Archive | Hamster und Meerschweinchen RSS feed for this section

Egal was, Hauptsache Eisbär.

28 Jan

Ein gesundes ökologisches Bewußtsein zu entwickeln, ist eine gute Sache. Besonders wenn es dazu auch noch ideologiefrei ist, denn es bedarf keines besonderen Heiligenscheins, seinen Ölwechsel nicht irgendwo im Wald durchzuführen. Außerdem wäre es ebenso hilfreich, würde sich die Erkenntnis in den Schädeln maßgeblicher CS-Gas-gebeutelter Umweltaktivisten durchsetzen, daß es alles andere als eine «ausgeglichene CO2-Bilanz» darstellt, Bäume abzuhacken, nur um im Winter damit ökoideologisch pseudokorrekt die eigenen vier Wände zünftig zu überheizen. Denn: Verbrennt man einen Baum, so setzt er die Menge an CO2 frei, die er während seiner gesamten Lebensdauer in seinem Stamm angesammelt hat. Und zwar auf einmal! Das ist genauso bescheuert, als würde man einen Staudamm einreißen und die durch diese ad hoc freigesetzte Wasserenergie vernichteten Dörfer mit der Begründung rechtfertigen, daß das alles nicht so schlimm sei, da es sich ja schließlich um eine ausgeglichene Energiebilanz handele. Cool! Und: Was will man eigentlich mehr? Frei nach Kurt Tucholsky läßt sich deshalb bereits zu Beginn dieses Artikels resümierend feststellen: «Der Umweltschutz, so sagte einmal ein sterbendes französisches Eichhörnchen, ist eine viel zu ernste Angelegenheit, als das man ihn den Umweltschützern überlassen sollte.»

Doch beschäftigen wir uns einmal inhaltlich mit den hier gegenständlichen Abbildungen. Es handelt sich zunächst um Aufkleber, die man jeweils um Steckdosen oder Lichtschalter herum im heimischen Reiche anbringen soll, um so auf gut gestaltetem Wege permanent an den großen Weltuntergang bzw. die armen Eisbären erinnert zu werden.

Der oberste Tapetenaufkleber zeigt ein Meerschweinchen, das einer unerreichbaren Karotte unermüdlich hinterherhechtet und so Strom erzeugt. Oben rechts der große Superaufkleber mit einem grünen Eisbären und dem schriftlichen Hinweis «PVC-freies Produkt». Das wirft gleich mehrere Fragen auf.

1. Haben wir uns nicht darauf verständigt, daß wir alles tun sollten, damit der Eisbär mitsamt seines Lebensraumes weiß bleibt – und nicht etwa ungewollt (vielleicht sogar vor Zorn) grün anläuft?

2. Worauf zielt der Hinweis, daß es sich um ein PVC-freies Produkt handelt, ab? Darauf, daß Eisbären PVC-frei sind bzw. dies auch zukünftig bleiben sollten? Ich weiß ja nicht, aber ich persönlich finde den Anblick von PVC-freien Eisbären irgendwie unappetitlich. Die sollen mal schön brav ihre Plastikeingeweide behalten. Und zwar für sich. Gleiches gilt übrigens auch für Meerschweinchen.

3. Ist den Kreateuren der Aufkleberserie denn nicht in den Sinn gekommen, daß Stromkabel zu Isolationszwecken mit PVC ummantelt werden? Außerdem: Die Steckdose auf der ersten Abbildung enthält u.a. welches Material? Ach ja, PVC natürlich.

4. Und was ist mit dem Lichtschalter auf der zweiten Illustration? Aus welchem Material besteht der? Ach ja, auch aus PVC natürlich.

Zudem ist die zweite Illustration dahingehend mißverständlich, daß Kinder glauben könnten, man müsse Wasser in die Lichtschalter gießen, um die Deckenleuchte im Wohnzimmer einschalten zu können. Es besteht somit Lebensgefahr – und zwar trotz des grüngemeinten Eisbären. Wer diese Gefahr abtut, der hat von Kindern keine Ahnung.

Woraus wird eigentlich nochmal PVC gemacht? Richtig, mein lieber Watson, aus Erdöl. Und warum fehlt ausgerechnet hier der PVC-freie Grüneisbär, wo seine Präsenz zur Abwechslung mal Sinn gehabt hätte? Keine Ahnung, mein lieber Watson …

Es ist einfach nicht schön, einen armen, kleinen PVC-freien Feldhamster mittels eines windkraftenergiegespeisten Katapultsitzes auf den Planeten der grünen Eisbären zu schießen. Was sollen denn da die Kinder und erst die Nachbarn denken? Kommissar PETA, übernehmen Sie!

Ha! Hier, und nur hier, hat der Aufkleber «PVC-freie Produkte» Sinn. Und: Dieses Motiv hat nichts mit Produkten der direkten Energiegewinnung zu tun. Fazit: Bei dieser Kampagne muß der Gedanke «Heutzutage hat ja alles irgendwie mit Erdöl und Energiesparen zu tun und deshalb ist es auch nur zu legitim, überall einen grünen Eisbären draufzukleben» eine signifikante Rolle gespielt haben. Auf dem Bau kennt man diese Art des Denkens ebenfalls, nur hat man dafür einen anderen Sinn- bzw. Leitspruch parat: «Was nicht paßt, wird passend gemacht!»

via: freshhome

***
Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
***

Neues aus China

1 Sep

In China gibt es einen neuen Hundeeinkleidetrend mit vorteilhafter Langzeitwirkung: Chow Chows werden als Pandabären auf ihr zukünftiges Leben in einer auf Harmonie und Einheitlichkeit bedachten Gesellschaft vorbereitet. Klarer Spitzenreiter in den chinesischen Dye-Transfer-Dog-Charts.

Auf Platz 2 liegt momentan die Tiger-im-Gartentank-Variante. Sie verspricht eine höhere Energieausbeute bei gleichbleibenden Pflegekosten.

Das ewige Schlußlicht bildet mit Platz 3 in der Disziplin der chinesischen Hundetarntechniken mal wieder der Braten-Look. Eigentlich könnten sich unsere Chinesen zur Abwechslung aber echt auch mal was Neues einfallen lassen. Finden jedenfalls wir…

Eine Schlagzeile wie ganz für mich gemacht!

23 Aug

Der DealHamster geht ins Gutschein-Rennen

——————————————–

Self-Immolation Of A Squirrel!

30 Jul

Self-immolation of a squirrel to protesting against squirrel’s meat on sale at Budgens grocery store in Crouch End, North London.

Well, my dear friends and readers of the good old meerschweinchenreport, I cannot remember myself having recommended eating up some nicely prepared and suppaduppa tasty squirrels at any day or nighttime – and so it shall be handled in future. On the other hand I cannot help discussing the fact that squirrel meat is on sale now.

Having read Metro.Co.Uk I became aware that a Budgens grocery store in Crouch End, North London is currently selling squirrel meat for £3 each and campaigners claim it is committing ‘wildlife massacre’:

Squirrels are a big-sized threat to humans. The best way to fight them down is to shoot through them and then to step on them. Finally: Read a cooking book.

Let’s have a short look into Monsieur Henri de Toulouse-Lautrec’s famous cooking book The Art of Cooking and the passage in which he explains how freshly shot squirrels should be treated best: “Having shot some squirrels in autumn, skin them the same day and empty them. Roll them up in a piece of lard and let them brown with some good quality butter in a copper saucepan…one must not risk using spice of any kind as it may take away from the animal its exquisite nutty flavour.”

Digital Journal writes: “The popular woodland creatures were once popular as a UK meat and made into soups, pies and casseroles. Andrew Barron, amateur hunter, can’t see what the fuss is about: ‘Squirrels are a pest so why not eat them? The flavour of a squirrel is nutty flavour and tastes similar to rabbit’.”

Metro.Co.Uk acted quickly in introducing more top squirrel recipes to their readers.

Now, if you support the idea of eating squirrel’s meat in future, or not, the history of having it in our pans was a quite elegant one:

It’s about Skwerl Hunters also came to the aid of the nation during the American Civil War… (very funny to read); via scary squirrel world

Visual Bonus Track:

2 Squirrels are hunting Nazis; via: the high definite

——————————————

Hamlet Hamster meets Yoshi Karoshi

29 Jan

(Click to enlarge)

Drei Mitarbeiter einer international operierenden Investmentbank tätigen in vertrauensvoller Teamarbeit ein riskantes aber dennoch von wahrer Nächstenliebe geprägtes Aktiengeschäft!

28 Aug

squirrles

Hilfeaufruf!

24 Apr

Meine lieben Leserinnen und Leser,
Zuhörerinnen und Zuhörer,

die Lage ist dramatisch, schlimm, ernst und eigentlich nicht mehr auszuhalten. Noch immer werden weltweit mehr Meerschweinchen die Nasen abgeschnitten, das Fell über die Ohren gezogen und sorglos verbraten, als man das gemeinhin annehmen möchte. Deshalb bitte ich Sie alle höflichst, herzlichst und innständigst, dafür Sorge zu tragen, daß solcherlei Vorkommnisse zukünftig der Vergangenheit angehören.

Vielen Dank!
Euer Hamlet Hamster