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QVED 2016 | Andreas Baier: «Corporate Photography Means Executives Look Good»

6 May

Andreas Baier hält auf der «QVED 2016» einen Vortrag über sein Projekt «Unternehmensfotografie bedeutet, daß Entscheidungsträger gut aussehen».
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Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Ende Februar diesen Jahres hielt unser Redaktionsfotograf Andreas Baier in München auf dem Kongress «QVED 2016 – Quo Vadis Editorial Design?» einen Vortrag sowohl über sein aktuelles Projekt «Unternehmensfotografie bedeutet, daß Entscheidungsträger gut aussehen» als auch über seinen bisherigen beruflichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, daß er sich stilsicher der unterschiedlichsten Bildsprachen zu bedienen vermag, um dem jeweiligen Thema inhaltlich und formal gerecht zu werden. So trägt beispielsweise das nachfolgende Portraitbild von Dschingis Khan den Titel «Mißhandelte Frühstückswürstchen mit Sahnehammer»:

Blitzlichtportrait von Dschingis Khan mit dem Titel «Mißhandelte Frühstückswürstchen mit Sahnehammer»

Schon früh veröffentlichte Herr Baier seine Bildreportagen und Portraits in Magazinen wie beispielsweise «stern», «Merian», «Globo», «Geo», «max» und den beiden Supplements des «Handelsblatt» und der «Süddeutsche Zeitung». So entstanden auch Portraits von Gerhard Richter, Gerhard Schröder, Bill Gates oder Sir Peter Ustinov:

Andreas Baier portraitierte Sir Peter Ustinov für das Magazin «max» als dieser mit seinem Programm «An Evening With Peter Ustinov» in der Bundesrepublik auf Tournee war.
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Während seines Studiums der Freien Künste an der HBK Braunschweig entwickelte er seine analogen «flashlight paintings» (Blitzlichtgemälde), die – bis hin zum chinesischen «people» Magazine – weltweit publiziert und ausgestellt wurden; sowie ihren Weg in private Kunstsammlungen fanden:

Vier Doppelseiten im chinesischen «People»-Magazine

Sotheby’s Katalog einer Auktion
im Fürstlichen Schloß zu Regensburg

Cover IPO-Brochure «Das Werk AG»

Internationale Werbekooperation mit den Metz-Werken

«Hommage an die Hommage» –
Vier Doppelseiten im Süddeutsche Zeitungmagazin

Von 1993 bis 2003 lebte und arbeitete unser Mann fürs grobe Korn in London. In dieser Zeit enstanden entweder sehr traditionell anmutende Schwarzweiß-Reportagen, beispielsweise über das magische Kräfte verleihende «Full English Breakfast» für «Globo», oder – salopp gesagt – ziemlich schräges Zeug: CD-Cover für «SONYmusic» und «Universal» von herrlich «gestörten» Bands; diverse Road-Safety-Spots, von denen auf der britischen Insel einige nicht ausgestrahlt werden durften; geschriebene Satirebeiträge, die u.a. in «THE FACE» oder auf tagesspiegel.de erschienen; sowie ein Werbefilmchen für das fiktive Bestattungsinstitut «Mr. Sandman’s Finest Funerals»:

Im Jahre 2003 wurde dann nach sechsjähriger Arbeit sein Musikprojekt «Hans Paetsch – Der Märchenprinz» von BMG Classics veröffentlicht, das er zusammen mit einigen namhaften Musikproduzenten realisierte und ebenfalls vom ZDF im Rahmen seiner Weihnachtstrailer uneigennützig beworben wurde.

Das nachfolgend verlinkte Filmchen zeigt den legendären Hans Paetsch bei Sprachaufnahmen zum Titelstück der CD «Märchenprinz».

Die zugehörige Website gewann alle möglichen nationalen und internationalen Auszeichnungen, die jedoch von Andreas Baier nach einigen Jahren schweren Herzens wieder vom Netz genommen wurde, um den Namen Hans Paetsch sowie sein Vermächtnis nicht durch ein damals wohl von blindem Neid motiviertes Internet-Bashing einiger weniger «Aktivisten» langfristig beschädigen zu lassen.

Seit ein paar Jahren fasziniert ihn die Portraitfotografie wieder ganz besonders, wobei er, so es zum Thema und der abzubildenden Person paßt, von den digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten regen Gebrauch macht, wie die beiden nachfolgenden «Screenshots» vom Bühnenvortrag zeigen:

Portraits von Kursteilnehmern der «Berlin School of Creative Leadership».
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Kunstsammler auf der Art Basel 2015.
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Zu den eigeladenen Referenten gehörten u.a. auch Debbie Millman, New York – USA («Sterling Brands»); Gail Bichler, New York – USA, (Designdirektorin «New York Times Magazine»); Francesco Franchi, Mailand – I, (Kreativdirektor bei «IL», dem Magazin von «Il Sole 24 ORE»); Jaap Biemans, Amsterdam – NL, (Creative Director «Coverjunkie»); Markus Rasp, München – D, (Kreativdirektor «Anzinger und Rasp»); Michael Ray, San Francisco – USA, (Editor of Francis Ford Coppola’s story and art quarterly, «Zoetrope: All-Story»); Mark Porter, London – UK; Horst Moser, München – D, («Independent Medien Design»); Steven Watson, London – UK, (Gründer von «Stack»); Mike Koedinger, Luxembourg-Bonnevoir – L, (Maison Moderne, Verleger und Medienunternehmer).

Bill Gates im Auftrag des «stern».
Bühnenfoto von Horst Moser

Der komplette Vortrag steht auf Youtube und dauert ca. 35 Minuten:

Pressespiegel: Antje Dohmann übertitelt ihren Bericht auf «Page Online» über die dreitägige Konferrenz – bezugnehmend auf Baiers Outfit – mit: «Bilderrausch im Bademantel» und schreibt: «Fotograf, Künstler und Illustrator Andreas Baier galoppierte durch eine Flut seiner teils puren, teils aufwendigst in Photoshop bearbeiteten Bilder, von denen jedes für sich eine ausgiebige Betrachtung wert gewesen wäre. Warum er dabei seinen Bademantel trug verriet er nicht.» And the one and only Debbie Millman tweetet: «Andreas Baier’s photographs are blowing my mind at #qved2016». Boris Kochan twittert: «Bloody times ‪@qved‬ with Andreas Baier»; und der Tweet von Harald Link lautet: «Andreas Baier – was für ein Fotograf, irre. ‪#qved‬ ‪#qved2016‬». Viola von Zadow zitiert unseren Photographen mit: «You’re a photographer or you’re not. If you are a photographer – do what you can best and take photographs!” Andreas Baier ‪@qved‬ ‪#qved2016‬». Miriam Lochner schreibt in ihrem Blog: «Der definitiv exzentrischste und lustigste Fotograf auf der QVED: Andreas Baier. Er hält nichts von Plänen und noch weniger von Perfektionismus. Lieber lässt er sich unmittelbar von der Situation und Person inspirieren, wenn er Portraitfotos schießt. Wenn das heißt, dass der Kopf des Portraitierten im Bild komplett verschwindet, ist das eben so. Und wenn er sich bei einem besonders surrealen Bild unsicher ist, ob es nun geil oder scheiße ist, einigt er sich auf ‹okay›. (Natürlich war es geil.)»

Unser Redaktionsfotograf möchte gerne die Gelegenheit nutzen und sein Bedauern über das entstandene Mißverständnis in Sachen «laxer Perfektionssucht» zum Ausdruck bringen. Richtig ist zwar, daß er im Vorfeld weitestgehend auf Planungen verzichtet, er jedoch beim Fotografieren sowie beim Ausarbeiten der Portraits sehr wohl auf Perfektion gesteigerten Wert legt.

Baiers komplette Vortragsdatei ist hier einsehbar.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, woher Andreas Baiers starke Affinität zur bildenden Kunst kommt? Seine Eltern eröffneten Mitte der 1960er Jahre ihre «Galerie Baier» für zeitgenössische Kunst und gründeten die Zeitschrift «KUNST» – das spätere «Magazin KUNST». Nachfolgendes Cover ist beispielsweise in der «Tate Collection» vertreten:

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Review-Magazine: «QVED 2015»

12 Mar

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Liebe Leserinnen und Leser,

daß es genügend erstklassige Magazinmacher überall auf der Welt gibt, die es verstehen, hochwertige Zeitschriftenkonzepte zu realisieren, die am Markt Bestand haben, davon konnten sich die Teilnehmer des dritten «Quo Vadis Editorial Design – QVED» – Kongresses ausgiebig überzeugen. Die durchweg sehr hohe Qualität machte uns schlicht sprachlos, weshalb wir uns im Rahmen unserer Berichterstattung auf das Publizieren einer überüppigen Bildstrecke beschränken. Hier können Sie in unserem digitalen Review-Magazin «QVED 2015» entspannt blättern.

Herzliche Grüße
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

Thomas Höpker: «Ansichten eines Reporters»

29 Jul

Photographs by Andreas Baier
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On October 31st in 1987 Thomas Höpker’s exhibition «Ansichten eines Reporters» had its vernissage in the famous Rubens-town Siegen. Our staff-photographer Andreas Baier could not resist documenting this event with his camera. We have already featured one picture of this series here; including some information about Thomas Höpker’s CV and where to purchase prints of his fantastic work best as well. Thomas Höpker is still the only German photographer who joined the legendary photo-agency Magnum Photos based on a «full membership», which he also ran from 2003 until 2007 as its president.

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Elisabeth Biondi: «Banana Armada»

23 Jul

Banana Armada – flashlight painting by Andreas Baier

Having seen the remarkable arte-reportage about the German photographer Martin Schöller recently, it became transparent that former «The New Yorker’s» picture editor-in-chief, Elisabeth Biondi, was responsible for his international breakthrough due to the fact that she assigned him regularly – before anyone else did. You can find some of Martin Schöller’s marvellous work here, here, here, here and here.

Since we live in a time, however, in which people are mostly interested in other people who only show interest in oneself, it should be bright and clear and understood that we have decided using this unique opportunity to only feature our one and only staff-photographer Andreas Baier who used to work for Elisabeth Biondi as well during her time as picture editor-in-chief of the magazine stern in the 1990s.

When the Berlin wall came down Elisabeth Biondi gave Mr Baier a ring and said that East Germany’s major request for bananas was about to drive the whole nation into pure craziness and that whenever the term «craziness» crosses her mind she could not help thinking of him and that he was perfectly adviced to help her out with a somewhat stunning interpretation of this whole strange situation – see result above. She saw the picture, had a smile and gave him the next job.

Like it too? So, you better might consider also taking a full visual bath in his passionate portfolio Just For Fun.

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Andreas Baier: «Bill Gates»

19 Jul

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When Winston Churchill stepped out of the Canadian Parliament (December 1941) in order to be photographed by Yousuf Karsh he generously said to him: «You’ve got 30 seconds». Karsh took Churchill’s cigar immediately out of his mouth and activated his camera’s aperture.

When Winston Churchill became aware of his sourish face on the picture he was completely pleased: «Excellent. Now, my enemies will fear me more than ever».

When our editorial-photographer Andreas Baier had the opportunity to photograph Bill Gates he remembered what Yousuf Karsh once did to Churchill’s cigar and decided to do something similiar – if necessary. The circumstances were on his side: as the interview with the magazine «stern» was about to end Andreas Baier grabbed his microsoft-mouse and let it dangle in front of Bill Gates’ face, teasing him: «Billy! Mousy, mousy!» He fortunately accepted this unexpected offer – and Andreas’ day was made.

At that time (1991) Andreas Baier did not know Bill Gates’ famous quote: «I choose a lazy person to do a hard job. Because a lazy person will find an easy way to do it.» May be that’s also the secret behind creating great portraits: to realise them as efficiently as even possible.

The portrait of Bill Gates is part of Andreas’ portfolio «Corporate Photography Means Executives Look Good».

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Thomas Höpker: «Grabbing The Lens»

25 Jun

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Our staff photographer took this spontaneously created portrait of Thomas Höpker in the German Rubens-town Siegen in the year 1987 during the vernissage of his exhibition «Ansichten eines Reporters».

At that present time he was the art-director of the magazine stern. He later became member of the legendary photo-agency Magnum which he ran from 2003 until 2007 as its president as well. Recently, he was patron of the Fotogipfel Oberstdorf. He lives and works in Big Fresh Pond close to Southampton on Long Island, in Berlin or in Santiago de Chile. In New York City he took one of his most discussed photographs.

Should you wish to collect some original prints of his impressive work the Berlin based gallery Camera Work provides you with a great opportunity to do so.

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Tim Walker Photography

12 Feb

Photo by Tim Walker

Um unseren Lesern immer mal wieder was Frisches auf den Tisch zu legen, führen uns die Recherchewege gelegentlich dann doch in die entlegensten Winkel – um schließlich wieder auf einer Autobahn zu landen, die einen schnurstracks zu einem neuen Netzfund führt; hier zu: Tim Walker Photography.

Passend zu diesem Gericht gibt es hier eine ausführliche Erläuterung des Stern-Journalisten Jochen Siemens. Bei diesem Namen wird unser Redaktionsfotograf hellhörig, denn er hatte mal das Vergnügen, mit ihm diesen Job für den Stern umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit ihm erinnerte ihn damals schon an einen seltsamen Zusammenschnitt des Films Local Hero: Der im fernen Texas gebliebene Ölmagnat Hepper, hier gespielt vom Stern-Journalisten Jochen Siemens, instruiert seinen Mitarbeiter MacIntyte, hier gespielt von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier, aus der Ferne und interessiert sich weniger für den Verlauf des eigentlichen Jobs als dafür, ob sich sein MacInbaier in London auch schön brav im Hazlitt’s einquartiert hat (was übrigens ein prima Tip war), ob er in Gstaad zufälligerweise Audrey Hepburn gesichtet, und ob er – ganz wichtig – in Florenz die freischwebende Kuppel des berühmten Baumeisters Filippo Brunelleschi besichtigt habe. Well, er hatte gerade mal vier Tage Zeit, um die quer über einen nicht unbedeutenden Teil Europas verteilt lebenden Hip-Paparazzi der damaligen Zeit zu portraitieren. So spielte er mit seinem persönlichen Mr Hepper das Spiel Just make him speechless: «Weiß nich, Architektur ist eigentlich nicht so mein Ding, aber das Eis hier macht einen ganz guten Eindruck.»

Könnte es sein, daß sich unsere Leser gerade fragen, was dieser überflüssige Exkurs ins Selbstreferentielle soll? Aber, so entgegnen wir unterrichtend: «So geht nunmal Modefotografie: Ignoriere die Wünsche Deines Klienten und inszeniere Dich selbst!»

Jochen Siemens schreibt: «Noch zählt Walker nicht zu den ganz Großen, noch sitzen Fotografen wie Steven Meisel oder Nick Knight an den Hebeln der fotografischen Trends (…)» Das ist von ihm fein beobachtet. Und auch wenn wir das oben abgebildete Werk aus der fotografischen Feder Tim Walkers für überdurchschnittlich erachten, so kann ein ausgedehnter Besuch seiner Website nur einen Eindruck beim Betrachter hinterlassen: ziemlich viel Mittelmaß. Über Walkers Bilder schreibt Siemens: «Wie einen Kindertraum baut Walker manche seiner Bilder so akribisch zusammen, dass sie aussehen wie eine Szene aus “Alice im Wunderland” oder “Harry Potter”, visuelle Metaphern, die im Kopf des Betrachters die Erinnerungen an die Zeit der Kinderbücher, die unter der Decke gelesen wurden, wiedererwecken.» Das wiederum ist unfein beobachtet, denn diese Vergleiche sind unzutreffen, da Walker nicht dauerhaft auf dem von Siemens assoziertem Qualitätsniveau arbeitet. Unabhängig davon müssen wir uns schon fragen, welche Bücher Jochen Siemens während seiner wichtigen Prägephase da unter der Bettdecke las…

Ach ja, Tim Walker war auch Assistent bei Richard Avedon: «Walker erzählt das ein wenig mit schmalen Worten, ja, Avedon war ein Herrscher, und alle anderen waren Sklaven. Einmal, Walker hatte das Licht nicht schnell genug eingestellt, sei der Mann durchgedreht, “er hat alles fallen lassen und mich angeschrien, ich hab den Krach noch heute im Ohr”, sagt Walker und verzieht das Gesicht.» Der Arme, er verzieht das Gesicht. Wie schrecklich! Da muß jemand echt gelitten haben. Well, Mr Siemens, just to keep you perfectly informed: Die amerikanische Starfotografin Annie Leibovitz beschäftigt für gewöhnlich vier Assis gleichzeitig. Es muß so Mitte der 1990er Jahre gewesen sein, da wurden innerhalb von einer Woche gleich zwei Assistentenstellen im Hause Leibovitz frei: Der eine Assi sprang aus dem Fenster und der andere erlitt einen Herzinfarkt. Aber: «Angebrüllt.» Und: «Diesen Krach immer noch im Ohr haben.» Certainly Sir, that’s quite shöcking, isn’t it?

Und Jochen Siemensens Schreibe merkt man leider an, daß sich der von der Chefredaktion schon vor Jahr und Tag verordnete Schreibstil erbarmungslos durch sämtliche Ressorts zu ziehen hat.

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Schade um die schöne Hasselblad

16 Jul

War ich sechs Jahre alt? Oder schon im zehnten Lebensjahr? Egal. Innerhalb des vorstehend skizzierten Zeitfensters hing das Bild fast überall als Ausriß aus dem Stern in nahezu jedem Büro, oder jeder Galerie, das bzw. die ich in Begleitung meiner Eltern besuchte. Damals fand man sowas ganz lustig.

Apropos Hasselblad: Es ist ja ein uns seit geraumer Zeit zentral beherrschendes Thema: «Waren die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond?» Die Firma Hasselblad bewarb damals ihren Kamerawürfel mit «Hasselblads Mondfahrt», um damit die Robustheit ihres Produktes zu illustrieren. Nur ist es so, daß die Hasselblad-Objektive serienmäßig mit einer fetten und innenliegenden «Einstellschraube» geliefert wurden, weil sich bei diesem Kameramodell häufiger mal der Verschluß verklemmte, was sich durch das Abschrauben des Objektives und das «Nachziehen» besagter «Einstellschraube» beheben ließ. Und mit diesem Produktionsrisiko sind die Amerikaner tatsächlich auf den Mond geflogen?

Vielleicht hätte ich doch besser «The Empire Strikes Back!» als Überschrift wählen sollen …

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Les vacances de Monsieur Picasso

10 Jul

«Hommage an Picasso» (1978) –
Gemeinschaftsarbeit von Curd Jürgens und Robert Lebeck

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Als das spanische Kunstgenie Pablo Picasso einmal mehr im Klintsch mit seinem Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler lag, und das nur, weil sich der Ex-Bankier hartnäckig weigerte, mit ihm in den Swingerclub zu gehen, um das Ende des ersten Weltkrieges zünftig zu feiern, machte sich der Maler trotzigen Mutes allein auf den Weg in sein angestammtes portugisisches Feriendomizil in Sagres, wo er es sich in gewohnter Weise in der dortigen Fußgängerzone zu Fuße eines Heinrich der Seefahrer huldigenden Denkmals (siehe oben) gemütlich machte.

Im Jahre 1978, übrigens frisch nach Einführung eines europaweit einheitlichen Fußgängerzonen-Looks, nahmen sich der deutsche Schauspieler Curd Jürgens sowie der internationale Top-Fotograf Robert Lebeck dieser für Picasso typischen, wenngleich unregelmäßig konsumierten Lebens- und Urlaubssituation an, empfanden sie nach sorgfältiger Befragung noch lebender Zeitzeugen wirklichkeitsgetreu nach (siehe oben) – und bannten sie für die Nachwelt im Auftrag des Magazins Stern auf Film.

Ein Originalabzug befindet sich inzwischen in der ständigen Sammlung des Museum Ludwig in Köln.

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