Archive | December, 2012

Friedrich Dürrenmatt: «Je genauer man plant, desto härter trifft einen das Schciksal»

31 Dec

Sicherlich nehmen Sie sich und nehmt Ihr Euch für das kommende Jahr mal wieder im Rahmen eines überflüssigen Sylvesterbesäufnisses so allerlei Blödsinniges vor: Mit dem Rauchen aufhören (der Gesundheit huldigend); jeten Morken 1o0 Liekestüsse apsolfieren (eigene Hör- und Schreipleistungen verbessern); mehr fairgehandelten Kaffee trinken (Klimawandel); das Schlüsselbund salzen, pfeffern und erfolgreich verspeisen (adäquates Wertstoffverhalten). All denen, die jedoch mit ihren tollkühnen Vorhaben bereits nach wenigen Tagen kläglich scheitern sollten, sei der rubrizierte Sinnspruch Friedrich Dürrenmatts ans Herztor genagelt, dies nur, damit sie wissen, nicht gänzlich allein in ihrem Unglück baden zu müssen. Allen anderen sei hingegen nachfolgend kurz vorgestellte Biografie empfohlen.

Die erste große Biographie über Friedrich Dürrenmatt – vom Pfarrerssohn aus dem Emmental zum Autor von Weltruhm und mit Millionenauflagen, glänzend und packend geschrieben von Peter Rüedi, einem der ausgewiesensten Dürrenmatt-Kenner.

Erschienen ist sie Ende Oktober 2011 im Diogenes Verlag und kostet im Rahmen einer unverbindlichen Preisempfehlung in der Hardcover-Leinen-Ausgabe derzeit EURO 28,90.

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Flieger, grüß mir die Sonne: «Happy New Year!»

31 Dec

Donald Duck – Der Plastik-Erfinder (1944)

Der Rosarote Panther – Der Rosarote Himmelsstürmer

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Peter Fischer: «Das Köln der 1950er und 1960er Jahre»

30 Dec

Schaufensterpuppen «50+» aus den 1950er Jahren

Auf dem WDR-Portal DigIt (Meerchweinchenreport berichtete bereits hier über das Privatbildarchiv von Götz Alsmann) finden sich unter dem Nick archivkoeln Bilder aus dem Nachlaß des früheren Stern– und Life-Fotografen Peter Fischer. Außerdem arbeiteten er und seine Frau Charlotte für die Neue Illustrierte Köln.

Welche Mode trägt man in welchen deutschen und, ähm räusper, «ehemaligen» deutschen Städten? Eine Frage, für deren sachgerechte Beantwortung sich die ebenfalls modebewußten «Trümmerfrauen» bereits kurz nach dem Krieg brennend zu interessieren schienen.

Das Historische Archiv der Stadt Köln verwaltet Fischers gesamten Negativbestand. Derzeit stehen eine Auswahl von ca. 50 Bildern aus dem Köln der 1950er und 1960er Jahren auf dem DigIt-Portal des WDR zur Begutachtung bereit.

Unübersehbar: Der Einfluß eines Irving Penn
oder auch David Bailey auf Peter Fischers Arbeit.

Was zweifellos den Charme dieser Bilder ausmacht, das sind zwar einerseits ihr klarer professioneller Grundduktus, der jedoch aus heutiger Sicht unübersehbar an seine damaligen technischen Grenzen trifft. Wir haben uns bewußt auf einige Modeaufnahmen konzentriert, empfehlen aber unbedingt, sich auch die restlichen Bilder von Peter Fischer zu Gemüte zu führen, die einen Einblick in damalige Bars, Cafés, Bekleidungs-, Elektro- und Lebensmittelgeschäfte sowie in ein Parkhaus gewähren.

Modeschau in den 1950er Jahren

Erscheinungsbild einer typischen deutschen Kleinfamilie aus den 1950er und 1960er Jahren, dem Straßenbild der Bundesrepublik entnommen und im Studio mittels Schaufensterpuppen originalgetreu rekonstruiert.

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Brazil: «Tuttle Meets Buttle»

29 Dec

We have absolutely no idea how this film made it into You Tube and will not know for how long this situation is about to be conserved precisely that way. So, may be you might like to spend some 2:11 hours of your most un-valuable lifetime watching this. Our serving suggestion: Why don’t you look out for a little-bittle train station somewhere out in the pampaesque country-side and use your iPhone for this exploration. Just keep in touch with mother nature while getting futuristic at all.

Or may be it was Terry Gilliam himself using «Nick Max lii» who posted his own movie (among others) on You Tube just to put the germ of self-reflecting thinking into the brains of those who did not enjoy the luxurious advantage of being brought up in a time where the world the movie Brazil introduces us to was nothing but pure fiction.

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Etwas spät, aber dennoch am Markt präsent: «Die neue frühlingshafte Winterkollektion von Nothing»

29 Dec

Click to enlarge nothinglessly

Die italienische Modezeitschrift Vogue erarbeitete im Jahr 2012 gemeinsam mit dem christlichen Oberhaupt Papst Benedikt VXI sowie dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Sylvio Berlusconi ein länderübergreifendes Konzept zur Förderung enthaltsam geführter Lebensstrukturen. Dabei ist eine groß angelegte Werbekampagne herausgekommen, die zudem die Hungersnöte in der dritten Welt subtil thematisiert und so auf diesem Wege unterschwellig erfahrbar macht. Außerdem soll das vielbeachtete Projekt zur Abgabe großzügig bemessener Spenden animieren. Kleiner Wermutstropfen: Der Slogan, in Fachkreisen auch Claim genannt: «Nothing. Für anspruchsvolle Menschen, denen Alles nicht genug ist.» konnte sich leider nicht durchsetzen, denn das, so Sylvio Berlusconi nach der Pressekonferenz beim gemeinsamen Abendmahl zu seiner fünfzehnjährigen Gesprächspartnerin Heidi Klum, sei dann doch «etwas zu aggressiv».

Die real produzierte Kleinserie der hier gegenständlichen Kollektion bewirkte bereits ebenfalls viel Gutes: Kreditrahmen wurden erweitert (Griechenland), überflüssige Bauvorhaben eingestellt (Spanien), das Nationalgefühl gestärkt (Frankreich), sowie die gesetzlich geregelten Ladenöffnungszeiten signifikant verlängert (Deutschland).

Und so ganz nebenbei fließen immerhin 30% des Verkaufserlöses in den Topf zur Aufrechterhaltung der hier vorgestellten Public-Awareness-Kampagne. So beißt sich die europäische Katze nicht nur kraftvoll in den eigenen Schwanz sondern versteht es auch geschickt, sich von ihm gleichsam perpetuummobileesk nachhaltig zu ernähren.

Wir wünschen weiterhin einen gesegneten Appetit – und einen guten Start ins neue Jahr.

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Alfred Hitchcock: «Happiness»

28 Dec

«A clear horizon …

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Marktfrisch: «Das Kochbuch zum Wiesbadener Wochenmarkt»

28 Dec

Das Wiesbadener Wochenmarkt-Kochbuch von Nicola Böhme

Was gibt es schöneres als einen ergiebigen Spaziergang über den Wiesbadener Wochenmarkt, um nach aromatischen Preiselbeeren, schmackhaften Birnen und saftigem Rotkraut für das kurz zuvor im Kurpark frisch und eigenhändig geschossene Wildschwein zu suchen? Gibt es da noch etwas? Ja, da gibt es noch etwas: Das Kochbuch Marktfrisch von Nicola Böhme aus dem renomierten Tre Torri Verlag.

Der Wiesbadener Wochenmarkt belebt jeden Mittwoch und Samstag von 7 bis 14 Uhr das Dern’sche Gelände im Herzen der Stadt. Er ist fester Bestandteil der Landeshauptstadt, genauso wie beispielsweise das Kurhaus, die russisch-orthodoxe Kapelle, der Kochbrunnen, die Marktkirche, das Opelbad oder die Betriebskantine des Statistischen Bundesamtes, das architektonisch mit einem lupenreinen 1950er-Jahre-Bauhaus-Look aufwarten kann – und in der das tägliche Arbeitsleben exakt soo wie zur damaligen Zeit abläuft. Ein lebendiges Museum ohne Bildungsauftrag, sozusagen.

Doch zurück zum Kochbuch Marktfrisch: Es präsentiert rund 100 einfache, bewährte und schmackhafte Rezepte, die die Lust wecken, Fülle, Vielfalt und Marktfrische auf dem eigenen Herd vermehrt verarbeiten zu wollen. Nicola Böhme, Kolumnistin des Wiesbadener Kuriers, porträtiert zweiundzwanzig nach Jahreszeiten sortierte Marktprodukte: Von frischen Kräutern, über Pilze, Eier, Fleisch bis hin zu zahlreichen Obst- und Gemüsesorten. Die Produktportraits und Rezepte werden durch hilfreiche Tips, Tricks und Anekdoten der hiesigen Marktbeschicker ergänzt.

Aber auch nachts, wenn der Wochenmarkt längst wieder eingepackt und abtransportiert ist, spielt marktfrisches «Gemüse» vor der Kulisse der Wiesbadener Marktkirche abermals eine große Rolle, wenngleich es mehr von pyrotechnischer Natur ist.

Die Idee zu dem Buch entstand, als die Autorin Nicola Böhme erfuhr, daß Leserinnen und Leser mit ihren Rezept-Kolumnen an den Marktplatz-Ständen vorstellig wurden, um die entsprechenden Kochzutaten einzukaufen. Hier ist eine so-called sneak preview in das Kochbuch möglich.

Marktfrisch erscheint in der Reihe «Hausgemacht» aus dem Wiesbadener Tre Torri Verlag und kann für 19,90 Euro in der Tourist-Information am Marktplatz oder ganz bequem im Online-Shop auf wiesbaden.de erworben werden.

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«I’m Just Sitting Here Watching The Wheels Go Round And Round» – Well, sort of…

28 Dec

The creative production company Candy Glass Productions comes up with a real cool tutorial about How to Spin a Camera Around the CN Tower. It seems so easy that it’s worth to invest a weekend in order to do some experimental stuff honouring this effect.

via: Coudal Partners

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Mr. Spock: «Highly Illogical»

27 Dec

Click to enlarge high and illogically

Als wir vor vielen, vielen, vielen Jahren den riesigen Plattenladen direkt am Londoner Piccadilly Circus zu fast mitternächtlicher Zeit betraten, um uns die brandneue CD von Tony Braxton zu kaufen, da empfahl uns der windige und irgendwie auch ziemlich gut informierte Plattenladenmitarbeiter – «this is just to keep your soul in balance» – die CD Spaced Out: The Best of Leonard Nimoy and William Shatner. Und wirklich, als wir dann so gegen halb vier morgens mit dem Nachtbus N19 endlich und vergleichsweise wohlbehalten ganz in der Nähe der heimischen Haustür abgesetzt wurden, da müssen wir wohl die arme Braxton versehentlich weiter Richtung Brixton geschickt haben. Oder war es Kingston? Die Nachtbusse fahren in der britischen Hauptstadt immer so seltsame Routen, da läßt sich sowas hinterher nie so genau rekonstruieren. Anyhow: What a tremedous loss and pitty, isn’t it? Aber ist das nicht alles Highly Illogical und somit vorherbestimmt? Nun, wir werden sehen – und natürlich auch hören:

Und ist es nicht genau das, was das Leben und diese wundervolle CD auszeichnet? So sieht schon mal das Cover aus:

Und hier kann man im iTunes-Store das gute Stück digital erwerben, sowie alle anderen Tracks, die sich ebenfalls auf besagter Spaced-Out-CD befinden.

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Sebastian Horsley: «The Radical Gardener»

24 Dec

Dem verhaltensauffälligen Künstler Sebastian Horsley ward an den Iden des März 2008 am Flughafen Newark die Einreise aus Großbritannien verweigert. Die gut begründete Begründung: «Moralische Verkommenheit». Beim Finger-Scannen traten zwei nach allen Seiten hin gleichermaßen unvoreingenommen akribisch ermittelnde Grenzbeamte an seine Seite und baten ihn in einen dunkel- bis hellmausgrau gestrichenen Nebenraum. Und dort ging es dann inhaltlich heftig zur Sache: Er mußte acht Stunden lang bei Keksen und Tee Fragen beantworten: Ob er schon einmal verhaftet worden sei? Wie er zu Drogen stünde? Und vor allem: Wie sein Verhältnis zu Kate Moss sei. Kate Moss? Na klar, die bekannte Kokain-Sünderin. Ach so.

Der weltbekannte Dandy in der Unterwelt von eigenen sowie Gottes Gnaden attestierte sich selbst ausgezeichnete Gesellschaft, was es ihm nun ermöglichte, den Beamten von der amerikanischen Einwanderungsbehörde bereitwillig einen tiefen Einblick in seine gelegentlichen Abweichungen von dem was ein durchschnittlicher Otto Normalverbraucher als geradlinige Lebensführung bezeichnen würde, zu gewähren. Nur bei Kate Moss konnte er nicht behilflich sein, da sie ihm persönlich gänzlich unbekannt war. Doch weder seine britisch höfliche noch seine sachlich offene Abgeklärtheit half ihm da weiter. Stante pede mußte der Held unseres heutigen kleinen Blogbeitrags die Rückreise ins Vereinigte Königreich antreten.

Am 17. Juni 2010 fand man den 47-jährigen leblos in seinen Gemächern im Londoner Stadtteil Soho mit Überdosen der beiden Rauschgiftsubstanzen Heroin und Kokain in seinem Blutkreislauf auf. Unter den vierhundert Trauergästen in St. James’s Church waren u.a. auch Stephen Fry, Marc Almond und Will Self.

Zwischen den beiden vorstehend genannten Daten hatten die beiden Herren Sebastian Horsley und Hermann Vaske glücklicherweise noch genügend Zeit, das oben eingebettete und hinreichend unfaßliche Gespräch zu führen. Es ist einer von mehreren Trailern, die die Ausstrahlung des Vaske-Films «The Radical Gardener» auf arte bewarben.

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Nichtmare Before Christmas: «Tim Burton draws Jack Skellington»

24 Dec

Tim Burton and his stripey socks chat about working at Disney’s, sniff marker pens, then draws Jack Skellington in a unique art masterclass. But, ehm, just in case we are allowed to give this strangely acting interviewer a small chance, pardon, advice? Never ever ask Tim Burton again: «What’s this character called?» while he’s drawing one of the most famous trick film characters the world has ever seen. May be you might like to have better prepared yourself in the first place, right?

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Götz Alsmann: «Private Moments From Beyond»

23 Dec

Götz Alsmann im Kreise seiner Familie I

Götz Alsmann im Kreise seiner Familie II

Unter dem Psydonym piombino hat der Musiker und Entertainer Götz Alsmann private Fotos aus seiner beschwingten Jugendzeit auf dem WDR-Portal DigIt – (Graben, Retten, Teilen) gepostet. Vergleicht man sie mit aktuellen Bildern auf seiner Website, so kann man feststellen, daß er seinen schon recht früh entwickelten Sinn für eine optimistisch wirkende Körperhaltung bis heute beibehalten hat:

Wir empfehlen sein Album In Paris, quatsch, hier natürlich.

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Mega-Maya-Apokalypse vollzog sich weitestgehend geräuscharm:

22 Dec

Source: Richard Kadrey’s Damn Tumblr.

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Yuri Suzuki: «Tube Map Radio»

22 Dec

Yuri Suzuki: «Tube Map Radio»

The map is inspired by a spoof diagram created by the original designer of the London Tube map, Harry Beck, which shows the lines and stations as an annotated electrical circuit. Iconic landmarks on this map are represented by components relating to their functions, including a speaker where Speaker’s Corner sits and a battery representing Battersea Power Station.

Wanted to make the components visible because «it is difficult for consumers to understand the complexity of the workings behind the exterior» of today’s electronic devices. By creating a «narrative to explain how electronics work,» Yuri Suzuki hopes users will be encouraged to fix their own broken devices.

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Barbara Krieger: «Eine große Sopranistin»

22 Dec

Barbara Krieger bei der Probe

Es ist nicht ganz einfach, über etwas zu schreiben, was der Rezipient vorwiegend mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, in der bildenden Kunst beispielsweise. Da besteht jedoch immer die Möglichkeit, das eine oder andere Werk Pablo Picassos abzubilden und zu sagen: «See! This ist the way how the guten Stücke look like!»

So gut wie unmöglich gestaltet sich das Unterfangen, möchte man eine qualifizierte Restaurantkritik schriftlich auf den Weg bringen. Das Festklammern frisch gebratener Auberginenscheiben in Feinschmeckermagazineditorials zum Zwecke der besseren Verdeutlichung hehrer Kochkünste gegenüber den Leserinnen und Lesern wurde bedauerlicherweise schon im Jahre 1871 im Rahmen der ersten Genfer Konvention für Menschenrechte in Versaille – Sie erinnern sich bestimmt – von den unterzeichnenden Mitgliedsstaaten geächtet. Und dabei ist es bis heute leider geblieben.

Abhilfe bei einer Gesangesrezension, und darum soll es hier schließlich gehen, kann also nur ein beigefügter Tonträger schaffen. Da wir uns im Bereich der klassischen Musik bewegen, wäre somit eine Schallfolie fast zwingend in Erwägung zu ziehen. Und so finden wir es doch ganz erbaulich, mit unserem Meerschweinchenreport so rein digital mit der Zeit zu gehen und unterwegs zu sein und somit hier entsprechende Hörproben mit Arien von Francesco Cilea, Monsieur Le Charpentier, Giacomo Puccini, Arrigo Boito, Giuseppe Verdi, Georges Bizet und Alfredo Catalani, dargeboten von Barbara Krieger, ebenfalls so rein digital anbieten zu können.

In short: Den Vergleich mit einer Maria Callas muß Barbara Krieger in keiner Weise scheuen. Zieht man von den Callas’schen Aufnahmeerzeugnissen im Geiste jene qualitativen Unzulänglichkeiten ab, die in den 1960er Jahren technisch bedingt schlicht unvermeidlich waren, so entdeckt man zwischen beiden Künstlerinnen zwangsläufig Parallelen in Klangfarbe und Diktion. Zudem kommt bei Barbara Krieger noch eine Aufgewecktheit und lebensbejahende Frische in ihren Interpretationen hinzu, die man bei Maria Callas vergeblich sucht, ein Umstand, der allerdings der damaligen gesellschaftlichen Grundsteifheit geschuldet sein dürfte.

Ihren Durchbruch erzielte Barbara Krieger im Jahre 1997 beim AS.LI.CO. Wettbewerb der Mailänder Scala. Umgehend nahm sie die Wiener Staatsoper unter Vertrag. Seither ist die Sopranistin regelmäßig zu Gast an den großen Opernhäusern und Konzertsälen dieser Welt, wo sie mit Gesangspartnern der Kategorie José Curas, Bryn Terfel oder José Carreras auftritt. So schreibt die Süddeutsche Zeitung: «Terfels Partnerin war Barbara Krieger von der Wiener Staatsoper. Ihr strahlendes Forte in den höchsten Lagen war überwältigend, |Glück das mir verblieb| aus Korngolds |Die tote Stadt| gelang magisch.»

Und, ganz wichtig, Barbara Krieger denkt in übergeordneten Zusammenhängen, was sie davor bewahrt, sich kurzfristig zu verheizen. Sie schont ihre Stimme, nutzt die Zeit, in aller Ruhe sorgfältig an ihr zu feilen, was jeden ihrer Auftritte zu einem raren und zugleich unvergeßlichen Erlebnis macht.

Zum Weihnachtsgeschenk, das unsere Leserinnen und Leser zwingend in letzter Minute noch unbedingt erwerben und unter den Christbaum befördern möchten: Es ist eine CD, sie hört auf den poetisch reinen und feinen Namen Chi Il Bel Sogno, was sowohl in englischer als auch deutscher Sprache so viel wie «About The Beautiful Dream» heißt – und sie kann hier bestellt werden. So, we suggest that you might like to take full advantage of that fact.

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P.S.: Unser Lieblingsstück auf der hier gegenständlichen CD ist die Arie «Ebben? Ne andrò lontana» aus Alfredo Catalanis «La Wally», was aber möglicherweise auch damit zusammenhängen mag, daß sich unser Redaktionsfotograf vor vielen Jahren ihrer bediente, als es darum ging, seinen Werbespot für das fiktive Beerdigungsinstitut Mr. Sandman’s Finest Funerals adäquat zu bemusizieren.

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Joan Sutherland: «BBC Cardiff Singer of the World Competition 1995»

22 Dec

The BBC Cardiff Singer of the World Competition has been established in favour for opera and art singers held every two years. The competition was started by BBC Wales in 1983 to celebrate the opening of St David’s Hall in Cardiff, Wales, home of the BBC National Orchestra of Wales.

From 2003, the competition’s first Patron was Dame Joan Sutherland, until her death in 2010. The patron from 2011 is Dame Kiri Te Kanawa.

This clip is from 1995’s Masterclass. Joan Sutherland is extremely funny in it! Needless to say it’s worth watching it.

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A Way To Success In Winter’s Time

21 Dec

mono-teapot «ellipse», designed by Tassilo von Grolman

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When winter’s hazy moments of care and hood
Let us walk fairly and squarely barefoot.
When riders on the storm are not only good
But more than just perfect – it’s understood.
When milky and gleaming and shiny snow flakes,
Combined with luck – let us grow cakes.
When years have come with truthful ends,
You’re drinking tea with your best friends:

The bravest of all, of harvest and moon, and also these men
Have thickened the boom. They now know they can
Be the great part – they wanted to be for ages!
The tea’s best secret is turning its leaves into pages
On which, as it seems, brooms have no places.
But drinking the tea to support all the races
Enlightens the spirits of masterminds’ spaces
In order to stretch their well-deserved wages.

Oh tea, you and your tree, you’ve got to be native:
A necessity to keep me creative, to keep me alive,
To bounding the sheep to their state to be stative,
To reap Meryl Streep – and call her my wife.
Oh tea, where the bell, shall this all end?
I’m already sent to your promised land.
Do you understand? Understand without stitches?
‘Cause «Fortune» ‘s the mother of concrete bridges.

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Spontaneously written by our copywriter-in-chief Hamlet Hamster himself after enjoying to have watched the great teapot’s design by no one less than Tassilo von Grolman for hours – and also observing its candlelight that was waving for the same amount of time softly, gently and smoothly in the wind; a wind which was digging its small and mostly fragile way through a so-called closed window.

The magic teapot «ellipse» manufactured by mono and designed by Tassilo von Grolman can be purchased here. It makes you feel, as just proven, highly creative, turns any Christmas party into a very special event and separates – most importantly – the best from the good. So, all you need to do is to decide which sort of quality you might like to see represented by yourself.

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Peter Zizka: «Apokalypse Now»

21 Dec

Peter Zizka: «Schlagende Verbindung»

Der großartigen Redaktion von hr2 – Der Tag ist es zu verdanken, daß sie mit ihrer gestrigen Sendung «Von 8 bis 88 – Familie ist immer und überall» (Download hier) im Begleittext genau das artikulierte, was die oben abgebildete Arbeit des Künstlers Peter Zizka unserer Ansicht nach darstellt: «Was gibt es schöneres als an Heiligabend mit der lieben Familie um den Weihnachtsbaum zu sitzen? In Ruhe zusammen essen und trinken, sich an den Geschenken freuen, von früher erzählen. Und was gibt es schrecklicheres als mit der zerstrittenen Familie um den Weihnachtsbaum sitzen zu müssen?»

Der Künstler Peter Zizka verschmelzt die beiden Aspekte weihnachtliche Besinnlichkeit und häusliche Gewalt zu einer einzigen Arbeit. Reduzierter, komprimierter und treffender läßt es sich eigentlich nicht mehr auf den viel zitierten Punkt bringen. Er selbst schreibt dazu – um einiges diplomatischer formuliert: «Weihnachts- und Jahresmailings gehören zu den redundanten grafischen Aufgaben und zahlen nicht selten auf das prall gefüllte Konto allgemeiner Feierlichkeit ein. Am Jahreswechsel liegt es aber in der Natur der Dinge und des Thermometerstands, entschleunigt über das Vergangene nachzudenken. Eine gute Gelegenheit für ungewöhnliche Kommentare, die zwischen Kritik und Perspektive changieren und sich dem Trend der webbasierten Entmaterialisierung entgegenstellen.»

Und wie man sich eine finale Entmaterialisierung nicht nur webbasiert sondern weltweit und ganz in echt vorzustellen hat, davon gibt uns Zizkas Wandteller eine unmißverständliche Idee:

Peter Zizka: «Wandteller»

Schon lange wollten wir über diese Arbeiten Peter Zizkas berichten, allerdings waren wir uns auch stets darüber im Klaren, daß der Zeitpunkt für eine Veröffentlichung sorgfältig gewählt sein will. Vor diesem thematischen Hintergrund erschien uns kein Termin passender als der heutige 21. 12. 2012: Eine weihnachtsnahe VÖ mit finalem und mayaeskem Apokalypsecharakter. Was will man mehr?

Doch was ist mit der Hoffnung, die in einem hinreichend schwachsinnigen Lebenssinnspruch angeblich «immer zuletzt stirbt»? Auch hier weiß Peter Zizka mit einem seiner Weihnachtsmailings Rat:

Peter Zizka: «Lichtlein»

«Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.» Peter Zizka schreibt: «Weihnachten 2003 konnten wir die Firma Koziol dafür gewinnen, einen alten Sinnspruch in einer limitierten Sonderauflage aus nachleuchtendem Kunststoff zu fertigen. Materialität und Inhalt des Spruches ergänzen einander in idealer Weise.»

Über Peter Zizka und sein Projekt «Symbiosis», mit dem er den sogenannten Small Arms auf künstlerischer Ebene den Kampf angesagt hat, berichteten wir bereits hier ausführlich.

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Ist ER der morgige Vollstrecker der Maya-Apokalypse?

20 Dec

Click to enlage destroyedly

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DDC – Preisverleihung: «Gute Gestaltung 13»

20 Dec

Jährlich gibt es den schönen und wichtigen DDC-Wettbewerb «Gute Gestaltung». Mit großen und kleinen Namen. Mit leisen und lauten Leistungsbeweisen. Mit Schokolade, Himbeerkeksen und ordentlich zubereitetem Rehrücken. Mit Vorbildhaftem aus allen Gestaltungsdisziplinen. Es ist ein Wettbewerb, der nur einem Ziel dient: Eine große und breite Plattform zu schaffen. Eine Plattform zur Förderung des interdisziplinären Schaffens und Denkens, des Wollens und Entspannens, des Handelns und Überlegens; und natürlich auch eine Plattform, die Gestaltungsinteressierte aus den Reihen der Industrie kontinuierlich mit den Gesetzmäßigkeiten der kreativen Welt guter Gestalter bekannt und vertraut macht.

Das hier eingebettete Filmchen zeugt von der ausgezeichneten Atmosphäre und dem großen Interesse, das dieser Veranstaltung und dem DDC einmal mehr entgegengebracht wird.

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