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Olaf Leu, der «Ro 80» unter den Designern, wurde just 80 und veröffentlicht sein «R/80» bei «Spielbein Publishers»

18 Oct

Das neue Buch von Olaf Leu: «R/80»
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Sicher, wir hätten auch «Mr. Klartext spricht Klartext – bis in die Klappen» in die Überschriftenzeile setzen können. Oder: «‹R/80›, die intellektuelle Kraftnahrungspille für den anspruchsvollen Lebens- und Designinteressierten». Oder: «Wer bisher glaubte, die letzten zwanzig Jahre im falschen Film unterwegs gewesen zu sein, der erhält mit Olaf Leus ‹R/80› eine praktikable Anleitung zum Querumstieg bei voller Fahrt in den richtigen».

Einerseits. Andererseits fangen wir aber mit einem Zitat des ersten Satzes aus dem Prolog (Zwischen Müßiggang und Engagement) seines hier gegenständlichen neuen Buches «R/80» an: «Letztlich bin ich dann doch der Prophetie meines Kollegen Andreas Baier gefolgt, der schon nach Erscheinen meines Taschenbuchs i.R. orakelt hatte, dass es bei diesem ersten Band nicht bleiben würde. Und genauso ist es.» (Meerschweinchenreport berichtete hier). Tja Leute, schließlich geht doch dieser Tage nichts über eine ordentliche Portion Selbstreferenzielles, nicht wahr?

Nachdem nun auch das geklärt wäre, können wir mit unser eigentlichen Rezension beginnen. Wir zitieren abermals, diesmal aus dem Editorial, verfaßt vom Spielbein-Publisher Michael Eibes: «Warum sind Bücher wie dieses so wichtig? Es gilt Situationen, Zustände und vor allem Wissen zu dokumentieren. Denn Wiederholungen ohne Lerneffekt sind sinnlos.» Die fünf Hauptrubriken sind «Selbstverständnis», «Gestaltung mit Haltung», «Sein und Schein», «Geschichte und Geschichten» und «Prof. Dr. Klaus Klemp über den Autor Olaf Leu». Wer also geglaubt haben möge, daß es zum 80. von Olaf Leu lediglich angestaubte Lebensweisheiten zu lesen gäbe, der irrte gewaltig. Salopp gesagt: Das ist alles strenger Stoff. Sehr strenger Stoff, sogar. Als «kleine» Leseprobe sei in diesem Kontext «Eine Frage der Moral!? (S. 45 – 55)» empfohlen. Die dazu mehr als passende Illustration, der Textstartseite gegenüberliegend, bildet eine von ihm gestaltete Anzeige für Underberg mit der Hauptaussage: «Unser Underberg ist so gar nicht idyllisch». Eine Kernaussage, die Olaf Leu als Arbeitstitel für sein Buch gedient haben mag: «Hilfreiche Medizin muß bitter schmecken».

Olaf Leu im Züricher HarbourClub
Foto von Horst Moser

Als Material zum erweiterten Diskurs zitieren wir aus Horst Mosers Bericht über Olaf Leus jüngsten (und vermutlich wohl leider auch letzten) öffentlichen Auftritt vor dem Züricher «Harbour Club» – einer Vereinigung, der sich Vertreter der Schweizer Kommunikationselite zugehörig fühlen: «alle bekamen ihr fett ab: die unfähigen kommunikationsleute in den unternehmen, denen nichts anderes als ›pitch‹ einfällt und die kein ordentliches briefing zustandebringen. die inkompetenten agenturleute, die information nicht strukturieren können, von typo keine ahnung haben und dämliche bildsprachen beauftragen. und alle sind geil auf die inflationären awards, die oscar-falsifikate. all jenen wurde – um im biblischen jargon zu bleiben – die leviten gelesen.» Nun, wie wir bereits als Alternativüberschrift angeboten haben: «Mr. Klartext spricht Klartext – bis in die Klappen».

Aber das ist längst noch nicht alles. Wer wissen möchte, wie das kulturelle Verständnis vor der inoffziellen Kulturrevolution durch Social-Media und Smartphones ausgesehen hat, der mag sich den Leu-Text «Salon de Grolman – Die DDC-Keimzelle» zu Gemüte führen. Der Anfang als Auszug: «Naturgemäß verbinden sich mit dem Begriff Salon repräsentative Räumlichkeiten, in denen ein meist ebenso repräsentatives Ehepaar gesellschaftlichen Verpflichtungen nachgeht; darunter kann man die Zuwendung zur Literatur, Musik, Kunst oder Politik verstehen. Im Fall des Ehepaars von Grolman stand allerdings eindeutig das Design im Vordergrund. Repräsentativ war schon einmal die um die Jahrhunderwende errichtete Villa, in der man hier empfangen wurde: das Interieur aus geschmackvollen Einzel- oder Erbstücken aus dem Biedermeier, auch das eine oder andere diskret ausgehändigte Ahnenbild, die große Bibliothek, die schweren Ledersessel – all das atmete das Ambiente des selbstbewußten Citoyen, um in der französischen Begriffswelt zu bleiben. Tassilo von Grolman, stets gekleidet wie ein englischer Landedelmann, hielt hier mit Unterstützung seiner Frau Dagmar Hof.»

Die DDC-Keimzelle: Dagmar und Tassilo von Grolman in ihrem Salon.
Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Somit ist Olaf Leus neues (und hoffentlich nicht letztes) Buch auch ein wichtiger Ratgeber für die Entscheidungsträger in der Industrie. Denn es geht weit mehr als nur um gelungene oder weniger gelungene Typografie: es geht um die Ermöglichung und Bewahrung von Lebensqualität als solches – es geht um «Lebensdesign»; und mit welcher inneren und äußeren Lebenshaltung man zu ihrem/seinem Gelingen beitragen kann – und mit welcher nicht.

Ein abschreckendes Beispiel für mißlungene Lösungsansätze ist der Alterungssimmulationsanzug. In dieses aufwendig geschneiderte Ungetüm werden junge Designmenschen gezwängt, damit sie erfahren können, was es heißt, alt zu sein, um sich dann in der Konsequenz – so die Theorie – in die Lage versetzt zu sehen, extra Geräte oder Lebensbereiche für alte Menschen und deren Bedürfnisse zu gestalten. Das ist, gelinde gesagt, vollstoff bescheuert. Der einzig adäquate Weg ist es, Gestalter mit der Erarbeitung von solchen Lösungen zu beauftragen, die bereits selbst der hier gegenständlichen Altersklasse angehören. Aber das passiert allein schon deshalb nicht, weil alles «hübsch jung und dynamisch» zu sein hat – sogar das Alter.

Olaf Leu im Züricher HarbourClub
Foto von Horst Moser

Wer also für sich, und/oder sein Unternehmen die Entstehung von Fehleinschätzungen und deren Produktionen verhindern oder nur ganz einfach zur Abwechslung mal wieder etwas Kultiviertes lesen möchte, der wird um die vollständige Lektüre von Olaf Leus «R/80» nicht herumkommen.

Das Buch wurde kongenial von Clemens Hilger gestaltet.

Die Feindaten:
Form: Paperback
Format: 14×19 cm,
Inhalt: 178 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen.
Preis: € 19,90

R/80 erscheint zur aktuellen Frankfurter Buchmesse bei Spielbein Publishers.
Bestellung online www.spielbeinpublishers.com
per E-Mail an hello@spielbeinpublishers.com
oder im Buchhandel ISBN 978-3-946718-00-0

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Carolin Würfel c/o FAZ am Sonntag!

1 Dec

Thomas Höpker: «Heartland»
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In der aktuellen Ausgabe der FAZ am Sonntag (30. November 2014) wird deutlich, daß Sie unter der Überschrift «Viele Bilder und ein Zerrbild» der Versuchung, diese als Sondermülldeponie für Ihre ganz persönlichen Geistesprodukte zu mißbrauchen, nicht haben widerstehen können. Das ist bedauerlich, weil Sie mit dieser Vorgehensweise beileibe keinen Einzelfall darstellen und somit diese Unart hartnäckig dazu beitragen wird, dem sogenannten «Qualitätsjournalismus» weiterführend und in aller Nachhaltigkeit den Rest zu geben.

Zunächst wird transparent, daß Sie nicht einmal die einfachsten Grundregeln der ohnehin nicht soo sonderlich komplizierten Mengenlehre beherrschen. Merke: Nur weil auch Nazis, die nach dem Krieg unbeschadet den Entnazifizierungsprozeß durchlaufen haben und sich morgens zum Frühstück – das ist nur ein Beispiel – ein Glas Orangensaft genehmigen, heißt das noch lange nicht, daß jeder und jede, der oder die sich morgens irgendwo auf der Welt ebenfalls ein Glas Orangensaft zum Frühstück einschenkt, automatisch als Nazi oder Neo-Nazi einzustufen ist. Auch besteht für diese weltweit angesiedelten Orangensaftkonsumenten – wir sind immer noch im Beispielverfahren – in keiner Weise die Pflicht, bei jedem Schluck Orangensaft die ebenfalls mit am Tisch sitzenden Personen darauf aufmerksam zu machen, daß es nicht restlos auszuschließen sei, daß sich unter ihnen Nazis oder Neo-Nazis befinden könnten, die – Oh Gott, oh Graus – ebenfalls zum Frühstück Orangensaft trinken – und deshalb der Konsum von Orangensaft grundsätzlich zu hinterfragen sei.

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Jedem funktionstüchtigen Geist dürfte klar sein, daß das alles Schwachsinn ist, doch Sie begründen die Notwendigkeit eines solchen argumentativen Verhaltens wortwörtlich mit: «Allein aus (Selbst)schutz vor möglichen Angriffen». Quoi?

Sind wir mit unserem Beispiel durch? Leider nein, denn schließlich wird auch nicht, wir müssen das leider in aller epischer Breite durchkauen, aus jemandem, der mal in der Nachkriegszeit mit einem entnazifizierten Nazi zusammen an ein und demselben Tisch saß und beide gemeinsam Orangensaft tranken ebenfalls ein Nazi, noch wäre es legitim, ihn allein durch diesen Umstand auch nur zwischen den Zeilen in diese Nähe zu rücken. Doch genau das, Carolin Würfel, genau das tun Sie. Die Frage ist nur: «Warum?»

Ihr Vorwurf in realiter lautet: «Horst Mahnke war Nazi, Chefredakteur bei Springer und Spitzel des BND. Weniger bekannt ist, daß er auch Fotografen wie Thomas Hoepker intrumentalisierte». Aha. Und das soll jetzt die Schuld Thomas Höpkers sein, weil davon nichts in seinem hervorragenden Bildband «Heartland» steht? Die darin abgebildeten Aufnahmen entstanden 1963 als Auftragsarbeit für die Illustrierte «Kristall», dessen damaliger Chefredakteur Horst Mahnke war. Er bat den damals 27-jährigen Höpker zusammen mit seiner Frau Eva Windmöller, quer durch die Vereinigten Staaten zu reisen und darüber zu berichten. In Ihrer grenzenlosen und darob überaus eitelen Selbstgefälligkeit schreiben Sie: «Man mag ihm, dem alten Herrn Hoepker, der ‹sein› Amerika ja immer so bedingungslos geliebt hat, vielleicht sogar glauben, dass er damals nichts von Mahnkes Vergangenheit wusste, oder wie so viele, nichts wissen wollte, weil es ja vorwärts gehen sollte. Aber man ist doch schwer verwundert über die Naivität, mit der Hoepker 2013 einen Bildband publiziert mit Fotos, die unter Horst Mahnke entstanden sind und es nicht in Erwägung zieht, auch nur in einer Fußnote auf die Rahmenbedingungen zu verweisen.» And here it comes: «Allein aus Schutz vor möglichen Angriffen».

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Man mag Ihnen, der grünschnäbeligen und viel zu unerfahrenen Frau Würfel, die ihr eigenes beschränktes Auffassungsvermögen ja immer so bedingungslos liebt, vielleicht sogar glauben, daß Sie damals nichts von der Möglichkeit, sich an von der öffentlichen Hand bezahlten Bildungs- und Fortbildungsinstituten (Kindergarten, Schule, Hochschule, Universität, VHS-Benimmkurse) das nötige Rüstzeug für das spätere Leben zuzulegen, wußten, oder wie so viele, nichts wissen wollten, weil es ja vorwärts gehen sollte mit der Etablierung des eigenen geistigen Notstandes als ultimatives Maß aller Dinge. Aber frau ist doch schwer verwundert über die mangelnde Erziehung, mit der Sie einem verdienten und honorigen Thomas Höpker begegnen und es nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen, auch nur in einer Fußnote auf die Rahmenbedingungen für eine unterbezahlte Möchtegernjournalistin zu verweisen. Allein schon aus Schutz vor möglichen Angriffen.

Thomas Höpker, der das mit Ihnen geführte Telefonat möglicherweise als unheimliche Begegnung der dritten Art empfunden haben mag, schrieb Ihnen deshalb kurz nach Beendigung noch eine Mail, aus der Sie wie folgt zitieren: «Man kann natürlich darüber diskutieren, ob Hans-Michael Koetzle in seinem Vorwort zum ‹Heartland›-Buch die braune Vergangenheit Mahnkes hätte erwähnen sollen. Ich selbst halte das nicht für relevant in diesem Zusammenhang und mein Klassenlehrer hätte das sicher in roter Tinte als ‹Thema verfehlt› moniert.» Um es vorwegzunehmen: Wir halten das, siehe eingangs dargelegtes Orangensaft-Gleichnis, auch nicht für relevant. Insbesondere nicht, wenn die unberechtigte Kritik von einer Person kommt, deren Vita nicht erkennen läßt, daß sie jemals irgend etwas Hervorhebenswertes geleistet hätte; oder in anderen Worten: deren persönliche Lebensleistung verglichen mit der eines Thomas Höpkers schlicht gegen null strebt – womit Sie allein schon aus diesem Grunde nicht qualifiziert sind, ihn in zu kritisieren.

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Abschließend ein paar Hinweise:

a): Thomas Höpkers Nachname weist in seiner Originalschreibweise einen entsprechenden Umlaut auf.

b): Die hier abgebildeten Aufnahmen (außer Buchcover) sind nicht von Thomas Höpker sondern von Diane Arbus, und zwar auch aus der Zeit der frühen 1960er Jahre in den Vereinigten Staaten. Somit stellen die Aufnahmen Thomas Höpkers auch mitnichten ein «Zerrbild» dar, wie Sie naßforsch behaupten, sondern spiegeln ebenso wie die von Diane Arbus das damalige Erscheinungsbild der Gesellschaft in den USA wider. Was man u.a. von Höpkers Bildern beispielsweise lernen kann, so frau es denn tatsächlich interessiert, ist der unglaubliche Blutzoll, den auch die amerikanische Bevölkerung entrichten mußte, um Nazi-Deutschland in die Knie zu zwingen. Mit Anti-Amerikanismus hat das nun wirklich nichts zu tun.

c): Die Tatsache, daß auch Sie Thomas Höpkers Bilder für Ihr seltsames Geschreibsel gnadenlos instrumentalisieren, so wie Sie meinen, daß es auch ein Horst Mahnke getan hat, macht Sie, auch zwischen den Zeilen, noch lange nicht zu einem Nazi, obwohl es Kraft Ihrer eigenen Definition eigentlich so sein müßte.

d): Legen Sie dem Herausgeber-Gremium der FAZ diesen Beitrag vor – bevor wir es tun.

Und nun: Husch, husch ins Körbchen.

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A Modern Masterpiece Is Reborn As A Perfect Christmas Gift: «Pablo Picasso by Christian Zervos»

8 Dec

In 1932, Cahiers d’Art published the first volume of the Picasso Catalogue, a project prepared by Christian Zervos in partnership with Picasso himself. This massive undertaking, incomplete at his death in 1970, became Zervos’ life work and one of the most influential pieces of scholarship on the 20th century’s most renowned artist. At long last, this historic 33-volume set is available again.

The original catalogue, with corrections from the Picasso Administration, is now available in French and in English for the first time – and nothing but a perfect christmas gift for all of us.

Now available for pre-order at a promotional price of $ 15,000 USD. Orders will ship by February 15th, 2014. Be a good Santa and order here or here.

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SAATCHI ONLINE: «Get Art Discovered!»

7 Dec

Zena Holloway: «The Old Grey Teacher»

In the past we already featured artists being present with their work on SaatchiOnline. It is amazing how many different kind of artistic styles you’re getting introduced to while surfing around and through a huge jungle of artwork. Today we present some stuff we find interesting and funny to look at.

Visit Zena Holloway.

Anja Priska: «Party Without Monkey»

Visit Anja Priska.

Juan Manuel Garcia: «Bells»

Visit Juan Manuel Garcia.

Willard Balthazar: «Prince William, Duke of Cambridge»

Visit Willard Balthazar.

Theron Humphrey: «Clark Fork, ID»

Visit Theron Humphrey.

Barbara Kolo: «Cosmic»

Visit Barbara Kolo.

Michael Foulkrod: «Shark Mask 2»

Visit Michael Foulkrod.

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Emily Evans: «Testicles On A Plate»

18 Jan

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Die britische Künstlerin Emily Evans hat sich beruflich auf die Anfertigung von Illustrationen im medizinischen Bereich spezialisiert. Wenn man geistig entsprechend geeicht ist, so ißt der Weg zu einer histologischen Porzellangeschirredition, die Motive von männlichen Hoden im mikroskopischen Querschnitt zeigt, nicht mehr soo weit. Und der Gedanke, sich auf diese Weise die Eier seines geliebten Feindes servieren zu lassen, um sich beispielsweise bei Tische stil- und artgerecht über die Ersatzhoden Heinrich VIII (zwei Eier im Glas, in Marmite badend) entsprechend schmatzend herzumachen, entspricht nicht nur dem aufgeklärten Zeitgeist einer nach Gewinnmaximierung strebenden Gesellschaft sondern ist zudem auch unter intellektuellen Gesichtspunkten verlockend. Zumindest wenn man darüber hinaus ein ausgeprägtes kulinarisches Faible für Sauereien wie Kalbsbries, Kutteln, Schafshirn, Fischaugen und ähnliches hegt und pflegt.

via: Cakehead Loves Evil

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Diddo Brown: «Louis Vuitton’s Gasmask»

9 Jan

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On his website, Diddo Brown states: «We are in a state of perpetual war – with ourselves and with the eco-system that sustains us. Perpetual war breeds perpetual fear. In the present context, this fear stems from our extreme desire for authenticity and manifests itself in our collectively insatiable culture of consumption.

Deep down, we are afraid we may never be satisfied. An expanding archive of branded myths and icons feeds this fear. Designer Gas Masks is an attempt to visualize this state of mind. Because it is only by first acknowledging and then challenging fear that we will all be able to breathe a little easier.»

Well, we wouldn’t go so far, we simply think it’s an interesting way to show how desirable a gasmask looks like when it is pretending being manufactured by Louis Vuitton. And in additon: Imagine how a well-known fashion victim, such as Christine Lagarde, wears her most fashionable gasmask while negotiating with Angela Merkel, Silvio Berlusconi, David Cameron and François Hollande over Europe’s financial crisis.

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Friedrich Dürrenmatt: «Je genauer man plant, desto härter trifft einen das Schciksal»

31 Dec

Sicherlich nehmen Sie sich und nehmt Ihr Euch für das kommende Jahr mal wieder im Rahmen eines überflüssigen Sylvesterbesäufnisses so allerlei Blödsinniges vor: Mit dem Rauchen aufhören (der Gesundheit huldigend); jeten Morken 1o0 Liekestüsse apsolfieren (eigene Hör- und Schreipleistungen verbessern); mehr fairgehandelten Kaffee trinken (Klimawandel); das Schlüsselbund salzen, pfeffern und erfolgreich verspeisen (adäquates Wertstoffverhalten). All denen, die jedoch mit ihren tollkühnen Vorhaben bereits nach wenigen Tagen kläglich scheitern sollten, sei der rubrizierte Sinnspruch Friedrich Dürrenmatts ans Herztor genagelt, dies nur, damit sie wissen, nicht gänzlich allein in ihrem Unglück baden zu müssen. Allen anderen sei hingegen nachfolgend kurz vorgestellte Biografie empfohlen.

Die erste große Biographie über Friedrich Dürrenmatt – vom Pfarrerssohn aus dem Emmental zum Autor von Weltruhm und mit Millionenauflagen, glänzend und packend geschrieben von Peter Rüedi, einem der ausgewiesensten Dürrenmatt-Kenner.

Erschienen ist sie Ende Oktober 2011 im Diogenes Verlag und kostet im Rahmen einer unverbindlichen Preisempfehlung in der Hardcover-Leinen-Ausgabe derzeit EURO 28,90.

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Mr. Spock: «Highly Illogical»

27 Dec

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Als wir vor vielen, vielen, vielen Jahren den riesigen Plattenladen direkt am Londoner Piccadilly Circus zu fast mitternächtlicher Zeit betraten, um uns die brandneue CD von Tony Braxton zu kaufen, da empfahl uns der windige und irgendwie auch ziemlich gut informierte Plattenladenmitarbeiter – «this is just to keep your soul in balance» – die CD Spaced Out: The Best of Leonard Nimoy and William Shatner. Und wirklich, als wir dann so gegen halb vier morgens mit dem Nachtbus N19 endlich und vergleichsweise wohlbehalten ganz in der Nähe der heimischen Haustür abgesetzt wurden, da müssen wir wohl die arme Braxton versehentlich weiter Richtung Brixton geschickt haben. Oder war es Kingston? Die Nachtbusse fahren in der britischen Hauptstadt immer so seltsame Routen, da läßt sich sowas hinterher nie so genau rekonstruieren. Anyhow: What a tremedous loss and pitty, isn’t it? Aber ist das nicht alles Highly Illogical und somit vorherbestimmt? Nun, wir werden sehen – und natürlich auch hören:

Und ist es nicht genau das, was das Leben und diese wundervolle CD auszeichnet? So sieht schon mal das Cover aus:

Und hier kann man im iTunes-Store das gute Stück digital erwerben, sowie alle anderen Tracks, die sich ebenfalls auf besagter Spaced-Out-CD befinden.

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Yuri Suzuki: «Tube Map Radio»

22 Dec

Yuri Suzuki: «Tube Map Radio»

The map is inspired by a spoof diagram created by the original designer of the London Tube map, Harry Beck, which shows the lines and stations as an annotated electrical circuit. Iconic landmarks on this map are represented by components relating to their functions, including a speaker where Speaker’s Corner sits and a battery representing Battersea Power Station.

Wanted to make the components visible because «it is difficult for consumers to understand the complexity of the workings behind the exterior» of today’s electronic devices. By creating a «narrative to explain how electronics work,» Yuri Suzuki hopes users will be encouraged to fix their own broken devices.

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Barbara Krieger: «Eine große Sopranistin»

22 Dec

Barbara Krieger bei der Probe

Es ist nicht ganz einfach, über etwas zu schreiben, was der Rezipient vorwiegend mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, in der bildenden Kunst beispielsweise. Da besteht jedoch immer die Möglichkeit, das eine oder andere Werk Pablo Picassos abzubilden und zu sagen: «See! This ist the way how the guten Stücke look like!»

So gut wie unmöglich gestaltet sich das Unterfangen, möchte man eine qualifizierte Restaurantkritik schriftlich auf den Weg bringen. Das Festklammern frisch gebratener Auberginenscheiben in Feinschmeckermagazineditorials zum Zwecke der besseren Verdeutlichung hehrer Kochkünste gegenüber den Leserinnen und Lesern wurde bedauerlicherweise schon im Jahre 1871 im Rahmen der ersten Genfer Konvention für Menschenrechte in Versaille – Sie erinnern sich bestimmt – von den unterzeichnenden Mitgliedsstaaten geächtet. Und dabei ist es bis heute leider geblieben.

Abhilfe bei einer Gesangesrezension, und darum soll es hier schließlich gehen, kann also nur ein beigefügter Tonträger schaffen. Da wir uns im Bereich der klassischen Musik bewegen, wäre somit eine Schallfolie fast zwingend in Erwägung zu ziehen. Und so finden wir es doch ganz erbaulich, mit unserem Meerschweinchenreport so rein digital mit der Zeit zu gehen und unterwegs zu sein und somit hier entsprechende Hörproben mit Arien von Francesco Cilea, Monsieur Le Charpentier, Giacomo Puccini, Arrigo Boito, Giuseppe Verdi, Georges Bizet und Alfredo Catalani, dargeboten von Barbara Krieger, ebenfalls so rein digital anbieten zu können.

In short: Den Vergleich mit einer Maria Callas muß Barbara Krieger in keiner Weise scheuen. Zieht man von den Callas’schen Aufnahmeerzeugnissen im Geiste jene qualitativen Unzulänglichkeiten ab, die in den 1960er Jahren technisch bedingt schlicht unvermeidlich waren, so entdeckt man zwischen beiden Künstlerinnen zwangsläufig Parallelen in Klangfarbe und Diktion. Zudem kommt bei Barbara Krieger noch eine Aufgewecktheit und lebensbejahende Frische in ihren Interpretationen hinzu, die man bei Maria Callas vergeblich sucht, ein Umstand, der allerdings der damaligen gesellschaftlichen Grundsteifheit geschuldet sein dürfte.

Ihren Durchbruch erzielte Barbara Krieger im Jahre 1997 beim AS.LI.CO. Wettbewerb der Mailänder Scala. Umgehend nahm sie die Wiener Staatsoper unter Vertrag. Seither ist die Sopranistin regelmäßig zu Gast an den großen Opernhäusern und Konzertsälen dieser Welt, wo sie mit Gesangspartnern der Kategorie José Curas, Bryn Terfel oder José Carreras auftritt. So schreibt die Süddeutsche Zeitung: «Terfels Partnerin war Barbara Krieger von der Wiener Staatsoper. Ihr strahlendes Forte in den höchsten Lagen war überwältigend, |Glück das mir verblieb| aus Korngolds |Die tote Stadt| gelang magisch.»

Und, ganz wichtig, Barbara Krieger denkt in übergeordneten Zusammenhängen, was sie davor bewahrt, sich kurzfristig zu verheizen. Sie schont ihre Stimme, nutzt die Zeit, in aller Ruhe sorgfältig an ihr zu feilen, was jeden ihrer Auftritte zu einem raren und zugleich unvergeßlichen Erlebnis macht.

Zum Weihnachtsgeschenk, das unsere Leserinnen und Leser zwingend in letzter Minute noch unbedingt erwerben und unter den Christbaum befördern möchten: Es ist eine CD, sie hört auf den poetisch reinen und feinen Namen Chi Il Bel Sogno, was sowohl in englischer als auch deutscher Sprache so viel wie «About The Beautiful Dream» heißt – und sie kann hier bestellt werden. So, we suggest that you might like to take full advantage of that fact.

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P.S.: Unser Lieblingsstück auf der hier gegenständlichen CD ist die Arie «Ebben? Ne andrò lontana» aus Alfredo Catalanis «La Wally», was aber möglicherweise auch damit zusammenhängen mag, daß sich unser Redaktionsfotograf vor vielen Jahren ihrer bediente, als es darum ging, seinen Werbespot für das fiktive Beerdigungsinstitut Mr. Sandman’s Finest Funerals adäquat zu bemusizieren.

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A Way To Success In Winter’s Time

21 Dec

mono-teapot «ellipse», designed by Tassilo von Grolman

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When winter’s hazy moments of care and hood
Let us walk fairly and squarely barefoot.
When riders on the storm are not only good
But more than just perfect – it’s understood.
When milky and gleaming and shiny snow flakes,
Combined with luck – let us grow cakes.
When years have come with truthful ends,
You’re drinking tea with your best friends:

The bravest of all, of harvest and moon, and also these men
Have thickened the boom. They now know they can
Be the great part – they wanted to be for ages!
The tea’s best secret is turning its leaves into pages
On which, as it seems, brooms have no places.
But drinking the tea to support all the races
Enlightens the spirits of masterminds’ spaces
In order to stretch their well-deserved wages.

Oh tea, you and your tree, you’ve got to be native:
A necessity to keep me creative, to keep me alive,
To bounding the sheep to their state to be stative,
To reap Meryl Streep – and call her my wife.
Oh tea, where the bell, shall this all end?
I’m already sent to your promised land.
Do you understand? Understand without stitches?
‘Cause «Fortune» ‘s the mother of concrete bridges.

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Spontaneously written by our copywriter-in-chief Hamlet Hamster himself after enjoying to have watched the great teapot’s design by no one less than Tassilo von Grolman for hours – and also observing its candlelight that was waving for the same amount of time softly, gently and smoothly in the wind; a wind which was digging its small and mostly fragile way through a so-called closed window.

The magic teapot «ellipse» manufactured by mono and designed by Tassilo von Grolman can be purchased here. It makes you feel, as just proven, highly creative, turns any Christmas party into a very special event and separates – most importantly – the best from the good. So, all you need to do is to decide which sort of quality you might like to see represented by yourself.

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Peter Zizka: «Apokalypse Now»

21 Dec

Peter Zizka: «Schlagende Verbindung»

Der großartigen Redaktion von hr2 – Der Tag ist es zu verdanken, daß sie mit ihrer gestrigen Sendung «Von 8 bis 88 – Familie ist immer und überall» (Download hier) im Begleittext genau das artikulierte, was die oben abgebildete Arbeit des Künstlers Peter Zizka unserer Ansicht nach darstellt: «Was gibt es schöneres als an Heiligabend mit der lieben Familie um den Weihnachtsbaum zu sitzen? In Ruhe zusammen essen und trinken, sich an den Geschenken freuen, von früher erzählen. Und was gibt es schrecklicheres als mit der zerstrittenen Familie um den Weihnachtsbaum sitzen zu müssen?»

Der Künstler Peter Zizka verschmelzt die beiden Aspekte weihnachtliche Besinnlichkeit und häusliche Gewalt zu einer einzigen Arbeit. Reduzierter, komprimierter und treffender läßt es sich eigentlich nicht mehr auf den viel zitierten Punkt bringen. Er selbst schreibt dazu – um einiges diplomatischer formuliert: «Weihnachts- und Jahresmailings gehören zu den redundanten grafischen Aufgaben und zahlen nicht selten auf das prall gefüllte Konto allgemeiner Feierlichkeit ein. Am Jahreswechsel liegt es aber in der Natur der Dinge und des Thermometerstands, entschleunigt über das Vergangene nachzudenken. Eine gute Gelegenheit für ungewöhnliche Kommentare, die zwischen Kritik und Perspektive changieren und sich dem Trend der webbasierten Entmaterialisierung entgegenstellen.»

Und wie man sich eine finale Entmaterialisierung nicht nur webbasiert sondern weltweit und ganz in echt vorzustellen hat, davon gibt uns Zizkas Wandteller eine unmißverständliche Idee:

Peter Zizka: «Wandteller»

Schon lange wollten wir über diese Arbeiten Peter Zizkas berichten, allerdings waren wir uns auch stets darüber im Klaren, daß der Zeitpunkt für eine Veröffentlichung sorgfältig gewählt sein will. Vor diesem thematischen Hintergrund erschien uns kein Termin passender als der heutige 21. 12. 2012: Eine weihnachtsnahe VÖ mit finalem und mayaeskem Apokalypsecharakter. Was will man mehr?

Doch was ist mit der Hoffnung, die in einem hinreichend schwachsinnigen Lebenssinnspruch angeblich «immer zuletzt stirbt»? Auch hier weiß Peter Zizka mit einem seiner Weihnachtsmailings Rat:

Peter Zizka: «Lichtlein»

«Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.» Peter Zizka schreibt: «Weihnachten 2003 konnten wir die Firma Koziol dafür gewinnen, einen alten Sinnspruch in einer limitierten Sonderauflage aus nachleuchtendem Kunststoff zu fertigen. Materialität und Inhalt des Spruches ergänzen einander in idealer Weise.»

Über Peter Zizka und sein Projekt «Symbiosis», mit dem er den sogenannten Small Arms auf künstlerischer Ebene den Kampf angesagt hat, berichteten wir bereits hier ausführlich.

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Terry Richardson: «Dennis Hopper»

20 Dec

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Well, is there anything left to say about Terry Richardson? Certainly, and Lady Gaga is so kind to do this for us:

Terry Richardson’s book about Lady Gaga can be purchased on Amazon, for example.

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Rhett & Link: «Harry Potter Song»

18 Dec

Wir erinnern uns an den Song Maschendrahtzaun von Stefan Raab. Damals baute er das im Fernsehen von Regina Zindler gesprochene Wort Maschendrahtzaun in seinen gleichnamigen Song ein – und verkaufte damit mehr als eine Million Einheiten. Frau Zindler erhielt einen freiwilligen Anteil von 10 Pfennig pro verkaufter Single.

Die Herren Rhett &Link sahen das vlog einer jungen Dame, die sich – vermutlich ironisch gemeint – so ihre Gedanken zum allerletzten Harry-Potter-Buch und zum allerletzten Harry-Potter-Film gemacht hat und ließen sich nun ihrerseits davon zu einem ziemlich gut gemachten Stückchen Musik inspirieren.

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China Gunpowder: «Ever Been Shot To Be Teapot?»

17 Dec

via: AnOther

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Der Nußknacker

16 Dec

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Seht, die erste Kerze glimmt und brennt,
Es riecht nach Zimt, es ist Advent.
Überschwemmt wird nun die Welt mit Plätzchen
Und mit Kuchen. Eure bunten Lätzchen
Sollt Ihr deshalb suchen. Ihr könnt riechen, wie es duftet,
Ihr könnt hören, wie der Knacker im Kerzenscheingeflacker wacker schuftet.
Mund auf, Nuß rein und Mund dann wieder zu,
So spaltet er die Nuß im Nu.

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

Mama ist emsig wie die Bine und versenkt – 1,2,3 –
Kuchenbrei samt Nüsselein in ihrer Rührmaschine.
Sie waltet und schaltet wie sie will,
Auf Stufe 10 steht nichts mehr still.
Die Nüsse könnt Ihr schwimmen seh’n
Und wie sie ihre Kreise dreh’n.
Sie fühl’n sich fein und rein
Und machen ihren Taucherschein.
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Nuß, hier darf ich’s sein!

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

Das ist das, was viele Nüsse reizt,
Doch nun wird ihnen eingeheizt
Und zwar enorm: Sie werden weich gebettet,
Wer hätte das gewettet, in einer großen Kuchenform,
Die gut und gründlich eingefettet.
Das Tor zum Ofen steht weit offen,
Jetzt heißt es beten und auch hoffen,
Daß der Kuchen mag gelingen,
Denn schließlich will man ihn danach verschlingen.

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

Den Raum erfüllen zarte Lieder,
Omi schnürt nochmal ihr Mieder,
Die Kinder recken ihre Glieder
Und setzen sich bei Tische nieder.
Er ist gedeckt und alles leuchtet,
Des Knackers Augen sind befeuchtet.
Vor Rührung kullert eine Träne,
Gut geputzt sind seine Zähne.
Die Pläne für den Tag sind längst beschlossen:
Der Kuchen wird zerteilt und sodann genossen.

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

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Das wunderschöne Stück Der Nußknacker mit der einzigartigen Stimme von Hans Paetsch und der musikalischen Komposition von Pjotr Iljitsch Tschaikowski kann man sich hier anhören und bei Bedarf auch downloaden.

Foto von Raul654.

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12 Questions For Woody Allen He Has Not Been Asked Before

14 Dec

The whole documentary about Woody Allen can be purchased here.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Greser, Lenz, Gsella: «Viecher in Versen»

14 Dec

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Zitat: «Von jeher mögen Reimgedicht und Zeichnung sich gut leiden. Und wie bei Wilhelm Busch und Joachim Ringelnatz, bei Robert Gernhardt und F.W Bernstein oder dem Duo Harry Rowohlt / Rudi Hurzlmeier gehen beide Künste auch in diesem mit dem Robert-Gernhardt-Preis 2011 geschmückten Buch mit Freude aufeinander los.»

Weiter auf der Website von Thomas Gsella. Ab heute (22. Oktober 2012) in jedem besseren Buchladen: «Viecher in Versen», das neue Hammerwerk von Greser&Lenz und Dr. Thomas Gsella. 240 Seiten voller komischer Tierbilder und eins a Superlyrik.

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Buchwald Juwelen: «Weihnachtszeit, oh Zukunftslicht!»

13 Dec

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Weihnachtszeit, oh Zukunftslicht!
Bist Du bereit für ein Gedicht?
Bist Du bereit, mir Dein Gesicht
Zu zeigen? Im Gold- und Platinreigen?
Perlen, Ketten, die am Faden schweigen,
Sich sehnsuchtsvoll gen Himmel neigen,
Freudvoll sich am Halse reiben –
Sich Baum samt Kuchen, stramm in Scheiben,
Bedeutungsvoll nun einverleiben –
Ja, dies will ich niederschreiben:
Auf schneebetupfte Zimmerscheiben!
Denn dahinter, tief im Winter,
Sitzt gewärmt ein Weibchen,
Geistig leicht entfernt, denn glitzernd
Auf dem Laibchen ist das zu sehen,
Wovon sie schwärmt. Wir drehen
An den Knöpfchen: Rubin, Smaragd,
Und Diamanten – das Köpfchen
Ist entschlackt und wippt im Takt:
Musik! Musik! – Der Weihnachtspakt
Beschwingt geschlossen. Oh, wie es singt
Und schallt bei einem Weinchen,
Es tanzen alle Buchwald-Steinchen:
Tango, Foxtrott und auch Twist!
Das ist schmucke Weihnachtslist
Mit Sachverstand – und wie sie jeder kennt:
Ebenfalls bekannt als Happy End!

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Hier geht es zu Buchwald.

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The New York Times: «As Time Goes By»

11 Dec

Bald schon wird es sie nicht mehr geben, die gute, alte und sorfältig gedruckte Frühstückszeitung, mit der man nicht nur die gestiegenen Börsenkurse und Kriminalitätsraten studieren sondern auch den Hund für sein Fehlbetragen fachgerecht maßregeln konnte. Mit der richtigen Zeitung an der Hand war der Mann noch ein echter Mann und zugleich unangefochtener Herr im Haus. Schade eigentlich, daß diese Zeiten immer mehr vorbei zu sein scheinen. Einerseits.

Ist das aber andererseits nicht auch eine Chance? Bäume werden nicht mehr sinnlos der Papierproduktion geopfert, nein, sie werden zunächst einen entspannten Kurzurlaub in einer Häckselmaschine verbringen, um sodann als Holzpellet angeblich umweltfreundlich die Kraftwerke zu speisen, mit deren produzierter Energie auch die vielen Serverfarmen am Leben erhalten werden, die u.a. digital publizierte Zeitungen überall auf der Welt für die Leser bereitstellen. «Wenn sich das Denken von der Realität verabschiedet, dann muß sich eben die Realität um das Denken kümmern», das wußte schon Mahatma Gandhi sauber reflektiert festzustellen.

So ist es überaus erfreulich zu wissen, daß wir als Gewohnheitstier in dieser schwierigen Übergangsphase von der analogen in die digitale Welt mit unseren verwirrten Gefühlen nicht gänzlich allein gelassen werden. Ein kurzer und strammer Blick auf die New-York-Times-Marmorwanduhr stellt sofort die alten Bezüge zu den guten und alten Werten wieder her – ein klarer emotionaler und vielleicht auch geldwerter Vorteil, den Sie sich hier ganz diskret versilbern lassen können. Denn wann bietet sich einem schon die Gelegenheit, große Momente und Siegesgefühle amerikanischer Überlegenheit als Verbündeter in der eigenen Brust und am Tellerrand einer selbstgebackenen Weihnachtsgans so realistisch und authentisch nachempfinden und nacherleben zu können, als mit einem zackigen Blick auf dieses Prachtstück von Zeitbewahrer? Und das alles für nur $57.99 pro Stück. Wir finden: Das ist glatt geschenkt.

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