Tag Archives: Copytest

Chalkboard Globe

12 Mar

When Christopher Columbus was discovering America; when Sir Francis Drake was fighting down the Spanish Armada and Admiral Lord Nelson had beaten the Spanish-French-Coalition at Trafalgar; when Marco Polo made his way to China and the fleet of Henry the Navigator conquered parts of Africa and the Canary Islands they all ensured one thing before sending their ships over the sea: a Calkboard Globe had to be aboard!

Certainly, they all kept their normal navigation equipment with them and it always made a pretty good job. No doubt. But this Calkboard Globe was something unique, a special secret, which was to be seen as a sophisticated weapon playing a huge role in the world of imagination, an imagination which was precisely positioned nowhere less than in great leaders’ minds and heads. Leaders, provided with the unbeatable power to move mountains, which in fact, they took full advantage of. In their master-rooms, they created their own world based on their own visions, hopes and dreams. Here, they took their tiny little pieces of chalk and drew their own world on their tiny little globes; visions they ensured that they would become pure and big reality – only seconds later.

Remember Ferdinand de Lesseps how he built the Suez Canal «with» the support of his Chalkboard Globe and how he failed so dramatically in completing the Panama Canal «without» his beloved Chalkboard Globe. A crocodile just ate it. Remember President Nixon and how he tumbled over the Watergate-Scandal by not having placed his Chalkboard Globe on his desk properly. However, Ferdinand de Lesseps and President Nixon were not the only victims who lost their rulership by not having considered their Chalkboard Globe’s magic energy and supporting mechanisms anymore. In later life, Ferdinand de Lesseps opened a factory for crocodile shoes and handbags; Richard Nixon, however, drowned in self-made ignorance and stupidity. Napoleon Bonaparte is another case of example: When starting to invade Russia on June, 23rd 1812, he was off his Chalkboard Globe: None of his visions, none of his hopes and dreams could have been made transparent and analyzed on its chalky surface by himself no more. His show was over. Napoleon ended up totally thrilled and lost in Russia’s Nowhere Land and finally on Saint Helena where, as it is said, he was slowly but surely poisoned by his happily laughing enemies.

Are you ready to make a decision that can change your life forever? Well, as long as you make the right one? You know, what we are talking about here, don’t you? Do you want to become the next President of the United States of America? Or the next Bill Gates of the future? If so, $26,99 plus shipping costs should not be seen as too expensive for the unique opportunity to catapulting yourself onto the top of our High-Society! Your personal 12″ Chalkboard Globe (Vintage Style) is awaiting you! So, what are you waiting for?

via: etsy

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Judith Holofernes versus BILD

7 Mar

«Judith Beheading Holofernes» by Caravaggio

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Die Handlung ist kurz erzählt: Werbeagentur von BILD, Jung von Matt, wendet sich an «Wir sind Helden» und bietet an, in BILD-Kampagne mitzuwirken. Judith Holofernes veröffentlicht auf Wir-sind-Helden-Blog sowohl Anfragebrief als auch ihre Absage. Beides hier. Dieser Blogeintrag bringt innerhalb kürzester Zeit so viele Seitenaufrufe, daß der Server vorrübergehend zusammenbricht; er entwickelt höchst virale Qualitäten. Das wiederum veranlasst Alf Frommer, selbst 13 Jahre in der Werbung und zuletzt als Creative Director tätig gewesen, unter seiner Internetidentität «synthie_und_roma» auf jetzt.sueddeutsche.de ein fiktives Antwortschreiben der Werbeagentur Jung von Matt zu veröffentlichen. Auch diese Aktion ist ein voller Erfolg und wird ungeprüft sogar von Nachrichtendiensten wie beispielsweise kress.de offiziell übernommen, wie BildBlog in seinem unterhaltsamen Beitrag «Und Du gehst Rüssel an Schwanz hinterher» berichtet.

War das etwa schon alles? Nein, die BILD veröffentlicht nun ihrerseits und ungenehmigt im Rahmen einer bezahlten Anzeige in der taz die ausführliche Absage von Judith Holofernes und bedankt sich bei ihr artig für die «ehrliche und unentgeltliche Meinung.» Judith Holofernes wundert es in einem taz-Interview, daß sich das Blatt auf diese Anzeige eingelassen habe und antwortet auf die Frage, ob sie nun ihrerseits die BILD verklagen wolle, nachhaltig entspannt: «Es ist ein ziemlich lahmer Versuch (von BILD; Anm. der Red.), ein Rückspiel zu erzwingen, weil man aus der ersten Runde nicht besonders glorios hervorgegangen ist. Aber ich sehe nicht ein, warum ich mich drauf einlassen sollte, wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.» So antworten Sieger.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Fröhliches Überschriftenraten

15 Feb

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a) Mit aller Macht und Kraft warf sich dieser furchtlose Eisbär auf den aufsteigenden Unterwasseratompilz, um mittels Körpergewichtes seinen ungezügelten Aufstieg in die Erdatmosphäre zu verhindern.

b) Durch die stetig steigende Erderwärmung sinkt im Gegenzug die Körpertemperatur der Wale dramatisch, wie dieser arme Eisbär leidvoll erfahren mußte, der bei gemütlich absolvierten Brustschwimmübungen im offenen Meer fast von einer gefrorenen Walatemblase von unten aufgespießt worden wäre.

c) Im medialen Öffentlichkeitsarbeitskampfes um das Recht auf Erstfestlegung des genauen Weltuntergangsdatums ist den engagierten Umweltaktivisten beinahe jedes vom Zweck geheiligte Mittel recht, wie diese künstliche Plastikeisbergspitze beweist, auf der ein dressierter Eisbär für das PR-Foto in einem Hollywood-Filmstudio gekonnt balanciert. Sein betroffener Gesichtsausdruck wurde später in der digitalen Nachbearbeitung des Bildes hinzugefügt.

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David Ogilvy: The Original Mad Man

29 Jan

David Ogilvy, the master of long and short copy, the master of celebrating a self-disciplined lifestyle, the master of founding an advertising agency at the age of 38 and expanding it to a world-wide operating firm. He is now been honoured by «Ogilvy One» with this ad.

By the way: Ogilvy’s best remembered ad containing his most legendary headline was for Rolls Royce «At 60 miles an hour the loudest noise in this new Rolls-Royce comes from the electric clock». Here it is:

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More about David Ogilvy’s magic rules of successful advertising on Marching Against Philip.

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Sonnenuhr – Ein OPEL-Astra Treatment

13 Dec

Seit ein paar Tagen ist es amtlich: McCann-Erickson betreut nicht mehr seinen Großkunden OPEL. Für Euren Hamster Anlaß genug, im Archiv zu wühlen und eines seiner vielen Treatments, die er mal für besagte Agentur anfertigte, hier digital abzudrucken.

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Ein Astra-Cabrio steht in Vordergrund des Bildes mit halboffenem Verdeck am Strand, es strahlt die Sonne. Das Verdeck ragt in einer Weise in den Himmel, daß es einen dreieckigen Schatten auf den Sand wirft, der den Zeiger einer Sonnenuhr darstellt, die von der Gruppe, zu der das Cabrio gehört und die es sich auf dem Strand (im Hintergrund des Bildes) gemütlich gemacht hat, in den Sand gezeichnet wurde. Es ertönt zielgruppenkompatible Musik aus den Boxen des Autos. Plötzlich fragt einer der Faulenzenden: »Wie viel Uhr haben wir denn?« Eine Frau im Zielgruppenalter steht auf, läuft zur Sonnenuhr und ruft: »Um wie viel Uhr müssen wir denn weg?« Die Antwort kommt promt: »Um acht!« Da die Sonnenuhr bereits kurz vor acht steht, nimmt sie die Fernbedienung des Cabrios und verstellt das Verdeck so, daß die Uhr nun wieder auf sechs Uhr steht. Sie ruft den Jungs zu: »OK, Wir ham’ noch Zeit!« und läuft zurück zu ihrem Platz.

CUT TO CLAIM: Frisches Denken für bequemere Autos.

Smirnoff Screwdriver

11 Dec

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Was möchte uns diese Anzeige sagen? Daß es groovy ist, besoffen von der Leiter zu kippen? Und daß es schön ist, dies kollektiv zu tun? Oder daß Smirnoff Vodka so wenig Alkohol enthält, daß man niemals von der Leiter fällt? Man diese – also im logischen Umkehrschluß – mit Smirnoff im Blut gefahrlos erklimmen könne? Oder daß es besser ist, alkoholisiert von der Leiter zu stürzen, als in diesem Zustand am Straßenverkehr teilzunehmen? Oder, daß man mit Smirnoff im Blut und zwei gebrochenen Beinen sich immer noch in der Lage sieht, mit einem freundlichen Grinsen ein Glas Smirnoff Screwdriver in die Höhe zu recken und gemeinsam mit seiner und seinem (noch) im Hintergrund wirkenden Schicksals- und Leidesgenossin sowie Leidensgenossen in spe darauf anzustoßen? Oder daß der Texter dieser Anzeige zum Zeitpunkt der Anzeigenerstellung seine vielgeliebten Beine bereits viel lieber unter den Tisch des Matterhorns gesteckt und gereckt hätte?

Eines darf zumindest als gesichert gelten: Die groovyeske Verwendung des damaligen Modewortes groovy galt in Werberkreisen zu jener Zeit als hinreichend groovy. Man denke doch bitte bloß an den sympathischen – auf Heino-Look getrimmten – Jungen mit dem Riesenklöppel in der Hand und dem zugehörigen Spruch: MB präsentiert das Spiel GROOVY. Ich bekam es zu Weihnachten geschenkt und fand es uninteressant. Außerdem gab es von Milkana fertig vorgeschnittene Käsescheiben in Wellenform in der Frischhaltebox. In jenen dieses Produkt bewerbenden TV-Spots fuhr dazu eigens ein groovyesker Buggy über hügelige Sanddünen.

So hebe ich mein gewelltes Nicht-Käse-Smirnoff Screwdriver-Glas, auf daß diese visuellen Spitzenfernsehwerbeerzeugnisse den Hunger auf vorgewellte Käsescheiben gesteigert haben mögen.

Jedenfalls heißt es: The big squeeze is on. Das könnte man auch als eine subtil unterschwellige Aufforderung zum Suizid verstehen.

Fazit: Es ist nicht ganz einfach, die Absicht des Inserenten in oben stehendem Werbebeispiel eindeutig zu ermitteln.

What shall we do with the drunken sailor?

12 Jul

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When Thomas Aquinas won – as a single copywriter – in 1273 a pitch against a bunch of famous advertising agencies of that time in order to create a highly mind catching advertising campaign for a beer which was planed to be introduced to the market only 93 years later (in 1366 just to be perfectly precise), so Thomas Aquinas already enjoyed the status of a living legend. Even Pope Benedict XV stated: “The Church has declared Thomas’ doctrine to be her own.”

As soon as Thomas Aquinas got familiar with the basics of digital imaging he created this incredibly impressive sea scenery above. He became so excited about what he had just done that he could not help than wanting to present his first draw to the brewery’s CEO immediately. Unfortunately, on his way to his client Stella Artois Thomas Aquinas was riding on a donkey along the Appian Way, when he struck his head on the branch of a fallen tree and became seriously ill. He was unable to continue his journey and as he received his last rites a couple of weeks later he announced his famous last words to become the headline of the best brewery ad that had ever been created since the entire history of mankind:

If the primary aim of a captain were to preserve his ship, he would keep it in port forever.

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via: Zastavki.com

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HipphippHurra – Mein neues Textheft ist nun da!

13 Jan

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Es war schon eine schwierige Geburt: Welche Textbeiträge sollen in die erste Ausgabe? Und welche sollen auch noch hinein? Und welche ins zweite Heft? Und ist dann immer noch genug für #3 übrig? Sollen bestimmte Beiträge, weil sie so gut sind, einen festen Stammplatz in jeder Ausgabe erhalten? Ich meine: ja. Und viele meiner zukünftigen Leserinnen und Leser schließen sich meiner Meinung vorab aus Sicherheitsgründen an. Denn: Fährt man schließlich nicht gerade deshalb jedes Jahr an ein und denselben Urlaubsort, weil man schon vorher ganz genau weiß, was man zu erwarten hat? Weil man eben nur keine unangenehmen Überraschungen erleben möchte? Ich bin wohl nicht ganz alleine, der meint: ja, genau deshalb.

Eben. Und damit Sie bei Lektüre meiner schönen und neuen Lesefibel nicht gleich und leicht und unvorbereitet der Schlag trifft, veröffentliche ich hier schon mal einen kleinen Auszug vorab. Damit Sie auch morgen noch Ihren Urlaub dort buchen können, wo Sie ihn auch letztes Jahr schon verbrachten. Und vorletztes Jahr auch. Und vorvorletztes Jahr ebenfalls. Wie das eben so ist. Einerseits.

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Andererseits: So viel Werbung gab’s im Meerschweinchenreport noch nie. Ein weiterer Grund, auch weiterhin kraftvoll zuzubeißen. Wuff!

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Appetit!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Laufrad:
Ihr/Euer Hamlet Hamster

P.S.: Das neue Heft ist ab Februar im gut sortierten Fachhandel zu finden und kostet – je nach geistiger Verfassung des Ladeninhabers – zwischen EURO 2.500,- und EURO 3.500,-.