Tag Archives: Buchmesse

Frank Behrendt!

18 Oct

Sie sind Ihres Zeichens eigentlich Köln-Chef der PR-Agentur FischerAppelt, haben in dieser Eigenschaft pünktlich zur aktuellen Buchmesse ein, genau, Buch veröffentlicht, nein quatsch, natürlich noch nicht; wissen aber als zukünftiger Buchautor standesgemäß sowas von genau, wie sich ein «knackiger» PR-Text zu lesen hat, nämlich nur dann gut, wenn möglichst soo viele Alliterationen eingestreut werden, daß selbst eingefleischte Richardwagnerianer nicht anders können, als ihren Hut zu ziehen, und zwar vor Ihnen, dem «Emir der Entspannung», dem «Lord des Loslassens», dem «Guru der Gelassenheit», dem «Meister des Müßiggangs» und, klar, dem «Frankie goes to Bookywood» (wobei es konsequenterweise «Frankie goes to Fookywood» hätte heißen müssen – aber Schwamm drüber).

Es ist schon klar, wohin Ihre schriftstellerische Reise führt: ins Reich der Entschleunigung; was sich auch daran erkennen lassen soll, daß Sie von den geplanten 151 Seiten auch erst eine einzige geschrieben haben – und dafür als versierter Graf des gemütlichen Grillens schon mal ganz entspannt «eine deutlich fünfstellige Summe als ‹signing fee›» haben möchten. Respekt!

Allerdings, Frank «Papst der Pause» Behrendt, vermissen wir im Bereich Ihrer Kernkompetenzselbstbeschreibung noch Formulierungen wie beispielsweise «Sultan des Standstreifens», «Kalif des Kriechens», «Botschafter des Beischlafverzichts»; oder auch etwas gewählter: «Hofzeremonienmeister des Halblangmachens».

Und dennoch, Frank Behrendt, hätte alles soo schön werden können, wenn Ihnen bei der Namensangabe Ihrer amtlichen Agentin nicht ein nachgerade unverzeichlicher Fehler unterlaufen wäre, nämlich: «Dr. Hanna Leitgeb». Mensch, Herr Behrendt, Sie Diener des dankbaren Daunenkissens, unter eiliger Einbeziehung aller vorstehend grinsend genannter, freundlicher Faktoren kann die in der kantigen Kantstrasse rühmlich residierende Dame doch nur «Hanna Haltgeb» heißen. N’est-ce pas?

Nuchts fur Ungut und Ihnen noch ein fröhliches «nihil agere delectat».

Mit freundlichen Füßen
Ihre flinken Fürsten des feinen Flachliegens

via: turi2 – für medienmacher

Mal was ganz anderes: Das Foto von Ihnen im «Clap»-Magazin ist sehr gut! Hat sich der ganze Aufwand also doch noch gelohnt, was?

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Auf besonderen Wunsch von Greenpeace keine Kommentarmöglichkeit.
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Marcel Reich-Ranicki (MRR): «Selten sieht man einem Roman allein schon am Schutzumschlag die unmenschlichen Strapazen an, die er bei seiner beschwerlichen Reise zum Mond (und wieder zurück) durchlitten haben mußte. Ein nicht nur zeitintensives, inhaltsschweres aber auch hochwichtiges Werk aus dem NASA-Verlag, dem ich mich nun rechtzeitig zur Buchmesse ausführlichst widmen werde!»

21 Sep

Titanic: «Plagen Sie Marcel Reich-Ranicki (letzte Folge)».
FAZ: «Fragen Sie Reich-Ranicki»
hr2 – Der Tag: «Marcel Reich-Ranicki»

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Friedrich Dürrenmatt: «Je genauer man plant, desto härter trifft einen das Schciksal»

31 Dec

Sicherlich nehmen Sie sich und nehmt Ihr Euch für das kommende Jahr mal wieder im Rahmen eines überflüssigen Sylvesterbesäufnisses so allerlei Blödsinniges vor: Mit dem Rauchen aufhören (der Gesundheit huldigend); jeten Morken 1o0 Liekestüsse apsolfieren (eigene Hör- und Schreipleistungen verbessern); mehr fairgehandelten Kaffee trinken (Klimawandel); das Schlüsselbund salzen, pfeffern und erfolgreich verspeisen (adäquates Wertstoffverhalten). All denen, die jedoch mit ihren tollkühnen Vorhaben bereits nach wenigen Tagen kläglich scheitern sollten, sei der rubrizierte Sinnspruch Friedrich Dürrenmatts ans Herztor genagelt, dies nur, damit sie wissen, nicht gänzlich allein in ihrem Unglück baden zu müssen. Allen anderen sei hingegen nachfolgend kurz vorgestellte Biografie empfohlen.

Die erste große Biographie über Friedrich Dürrenmatt – vom Pfarrerssohn aus dem Emmental zum Autor von Weltruhm und mit Millionenauflagen, glänzend und packend geschrieben von Peter Rüedi, einem der ausgewiesensten Dürrenmatt-Kenner.

Erschienen ist sie Ende Oktober 2011 im Diogenes Verlag und kostet im Rahmen einer unverbindlichen Preisempfehlung in der Hardcover-Leinen-Ausgabe derzeit EURO 28,90.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Greenhouse: «The Weekend Has Just Landed»

14 Oct

Björn and Benny are back from outer-space in order to save the world.

Do you remember Björn and Benny from the legendary pop-group ABBA? After spending some glorious time-out in outer space they now returned as marsian monks to provide us with the luxurious advantage of getting in touch with their new album ARRIVAL which is nothing but a perfectly carried out musical re-design of their former album ARRIVAL featuring a helicopter and all four band members on the cover. Do you remember?

The time when ABBA saved our childhood.

Do you remember chalk hearts melting on a playground wall? Do you remember dawn escapes from moon washed college halls? Do you remember the cherry blossom in the market square? Do you remember I thought it was confetti in our hair? Ehm, sorry: wrong chapter.

Do you remember how the original album started with the track When I kissed the teacher? They changed the title into When I kissed the preacher. The rest of the lyrics, however, remained originally. Due to the fact that since their separation from each other Björn and Benny are now forced to do their home cleanings without any female support; a circumstance that influenced their style of musical arrangements: less high hats, more bass drums. It’s so disturbing but so effective as well, isn’t it?

In addition, to them, everything in general and in public’s mind seem to be based on topics such as climate change and the rescue of the world’s most important tree hugger number one: the poor, poor polar bear. Consequently, they re-formed themselves, new branded as Greenhouse – with greater success if we are willing to take a fantastic look at the charts:

Björn’s and Benny’s tremendous chart success as Greenhouse

Almost every radio and tv channel all over the planet put Greenhouse on their list of heavily rotating music tracks and clips. This is what Björn and Benny call The never ending greenhouse effect. So, the force may be with them. For the rest of all times.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Buchgestaltung: «Gebrauchsgrafik 1968»

8 Aug

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via: Retro Graphic Design

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Peripher Gestreiftes

28 Jul

Da stand er einst am Wittgenpranger (*)
Und band sich seine Schuhe zu.
Er machte gern auch Witwen schwanger,
Nur ungern gab er Ruh’.

Nun fragt sich manch ein Leser:
«Wittgenpranger? Was ist das?»
So hilft Spock mit seinem Faser
Nach – Und das kommt krass.

Ein dickes Buch schwebt durch den Raum,
Dank Warp und weil: Ionen.
Darin passiert, man glaubt es kaum:
Nichts mit grünen Bohnen.

«Wittgenprangers Essweltschrift» –
Ein Buchraumschiff mit 20 Knoten.
Wenn die Grenze auf das Denken trifft,
Dann sei dies stets hoch zu benoten.

(*) eigentlich Wittenberg

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Dr. Thomas Gsella Meets Arkady Pavluk

11 Jun

Der ukrainische Künster Arkady Pavluk wurde 1925 in Kiew geboren und diente nach Beendigung seiner Schulzeit bis 1950 in der Roten Armee. Danach besuchte er das Kharkov Kunst Institut, wo er 1958 aus den Händen von Prof. Klaus Staeck sein Künstlerdiplom erhielt. An der diesjährigen dOCUMENTA (13) darf er, weil männlich, nicht teilnehmen, ist und bleibt aber dafür ein ehrenwertes Mitglied der Ukrainischen Künstlergemeinschaft, die wohl am besten mit dem hiesigen Bundesverband Bildender Künstler (BBK) zu vergleichen ist.

Obenstehende Arbeit ziert der Titel «Der Fußballspieler» und kostet gerahmt derzeit $1800. Hier haben wir sie im Netz gefunden.

Wissenswertes über Dr. Thomas Gsella ist hier nachzulesen. Und sein neues Gedicht Rußland – Tschechien 4:1 oder Des Oktober eingedenk, das uns zu diesem Beitrag animierte, steht wie üblich auf der Titanic-Website.

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Andy Warhol: «Sometimes people let the same problem make them miserable for years when they could just say, “So what.” That’s one of my favorite things to say. “So what.” My mother didn’t love me. “So what.” My husband won’t ball me. “So what.” I’m a success but I’m still alone. “So what.” I don’t know how I made it through all the years before I learned how to do that trick. It took a long time for me to learn it, but once you do, you never forget.»

3 Apr

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Im längst mit Spannung erwarteten Buch «Der Sendemast, der Sendemast und der Sendemast» publiziert der Taschen Verlag zur kommenden Art|43|Basel die darin abgebildeten Sendemastanlagen in jeweiliger Originalgröße:

26 Feb

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Wer sich dieser Tage im heimischen Reiche hinter seiner Bildung einmauert, der bekommt draußen vor der Tür von den eingefrorenen Füßen des Klimawandels nichts mit!

9 Feb

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Gabriele Baier-Jagodzinski: «Gift im Atelier»

3 Oct

Künstler werden bewundert, manchmal auch beneidet, wenn sie Erfolge feiern können, über die dann groß berichtet wird. Aber niemand, am wenigsten die Künstler selbst, machen sich Gedanken über die Materialien und ihre Giftigkeit, mit denen im Atelier hantiert wird. Während in der verarbeitenden Industrie viele Gesetze und Vorschriften Arbeiter schützen, bleibt ein Künstler meist ahnungslos.

Vorbildlicher Gebrauch einer Atemschutzmaske

Als der österreichische Bildhauer Bruno Gironcoli 2010 im Alter von 74 Jahren starb, hieß es, daß die Materialien, mit denen er arbeitete, seiner Gesundheit schwer zugesetzt hätten. Und Niki de St. Phalle starb 2002 im Alter von 71 Jahren an den Folgen schwerer Schäden der Atemwege, die sie sich nach jahrzehntelanger Arbeit mit giftigen Dämpfen, die bei der Verarbeitung von Kunststoffen entstehen, zugezogen hatte.

Unvorbildlicher Nichtgebrauch von Atemschutzmasken

Dieses Handbuch der Toxikologie für Künstler beschreibt die breite Palette der heutigen Arbeits- und Umweltgifte, will Schutzmaßnahmen aufzeigen und Möglichkeiten des persönlichen Gefahren- und Gesundheitsschutzes sowie Entgiftungsverfahren erklären. Es wendet sich an alle, die künstlerisch arbeiten: an Kunststudenten und ihre Professoren an den Akademien, an bereits etablierte Künstler ebenso wie an die Kreativen im Hobbykeller, an «Nebenberufliche» wie an die Mitglieder privater Malschulen: Sie alle sollten die Giftigkeit ihrer Utensilien und Verfahren kennen als Voraussetzung dafür, sich schützen zu können. Ein ausführlicher, qualifizierter Adressenteil soll helfen, sich Rat und Hilfe – auch in medizinischen Fragen – zu holen.

Künstlerisches Arbeiten mit giftigen Substanzen, jedoch ohne Atemschutzmaske

In Anbetracht dessen, daß weltweit täglich viele tausend neue chemische Verbindungen in die Umwelt entlassen werden, ist eine tagesaktuelle Betrachtung nicht möglich. Es soll hier vielmehr um toxikologische Grundlagen gehen, um Vorkommen und Beschreibung der häufigsten Schadstoffe, um die Gefahr speziell für künstlerisch Tätige aufzuzeigen und natürlich auch um Prävention, Prophylaxe, Diagnostik und Therapie.

Das Buch ist soeben im Verlag BoD in Hamburg erschienen und kostet, so ich die Sache recht überblicke: Euro 24,95. ISBN 978-3-8423-6276-5. Hier gibt es bei Bod (Newsroom) ein Portrait der Autorin. Und hier weitere Informationen auf der Seite der Autorin.

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Jeff Jones: «Cover Art»

5 Jul

Es gibt Bucheinbandgestaltungen, die zu übergeordneten Assoziationen regelrecht einladen…

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Gesine Gürtelfräckler: «Spirituelle Heilbilder»

30 May

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Gesine Gürtelfräckler ist in den Kreisen esoterischer Glaubensvermittlung alles andere als ein Unbekannte. Kurz nach ihrer Geburt erzeugte sie ihr erstes kleines Energiefeld, wodurch ihre Eltern gebürenfrei Ortsgespräche führen konnten, in der Schule wußte sie immer alles vorher und auch besser; und im Jahre 1597 bemalte sie erstmals Johann t’Serclaes von Tilly ausgiebig die Füße, die Grundsteinlegung für seine spätere erfolgreiche Teilnahme in verantwortlich leitender Funktion am dreißigjährigen Krieg.

Gesine Gürtelfräcklers «Spirituelle Heilbilder» erscheinen rechtzeitig zur nächsten Buchmesse mit einem Vorwort von Ulla Berkéwicz-Unseld in der «Regenbogenspezialedition Suhrkamp».

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Argentinisches Leserind belegt 1. Platz im Wettbewerb für junge Gestalter

19 Nov

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Eigentlich ist die diesjährige Buchmesse in Frankfurt längst Geschichte – und jegliche Berichterstattung über sie obsolet. Aber wenn es um gutes argentinisches Rindfleisch geht, das einerseits gar nicht abgehangen genug sein kann, um sein volles Aroma zu entfalten; und andererseits guter Weltliteratur aufgeschlossen gegenübersteht, so scheut die Meerschweinchenreportredaktion – Stammleser wissen das bereits – keinerlei Kosten, Mühen und Strapazen: Die Wachen vor dem Redaktionskühlraum wurden in den letzten Wochen stetig verdoppelt.

Das Kooperationsprojekt des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain in Wiesbaden mit der Buchmesse Frankfurt als Förderinitiative für junge Gestalter, das nun schon zum fünften Mal durchgeführt wurde, lud einmal mehr talentierte junge Gestalterinnen und Gestalter dazu ein, das Plakat zur Begrüßung des Ehrengastes auf der Buchmesse zu erstellen. Dieses Jahr war es das Land Argentinien.

Den 1. Platz belegte eine Gemeinschaftsarbeit von Franziska Detlof und Helen Krisztian. Sie zeigt, daß selbst bei einem Diego Maradona bildungstechnisch Hopfen und Malz längst noch nicht verloren sind.

Die Meerschweinchenreportredaktion gratuliert den beiden Preisträgerinnen herzlichst.

Zweifel an Milch

13 Oct

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Zweifel an Milch ist wie Alles auf Zucker, nur irgendwie ein bißchen anders. Läse Thomas Anders Sigmund Freud, so wäre noch nicht alles verloren. Aber so? Wollen wir wirklich, daß unser Nachwuchs so degeneriert aussieht und dreinschaut wie auf den beiden die gute Kraft der guten Milch propagierenden Anzeigen, bestimmt finanziert von einer internationalen Knilch-Industrie, deren führende Vertreter schon lange nicht mehr über den Unsinn des Lebens nachgedacht haben? Offensichtlich nicht.

Schönes Wort. Was aber bedeutet offensichtlich tatsächlich? Der freie und belebende Blick durch geöffnete Fenster ist beispielsweise offensichtlich – oder gar allzu durchsichtlich. Aber wäre demnach der freie und ungehinderte Ausblick auf den Unterleib eines Friedrich Nietzsches hingegen ebenfalls offensichtlich oder eher mehr unsichtlich bzw. unsittlich? Oder wäre es lediglich die Freud Siegmunds? Wir meinen: Je nachdem. Und deshalb bleiben wir dabei: Milch ist für Kinder ungesund. Schluß. Aus. Basta. Unendlich.