sky

There was a band playin’ in my head

And I felt like getting high

Thinkin’ about what a friend had said, I was hopin’ it was a lie

Thinkin’ about what a friend had said, I was hopin’ it was a lie

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Read more: After The Gold Rush
Glas eye manufactured by: Achim Hellbach

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Museum Angewandte Kunst Frankfurt: «100 Jahre Neue Typografie Frankfurt»

31 May

Cover: 100 Jahre Neue Typografie Frankfurt im Museum Angewandte Kunst Frankfurt; fotografiert von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier.
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Wenn es um Gestaltung und Typografie geht, so ist unser Redaktionsfotograf kaum zu bremsen. Haben ihn Zeitgenossen, die nachts nicht schlafen können, nur weil sie noch nicht soo ganz genau wissen, an welcher Stelle sie auf ihrem Plakatentwurf das kleine «e» plazieren sollen, schon immer ganz besonders fasziniert. Und als eingefleischter und darob überaus verantwortungsbewußter Hypochonder ist ihm dies zudem «genau das Krankheitsbild, mit dem ich persönlich längerfristig zu tun haben will», so unser Mann fürs grobe Korn.

Seine komplette Bildstrecke über die Eröffnungsfeierlichkeiten zu «100 Jahre Neue Typografie Frankfurt» kann hier eingesehen werden.

Publikum: 100 Jahre Neue Typografie Frankfurt
im Museum Angewandte Kunst Frankfurt.

Nach dem Ersten Weltkrieg entstand in Frankfurt am Main ein einzigartiges Modernisierungs- und Gestaltungsprojekt, das als «Das Neue Frankfurt» vor allem in die Architekturgeschichte eingegangen ist. Es handelte sich dabei jedoch um ein sehr viel umfangreicheres Vorhaben, das politische, gesellschaftliche und gesamtkulturelle Dimensionen besaß und keinen geringeren Anspruch hatte, als eine neue Stadt und eine neue Gesellschaft zu erschaffen.

«Alles Neu!»: 100 Jahre Neue Typografie Frankfurt
im Museum Angewandte Kunst Frankfurt.

In der Ausstellung «Alles neu!» wird erstmalig eine systematische Aufarbeitung dieser Epoche für den Bereich Typografie und Grafikdesign vorgenommen.

Am Rednerpult: Prof. Dr. Klaus Klemp.

Die Schau stellt die 1920er Jahre ins Zentrum, spannt den zeitlichen Bogen weiter über die Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre und wird durch Spotlights auf die lebendige Designszene heute ergänzt.

 

1920er Jahre: Neue Typografie in der Sammlung Philipp Albinus

Blick in die Ausstellung: Sektion Philipp Albinus.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine rund 7.000 Stücke umfassende Sammlung von Geschäfts- und Privatdrucksachen aus dem Nachlass des Buchdruckermeisters und Schriftsetzers Philipp Albinus, einem der wichtigsten Vertreter der «Neuen Typographie».

Bis in die 20er Jahre wurden in Drucksachen gebrochene Schriften verwendet, die noch auf die Zeit der Erfindung des Buchdrucks zurückgingen. Mit der «Neuen Typographie» zog die Gestaltungsmoderne innerhalb weniger Jahre in den Bereich der gedruckten Schriften ein.

Wichtige Akteure waren zudem die ansässigen Schriftgießereien, die das Rhein-Main-Gebiet zum wichtigsten Standort für die Reform der Typografie machten. Die Gießereien vertrieben die neuen Schrifttypen und beförderten die Durchsetzung der «Neuen Typographie» damit entscheidend. Hierzu zählt auch die erste populäre Reformschrift Futura; sie wurde zu einer der erfolgreichsten Schriften des 20. Jahrhunderts.

 

Nachkriegszeit

Nach 1945 war Frankfurt nicht zuletzt durch die Ansiedlung US-amerikanischer Werbeagenturen, durch Verlage wie Suhrkamp und S. Fischer und den Einfluss der Kasseler Plakatschule ein Hotspot des typografischen und werbegrafischen Geschehens der Zeit, wofür die Ausstellung «Alles neu!» zahlreiche Beispiele zeigt.

In den 1980er Jahren entstand entlang der ehemaligen Industriezone Hanauer Landstraße eine Art Kreativmeile mit neuen kleinen Agenturen und Künstlerateliers. An der HfG Offenbach brachte der Fachbereich Visuelle Kommunikation zahlreiche junge Gestalter hervor. Durch die Möglichkeiten des digitalen Gestaltens und der Computertypografie begann eine neue Phase der Frankfurter Designgeschichte, die nicht mehr auf Einfachheit und Reduktion beruhte, sondern in der nun auch konstruktive Verstörungen und Irritationen in den Vordergrund traten:

Temporäre visuelle Irritationen.

 

Heute

Die intensive Spurensuche in der Vergangenheit wird in «Alles neu!» ergänzt durch aktuelle gestalterische Positionen, die auf die neu entstandenen urbanen Erlebniswelten in der Rhein-Main-Region und Frankfurt seit den 1990er Jahren reagieren und dabei neue Strategien und Alternativen im Umgang mit Typografie und Grafik als Kommunikationsdesign entwickeln. Dass sich dabei Schnittstellen bilden, an denen unterschiedliche Designkonzepte aufeinanderprallen und es knirscht und kracht, ist durchaus beabsichtigt:

Konstruktiver Widerspruch: «Less Is A Bore».

Es applaudieren u.a.: Prof. Dr. Felix Semmelroth und Matthias Wagner K.

Gut lesbare Platzzeichen.

Selbstgebautes Kult(ur)objekt als Grundlage
für ein Plakat von Gunther Rambow.

Stefan Weil kommuniziert technoesk.

Was viele nicht wissen: Für die ersten drei Ausgaben des legendären Magazins «frontpage» zeichnet Stefan Weil verantwortlich. Das erklärt das kongeniale Lichtgleichnis an dieser Stelle.

Pixelgarten-Fingerzeig: Maybe Yes|No.

Ausstellungsrundgang mit Prof. Dr. Klaus Klemp,
Prof. Dr. Felix Semmelroth und Dr. Petra Kiedaisch.

Das legendäre Magazin «Instant» von Franz Aumüller und James Nitsch.

Arbeitsproben von Wolfgang Schmidt.

Ausführlich gewürdigt wird ebenfalls das komplexe und gleichzeitig stets nach Vereinfachung strebende Werk des ausgewiesenen Existentialisten Wolfgang Schmidt. Dazu gehören u.a. seine Theaterplakate, seine Buchgestaltungen für Wendelin Niedlich (Meerschweinchenreport berichtete hier zum Thema «Zwei Lebensläufe mit Niedlichs Buchladen als Schnittstelle»), seine «Zeichensysteme»; oder auch die grafische Gestaltung des Magazins «KUNST» von 1964 – 1968 sowie die Entwicklung von Kommunikationskonzept nebst Logo für die Mainzer «Galerie Baier» (beides in der Vitrine im Vordergrund).

Eines der beiden Titelbilder ist ebenfalls in dem SCHIRNMAG-Artikel «Intermezzo an der Isar – Pop in deutschen Städten, Teil 4: in München bleibt die Pop Art trotz ihrer Vielstimmigkeit ein Intermezzo» abgebildet:

Mehr ist über die Arbeit Wolfgang Schmidts für das Magazin «KUNST» sowie die «Galerie Baier» in einem Digital-Booklet auf der issuu-Plattform zu erfahren.

Die für diese grandiose Ausstellung verantwortlichen Kuratoren sind: Prof. Dr. Klaus Klemp und Prof. em. Friedrich Friedl, Peter Zizka und Matthias Wagner K (zeitgenössische Positionen).

The link to the «Museum Angewandte Kunst Frakfurt» comes here.

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Satire: Auch Kaiser Wilhelm I wurde während der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» mit einer Torte beworfen

29 May

Kurz nach dem Tortenangriff auf Kaiser Wilhelm I während
der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» schaut dieser
hinreichend bedrückt aus der Wäsche.

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Auch Kaiser Wilhelm I wurde während der «Pariser Friedenskonferenz von 1919» mit einer Torte beworfen: Deutlich zu erkennen sind neben den beiden Sahne-Epauletten die scheinbar bartbildenden Sahnefetzen in seinem Gesicht, jeweils auf beiden Seiten direkt unterhalb der Nase als auch auf den äußeren Backenbereichen.

Gestern wurde die Politikerin Sahra Wagenknecht von rechten Nationalisten und zugleich glühenden Verehrern Kaiser Wilhelms I ebenfalls mit einer solchen Torte im Originalnachbau beworfen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Die Linkenpolitikerin würde mit ihrer Forderung nach einem Zureisestop von modernen Arbeitssklaven (Flüchtlinge) dem weiteren erfolgreichen Wachstum unseres bewährten Wirtschaftssystems im Wege stehen.

Nur wenige Stunden nach dem unfreiwilligen Tortengenuß schwenkte Wagenknecht um und bekannte sich öffentlich insbesondere zu den sozialen Werten des ehemaligen deutschen Kaiserreichs; und bewunderte zudem die kaiserliche Technik (1. Weltkrieg), mit deren Hilfe er damals das «kapitalistische Schweinesystem» in die Knie zwang. Auch bedankte sie sich bei den Tortenkünstlern für die beinahe originalgetreue Nachempfindung des Urtortenwurfs von 1919 (lediglich die Sahne-Epauletten sind nicht richtig ausdefiniert), schließlich sei ihr dieses Happening ein Beispiel für vorbildliche und somit höchst willkommene Diskussionskultur. Sichtlich entspannt genießt Sahra Wagenknecht ihren ganz persönlichen Platz an der Torte:

Tortenangriff auf Sahra Wagenknecht während
des Bundesparteitags von «Die Linke»

Allerdings konnte laut Auskunft einiger weniger im Saale anwesender Real-Rationalisten nicht geklärt werden, worum es den beiden Streithahnparteien in aller Tatsächlichkeit ging.

Quelle | Screenshot: Die Welt
via Spreeblick

 

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CERN: «Happy New Year!»

31 Dec

Photo by Andreas Baier

Auch dieses Jahr ist der Andrang vor dem Eingang des Teilchenbeschleunigers des im Schweizer Kanton Genf gelegenen Cern groß. Riesengroß. Schließlich wird nicht jedem Erdenbewohner die sensationelle Möglichkeit geboten, sich jeweils paarweise mit nur etwas weniger als Lichtgeschwindigkeit auf gegenseitigen Kollisionskurs zu begeben, um als wissenschaftliche Sylvesterrakete (Hicks-Teilchen) im Jenseits ein völlig neues – und vor allen Dingen – unbeschwertes Leben zu beginnen.

Die Meerschweinchenreportredaktion wünscht allen diesjährigen Teilnehmern und natürlich auch allen Meerschweinchenreportlesern einen gesunden, neugierigen und friedvollen Start ins neue Jahr!

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Frank Behrendt!

18 Oct

Sie sind Ihres Zeichens eigentlich Köln-Chef der PR-Agentur FischerAppelt, haben in dieser Eigenschaft pünktlich zur aktuellen Buchmesse ein, genau, Buch veröffentlicht, nein quatsch, natürlich noch nicht; wissen aber als zukünftiger Buchautor standesgemäß sowas von genau, wie sich ein «knackiger» PR-Text zu lesen hat, nämlich nur dann gut, wenn möglichst soo viele Alliterationen eingestreut werden, daß selbst eingefleischte Richardwagnerianer nicht anders können, als ihren Hut zu ziehen, und zwar vor Ihnen, dem «Emir der Entspannung», dem «Lord des Loslassens», dem «Guru der Gelassenheit», dem «Meister des Müßiggangs» und, klar, dem «Frankie goes to Bookywood» (wobei es konsequenterweise «Frankie goes to Fookywood» hätte heißen müssen – aber Schwamm drüber).

Es ist schon klar, wohin Ihre schriftstellerische Reise führt: ins Reich der Entschleunigung; was sich auch daran erkennen lassen soll, daß Sie von den geplanten 151 Seiten auch erst eine einzige geschrieben haben – und dafür als versierter Graf des gemütlichen Grillens schon mal ganz entspannt «eine deutlich fünfstellige Summe als ‹signing fee›» haben möchten. Respekt!

Allerdings, Frank «Papst der Pause» Behrendt, vermissen wir im Bereich Ihrer Kernkompetenzselbstbeschreibung noch Formulierungen wie beispielsweise «Sultan des Standstreifens», «Kalif des Kriechens», «Botschafter des Beischlafverzichts»; oder auch etwas gewählter: «Hofzeremonienmeister des Halblangmachens».

Und dennoch, Frank Behrendt, hätte alles soo schön werden können, wenn Ihnen bei der Namensangabe Ihrer amtlichen Agentin nicht ein nachgerade unverzeichlicher Fehler unterlaufen wäre, nämlich: «Dr. Hanna Leitgeb». Mensch, Herr Behrendt, Sie Diener des dankbaren Daunenkissens, unter eiliger Einbeziehung aller vorstehend grinsend genannter, freundlicher Faktoren kann die in der kantigen Kantstrasse rühmlich residierende Dame doch nur «Hanna Haltgeb» heißen. N’est-ce pas?

Nuchts fur Ungut und Ihnen noch ein fröhliches «nihil agere delectat».

Mit freundlichen Füßen
Ihre flinken Fürsten des feinen Flachliegens

via: turi2 – für medienmacher

Mal was ganz anderes: Das Foto von Ihnen im «Clap»-Magazin ist sehr gut! Hat sich der ganze Aufwand also doch noch gelohnt, was?

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Auf besonderen Wunsch von Greenpeace keine Kommentarmöglichkeit.
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National Geographic: «Andreas Baier – Die Gesellschaft vom Hinterhaus»

15 Jul

Andreas Baier: «A Child Will Be Born!»
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Unter 8586 Einsendungen wählte National Geographic für das Thema «Mother & Child» 32 Aufnahmen für diese Bildstrecke aus. Eine davon ist eine Photographie aus dem Bilderzyklus «Die Gesellschaft vom Hinterhaus» unseres Redaktionsfotografen.

His comment: «Another photograph from my long-term project ‹The Backyard’s Society›. It illustrates impressively that males simply need a little extra time until they get used to the idea of becoming a father. If only females would get that point much less relationships would split before the child was even born. I am seriously convinced about that point.»

via YourShot Andreas Baier

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Elbphilharmonie: «Ein Logo für die Ewigkeit»

30 May

Die Elbphilharmonie in Hamburg steht Kraft ihrer Entstehungsgeschichte für Stabilität, Kultur und Kreativität, ganz im Sinne und Zeichen der Geschichte von der Beherrschung des geordneten und natürlich auch ungeordneten Chaos. Und das, obwohl ihr Bau längst hätte fertiggestellt sein sollen, dies aber längst noch nicht ist. Vielleicht avancierte sie gerade deshalb zum Sinnbild für die Unwägbarkeiten kreativen Schaffens.

Denken wir nur an die Widrigkeiten mit denen Ludwig van Beethoven (taub), Ray Charles (blind), Richard Wagner (Antisemit), Vincent van Gogh (tot) oder das Publikum (Arnold Schönberg) zu tun hatten. Da brauchen wir Mozart gar nicht erst in den Ring der Nibelungen zu werfen. Wir lernen: Vor der Schaffung von Ergebnissen herausragender Kreativität steht die Bewältigung außerordentlicher Komplikationen.

Unser Logo-Entwurf trägt diesen Umständen sorfältig Rechnung: Yin und Yang im Whirlpool auf der Dachterrasse lösen den bisherigen Frosch im Mixer ab. Assoziativ unterschwellig ebenfalls eingearbeitet: Das neue Eröffnungsdatum am 11. 1. 2017 sowie die relative geographische Nähe der Hansestadt zu den Niederlanden.

SONYmusic: «KLEIN braucht ein echtes Herrenportrait!»

16 Apr

Die Band «klein» – damals bei SONY unter Vertrag
Fotos von Andreas Baier

«Es ist nicht immer ganz einfach, eine Band adäquat zu fotografieren – müssen Sie wissen», so empfahl sich Mitte der 1990er Jahre unser heutiger Redaktionsfotograf gegenüber der Plattenfirma SONY für den durchaus heiklen Job, der damals mit dem Siegel kultverdächtig bestempelten Kultband «klein» ein brauchbares und multifunktional verwendbares Fotoalbum anzufertigen.

Es war der Unerfahrenheit des damals verantwortlichen Produktmanagers zu verdanken, daß unser heutiger Redaktionsfotograf den Job nach dieser verbalen und eigentlich unentschuldbaren Entgleisung dennoch bekam. Was folgte, das waren drei Tage Stubenarrest, quatsch, Fotografieren, ca. 200 belichtete Rollfilme und ein fettes Bilderpolster von mindestens 50.000 Kalorien: Ein schlanker Fuß sieht anders aus. Besonders auf dem Aufmacherfoto. Nachfolgend das CD-Cover:

CD-Cover des «klein»-Albums «kriminell»

Einige aus dem Kontext des «großen Ganzen» gerissene Textzeilen: «Ein Fußtritt durch die Kissentür, was kann ich denn da dafür?» Wobei, quatsch: Für diesen Zweizeiler zeichnet die atemlose Helene Fischer verantwortlich. Aber vielleicht: «Was macht die Hand im Automaten, wo die Geldscheine schon braten?» Wobei, schon wieder falsch: ist ja diesmal von Alice Schwarzer. Tja, es ist halt nicht immer ganz einfach, eine Band adäquat zu zitieren – müssen Sie wissen.

Siehe und höre auch tonboutique.

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HSRM: «365°»

6 Jan

Kalendermotiv «365°»

Wer unsere vier Beiträge zur «fotografischen Mathematik» gelesen hat, der ist für die korrekte Rezeption der neuesten Kalenderschöpfung namens «365°» aus dem Hause «Hochschule RheinMain» unter der Leitung von Prof. Gregor Krisztian bestens gerüstet.

Normale Kalender liefern normale Antworten: «Kalender: Wie viel Uhr haben wir?» «Drei Minuten vor Deiner Zeit» qäkt es ergebnisunorientiert zurück. Nur nichts anmerken lassen, werden sich sowohl Kalender als auch Fragesteller jetzt heimlich denken. Aber mit solchen unzeitgemäßen Spielereien, die dem vorigen Jahrhundert zuzuordnen sind, ist es jetzt vorbei. Endlich erhält die scheinbare Sinnlosigkeit einen Sinn – und wird dadurch sinnhaft. Das mag verstehen, wer will – wir auf jeden Fall!

Kalendermotiv «365°»

Ein Beispiel: Vermengen wir im Geiste das Werk Robert und Sonia Delaunays mit den Olympischen Ringen, mit den Ringen unter den Augen Margaret Thatchers, mit Zwiebelringen auf einem gegrillten Doppel-Whopper mit Käse, mit den Flugschreiberscheiben einiger schmackhafter Ringeltäubchen, so erhalten wir in grafisch gekonnt abstrahierter Form die Information, daß am 18. Januar beispielsweise der «Welttag des Schneemanns» terminiert ist, daß der 27. April mit dem «Welttag des Designs» zusammenfällt; und daß der 5. Juli der «Welttag der Workoholics» ist. Und wem das alles zu viel Welttag-Fetischismus ist, für den gibt es am 27. August den «Internationalen Einfach-so-Tag». Und der 21. Dezember ist dann als Leckerbissen für alle Freunde der gepflegten Gothic-Party gedacht: die «Gedenknacht zur Nacht». Na bitte!

Kalendermotiv «365°»

Grundsätzlich gilt: Wer näher tritt, genauer hinschaut, Formen und Farben entschlüsselt und die Randzonen um die Motive herum kritisch in Augenschein nimmt, wird feststellen: Hier handelt es sich um einen schön gemachten und fein erdachten Kalender, der gefallen, fordern und unterhalten will. Der aber auch irritiert, weil man sich ein wenig um ihn bemühen muß.

Kalendermotiv «365°»

Die irritierende Unkorrektheit «365 Grad» ist bewußt gewählt: Als
doppeldeutiger Titel für den Hochschulkalender 2015, der markante Architekturen des RheinMain-Gebietes einfach etwas anders dokumentiert und durch den ungewohnten Blick den Blick der Betrachter schärft. Typisch 365° eben.

Elisabeth Biondi: «Banana Armada»

23 Jul

Banana Armada – flashlight painting by Andreas Baier

Having seen the remarkable arte-reportage about the German photographer Martin Schöller recently, it became transparent that former «The New Yorker’s» picture editor-in-chief, Elisabeth Biondi, was responsible for his international breakthrough due to the fact that she assigned him regularly – before anyone else did. You can find some of Martin Schöller’s marvellous work here, here, here, here and here.

Since we live in a time, however, in which people are mostly interested in other people who only show interest in oneself, it should be bright and clear and understood that we have decided using this unique opportunity to only feature our one and only staff-photographer Andreas Baier who used to work for Elisabeth Biondi as well during her time as picture editor-in-chief of the magazine stern in the 1990s.

When the Berlin wall came down Elisabeth Biondi gave Mr Baier a ring and said that East Germany’s major request for bananas was about to drive the whole nation into pure craziness and that whenever the term «craziness» crosses her mind she could not help thinking of him and that he was perfectly adviced to help her out with a somewhat stunning interpretation of this whole strange situation – see result above. She saw the picture, had a smile and gave him the next job.

Like it too? So, you better might consider also taking a full visual bath in his passionate portfolio Just For Fun.

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Wladimir Klitschko Goes Typography

2 Mar

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In unserem Beitrag vom 20. März 2011 gingen wir einer Frage nach, die wir kurz zuvor Vitali (oder war es Wladimir?) Klitschko während einer Pressekonferenz auf dem ADC-Kongress in Frankfurt stellten, nämlich: «Vitali, wäre es Ihnen vielleicht möglich, Ihren nächsten Gegner exakt so zuzurichten, daß er nach Beendigung des Kampfes genau so aussieht wie auf einem Selbstportrait-Gemälde von Francis Bacon?» Er grinste vielsagend.

Wie nun der Fontblog berichtet, kämpft Wladimir Klitschko Kraft seiner Fäuste mit Schriftkunst gegen Leseschwäche, wobei die erste uns spontan pisakende Frage lautet: «Wie kann man denn mit blaugeschlagenen Augen überhaupt noch lesen?»

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Wladimir Klitschko boxte in seinem ersten Kampf über 26 Runden jeden Buchstaben des Alphabets in blauer Farbe auf Leinwand, und signierte die Unikate anschließend, die zu Gunsten der Aktion Klitschko vs. Illiteracy im Hause Springer vor geladenen Gästen sowie auf Ebay versteigert wurden. Klitschko vs. Illiteracy soll auf die weltweite Bildungsarmut unter Kindern aufmerksam machen.

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Zur Klitschko-Font-Download-Site

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Hugh Sensation: «Dolphins Claim To Be Reborn Picasso As They Got Heavily Stoned After Chewing Gently A Puffer Fish (Fugu) Which Was Swimming Around A Little Bit Too Carelessly»

4 Jan

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Art critics, art collectors and other artists from all over the world were and are still wondering up until today from which magic source Pablo Picasso might have sought his never ending ‹high voltage› creativity. Thanks to John Downer Productions and BBC we do now know; and – of course – thanks to some lust-for-life-dolphins too: «After chewing the fugu and gently playing ‹puff puff pass› with it, they began acting most peculiarly, hanging around with their noses at the surface as if fascinated by their own reflection,» said Rob Pilley, zoologist and one of the producers of the documentary. «Even the brightest humans have succumbed to the lure of drugs and, it seems, dolphins are no different,» said The Sundy Times.

On the photograph above we see how Pablo Picasso routinely makes a puffer fish part of his daily diet in order to act highly creatively driven inside his studio afterwards. When doing so in 1931, for example, Picasso came out of it with his amazing painting «Grande Nature Morte Au Guéridon»:

Pablo Picasso:
«Grande Nature Morte Au Guéridon» (1931)

Honestly, would it have been possible to create such a stunning masterpiece of artwork without having consumed a decent dosage of tetrodotoxin (TTX) regularly performing Mambo #5 in one’s blood vessels? Experts tend to deny this question. Experts also think that these little «balloons» on Pablo Picasso’s painting are subtly quotating the shape of a puffer fish. And, even more importantly: Isn’t Pablo Picasso’s most favourite shirt, the «Marinière» (traditional navy-shirt with white and blue stripes) a strong indication for visualised fugu fishbones? Experts tend to answer this question with «yes!»

Lastly, if dolphins do puff for pleasure, there is one more question we have to ask: what would this dolphin’s painting look like?

Should you wish to make any guessings, please feel free to do so, or: read another article about this matter on Discover Magazine. By the way: Doesn’t this dolphin look exactly like him: Pablo Picasso? We think it does. Just compare the two similar smiles with each other and Picasso’s significant neck fold that is truely identical with the dolphin’s one – if you are willing to accept the fact that, based on genetical basics, a dolphin’s neck starts right behind his eyes. In addition: both parties seem to suffer from severe lack of hair. As a result, this dolphin claiming to be reborn Picasso must be right.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Fotografische Mathematik (4): Wurst x Birds = Alfred Hitchcock Oversized + Almost Weightless

30 Dec

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Endlich, endlich, endlich haben wir ein (fast) geeignetes fotografisches Mathematikbeispiel, das nach dem allgemeingültigen Regelwerk für Multiplikation, insbesondere unter philosophischen Gesichtspunkten, ganz gut funktioniert: Würste multipliziert mit Seevögeln ergeben einen in seinem Volumen zugenommenen Alfred Hitchcock, der jedoch faktisch gleichzeitig an reinem Körpergewicht eingebüßt hat, was sowohl durch die Präsenz der Würste als auch die der Seevögel paradox und kognitiv interagierend weiterführend abstrahiert dargestellt wird; ein Umstand, der dem britischen Starregisseur sichtlich zusagt. Typisch Full English Breakfast eben.

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Materialien zum erweiterten Diskurs:
Fotografische Mathematik (1)
Fotografische Mathematik (2)
Fotografische Mathematik (3)

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Eine Überlegung zu vorgerückter Stunde: «Die Laufmasche ist der Bär des weiblichen Intellektes auf seinem Weg nach oben»

26 Dec

Foto von Andreas Baier
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Weil es so schön ist, gleich nochmal: «Die Laufmasche ist der Bär des weiblichen Intellektes auf seinem Weg nach oben». Oh, welch’ vollkommen erscheinende Beklopptheit doch diesem Satze innewohnt. Einerseits. Andererseits klingt es auch irgendwie einleuchtend. Paradox, nicht?

Eine Alternative: «Der weibliche Intellekt ist die Laufmasche des oberen Bären auf seinem Weg». Fragt sich nur: Auf welchem Weg? Und wohin führt er? In ein Brillenfachgeschäft? Oder gar in die Konsequenzen des bösen Klimawandels? Wer will das so genau wissen?

Wir hätten da allerdings noch «Der Intellekt des weiblichen Bären ist die Laufmasche des Weges nach oben» im heutigen Sinnangebot.

Allerdings, so fürchten wir, führt das alles zu nichts. Greifen wir zu einem Kniff, den schon Sokrates für sich zu nutzen wußte: Ersetzen wir also den Begriff Laufmasche durch Schirlingsbecher, quatsch, das Wort Fahrkartenautomat sowie das Adjektiv weiblich durch werblich. Und siehe da: «Der Fahrkartenautomat ist der Bär des werblichen Geschlechts auf seinem Weg nach oben». Na bitte, es geht doch.

Wohingegen die Aussage «Der werbliche Intellekt ist der Fahrkartenautomat des oberen Bären auf seinem Weg» unter logischen Gesichtspunkten zunächst noch etwas gewagt wirkt, jedoch ihr volles Aroma genau dann entfaltet, wenn auch hier einige Veränderungen und Umstellungen vorgenommen werden, die in letzter Konsequenz in die verbalisierte Überlegung «Es ist immer das Wesentliche, das dem Sinn das Sein verleiht» münden. Wir lernen: Dem Grunde nach ist es gar nicht soo schwer, sich gewählt und verständlich zu artikulieren. Auch nicht zu vorgerückter Stunde. Man muß es nur ganz stark wollen.

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Berlin School of Creative Leadership: «Bill Roedy’s President’s Lecture»

23 Nov

The last time we took a deep look over Berlin’s river Spree our eyes were introduced to a swan’s pair of blue frozen feet which we recognised as a clear evidence that the incredible creative Chuck Porter must have been – somewhere somehow – around, which in fact, he was.

This time we are not sure what the visual scenery (shown above) wants to let us know; but since we take Bill Roedy’s advice to never ever give in seriously we are quite confident that we will be figuring it out – someday somewhere somehow.

Our staff photographer Andreas Baier recently downloaded a new set of digital oil brushes from the internet, so almost everything and everybody is going to be touched with them – even some originally good tasty looking sandwiches. Our readers are cordially invited to make the most out of this situation.

There we go: Honouring Bill Roedy’s exceptional career which is based on two remarkable cornerstones (Military and MTV), our staff-photographer felt responsible to melt down both aspects to one music-clip-lookalike-look.

In general: The creation of this visual language happens to be with all the respect he could pay him and MTV remembering quite well that MTV EUROPE was the only TV-channel that was willing to screen his commercial for a fictional funeral company named «Mr. Sandman’s Finest Funerals» Andreas Baier once was desperate to compete in Cannes with.

Picture above: Two members of the German Designer’s Club’s (DDC) executive board: Niko Gültig and Michel Eibes. Recommended music track: Modest Mussorgsky’s «Pictures At An Exhibition»

Right from the start the Berlin School of Creative Leadership’s President’s Lectures enjoyed the status of a never ever to be missed event.

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The president of the Berlin School of Creative Leadership, Michael Conrad, introduces Bill Roedy and, of course, his book «What Makes Business Rock» as well.

Roedy’s book details his experience in expanding a corporation and gives advice to executives and aspiring executives in creative companies.

Clark Parsons and Michael Conrad.

The managing director of the Berlin School of Creative Leadership, Clark Parsons, introduces each Participant of the Berlin School’s MBA-program to the audience. As a matter of fact, they literally come from allover the world.

As Bill Roedy will say a little bit later: «I am convinced that it is always possible to teach execellent creatives the secrets of financial business habits as it is impossible turning brilliant financial experts into creative directors».

After an impressive introduction, Michael Conrad hands over the microphone to Bill Roedy in order to clear the way for his president’s lecture.

As the Berlin School of Creative Leadership Class 11 Godfather, Bill Roedy brings with him a wealth of experience and educational inspiration. Roedy was most recently Chairman and Chief Executive of MTV Networks International (MTVNI).

A dedicated internationalist and music lover, Roedy was the architect of MTVNI’s successful localization model, which empowered the local operations to embrace both commercial and artistic autonomy, while finding the right balance between local and international content.

By the Milky Way, Bill Roedy finds: «These are sneakers with a huge whow-factor».

Bill Roedy’s sneakers come along with a huge kick-down-and-go-for-it-factor.

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It is Roedy’s pioneering strategy of respecting and reflecting audience diversity through local language, music and fashion that led to MTV Networks’ rapid global expansion – throughout Asia-Pacific, Europe, Africa, the Middle East and Latin America.

Under Roedy’s leadership, MTVNI developed and launched hundreds of channels, starting with MTV Europe in 1989. He worked on making MTV available in East Berlin and celebrated with Europe when the wall came down.

He and his team built a global operation that now includes over 172 locally programmed and operated TV channels outside the US in more than 162 countries in 33 languages, reaching a potential audience of two billion people, making MTVNI the largest networks in the world.

 

Bill Roedy exclusively demonstrates
the broadcasting mechanisms
of dish aerials

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Let’s now reflect about Bill Roedy’s thesis that the music channel MTV helped to tear down the German wall: Due to his quite aggressive strategy having MTV broadcasted via satelite without any encryption in order to conquer one country after the other, the people started to buy dish aerials all over the world with which they could receive and watch MTV for free. Once these dishes were installed the people were then also be able to get in touch with other countries’ news channels; with the interesting side effect that all news of the world were now bypassing unfiltered any government’s censorship.

Such new newsfeeds surely helped to build up a new sort of self-confidence helping unhappy earthlings to get rid of their totalitarian leadership figures in oh so many countries around the globe – and, of course, in East-Germany as well.

It is common sense that it was definitively MTV’s purest and highly genuine attractiveness that drove the people into buying tons of dish aerials. So, during this particular time frame MTV was the seed for the creation of that what is now considered to be a worldwide community.

On this photograph Bill Roedy exclusively demonstrates the broadcasting mechanisms of dish aerials and how their signals were crossing hurdles completely unharmed, such as the former German wall was one.

Finally, we can say that the experienced former commander of nothing less than three NATO Nuclear Missile bases in Italy significantly helped to change the world with something even the military was not aware of its tremedous long-term power: Music!

In 1998 Mr Roedy was named Ambassador for UNAIDS and he has addressed the UN General Assembly on several occasions regarding the pandemic.

He was a founding member and chair of the Global Business Coalition (GBC) on HIV/AIDS from 1999 to 2002, and currently serves as Chair of the Advisory Board. In 2005, UN Secretary General Kofi Annan appointed him founding chair of the Global Media AIDS Initiative Leadership Committee. Mary Robinson also appointed him as an Envoy for the Global Alliance for Vaccinations and Immunizations (GAVI) in 2010.

Also part of the audience: Michael Schirner.

 

Kofi A. Annan addresses Bill Roedy

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The United Nations Secretary-General Kofi A. Annan addresses in a speech: «Ten years ago in 2001, HIV/AIDS had been around for 20 years. 28.6 million people were infected with the virus, and many millions more had lost their lives.

It was then that I called on the world’s businesses to join together in the global fight against the virus. The Global Business Coalition on HIV/AIDS was formed, uniting the corporate sector, governments, and civil society in one common cause. MTV was one of the businesses at the forefront of the coalition, using its global network of channels to disseminate cutting-edge, entertaining, and innovative HIV messaging to young people worldwide. Under Bill’s leadership, HIV prevention and education was an integral part of MTV programming, and he was asked to serve as a Special Ambassador for UNAIDS in 1998.

As HIV statistics rose and fell in different countries and demographics over the years, young people accounted for over half of new infections almost every time, and still do today. In recognition of the media’s powerful role in reaching this affected group, the Global Media AIDS Initiative (GMAI) was established in 2005 to galvanise media organisations to play an even stronger role in prevention and education.

Bill was the first person I thought of to chair the leadership committee of this crucial initiative. His passion and dedication to the fight against HIV, particularly among the world’s young people, made him the perfect leader and pioneer for the GMAI. Under Bill’s chairmanship, it grew to include 140 companies from 70 countries.

As we approach the 30th year of AIDS, I cannot praise Bill enough for his continued dedication to the cause. Through the Staying Alive Campaign, countless young people are educated and informed through a medium that they trust and believe in. Further still, MTV has reached thousands of young people through the Staying Alive Foundation, ensuring that HIV prevention is tackled at a tangible, grass roots level in the local communities where it really matters.

Ist is an honour for me to lead our tribute to Bill today. I know there are many people from across the world that will have words of praise and admiration for Bill’s incredible achievements throughout his 22 years at MTV.

Thank you Bill for your tireless activism in the global fight against HIV/AIDS, and many congratulations on a long and successful career at MTV Networks International.»

 

Medals & Awards

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Before joining MTV in 1989, Bill Roedy was Vice President, Affiliate Operations Manager of HBO. He completed his Bachelors in Science at West Point and then served with the Airborne, Ranger and decorated combat service where he received the Bronze Star, Air Medal, Meritorious Service Medal and the Vietnamese Cross of Gallantry (with Silver Star). He also served as a commander of three NATO Nuclear Missile bases in Italy. He received his MBA at Harvard University.

In addition: He has received the International Emmy Founder’s Award, amfAR’s Award of Courage, Individual Business Leadership Award presented by US President Bill Clinton, Doctors of the World Leadership Award and the UN Correspondents Association Global Citizen of the Year Award presented by UN Secretary General Ban–Ki-Moon in 2009. He has given numerous commencement addresses with honorary doctorate degrees.

 

Global Media AIDS Initiative (GMAI)

The «Global Media AIDS Initiative» (GMAI) is an umbrella organization that unites and motivates media companies around the world to use their influence, resources, and creative talent to address AIDS. The GMAI creates a framework for sharing television and radio programming among media companies in order to increase public health messaging. The organization also educates journalists, editors and producers on how to cover the issue. HIV is preventable, and GMAI members aim to improve public awareness and knowledge to help stem the spread of HIV/AIDS.

Within the GMAI, there are five national and regional coalitions of media companies. As of July 2009, the media initiatives in Africa, Asia, Russia, Latin America and the Caribbean included over 300 member broadcasters total. The GMAI was conceived and organized by the Kaiser Family Foundation and UNAIDS with financial support from the Bill and Melinda Gates Foundation, the Ford Foundation and the Elton John AIDS Foundation.

Bill Roedy explains why he is passionate in the fight to end pneumonia, a preventable disease: «As a music lover and former CEO of MTV Networks International, I’ve spent decades trying to give voice to young people struggling for creative freedom. More recently though I’ve also taken to a new cause: the struggle of babies and children in poor countries just to survive.

Few people can even name the leading global killer of young children — it’s pneumonia — and it claims a child’s life every 20 seconds. Not surprisingly, the overwhelming majority of these deaths take place in the developing world where access to health prevention and care is sometimes complicated.

World Pneumonia Day (WPD), November 12, is an opportunity to remember those many young lives lost to pneumonia which could have been prevented in large part with vaccines, access to simple antibiotics and improved nutrition. If we could ensure that existing vaccines reach those children who need them most we would make a huge difference in preventing the more than 1.5 million young lives lost each year to this devastating disease.»

Go on reading here.

 

Q & A

Questions & Answers.

Berlin School of Creative Leadership’s President Michael Conrad listens to the questions.

Michael Conrad moderating Q & A.

After the official part of Bill Roedy’s president’s lecture, David Slocum discusses with members of the audience.

Susann Schronen.

After a long and very exhausting march through the jungle of creatively dried out lands (Berlin’s new wannabe airport) Michael Eibes, the Chairman of the German Designer’s Club’s (DDC) executive board, has now reached a refreshing and most lifesaving oasis that has also been provided with the unique capability of signing books.

In the center (f.l.t.r.): Susann Schronen, Jamshid Alamuti, Sheridan Johns and Marie Budde.

The «Ambassador of Striking Yellow» and also member of the German Designer’s Club’s (DDC) executive board, Niko Gültig, awaits his personally dedicated Widmung from Bill Roedy. Recommended music track: Yello’s «On Track».

Recommended music track: Crowded House’s «Four Fingers In One Day».

«Recognising a serious lack of green in this very same coloured image we both ourselves find us integrated, maybe you might like to consider starting your dedication with the creation of a green spot … possibly right here. Well, just a thought…»

Well, there is another way to describe Bill Roedy best – with the help of two of his tweets:

1) 10:51 AM – 15 May 2013:
«Had a great dinner with Barbara Bush and Mark Dybul in NY. And hearing about great work of both the Global Health Corps and Global Fund.»

2) 7:00 AM – 20 Jun 2013:
«Sitting in Finnegans sipping Guiness in Dalkey where Bono and Ali are having lunch with Michelle Obama. Ireland is as beautiful as ever!»

Bill Roedy’s Dedication

Two dedications waiting to be compared and interpreted. Above Bill Roedy recommends our copywriter Hamlet Hampster: «(…) Please Read this Book! (…)»

Sir John Hegarty’s Dedication

The famous creative Sir John Hegarty, however, recommended our copywriter Hamlet Hampster in July 2011: «DON’T READ THIS BOOK!»

What we are now asking ourselves is: What will happen when reading a book that – quite obviously – better should not be read; and not reading a book that cannot wait to be read? Honestly, we are a bit afraid of trying out… Are there any suggestions, out there?

With the visual impression of the formerly best known «Testbild» we not only say buy-buy but like to draw your attention to this «tent talk» with Bill Roedy and Michael Conrad:

Following this link you will be able to watch Bill Roedy’s complete President’s Lecture. So, be a happy sneaker – and just do it!

 

***Materials For Extended Discourse***
Sir John Hegarty’s President’s Lecture
Hartmut Ostrowski’s President’s Lecture
Peter Brabeck-Letmathe’s President’s Lecture
The Freitag-Brother’s President’s Lecture
Thomas Burrell’s President’s Lecture
Chuck Porter’s President’s Lecture

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Religious topic. Therefore comments off.
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Gelungener Architektenscherz (1)

19 Nov

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Marc Herold: «Systematisch Systemisches»

3 Nov

Marc Herold für «SZ Wissen»
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Als wir vor vielen, vielen Jahren das erste Mal den Kreativen Marc Herold in seinem Münchner Atelier besuchten, um uns seine Illustrationen anzusehen, da gab er uns zum Abschied – damals waren C90-Kassetten noch hip – eine C90-Kassette mit auf den Weg, auf der sich verschiedene seiner selbstgeschraubten Tracks befanden. Unter anderem auch ein von der reinen Laufzeit her als durchaus radiotauglich zu bezeichnendes Stück mit dem Titel «Die Quintessenz amerikanischen Filmschaffens».

Zu hören war eine Nummer, die unter musikalischen Gesichtspunkten dem Genre American Yodeling zuzuordnen ist. Über diese legte er jedoch aus unzähligen Hollywood-Spielfilmen mühsam, ja beinahe zielstrebig fanatisch herausgeschnitten, immer nur den verschiedenen Hollywood-Stars entsprungenem Ausspruch «Mein Gott» bzw. «Oh, mein Gott».

Marc Herold: Systemanalyse 1

Über eine Länge von etwas mehr als drei Minuten war also ausschließlich «Mein Gott», «Oh, mein Gott», «Oh, mein Gott», Jodeljodeldodel, «Oh, mein Gott», «Mein Gott», «Mein Gott», «Oh, mein Gott», Jodeljodeljodel, usw. usf. zu hören. «Die Quintessenz amerikanischen Filmschaffens» eben. Nichts mehr aber auch nichts weniger. Diejenigen Hörerinnen und Hörer unserer damals noch aktiven Meerschweinchenreportradiosendung werden sich an besagtes Stück mit Sicherheit erinnern.

Außerdem befand sich auf jener C90-Kassette auch ein in etwa 70-minütiges Stück, das sich in heroldtypischer Weise analytisch der Fragestellung «Warum sich Frauen und Männer einfach nicht verstehen» widmet: Typisch männliche Filmsätze setzte er typisch weiblichen Filmsätzen dialogesk geschnitten gegeneinander. Ergebnis: Kriegsführende Männer unterhalten sich mit haushaltinordnunghaltenden Frauen. Kein Wunder, daß beide Geschlechter chronisch aneinander vorbeireden. Künstlerisch wären diese vorstehend beschriebenen Werke Herolds einer Art «aufklärerischem Fluxus» zuzurodnen.

Einer inneren Eingebung folgend besuchten wir kürzlich seine Website und fanden erneut – Wie wäre es auch anders zu erwarten gewesen? – hinreichend Erfrischendes. Beispielsweise seine systemischen Systemanalysen:

Marc Herold: Systemanalyse 3

Neben seinen eigenen Werken, die Marc Herold auf verschiedenen Websites thematisch gegliedert präsentiert, unterhält er auch einen Blog, der sich «Wunderwelten des Comics» nennt. Er widmet sich der «Ästhetik in Illustration und Textübersetzung alter Comics». Das Blog zählt bislag 47 Einträge, u.a. die beiden nachfolgend Wiedergegebenen:

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Ryanairs ze(h)n Gebote – oder: «Die Füße der Julia Roberts»

19 Oct

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Eigentlich können wir gar nicht die Auserwählten sein, wenn es darum geht, sich Gedanken über die weibliche, pardon, werbliche Aussagekraft von Anzeigenkampagnen zu machen, die im Kontext zur Fliegerei stehen, da wir aus religiösen und ziemlich vielen anderen Gründen seit Beginn des neuen Jahrtausends kein Flugzeug mehr bestiegen haben. Eigentlich.

Andererseits sind wir vielleicht gerade deshalb die Richtigen, jene Vollprofis für diesen Job, nach denen die ganze Zeit auf dem Rest der Welt überall hektisch gefahndet wird. Vielleicht.

Nun denn: Was wir im Laufe der Zeit der Presse haben entnehmen können, ist, daß man bei Ryanair in aller Ernsthaftigkeit über die Einführung von Stehplätzen nachdenkt. Vor diesem Hintergrund wird das hier gegenständliche Anzeigenmotiv klarer: Wer während des Fluges nicht stehen sondern lieber sitzen möchte, der muß ein erhöhtes Beförderungsgeld entrichten. Dies kann, wie wir jetzt lernen, auch in Form einer Art Kleiderspende geschehen, die, wie der Pressesprecher von Ryanair versichert, direkt an das Rote Kreuz weitergeleitet wird. «Ryanair. Billigfliegen mit Human Touch.» kommt uns als Claim in den Sinn.

Auch daß das, was seit über einem Jahrzehnt auf Flughäfen passiert, einen mehr an Massentierhaltung erinnert, denn an entspanntes und gelegentlich betreutes Reisen, läd eher zu einem ordentlichen Fußmarsch quer durch Europa ein, als sich das anzutun. Ist es ein Zufall, daß die Begehung, die Besteigung oder auch die Bewanderung des Jakobsweges immer populärer wird? Monatelang mit sich, einem festen Ziel vor Augen und einem Rucksack (fast) allein unterwegs. Wer interessiert sich danach noch für den Grand Canyon?

Wer so intensiv reist, der träumt auch intensiv. Wir wollen es den Jakobsweg-Reisenden gleich tun – und schließen unsere Augen: Wir sind Cecil B. De Mille und stehen gerade vor der wundervollen Aufgabe, für eine mit voller epischer Breitseite auszustattende Filmszene, ein dutzend rosa Elefanten auf den Füßen Julia Roberts durch das Kleinwalsertal stapfen zu lassen. Solche Visionen sind erbaulich, sowohl in intellektueller als auch finanzieller Hinsicht: Laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamtes leben weltweit rund 2,32 Milliarden Fußliebhaber, die bereit wären, für eine Eintrittskarte zu dem Film «Die zehn Gebote oder die Füße Julia Roberts» ein kleines Vermögen auszugeben.

Daß das liebe Geld die einzige Ryanair-Chef Timothy, pardon, Michael O’Leary motivierende Triebfeder ist, machte er auch einmal mehr anläßlich einer Jahrespressekonferenz deutlich, die die Veröffentlichung brillanter Ryanair-Jahresgewinnzahlen zum Thema hatte: «I’m here with Howard Miller and Michael Cawley, our two deputy chief executives. But they’re presently making love in the gentleman’s toilets, such is their excitement at today’s results». Womit nun auch geklärt sein dürfte, was es mit «Ryanair. We fly you naked.» in aller Tatsächlichkeit auf sich hat.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Gjon Mili: «Daniel-Henry Kahnweiler»

17 Oct

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LIFE photographer Gjon Mili, one of the first photographers to use the electronic flash to capture people and things that move too fast for the naked eye, did not use a flashlight to adequately portray the man who sold Picasso, Daniel-Henry Kahnweiler.

We found the terrific portrait above on this Website – and below of it a quite inspiring comment: «Je connaissais Mr Kahnweiler, mon pere était son chauffeur, il lui même arrivait de le porter sur son dos quand l’ascenseur des quai des grands augustins était en panne.» Well, those were the days…

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Religious topic. Therefore comments off.
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