Archive | April, 2007

Mondscheinsonate

30 Apr


Sag mir, Mond: weißt Du, wo sie wohnt und thront? Sie verschont mich nicht mit ihrem Licht in der Nacht; ihr Gesicht belohnt mich, scheint wie für mich gemacht: sie lacht, doch ich tue es nicht. Innerlich wir längst uns fanden und ich habe verstanden, daß an und für sich ein Stich im Herzen nichts Schlechtes sein muß. Etwas Gerechtes und aus einem Guß muß es schon sein. Ich bin allein, doch bin ich es nicht. Für meine Pflicht: die Nachtwacht ist jetzt Schicht. Mein Gedicht, einst als Feuer gedacht, erlischt auf seine Weise, ich schließe meine Augen und geh‘ auf eine Reise. Leise will ich sie mit Dir umrunden; doch wohin ist sie entschwunden? Hast Du sie gefunden? Ich möchte ihr bekunden, wie sehr ihr Sein, ihr Schein mich heilte, als ich im Niemandsland der Gefühle verweilte. Kühle ereilte mich, als plötzlich sie verschwand. Ich beeilte mich, ihr meine Hand zu reichen, doch übersah sie dieses Zeichen. Oh, Mond! Weißt Du, wo sie wohnt und thront? Dann sag‘ ihr, daß ich – egal wie lang – immer auf sie warte: zum Klang der Mondscheinsonate!

Mond, ich unterstelle Dir eine gewisse Geisteshelle, die ich bei mir zur Zeit vermisse, habe Risse in meiner Gedankenwelt. Meine spirituelle Schranke fällt nicht gänzlich von allein, es sollte schon gewollt sein – das weiß ich wohl – doch wie hohl verzollt man täglich sein Herzblut, bleibt dabei redlich, doch unbeweglich, es wäre kläglich, schädlich, einfach aufzugeben, denn zum Leben braucht mein Geist im Geiste eine Weitgereiste, die erst denkt bevor sie spricht, die mich beschenkt, besingt und mir Verzicht beibringt. Es gelingt mir zur Zeit nicht, diese Sicht geschehen zu machen; einen Drachen mit ihr steigen zu lassen; in solchen Klassen zu denken, zu handeln; Wasser für sie in Wein zu verwandeln. Unter dieser Last rasten fast die Tasten, die ich mit dem Ziele, sie zu finden, spiele. Wie viele Jahre soll das noch gehen? Oh Mond, kannst du mich verstehen, in ihre Augen sehen, die Zeiger der Uhr nach vorne drehen? Ich möcht‘ Dich anflehen, ihr zu sagen, daß ich – egal wie lang – immer auf sie warte: zum Klang der Mondscheinsonate!

Als ich Deine Lichtenergie für mein Gedicht entlieh‘ ward meine Sicht wie nie; mein Herz wie Brie weich. In Deinem Reich weitet sich mein Sichtbereich automatisch, ist nicht mehr statisch, sondern flexibel, wie Stibel Eltron thermostatisch, das ist mir sympathisch, doch werd‘ ich phlegmatisch, wenn ich an sie denke, mit Verlaub mein Haupt in Nebelbänke senke, es eintauche, mich dabei schlauche, so rauche ich den Joint der Jointe. Der Tag ward mein Freund, der meine Lungen bräunte, das ist die Pointe. Ich träumte, ich hätt‘ für sie gesungen, mich aufgebäumt, meine Bude aufgeräumt, doch ich hab‘ versäumt, vor allen Dingen diese Tat auch wirklich zu vollbringen, mit Phantasie und Realität bin ich am Ringen. „Es ist zu spät!”, hat sie gesagt, doch hab‘ ich gewagt, mit schweren Schwingen über Luftklippen nochmals zu ihr vorzudringen. An ihrem Duft will ich nippen, ihre Lippen küssen: es sind ganz Zarte: setze alles auf eine Karte! Ich weiß, daß sich das lohnt. Oh Mond, sag‘ ihr, daß ich – egal wie lang – immer auf sie warte: zum Klang der Mondscheinsonate!

1998 © by Hamlet Hamster
Classical guitar performance by michaellucarelli

Und so hört sich das an, wenn sich Wilhelm Kempff der Sache annimmt.

Mein Küheordner hat Hunger …

28 Apr


via Sprechblase

Du bist die Grundlagenforschung – Scharfe Mäusewoche (1)

26 Apr

grundlagenforschung

Full Size – Volle Größe

Hilfeaufruf!

24 Apr

Meine lieben Leserinnen und Leser,
Zuhörerinnen und Zuhörer,

die Lage ist dramatisch, schlimm, ernst und eigentlich nicht mehr auszuhalten. Noch immer werden weltweit mehr Meerschweinchen die Nasen abgeschnitten, das Fell über die Ohren gezogen und sorglos verbraten, als man das gemeinhin annehmen möchte. Deshalb bitte ich Sie alle höflichst, herzlichst und innständigst, dafür Sorge zu tragen, daß solcherlei Vorkommnisse zukünftig der Vergangenheit angehören.

Vielen Dank!
Euer Hamlet Hamster

Wie entspannt ist das denn?

22 Apr

via Titanic TV (5)

Zitat aus dem Youtube-Titanic-Kanal: “Der Clip ist Teil des Piloten für TITANIC-TV: Von Harald Schmidt bezahlt, von mehreren Sendern als “unausstrahlbar” abgelehnt, nun exklusiv zum ersten Mal im Internet einzusehen!” Mehr gibt es hier zu sehen.

Springtime for Hitler and Germany…

20 Apr

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Suchbegriffe, die am heutigen Tage über Hitlers Datenautobahn zu meerschweinchenreport.de führten. Übrigens: Was hatte eigentlich Filbinger mit der Startbahn-West zu tun?

geburtstag

Moderne Wasserstandsanzeige

19 Apr

eisbär

Übrigens:
Das Wort
Kli
makat
astrophe
existiert nur
(in deinem kopf?)
– quatsch –
in der
deutschen Sp
rache.

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Badewannenentsendeentchen

elektro-ente

Als Alfred froh und einst,
wannentechnisch voll versorget,
sich fragte – es war dereinst –
wie man sich wohl selbst ermordet,
da klang die Antwort harsch –
aus gipsgesteifter Wand:
sein Leben war am Arsch,
mit Entchen in der Hand.

Please note:

electric bath duck
suicidal tendency
one use only

Please make sure
you have made
the right decision!

picture via INNINGS

War Nazi-Hitler Widerstandskämpfer im 3. Reich?

16 Apr

Gerhard RichterSchon früh konzentrierte Adolf Hitler seine gesamte Kraft auf den Kampf gegen die Nazi-Diktatur! (Hier auf einem Gemälde von Gerhard Richter)

Endlich tritt jemand aus der Reihe und ins Rampenlicht der Gruppe internationaler Volksbeobachter, hat den Mut, die Dinge so beim Namen zu nennen, wie sie zu nennen sind; so wie der honorige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger zum Beispiel, der ohne Rücksicht auf seine gesellschaftliche Reputation und berufliche Zukunft aufgestanden ist und in seiner Trauerlaudatio seinen früheren Amtskollegen Hans Filbinger zu dem erklärte, was er in aller Tatsächlichkeit und zu Lebzeiten immer schon war: einer der engagiertesten Widerstandskämpfer im 3. Reich und gegen das Nazi-Unrechtsregime überhaupt. Von der Quintessenz her ist das durchaus und vollkommen in Ordnung – vorausgesetzt: man möchte das so sehen.

Aber ist der Marinerichter a.D. Hans Filbinger für den vorbildlichen und sorgfältig geplanten Untergang des Dritten Reichs etwa der Alleinverantwortliche? Wohl kaum, denn hier irrt sich Günther Oettinger gewaltig, weisen seine Geschichtskenntnisse gravierende Lücken auf, die von der Meerschweinchenreportredaktion natürlich selbstredend und nur allzu gerne geschlossen werden: Der GröWidaZ (Größter Widerstandskämpfer aller Zeiten) war natürlich Adolf Hitler selbst. Wer auch sonst? Wer, außer Hitler, hätte die Macht, die Kraft und die einflußreiche Herrlichkeit gehabt, das Dritte Reich so zu zerstören, wie es zerstört wurde, wenn nicht sein Erfinder selbst? Er kannte die Schwachstellen des NAZI-Systems wie kein zweiter, weil Hitler immer der erste war. Er unterzeichnete den Befehl zur Durchführung der Not-OP Barbarossa, die den kompletten Zusammenbruch des Dritten Reichs unabänderlich herbeiführte; und nicht etwa Filbinger, der es lediglich auf einige unbedeutende Todesurteile brachte. Das alles sind nicht nur Indizien, sondern starke Beweise, die Günther Oettinger ein für alle mal als das entlarven, was er unleugbar ist: ein talentfreier Emporkömmling, ein lausiger Trittbrettfahrer, der sich gequält um die eigene Bedeutung bemüht, der unredlicherweise vom Abglanz Dritter zu partizipieren versucht.

hitler graben
In aller Öffentlichkeit untergräbt Adolf Hitler dreist die Macht des Staatsapparates – und lacht sich dabei auch noch frech ins Fäustchen! So viel Mut soll nun postum durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an den ‚Größten Widerstandskämpfer aller Zeiten’ gewürdigt und geehrt werden.

Wodurch zeichnet sich ein anständiger Widerstandskämpfer eigentlich aus? Daß er lebendig aus dem Zweiten Weltkrieg hervorging? Oder etwa tot? Wer gab sich denn in alleszerstörerischer Endkonsequenz die Kugel? Hitler oder Filbinger? Na? Eben! Und warum setzte Hitler seinem Leben ein vorzeitiges Ende? Weil er eine zwingende Notwenigkeit darin erkannte, seinem Leben ein vorzeitiges Ende zu setzen. So einfach ist das. Erstklassige Widerstandskämpfer dachten (und denken auch heute noch) immer in grundsimplen Schemata: “Das Schwein muß weg!” Und so entfernte Hitler das Schwein, eben sich selbst, nachhaltig aus dem Kreise unserer Gesellschaft. Dafür müssen wir ihm, Hitler (und nicht etwa Filbinger oder Oettinger), auch heute noch dankbar sein.

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staufenberg
Viele haben während der fraglichen Zeit versucht, ihrem innigstgeliebten Führer den heiklen Job des Tyrannenmordes abzunehmen, aber sie alle waren zu schwach, scheiterten kläglich, dachten und handelten zu undeutsch, zu unprofessionell. Der einzige, der das alles unter Herbeiführung eines zufriedenstellenden Endergebnisses schaffte, war: GröWidaZ.

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teapot
Mit dieser geheimen und verschlüsselten Botschaft übermittelte Hitler dem damaligen englischen Premierminister Winston Churchill seine volle Sympathie für die britische Bevölkerung. Ein klarer Hinweis, daß Hitlers Bemühungen, Deutschland (und die restliche Welt) von der NAZI-Diktatur ein für alle Male zu befreien, erste Früchte(tee) trugen.

Artwork: Charles Krafft

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hakenkreuzwaffe
Diese genial gearbeitete Hakenkreuzschußwaffe krönte den Kampf des Führers gegen sich selbst, indem er sich mit ihr nur zehn Tage nach seinem 56. Geburtstag am 30. April 1945 im Führerbunker erfolgreich erschoß.

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Selbst die BILD-Zeitung stellte Adolf Hitler schon frühzeitig als systemkritisch Andersdenkenden hinterfragend dar, wodurch seine Rolle als ‘Größter Widerstandskämpfer aller Zeiten’ eine völlig neue Bedeutung bekommt. Bildnachweis

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Nur zur Sicherheit: Dieser Artikel ist ein satirischer Beitrag ganz im satirischen Sinne. Und selbstverständlich stellt das Eingangsportrait KEINE Arbeit von Gerhard Richter dar.

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Nachtrag vom 24. 7. 2007

Künstler stößt NAZI-Denkmal um und muß vor Gericht

King Henry’s Finest Royal Ketchup

15 Apr

Twickenham Station at 7:38 a.m.: “Platform number four for London Waterloo Services. Calling at Richmond, Putney, Mortlake, Clapham Junction, Vauxhall and London Waterloo. Platform number four going to London Waterloo.” No doubt: the ultimate wake-up-call! Routinely the train stops a couple of minutes behind schedule. My two banana muffins and a cup of coffee are already history. Business people conquer – as far as possible – their seats. An elderly woman – obviously mentally off-peak – spreads tons of pigeon food all over the place: “Mind the gap!”

I grab some sheets: yesterday’s Evening Standard and bury my face behind them. It is one of these typical self-disciplined behaviours, which are waiting to be performed in passion. Only amateurs would penetrate other travellers with their steering eyes in British trains. Unfortunately I am not that much interested in family dramas and sport news. And there is a problem. One of my clients desperately wishes to be entertained with a somewhat blockbuster-look-a-like commercial treatment for his brand new product King Henry’s. Any ideas for blue-blooded ketchup that wants to rule the world? Deadline: today 11:00 a.m. The guy to my right into his phone: “Guess where I am?” Indeed, that is an interesting question: “Mind the gap!”

waterloo

London Waterloo Station; photo by: CLICK

Leaving the train at London Waterloo all passengers are spontaneously sentenced to celebrate patience. The platform’s exit has been closed by SWT-members who want to examine our tickets individually. This procedure normally costs you half an hour minimum. Of course, you can use the stairs in the middle of the platform to reach London Underground’s area without interruption – but no one does. I do. After establishing the invention Full English Breakfast queuing became the most important institution to keep English souls in balance. A busker’s sax plays Dave Brubeck’s Take Five while I am waiting for a Northern Line train. The security guys are out of balance and about to arrest him. “King Henry’s Finest Royal Ketchup!”, oh what a terrific mainstream claim! My brain seems to be back in business. But what about the complete story? “We have to be mind catching!” the company’s C.E.O. reminded me recently. The last time I was following such orders, I worked on this nail thing. You know one of these fictional jobs your client wants to test you with. I was allowed to create everything, the brand, the print campaign, and the marketing strategy. “Do whatever you want but remember: be mind catching!” “Certainly Sir! I’ll be aware of that.” And what did I do? I went for the oldest joke in advertising’s history. My brand: MasterNails. Synopsis: On the poster you see Jesus Christ who just dropped off his cross. He is nothing but grounded. Headline: “With MasterNails, it simply wouldn’t have happened.” Copy: “MasterNails is keeping things together. For a lifetime. No matter how long a lifetime lasts…” I became the C.T.F.O. (Creative Task Force Officer) of our agency with immediate effect – a position, which did not exist before, so I used this unique opportunity to improve my handicap: “Mind the gap!”

Inside the train I am confronted with a group of chewing-gum chewing secretaries, ugly dressed, aged mid fifties, reflecting in Austrian about the quality of English advertising by examining the wannabe-billboards. “Yes, you can easily see that British advertising is much more better than ours.” A cultural misunderstanding must have inspired them to visit the island. In England – as a matter of fact – advertising is either the best in the world or the worst. There is nothing in between. London Underground trains however proudly provide you with only the worst. “Objection, your honour! There is one exception: The ads for a beer called ‘Spitfire’, that had been in use a couple of years ago. Three pints of beer were shown. One completely filled, one half-full, and the last one empty. Headline: Goering, Goering, Gone! Claim: Spitfire. The bottle of Britain.” In this case I appreciate being overruled! It is a great campaign, unfortunately some jealous guys in Britain are trying to give the word seriousness another stupid – not to say German – dimension as This Article In The Internet shows: “Mind the gap!”

goering.jpg

visit boreme.com to see more

Outside Leicester Square tube station at precisely 8:55 a.m., I am stepping – slightly off-minded – on a gentleman’s shoe. Crockett & Jones vs. Church’s 1:0. The gentleman’s frozen face turns into a helpless smile and over to me, apologising: “Excuse me, Sir!” In my eyes more firm than a frigid “I am not amused.” My destination is Café Bohème (13-17 Old Compton Street, Soho) – the spiritual home base of my mind –, opposite Maison Bertaux (28 Greek Street), the one and only place in London where you can buy real French croissants. And when I say real, I do mean real, the real ones, which have not been made with this certain butter-what’s-that? – mentality, the ones, which become frightened by the idea of being drowned in unlawfully prepared coffee; the ones that leave large leaves of their own tasty crispy-crunchy skin texture on the plate behind; large pieces you can literally create your own bathtub-armada with. Café Bohème serves precisely these croissants. And they serve them perfectly: with strawberry jam, butter, and a jazz band. I open my sketchbook to vanish the emptiness, to fill the pages with bloody blue-blooded stuff: stuff that is about to rewrite the history of advertising: stuff that surely gives my personal CV a real good kick. I know it sounds insane but as a creative you have to be a little bit this way. You have to want to be the best! However, it is almost 9:30 a.m., so I am in a hurry: “Mind the gap!”

Maison Bertaux, the one and only home of the one and only real French croissants in London; photo by capturedsight

11:10 a.m. in my office. I am calculatedly late. On my way to the conference room I am pouring down a cup of coffee in an uncalculated rush. Oliver Cromstein, the client’s C.E.O., hands me a photo showing his ketchup-faced three-year-old daughter poking holes with her fork into mummy’s handbag. His humour is famous: “Oh, she’s gorgeous, isn’t she?” I state, honouring our sophisticated long-term-business-relationship. “Well, if you say so you say so”, Cromstein replies hardly satisfied. He is an experienced businessman and a passionate mood-killer. “Mr. Cromstein, I’m very pleased that you’ve come to see me. This circumstance drives my heart into pure…” “Stress?” “No, not necessarily, I thought more about using the term happiness.” He is not pleased at all and asks: “So, have you been mind catching lately?” “As I always am.” He looks down my Buchanan knickerbockers. Duncan Chrisholm & Sons Ltd. (47-53 Castle Street, Inverness) does them for me. “Hmm, Crockett & Jones”, he comments respectfully. “Mr. Cromstein, I really like your double-cufflinks.” He takes a serious breath. Best moment to launch the attack: “Mr. Cromstein, are you still keen on wanting to thrill the public’s opinion?” “Definitively YES!” he announces nearly majestically. “If so, put your seat into an upright position: our location is London’s Tower. Three defrosted chickens are placed in front of it sitting side by side on a huge stone. Three little crowns are carefully protecting their necks. Some red blue-blooded ketchup is running over their chests. In the background, a tremendously tall bottle of ‘King Henry’s Royal Ketchup’ completes the scenery. Voice Over: ‘As three of Royal six most famous UK chicks would say…’ “Hey, he is about to buy it! I can smell it! “The three Chicks: ‘Over our tasty roasty skins, ‘King Henry’s’ has to be spreaded! From our legs to our wings we’ll be flavoured like freshly beheaded!’ Voice Over: ‘Freshly beheaded or ‘King Henry’s Finest Royal Ketchup!’ The three Chicks are laughing cheerfully … (short pause) … and now, Mr. Cromstein, here comes the best part: CUT!!!

ours

Billy Wilder once said: “Awards are like hemorrhoids. The older one becomes, the more gets one of them!”

It takes Mr. Cromstein quite a while to re-establish his countenance, then he asks surprisingly: “Spreaded? What’s that? Correct me if I’m wrong but generations of schoolteachers weren’t getting tired of hammering ‘to spread, spread, spread’ into our minds, not to say our souls. So what the hell does ‘spreaded’ mean? Based on my understanding it’s wrong, isn’t it?” His mind gains profile, so I have to be diplomatic: “Mr. Cromstein, in advertising there’s no such thing as right or wrong. There’s only one rule, and this one rule forces us to attract attention, because it simply says so! This unique and history based TV-treatment represents a nicely balanced commercial between to be and not to be; in addition with an enormously powerful mind catching aspect and that’s ‘spreaded’! The main message is pure and genially kept simple: If you eat you survive, if you don’t you don’t. If you do both with ‘King Henry’s’, traditionally you do best!” I think that Mr. Cromstein could possibly be overwhelmed by the fact of dealing with a walking accident right – or wrong – now. Alternatively he could possibly be convinced already but it seems he is not aware of such an option so far. Right or wrong, now my creative driver’s seat does not find itself in a dynamic and comfortable kick-down-and-go-for-it position. “My dearest Hamlet Hamster, I know you are a highly decorated creative – even though you are a German, no doubt – but with any respect” – he is definitively getting furious – “have you ever thought about the question, WHICH sensational reason the fundament of the entire British Empire’s history could be? No? I nearly thought so! So let me tell you: it’s our grammar – our holy beloved grammar! When we had ‘spread’ ourselves all over the planet ruling it, we didn’t ‘spreaded’ ourselves, did we? Our look-up-to-success was built on grammatical correctness and not on stupid word games! My ketchup is to be the strongest, the toughest in the world – nothing less. It’s a serious business. I do not compare myself with anything less than the best. Wannabes must not interfere with my business. From the moment we started misusing our language the British Empire became less influential. Do you know why the fucking Germans fortunately never won the Second World War? It’s because they couldn’t handle their grammar! Hitler’s speeches were complete phonetic and grammatical disasters and their best authors were banned. The question is whether we want to become as weak as Germans by belittling our lingual system or not.” “Mr. Cromstein, you are a genius! I’ve just got the idea; I mean a brilliant one, really!” Mr. Cromstein, seemingly impressed by my compliments, listens carefully: “Why don’t we sell Grammar Cakes? Grammar Cookies? You know, stuff like this: ‘No hammer mistakes with Grammar Cakes!’ Is that a claim or what? ‘Feed your mind? So eat my kind!’ – Yeah, so here we go! Let’s conquer and educate the world by selling cookies and cakes! At least: The Empire Strikes Back! It turns out Darth Vader was running a bakery in 58, Frith Street during his earlier lifetime. His ambitions to become Prime Minister were obvious and a public’s shock. Therefore he established the ‘Grammar Cakes & Cookies Foundation’ in – well let’s be generous – a couple of hundred years ago. Sir Francis Drake, Lord Nelson and Charles Darwin were among its members…” “Hamster!” Mr. Cromstein interrupts me uncomfortably “I am not so sure if this is your day today…” “Honestly, I see it quite the other way round, Mr. Cromstein!” “Mind the gap!”

I close my eyes and listen to Satchmo’s “I see trees of green, red roses too, I see them bloom for me and you, and I think to myself, what a wonderful world!” When I open them again I am about to guide Mr. Cromstein to the elevator where we pass Walter and Jacob at the coffee machine chatting about their washing powder job: “Hey, Hamster, listen to this…” definitively noticing in who’s company I am. “…The brand is ‘Sir Arthur’s Best’, right?” “Right!” “The scenery takes place in Sherlock Holmes’ living room. Sherlock asks Dr. Watson: ‘And what happens when you take one or two lines of pure SirArthur’s Best’s washing powder? Elementry, my dear Watson, you will stay clean forever!’” “Very nice, Jacob. Nothing less than I expected! But I think we should ask Oliver Cromstein here for a professional grammar check first, shouldn’t we?” (Cromstein disappears silently.) CONT. TO JACOB: “Em, you’re doing this for real or for Cannes?” “Cannes – of course!”

As the elevator’s doors open I point down to its step, on which the company’s name SCHINDLER is clearly written in capital letters. I give myself another go: “Mr. Cromstein! You see? ‘Schindler’s lift’! It means you arrived! This is your new home. Your personal safety cell. No more Germans, no more grammar, which automatically means no more danger! Enjoy yourself! Good-bye, Mr. Cromstein, and thanks for popping around. See you next time!” “Yeah, and in the meantime you enjoy yourself by fixing this ‘spreaded-thing’, right?” “Right!”

Written © by Hamlet Hamster; published 1997 in: The Face, London. (Story to be continued.)

Andy Warhol über Partnerschaft, Liebe und Sex

14 Apr


„Liebesaffären nehmen einen völlig in Anspruch, obwohl sie es eigentlich gar nicht wert sind. Aber wenn man aus irgendeinem Grund glaubt, daß sie es doch sind, sollte man genauso viel Zeit und Energie einbringen wie der Partner. Mit anderen Worten: ‚Wie du mir, so ich dir.’
Man hat so seine Probleme mit der Liebe, wenn man immer nur auf der Suche nach einer Via Veneto ist und nach dem Soufflé, das nie zusammenfällt. Es sollte einen Grundkurs über Liebe geben. Mit den Themen Schönheit, Liebe und Sex. Und das Thema Liebe sollte am ausführlichsten behandelt werden.
(…) Aber dann glaube ich auch wieder, es funktioniert vielleicht genauso gut, wenn man über alles im dunkeln gelassen wird, denn wenn man wirklich genauestens Bescheid wüsste, hätte man für den Rest des Lebens nichts mehr, worüber man nachdenken und wovon man träumen könnte, und man würde vielleicht verrückt, wenn man über nichts mehr nachzudenken hätte, weil man jetzt so lange lebt und einem nach der Pubertät so viel Zeit für Sex bleibt.
(…) Die längeren Lebensspannen sind der Grund dafür, daß die alten Wertvorstellungen über Bord geworfen werden und sich kein Mensch mehr nach ihnen richtet. Als die Leute früher mit fünfzehn aufgeklärt wurden und mit fünfunddreißig starben, dürften sie naturgemäß weniger Probleme gehabt haben, als die Leute heute, die mit, sagen wir mal, acht Jahren über Sex aufgeklärt werden und dann achtzig Jahre alt werden. Das ist eine lange Zeit, wenn man immer mit demselben Konzept herumwerkeln muß. Mit demselben langweiligen Konzept.
Eltern, die ihre Kinder wirklich lieben und die möchten, daß sie im Leben sowenig unzufrieden sind wie nur irgend möglich und daß sie sich sowenig wie möglich langweilen, sollten auf die Praxis zurückgreifen und Verabredungen mit dem anderen Geschlecht erst möglichst spät erlauben, damit ihre Kinder über lange Zeit etwas haben, worauf sie sich freuen können.“
(…)
Aus „Die Philosophie des Andy Warhol von A nach B und zurück“; © 1975 Andy Warhol

Nun wissen wir, was der Citizen Kane der Kunstwelt, dessen Vermögen nach seinem Ableben auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt wurde, über Liebe und Sex offiziell dachte. Was er wirklich über dieses Thema dachte, das wissen wir nicht, denn zu Andy Warhols Kommunikationstechniken gehörte die vorsätzliche Verwirrung der Rezipienten. So sagte er über sich selbst: „Ich war stets der richtige Mann am falschen Ort oder der falsche Mann am richtige Ort. Das hat etwas mit Karriere zu tun. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber davon verstehe ich etwas!“

So beeindruckend dieses Filmchen auch ist, so sehr wirft es in mir die Frage auf, ob unsere Gesellschaft nicht langsam aber sicher dazu übergehen sollte, Kleinkinder wieder früher ins Bett zu schicken.

Kunstgeschichte aus einem Guß!

14 Apr

Das Teil ist der absolute Knaller!

Der direkte Film: Paul Watzlawick ist tot.

12 Apr

filbinger

Der am 1. April diesen Jahres verstorbene Autor, Philosoph, Soziologe, Psychotherapeut, Kommunikationswissenschaftler und weltweit durch seine Geschichte mit dem Richterhammer bekannt gewordene Psychoanalytiker Paul Watzlawick überlegte es sich kurz vor seinem Tode anders und verstarb bereits einen Tag früher, nämlich am 31. März diesen Jahres in Palo Alto, CA.

Seine Kindheit verlief tragisch, faustisch, deutsch-österreichisch, aber Anfang der 1940er Jahre machte er in seiner Eigenschaft als verkannter Widerstandskämpfer vier begriffsstutzige Marinesoldaten in liebevoll gestalteten Nachhilfestunden mit den Geheimnissen seiner Anleitung zum Unglücklichsein vertraut; und bewies – eher nebenbei – die Kraft verklärter Sozialromantik im Selbstbezug. Aber auch seine Dialektische Dualistik der Tragödie bzw. Tragische Dualistik als Dialekt sehnte sich nach gesellschaftlicher Anerkennung, so daß er abermals mit gutem Beispiel voranschritt und sich vor knapp zwei Wochen die Kugel gab, indem er sie sich nicht gab; wobei er sie sich gerne gegeben hätte, wäre er im Besitz einer solchen gewesen. Denn was damals recht gut funktionierte, muß auch heute recht gut funktionieren dürfen.

Vor so viel aufrichtiger Konsequenz kann man nur seinen Hochhuth (aus dem Verkehr) ziehen.

Photograph: Hans Filbinger

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Len Lye: Der direkte Film

Auszug aus Wikipedia: “Lye wurde in den 1930er Jahren ein früher Pionier des künstlerischen Experimental- und Farbfilms; er setzte das Gaspar-Color-Verfahren ein, das der ungarische Chemiker Bela Gaspar erfunden hatte. Zentral für dieses Verfahren war ein Spektrograf, eine Kamera, die das Licht in sein Spektrum zerlegt und für jede Lichtfarbe ein monchromes Bild erzeugt. Drei monochrome Bilder wurden dann zu einem neuen Farbbild kombiniert. Lye hat das Verfahren verwendet, um existierendes Schwarz-Weiß-Filmmaterial und Fotoschablonen in brillanter Farbensymbolik zu kombinieren.

Als Filmemacher schuf Len Lye „direkte Filme“, die ohne Kamera auskamen: In Free Radicals (1958) oder etwa Colour Flight – sponsored by Imperial Airways (zweiter, hier vorgestellter Film) benutzte er etwa schwarzes Filmmaterial und bekratzte die Beschichtung. Das Ergebnis war ein tanzendes Muster aufleuchtender Linien und Strukturen, die an dramatische Blitze in nächtlichen Himmel erinnern.” (…) “Lye war ein Einzelgänger, der schwer in die üblichen kunsthistorischen Kategorien und Stile einzuordnen ist. Obwohl er nicht berühmt geworden ist, kannten seine Arbeit viele Filmemacher und kinetische Bildhauer – er kann als ein „Künstler für Künstler“ gelten, und seine Neuerungen übten internationalen Einfluss aus. Seine Zeitgenossen erinnern sich an eine farbenfreudige Persönlichkeit, die überraschende Kleidung trug, und seinen unorthodoxen Vortragsstil (er lehrte drei Jahre lang an der New York University).”

Der große BRAVO Fotoroman unter Mitwirkung eines Nilpferdsurfbretts – eine Story zum Kreativsein und Selberschreiben

11 Apr

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Foto: zimza

hippo_2

Foto: TC

hippo_3

Foto: nixArt

hippo_4

Foto: skinnymalinkee

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Nachtrag vom 10. Mai 2007

The Nilpferde are not enough

Komische Kunst

10 Apr

komische_kunst

Foto: willem velthoven

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Die Ethik der Phonetik

Filigran, mit Elan spricht der Schwan im Wahn smart: BahnCard ist gut, Kontrolle ist besser, der tolle, leicht volle Klaus Bresser wäre kesser beraten, würde er sein Messer nicht mitbraten, denn 1. kein Geschmack, und 2. ist Zack die Gurgel inmitten froher Runde schnell zerschnitten, solche Sitten sind in aller Munde: Ich sei, dies meine große Bitte, auf Hunde der Dritte, spricht der Floh hoffnungsfroh zu seiner Sippe, seine hippe Lippe ist befeuchtet, seine Rippe leuchtet, an der Strippe hängt ein Handy und singt bedrängt Oh Mandy, nebenbei – sehr trendy – schwingt Mama-Tarantel eine Hantel; mit Mantel, Degen und Muskete fegen die Tiere durch den Regen pürierte Stiere von Alete dem Königskind zu bringen, Glocken klingen, Engel singen, nicht ganz trocken schwingen ihre blonden Locken mit. Ein harter Brocken!, urteilt Hilde vom Gard-Haarstudio in Bingen, sie ist im Bilde, ihre Gabelzinken sinken tief religiös in den Weltennabel ein, durchdringen Geist und hellen Schein; ihr Erlös: Kain und Abel ringen um den Thron und nach Luft, obschon der Lohn für beide reicht, erbleicht sogleich der eine. Keine reine Sache, grunzen Schweine, ihr Duft riecht stark nach Rache. Rembrandts Nachtwache in vollem Glanz und ganz ohne Schwanz, sagt Immendorff, der Schorf in seiner Fresse kommt von einer schwarzen Messe, Hermann Hesse steigt die Stufen, die Engelshände eigens für ihn schufen, auf diesem Wege abberufen zu werden, ist höchstes Gut und Ziel auf diesen Erden. Beschwerden sind eine Ware, meist ohne Haare; klare Gedanken weisen den Weg und das Steak in ihre Schranken, Schwäne ohne Zähne schwanken, ihr Weiß am Schwinden, doch grüßen sie Dich weiter, heiter unter den Linden, deren Rinden in den Winden der Zeit gebrochen; vor Wochen wurde weiland auf den Azoren der Heiland neu geboren, vor den Toren an Eides Statt geschoren, seine Tränen gingen den Schwänen unter die Haut – Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut – zu zweit baut sich Rom samt Dom viel besser, Klaus Bresser sieht jetzt ein: Remus war ein Schwein am Spieß als Romulus ihn einst erschlug, ihm das Messer durch die Kehle stieß. Seine Seele rief: Genug, Betrug! Wo sind die Löwen?, so auch das Volk der Möwen und Nautisten. Nur Autisten wissen um die Listen der Vermissten, Kissen kosten kein Vermögen, aus Trögen fressen Schweine und Schwäne haben stets zwei Beine.

Wegfahrsperre

8 Apr

wegfahrsperre

Foto: ishiku

Mein Kiefer(n)orthopäde

7 Apr

Als ich sechs Jahre alt war, ging meine Mama mit mir zum Kieferorthopäden und ich bekam von ihm eine Zahnspange verordnet. Die wollte ich unbedingt haben, denn andere hatten im Kindergarten auch eine. Zahnspangen waren das ultimative Statussymbol. Keine, die festgeschraubt wurde, sondern eine, die man damals noch zusammen mit einer Corega-Tabs-Tablette in einem Wasserglas versenkte, wenn man sie nicht brauchte und ich, so kann ich mich entsinnen, brauchte sie eigentlich nie. Das war Anfang der siebziger Jahre in Mainz. Nun, meinen Kieferorthopäden verlor ich verständlicherweise sehr schnell aus den Augen bis ich vor ca. fünfzehn Jahren ein Plattencover für eine Band fotografieren sollte, die bei Sony unter Vertrag stand. Der Geliebte der Tante des Bandleaders war besagter Kieferorthopäde, der mir auch sofort prüfend in den Mund schaute, als ich ihn auf frühere Zeiten ansprach. “Alles in bester Ordnung!”, sagte er, was, wie ich finde, glatt gelogen war. Er ist Großwildjäger, hat in seinem Keller jede Menge ausgestopfte Löwen, Leoparden und was weiß ich nicht noch alles und deshalb sollte das Fotografieren in seinen Gemächern stattfinden. Doch zeigte er uns zunächst noch den ersten Stock seines Hauses und dort war heimisches Feinwild ganz säuberlich zu Präsentationszwecken an die Wand genagelt. Zu seinen Opfern zählte auch ein kleiner grüner Papagei. Darauf angesprochen erklärte er uns zackigen Tones – erst jetzt fielen mir seine beigenen Kniebundhosen auf: “Er hatte nur noch ein Auge. Er flog mit dem Kopf immer gegen die Scheibe. Da habe ich ihn erlöst!” Leider läßt sich seine Betonung des Wortes erlöst hier nur unzureichend schildern, jedoch: es war eine schöne phonetische Einzelleistung.

Schlußscherz: klick

Suppenkafka Kills The Rabbit!

6 Apr

„Heute wird es sicherlich sehr frisch werden”, sagte Max, die Kröte, und grinste wie Sybelius. Ihre blauen Augen waren zu dritt und standen, ebenso wie wir, vor dem Schloß und wußten weder ein noch aus. Larry, so hieß Max früher, schien so verschlossen wie das Schloß selbst. Die Spitzen beider gigantischer Türme folterten den kaltschwarzen Nachtwolkenhimmel bis ums Verrecken. Es regnete. Max spielte die pure Unschuld, als wir von ihm wissen wollten, wann der Prozeß beginne. „Prozeß? Welcher Prozeß? Ich weiß von nichts!” scheinheiligte er sich aus der Atmosphäre „aber wenn Ihr wollt, dann könnt Ihr mich Lola nennen”, fügte er übermütig hinzu, und streckte stolz seine netzstrumpfbehoste Froschschenkelglanzparoliprothese durch den Schlitz seines Chanel-Schlitzkleides; nebenbei bemerkt: sie wurde umgehend von einem rücksichtslosen Tanklastzugfahrer abgefahren. Es war zwecklos. Drinnen war der Raum bereits überfüllt, kein Stuhl belegt. Trotzdem. Einige Frösche tanzten Mambo. „Larry würde in Ohnmacht fallen” dachte ich so bei mir und August ergänzte: „Stimmt! Wie gut, daß sich die Kröte der Bedeutung ihrer beiden Schenkel wohl bewußt ist.” Zur Zeit war sie draußen vor der Tür, um sich noch ein wenig die Fußnägel zurecht zu schneiden.

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Promenadenmischung Franz ist sich der Bedeutung seines Lieblingsschenkelknochens wohl bewußt und bringt ihn deshalb immer vorschriftsmäßig zur nächstgelegenen Kafkakassenfiliale, um ihn dort gegen einen Lötkolben einzutauschen. Foto: reportergimmi

Der Prozeß begann. Ehe die Anklageschrift verlesen werden konnte, gestand Larry, der für uns alle überraschend urplötzlich Franz genannt werden wollte und bereits seit vielen Stunden auf der Anklagebank saß, daß er schuldig sei und fügte hinzu „Ich bin mir der Bedeutung meiner beiden Henkel wohl bewußt.” „Das ist Larry”, dachte ich so bei mir und August fügte hinzu: „Ja, das stimmt! Und der Bedeutung seiner beiden Schnürsenkel scheint er sich wohl bewußt zu sein.” Der Tag ging zu Ende und die ersten Maiglöckchen blühten. Eine riesige Suppenschüssel wurde gebracht. Etliche, fein typographierte, Buchstaben schwammen darin herum. Hauptsächlich Garamont, Walbaum, Helvetica, Times aber auch ein Hauch Futura: „Nein, ich esse meine Suppe nicht!” Rückblickend betrachtet rettete ihn das in gewisser Weise.

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Wer also sind wir?

Dieses Meisterwerk didaktischer Kleinkunst ist in englischer Sprache gefertigt, aber wenn man weiß, das “Monkey” in deutscher Sprache “Affe” bedeutet, so dürfte es für jeden deutschsprachig Ambitionierten ein Leichtes sein, den Sinn dieses herrlichen Meisterwerks didaktischer Kleinkunst in Erfahrung zu bringen. Etwas ungeschwollener: einfach ansehen!

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Mail von Ziska: Jesustoast

jesustoast

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Kill The Rabbit!

 

Schön zu wissen, daß dieses Bugs Bunny Filmchen nun auch bei You Tube einsehbar ist. “Kill The Rabbit” auf Wagners Walkürenritt phrasiert: das ist schöne alte Schule.

via Peter Pan’s Blick in die Welt

Rauchen fördert Gesundheit und Wohlbefinden!

5 Apr

Salem Menthol-Zigaretten sorgen für frische Luft und reinen Atem.

„More Doctors Smoke Camels Than Any Other Cigarette.“

KOOL Zigaretten ersetzen 1950 das Zähneputzen.

ART BREAK
Billy Collins liest sein Gedicht The Best Cigarette

Lustiger Antiraucherspot mit Hund.

John Cleese erklärt, was am Rauchen das Problem ist.

Ein Spot von mir, der es vor 10 Jahren nicht ins Fernsehen schaffte. „Das ist zu polarisierend“ hieß es damals. Sprecher: Rolf Schult

Marsianer für bessere Verzehrbarkeit des Menschen!

1 Apr

hungrige marsianer

Die Bewohner des Roten Planeten sehen uns vermehrt als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel an. In akribischen Feldstudien testen sie (hier im Bild) den Geschmack sowie diverse Zubereitungsmöglichkeiten der Erdlinge zunächst an sich selbst, denn die lange Reise zum blauen Planeten ist auch für Marsianer beschwerlich und mit Risiken verbunden. Foto: enjoyable photography for bears

London – Wie Prof. Paul Wanderly von der “London University of Intergalactic Science” (LUIS) gestern erklärte, führten intensive Forschungsarbeiten im Bereich “Die außerirdische Nahrungskette und der Homo Sapiens Sapiens” zu einer unerwarteten Erkenntnis: Der Marsmensch lebt, er reist vorzugsweise in einer selbstgebauten Space Shuttle mit leuchtenden Seitenstreifen; und er trachtet uns nach dem Leben, genauer: Die Populationsdichte unter den Marsianern steigt dramatisch an, und auch wenn sie uns bisher nur in friedlicher Absicht besucht haben, so geht die Tendenz doch eindeutig dahin, uns vermehrt als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel zu erachten. “Eigentlich ist die Sachlage ganz einfach” diktierte der abgebrühte Naturwissenschaftler den verdutzten Vertretern der Weltpresse humorvoll den hochkomplexen Sachverhalt ins Heft, und ergänzte: “Wir müssen lernen, umzudenken; das Leben in unserer Biosphäre und in vollen Zügen zu genießen, so lange es noch andauert, denn schon morgen kann es mit uns zu Ende sein!”

Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist jedoch unangenehm billige Realität. Wie die Abhörprotokolle des britischen Geheimdienstes MI6, der seit Jahren die Inhalte außerirdischer Telefongespräche sorgfältig mitschneidet, eindeutig beweisen, stecken die Marsianer hinter der Herstellung unseres großen Friede-Freude-Eierkuchen-Merkels. Dazu Prof. Paul Wanderly: “Das haben sie sehr geschickt eingefädelt, denn: je weniger sich der Mensch aufregt, desto weniger Stresshormone werden in die Blutbahn ausgeschüttet, desto genießbarer sind wir Erdenbewohner aus der Sicht der Außerirdischen.”

Prof. Paul Wanderly meint außerdem den außerirdischen Konversationen entnommen zu haben, daß das Gebiet der Bundesrepublik zunächst eine Art Testareal sei, weil die Ansichten über den Verzehr von Menschlingen unter den Marsianern durchaus geteilter Natur seien. So gäbe es zwar einige besonders hungrige Hardliner, die uns am liebsten umgehend einsammeln und für die Nahrungsaufnahme vorbereiten möchten, aber die Gruppe der Gemäßigten ist derzeit in der Überzahl, so daß bisher nur vereinzelte Verluste unter der menschlichen Bevölkerung zu beklagen waren.

Gehört man jedoch zur Gruppe der spontan Auserwählten, und wird auf dem nächtlichen Heimweg unerwartet von einigen grünen Männchen angefummelt und um Vorlage eines gültigen Personalausweises gebeten, so ist es in der Regel bereits zu spät. Prof. Paul Wanderly: “Das ist dann bedauerlich, aber so ist es eben.” Lediglich die Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen haben gut lachen: Durch die vielen exzessiv genossenen CS-Gas-Duschen an Freilichtetablissements – in Brockdorf oder an der Startbahn West – kommen sie aus Sicht der Marsianer Zeit ihres Lebens für einen Verzehr nicht mehr in Frage.

Gerüchte, die besagen, die Grünen seien die Vertreter der marsianischen Erd-Dependance, weil sie sich ihrerseits gegen Streßhormone im Schweinefleisch aussprechen, haben sich derzeit nicht bestätigt, wobei sich Claudia Roth mit ihrem allgemeinen Erscheinungsbild nebst Verbreitung wirren Gedankenguts alle Mühe gibt, diesem Gerücht nachhaltig neue Nahrung zu bieten.

Mit dem Textool von Sensation.Tagesspiegel.de geschrieben und im letzten Jahr hier veröffentlicht.

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Apropos Marsianer: die neue Titanic-Ausgabe ist da!

neue Titanic ist da