Tag Archives: Vogue

Irving Penn: «Louis Vuitton Bag»

9 Apr

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Über die Problematik der zunehmenden Gewichtskontrollen am Check-In-Desk sogenannter Billigflieger machte sich der amerikanische Starfotograf Irving Penn bereits in den 1960er Jahren so seine treffenden Gedanken – und brachte sie den Vogue-Leserinnen in komprimierter Form dar.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Vogue: «Legs by Guy Bourdin»

19 Jan

Website Guy Bourdin.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Penelope Tree by Richard Avedon

14 Jan

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Die Cover-Version Diamonds Are Forever von den Arctic Monkeys:

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Vogue: «Some Spread Sheets»

10 Jan

Vogue: Unknown model by Guy Bourdin

Vogue: Wilhelmina, Veruschka and Benedetta Barzini by Irving Penn

Vogue: Unknown model by Norman Parkinson

Vogue: Benedetta Barzini, Veruschka and unknown model by Gordon Parks

Vogue: Patti Hansen, Janice Dickinson and unknown model by Irving Penn

Vogue: Jean Shrimpton by David Bailey

Vogue: Niki de Saint Phalles by Bert Stern

Vogue: Jane Goddard by David Bailey

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Etwas spät, aber dennoch am Markt präsent: «Die neue frühlingshafte Winterkollektion von Nothing»

29 Dec

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Die italienische Modezeitschrift Vogue erarbeitete im Jahr 2012 gemeinsam mit dem christlichen Oberhaupt Papst Benedikt VXI sowie dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Sylvio Berlusconi ein länderübergreifendes Konzept zur Förderung enthaltsam geführter Lebensstrukturen. Dabei ist eine groß angelegte Werbekampagne herausgekommen, die zudem die Hungersnöte in der dritten Welt subtil thematisiert und so auf diesem Wege unterschwellig erfahrbar macht. Außerdem soll das vielbeachtete Projekt zur Abgabe großzügig bemessener Spenden animieren. Kleiner Wermutstropfen: Der Slogan, in Fachkreisen auch Claim genannt: «Nothing. Für anspruchsvolle Menschen, denen Alles nicht genug ist.» konnte sich leider nicht durchsetzen, denn das, so Sylvio Berlusconi nach der Pressekonferenz beim gemeinsamen Abendmahl zu seiner fünfzehnjährigen Gesprächspartnerin Heidi Klum, sei dann doch «etwas zu aggressiv».

Die real produzierte Kleinserie der hier gegenständlichen Kollektion bewirkte bereits ebenfalls viel Gutes: Kreditrahmen wurden erweitert (Griechenland), überflüssige Bauvorhaben eingestellt (Spanien), das Nationalgefühl gestärkt (Frankreich), sowie die gesetzlich geregelten Ladenöffnungszeiten signifikant verlängert (Deutschland).

Und so ganz nebenbei fließen immerhin 30% des Verkaufserlöses in den Topf zur Aufrechterhaltung der hier vorgestellten Public-Awareness-Kampagne. So beißt sich die europäische Katze nicht nur kraftvoll in den eigenen Schwanz sondern versteht es auch geschickt, sich von ihm gleichsam perpetuummobileesk nachhaltig zu ernähren.

Wir wünschen weiterhin einen gesegneten Appetit – und einen guten Start ins neue Jahr.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Richard Avedon: «Wenn der Fuß der Hand oder den Zähnen ein akzeptables Friedensangebot unterbreitet»

19 Dec

Vogue, 1970s

Goldie Hawn; Vogue, 1970s

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Selfridges: «Karl Lagerfeld»

16 Jul

Design by I Love Dust

More information and via Vogue.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Unterschwellige Vorbereitung der High Society auf die optischen Vorzüge der Plastischen Chirurgie aus dem Jahre 1967?

2 Jan

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Mouthwatering Eye-Catcher

30 Nov

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Irving Penn: «Still Avantgarde After All These Years…»

1 Sep

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Oft kopiert und immer noch unerreicht: Die spektakuläre Arbeit des amerikanischen Fotografen Irving Penn aus den 1960er Jahren.

via: Pas Un Autre

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Von Mäusen und Lobstern, Fotografen und Parties.

23 Dec

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Bildunterschrift mit Didaktikteil I: Um Aufnahmen mit dem gewissen Etwas zu erhalten, ist es unumgänglich zunächst auf die dem Shooting beiwohnenden Moderedakteure, das Modell und natürlich auch auf sich selbst einen latent unbeholfenen Eindruck zu machen. Verwenden Sie beispielsweise ein Teleobjektiv in einem Nahbereich (siehe Foto), der es Ihnen verunmöglicht, technisch scharfe Bilder zu erzeugen. Sagen Sie euphorisch: Retrolook sowie Out of Focus sind derzeit der letzte Schrei. Dann schreien Sie so laut Sie nur können. Herzlichen Glückwunsch: Vom unausgesprochenen Vorwurf, in Starallüren zu baden, haben Sie sich gerade erfolgreich befreit. Die Studioatmosphäre ist auf dem Siede- und Höhepunkt, der Rest ein Kinderspiel.

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***+Teil 1+***

Dschungelcocktail auf den Toiletten einer 747

Fotograf zu sein ist schon was Feines. Der Ruf Desperado der Presseempfänge, Liebhaber von Sonnenuntergängen oder notorischer Beischlafbeglücker von mindestens zwei Models gleichzeitig zu sein, eilt ihm voraus wie der Blitz dem Donner. Darüber hinaus machen ihn seine Weltreiseerfahrungen, seine Menschenkenntnis sowie seine endlos lange Liste von bereits fotografierten Eiffeltürmen zur beliebten Anlaufstation, um sich mit ihm bei einem Glas Dschungelcocktail über die unmöglichen Lebensbedingungen auf den Toiletten einer 747 zu unterhalten. Ist es da nicht reizvoll, sich so einen Paradiesvogel mal auf eine Party zu holen? Und ganz im Vertrauen: die kaputte Instamatic, die schon seit Jahren auf dem Dachboden liegt, kann er ja nebenbei gleich mitreparieren, schließlich ist er ja Fachmann.

Windmühle in Öl

Steht der Fotograf dann schüchtern im Türrahmen, irgendwie nicht so, wie Sie ihn sich eigentlich vorgestellt hatten, dann bereiten Sie ihm eine endlos große Freude, wenn Sie die Rolle unter seinem Arm an sich reißen, mit dem Bild freudestrahlend zu Ihren Gästen rennen und brüllen: »Seht mal! Seht mal! Das hat er selbst gemacht! Das hat er selbst gemacht!« und es anschließend sofort mit Reißzwecken auf Ihrer Schlafzimmerblümchentapete, direkt am Kopfende neben einer Windmühle in Öl, befestigen. Dann wird er vor Glück strahlen, denn er weiß, sein Foto ist gut angekommen.

Champagner, Lobster und Baummaden

Hat er dann endlich Platz genommen, umgeben von Ihnen und all den anderen süßen Mäusen, in der einen Hand ein Glas Champagner, in der anderen einen Lobster – Fotografen trinken und essen ausschließlich Champagner und Lobster, es sei denn, sie müssen sich im Urwald gerade von Baummaden ernähren –, dann fallen Sie ihm am besten gleich um den Hals und fragen mal so ganz dezent an, ob er nicht noch ein paar Models braucht. Sagen Sie ihm auch, daß Sie schon immer einmal mit einem Toaster in der Hand in die Kamera grinsen wollten, es ist ein alter Jugendtraum von Ihnen, sagen Sie ihm das. Das macht bestimmt Eindruck!

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Bildunterschrift mit Didaktikteil II: Eine gesunde Portion Dilettantismus verbreiten Sie ebenfalls, wenn Sie Ihre Kamera mitten in der Fotosession so anschauen, als käme sie direkt vom Mars. Zuvor bitten Sie Ihren Assistenten während eines unbeobachteten Augenblicks, zeitgleich die selbe Show mit dem Blitzbelichtungsmesser (auf dem Foto das Gerät mit dem weißen Knopf) zu veranstalten. Damit aktivieren Sie die Helfersyndromfunktion im Kopf Ihres Modells, das – nach Möglichkeit – ein bißchen wie Lady Diana Spencer (war damals in den 1980ern sowie 1990ern quasi Pflicht) aussehen sollte.

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***+Teil 2+***

Helmut Newton, Christian Lacroix und eine parfümierte Hutfeder

Sie haben jetzt eine solide Gesprächsatmosphäre geschaffen, in der Sie Ihre Fotoalben auspacken und ihm auf den Schoß legen können, mit dem angenehmen Nebeneffekt, daß er jetzt nicht mehr weglaufen kann. Denken Sie bitte unbedingt daran, auch ein paar Alben Ihrer Groß- und Urgroßmutter beizufügen, denn das erleichtert dem Fotografen festzustellen, ob das Talent zum Model in der Familie liegt. Während er sich dann von spaghettiverschmierten Kindergesichtern über krebsrote Haut auf weißem Sand – das erinnert ihn an seinen Lobster, den er im Moment nicht weiterssen kann – bis hin zu Panoramen von Gebirge, Meer und Wüste durcharbeitet, sollten Sie in einem Anflug von geistiger Genialität darüber reflektieren, daß Sie Modefotografie wahnsinnig geil finden und Helmut Newton natürlich auch und daß Sie einen seiner Assis fast ins Bett bekommen hätten, wenn diese blöde Privatsekretärin von Christian Lacroix nicht so raffiniert mit ihrer parfümierten Hutfeder direkt unter seinen Nasenlöchern rumgespielt hätte. Dabei bitte elegant eines Ihrer unvergleichlich schönen, netzstrumpfbehosten Beine – welche voguelesende Partysmalltalkdame hat keine unvergleichlich schöne, netzstrumpfbehoste Beine? – vom Lackschuh befreien und ihm damit zwischen dieselbigen gehen, aufdaß der Champagner schäume. Das erhöht nicht nur die Spannung, sondern auch die Chance vielleicht doch noch zur Toaster-Miss-Piggy-des-Jahres gewählt zu werden. Sollte der Champagner allerdings nicht schäumen, auch nicht des Lobsters Scheren klappern, dann, so fürchte ich, haben Sie etwas falsch gemacht. Aber was denn nur?

Fishing for Delle im Halsfleisch

Nur nicht aufgeben! Ein letzter Versuch: Fishing For Compliments! Setzen Sie sich ein Messer an die Kehle, verkünden sie den Selbstmord, weil Sie so völlig unfotogen sind, ihre Haare nie richtig liegen und Sie deshalb hier niemand so richtig beachtet. Drücken Sie das Messer jetzt fester, sagen wir, bis eine starke Delle im Halsfleisch entsteht. Das erhöht die Glaubwürdigkeit. Also, nur mal angenommen, Sie sind so schätzungsweise einhundertzwanzig Jahre alt und Ihr Gesicht sieht wirklich danach aus, als hielten die Grand Canyons just und exakt an diesem Ort ihr Weltjahrestreffen ab, dann sollten Sie sich reiflich überlegen, ob nicht der ideale Zeitpunkt für einen taktvollen und gepflegten Abgang gekommen ist…

Tangoschritt und Filzpantoffeln

Aber wirklich passieren wird nichts, Sie wissen das. Der Fotograf wird fassungslos die Alben quer durch den Raum werfen, entsetzt aufspringen, Ihnen das Messer entreißen, Sie in den Tangoschritt zwingen und sagen: »Lady, Sie sind mit Abstand die schönste, attraktivste und begehrenswerteste Dame, die ich in meinem Leben je kennengelernt habe! Ich möchte Sie heiraten, ein Haus bauen, Filzpantoffeln tragen und mindestens fünf Kinder von Ihnen haben.« Und Sie werden es glauben, Sie müssen es glauben. Und nachdem der Fotograf Ihnen Ohr und Geist so lieblich vollgeflüstert hat, nur damit der Gastgeber nicht auch noch seinen Teppich reinigen lassen muß, er sich so gerne mal mit dem Arzt unterhalten möchte, der für ihn freundlicherweise die Wiederbelebungsversuche an der Instamatic übernahm, wird er Sie an die Hand nehmen, auf die Toilette zerren, mit der Gold-Credit-Card ein geheimnisvolles, weißes Pülverchen auf dem Klodeckel zerstoßen, zwei feine, saubere Linien legen, Ihnen ein zum Röhrchen gedrehten Tausender in die Hand drücken, verwegen grinsen und fragen: »Baby! Do you wanna take off?«

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Dieser Text wurde erstmals vor Unzeiten, also irgendwann zwischen 1986 und 1990 in der damals noch erscheinenden Fachzeitschrift foto scene veröffentlicht.

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