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Mars Attacks

29 Oct

Vorbildlich: Vollverzehrbares Marsianer Raumschiff
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Als am 20. März 1996 in der Nähe des Londoner «Smithfield Market» ein Meteor einschlug, da machten sich die Fleischträger der Frühschicht spontan auf und sammelten dessen Überreste ein. Einige davon schienen sogar – siehe Bild – verzehrbar. Heute wissen wir jedoch, daß es sich bei den vermeintlichen Meteorteilen in Wirklichkeit um marsianische Raumschiffe handelte, deren Paasagiere pro Kopf und Nase nicht viel größer als eine Reißzwecke sind; und in ihrer Konsistenz stark an Hackfleisch erinnern. Die Außenhaut dieser intergalaktischen Fortbewegungsmittel besteht aus hochmodernem Tetrahypoxipanturalium, eine voll recyclebare und auch auf das menschliche Verdauungssystem geschickt abgestimmte Masse mit hervorragender Kau- und Knautschzoneneigenschaft, die in unseren Breitengraden zum Beispiel unter der Bezeichnung «Dunckel Dinckel DreizehnAcht» erhältlich ist. Diese Beschaffenheit ermöglicht den Marsbewohnern, Erdlinge von innen heraus zu erobern, um in der letzten Umwandlungsstufe vollständig die Gestalt und den Charakter des jeweiligen Erdbewohners anzunehmen. Experten schätzen, daß allein in der Bundesrepublik ca. acht bis neun Millionen Marsmenschen unerkannt unter uns leben. Darunter Landwirte, Sachbearbeiter, anerkannte Hochschulprofessoren sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages. In den Vereinigten Staaten möchte derzeit vermutlich einer von ihnen sogar der nächste US-Präsident werden.

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Olaf Leu, der «Ro 80» unter den Designern, wurde just 80 und veröffentlicht sein «R/80» bei «Spielbein Publishers»

18 Oct

Das neue Buch von Olaf Leu: «R/80»
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Sicher, wir hätten auch «Mr. Klartext spricht Klartext – bis in die Klappen» in die Überschriftenzeile setzen können. Oder: «‹R/80›, die intellektuelle Kraftnahrungspille für den anspruchsvollen Lebens- und Designinteressierten». Oder: «Wer bisher glaubte, die letzten zwanzig Jahre im falschen Film unterwegs gewesen zu sein, der erhält mit Olaf Leus ‹R/80› eine praktikable Anleitung zum Querumstieg bei voller Fahrt in den richtigen».

Einerseits. Andererseits fangen wir aber mit einem Zitat des ersten Satzes aus dem Prolog (Zwischen Müßiggang und Engagement) seines hier gegenständlichen neuen Buches «R/80» an: «Letztlich bin ich dann doch der Prophetie meines Kollegen Andreas Baier gefolgt, der schon nach Erscheinen meines Taschenbuchs i.R. orakelt hatte, dass es bei diesem ersten Band nicht bleiben würde. Und genauso ist es.» (Meerschweinchenreport berichtete hier). Tja Leute, schließlich geht doch dieser Tage nichts über eine ordentliche Portion Selbstreferenzielles, nicht wahr?

Nachdem nun auch das geklärt wäre, können wir mit unser eigentlichen Rezension beginnen. Wir zitieren abermals, diesmal aus dem Editorial, verfaßt vom Spielbein-Publisher Michael Eibes: «Warum sind Bücher wie dieses so wichtig? Es gilt Situationen, Zustände und vor allem Wissen zu dokumentieren. Denn Wiederholungen ohne Lerneffekt sind sinnlos.» Die fünf Hauptrubriken sind «Selbstverständnis», «Gestaltung mit Haltung», «Sein und Schein», «Geschichte und Geschichten» und «Prof. Dr. Klaus Klemp über den Autor Olaf Leu». Wer also geglaubt haben möge, daß es zum 80. von Olaf Leu lediglich angestaubte Lebensweisheiten zu lesen gäbe, der irrte gewaltig. Salopp gesagt: Das ist alles strenger Stoff. Sehr strenger Stoff, sogar. Als «kleine» Leseprobe sei in diesem Kontext «Eine Frage der Moral!? (S. 45 – 55)» empfohlen. Die dazu mehr als passende Illustration, der Textstartseite gegenüberliegend, bildet eine von ihm gestaltete Anzeige für Underberg mit der Hauptaussage: «Unser Underberg ist so gar nicht idyllisch». Eine Kernaussage, die Olaf Leu als Arbeitstitel für sein Buch gedient haben mag: «Hilfreiche Medizin muß bitter schmecken».

Olaf Leu im Züricher HarbourClub
Foto von Horst Moser

Als Material zum erweiterten Diskurs zitieren wir aus Horst Mosers Bericht über Olaf Leus jüngsten (und vermutlich wohl leider auch letzten) öffentlichen Auftritt vor dem Züricher «Harbour Club» – einer Vereinigung, der sich Vertreter der Schweizer Kommunikationselite zugehörig fühlen: «alle bekamen ihr fett ab: die unfähigen kommunikationsleute in den unternehmen, denen nichts anderes als ›pitch‹ einfällt und die kein ordentliches briefing zustandebringen. die inkompetenten agenturleute, die information nicht strukturieren können, von typo keine ahnung haben und dämliche bildsprachen beauftragen. und alle sind geil auf die inflationären awards, die oscar-falsifikate. all jenen wurde – um im biblischen jargon zu bleiben – die leviten gelesen.» Nun, wie wir bereits als Alternativüberschrift angeboten haben: «Mr. Klartext spricht Klartext – bis in die Klappen».

Aber das ist längst noch nicht alles. Wer wissen möchte, wie das kulturelle Verständnis vor der inoffziellen Kulturrevolution durch Social-Media und Smartphones ausgesehen hat, der mag sich den Leu-Text «Salon de Grolman – Die DDC-Keimzelle» zu Gemüte führen. Der Anfang als Auszug: «Naturgemäß verbinden sich mit dem Begriff Salon repräsentative Räumlichkeiten, in denen ein meist ebenso repräsentatives Ehepaar gesellschaftlichen Verpflichtungen nachgeht; darunter kann man die Zuwendung zur Literatur, Musik, Kunst oder Politik verstehen. Im Fall des Ehepaars von Grolman stand allerdings eindeutig das Design im Vordergrund. Repräsentativ war schon einmal die um die Jahrhunderwende errichtete Villa, in der man hier empfangen wurde: das Interieur aus geschmackvollen Einzel- oder Erbstücken aus dem Biedermeier, auch das eine oder andere diskret ausgehändigte Ahnenbild, die große Bibliothek, die schweren Ledersessel – all das atmete das Ambiente des selbstbewußten Citoyen, um in der französischen Begriffswelt zu bleiben. Tassilo von Grolman, stets gekleidet wie ein englischer Landedelmann, hielt hier mit Unterstützung seiner Frau Dagmar Hof.»

Die DDC-Keimzelle: Dagmar und Tassilo von Grolman in ihrem Salon.
Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Somit ist Olaf Leus neues (und hoffentlich nicht letztes) Buch auch ein wichtiger Ratgeber für die Entscheidungsträger in der Industrie. Denn es geht weit mehr als nur um gelungene oder weniger gelungene Typografie: es geht um die Ermöglichung und Bewahrung von Lebensqualität als solches – es geht um «Lebensdesign»; und mit welcher inneren und äußeren Lebenshaltung man zu ihrem/seinem Gelingen beitragen kann – und mit welcher nicht.

Ein abschreckendes Beispiel für mißlungene Lösungsansätze ist der Alterungssimmulationsanzug. In dieses aufwendig geschneiderte Ungetüm werden junge Designmenschen gezwängt, damit sie erfahren können, was es heißt, alt zu sein, um sich dann in der Konsequenz – so die Theorie – in die Lage versetzt zu sehen, extra Geräte oder Lebensbereiche für alte Menschen und deren Bedürfnisse zu gestalten. Das ist, gelinde gesagt, vollstoff bescheuert. Der einzig adäquate Weg ist es, Gestalter mit der Erarbeitung von solchen Lösungen zu beauftragen, die bereits selbst der hier gegenständlichen Altersklasse angehören. Aber das passiert allein schon deshalb nicht, weil alles «hübsch jung und dynamisch» zu sein hat – sogar das Alter.

Olaf Leu im Züricher HarbourClub
Foto von Horst Moser

Wer also für sich, und/oder sein Unternehmen die Entstehung von Fehleinschätzungen und deren Produktionen verhindern oder nur ganz einfach zur Abwechslung mal wieder etwas Kultiviertes lesen möchte, der wird um die vollständige Lektüre von Olaf Leus «R/80» nicht herumkommen.

Das Buch wurde kongenial von Clemens Hilger gestaltet.

Die Feindaten:
Form: Paperback
Format: 14×19 cm,
Inhalt: 178 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen.
Preis: € 19,90

R/80 erscheint zur aktuellen Frankfurter Buchmesse bei Spielbein Publishers.
Bestellung online www.spielbeinpublishers.com
per E-Mail an hello@spielbeinpublishers.com
oder im Buchhandel ISBN 978-3-946718-00-0

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Im Gespräch: Andreas Baier und «Design made in Germany»

5 Sep

Andreas Baier weiß: «Wenn man Dinge plant,
gehen sie garantiert schief».
Foto: Michael Eibes

Auf der diesjährigen QVED 2016 (Meerschweinchenreport berichtete) präsentierte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier nicht nur einen Vortrag über seine Arbeit, sondern er unterhielt sich ebenfalls mit Viola von Zadow von «Design made in Germany». Zum Beispiel über Sir Ernest Henry Shackletons Polarexpedition, über Vitamin-B-Injektionen, über einen Ratschlag Gerhard Richters, warum einem etwas weniger Planung die selbstgesetzten Ziele entspannter und besser erreichen lassen – und, last but not least: warum das «Scheitern» als Karriereprinzip gnadenlos überschätzt wird.

Außerdem zeigt die zugehörige Bildstrecke Baier-Portraits von Hermann Nitsch, Michael und Helga Conrad, Klaus Staeck, Bazon Brock, Markus Lüpertz, Kasper König, Klaus Honnef, Carl Laszlo, Klaus Klemp und Hans Ulrich Obrist. Eine Digital-To-Go-Version der besagten Veröffentlichung ist hier erhältlich.

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Olympiade 2016 in Brasilien: «Bertolt Brecht über Sport»

20 Aug

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«Ich muß zugeben, daß ich die These, Körperkultur sei die Voraussetzung geistigen Schaffens, nicht für sehr glücklich halte. Es gibt wirklich, allen Turnlehrern zum Trotz, eine beachtliche Anzahl von Geistesprodukten, die von kränklichen oder zumindest körperlich stark verwahrlosten Leuten hervorgebracht wurden, von betrüblich anzusehenden menschlichen Wracks, die gerade aus dem Kampf mit einem widerstrebenden Körper einen ganzen Haufen Gesundheit in Form von Musik, Philosophie oder Literatur gewonnen haben. Freilich wäre der größte Teil der kulturellen Produktion der letzten Jahrzehnte durch einfaches Turnen und zweckmäßige Bewegung im Freien mit großer Leichtigkeit zu verhindern gewesen, zugegeben. Ich halte sehr viel von Sport, aber wenn ein Mann, lediglich um seiner zumeist durch geistige Faulheit untergrabenen Gesundheit auf die Beine zu helfen, Sport treibt, so hat dies ebensowenig mit eigentlichem Sport zu tun, als es mit Kunst zu tun hat, wenn ein junger Mensch, um mit einem Privatschmerz fertig zu werden, ein Gedicht über treulose Mädchen verfaßt. … Sport aus Hygiene ist etwas Abscheuliches.»

via: Bertolt Brecht

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Andreas Baier: «Hermann Nitsch in der Villa Stuck»

21 May

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Unser Redaktionsfotograf war ob der Genehmigung, den Wiener Aktionskünstler Hermann Nitsch während der Probearbeiten zur 147. Aktion des Orgien Mysterien Theaters im Innenhof der Villa Stuck in München portraitieren zu dürfen, hocherfreut.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016
bei Probenarbeiten in der «Villa Stuck» in München
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Die Villa Stuck schreibt auf ihrer Website: «Das Werk Hermann Nitschs steht in einem untrennbaren Zusammenhang mit dem von ihm entwickelten nonverbalen und synästhetisch gestalteten ‹o.m. theater›. Seine Malerei, Zeichnung, Architektur, Literatur und Musik sind eng mit diesem verbunden. Zum Abschluss der Ausstellung und unter Anleitung des Künstlers wird im Garten des Museums Villa Stuck eines der zentralen Motive dieser bildmächtigen Archetypencollage aufgeführt.»

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Eine Dokumentation seiner «147. Aktion des Orgien Mysterien Theaters ‹ExistenzFest.›» am 7. Mai 2016 können Sie sich auf der Website des BR hier ansehen.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei
Probenarbeiten in der «Villa Stuck» in München
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Heute wird Hermann Nitsch während der Kunstbiennale der norditalienischen Stadt Asolo für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Meerschweinchenreport gratuliert dazu herzlichst. Und natürlich ruft das standesgemäß auch wieder ein paar geistig unterernährte Tierschützer auf den Plan. Meerschweinchenreport gratuliert dazu herzlichst.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Website Hermann Nitsch
Nitsch Museum

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Alte Kongresshalle München: «QVED 2016 – Quo Vadis Editorial Design?»

19 May

Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Liebe Leserinnen und Leser,

letztes Jahr schrieben wir über die QVED: «daß es genügend erstklassige Magazinmacher überall auf der Welt gibt, die es verstehen, hochwertige Zeitschriftenkonzepte zu realisieren, die am Markt Bestand haben, davon konnten sich die Teilnehmer des dritten «Quo Vadis Editorial Design – QVED» – Kongresses ausgiebig überzeugen. Die durchweg sehr hohe Qualität machte uns schlicht sprachlos, weshalb wir uns im Rahmen unserer Berichterstattung auf das Publizieren einer überüppigen Bildstrecke beschränken. Hier können Sie in unserem digitalen Magazin ‹QVED 2015› auf issuu.com entspannt blättern.»

Und weil unsere Aussage uneingeschränkt ebenfalls für die QVED 2016 gilt, gibt es hier einen weiteren Maxibildstreckenbericht über dieses großartige Dreitageereignis zu sehen. Normalerweise besteht bei Veranstaltungen dieser Größenordnung die Gefahr, daß man ob geballter Infomationslage hinterher nicht mehr so genau weiß, wie man selbst eigentlich heißt. Interessanterweise ist das bei der QVED nicht der Fall. Viele Vorträge bleiben auch nach Monaten noch vor dem inneren Auge präsent:

Das innere Auge des Betrachters in der äußeren Darstellung

Das äußere Auge des äußeren Betrachters unter temporärer Abdeckung.

Das innere Auge des äußeren Betrachters mit Dinosaurier:
Die «Alte Messehalle» in München.

 

QVED2016 || Mit stolzfreier Neugierde

Der Charles Wilp unter den Hunden in Raumanzügen

Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 20. Juli 1969 sowohl ihrer als auch der Neugierde der restlichen Welt Rechnung trugen und ihre Füße in den Staub unseres 40.000 Kilometer entfernten Erdtrabanten setzten, da taten sie dies vermutlich ebenso stolzerfüllt wie – mit Blick auf die Formsprache ihrer Raumanzüge – restlos stolz- und schambefreit.

Ergo: Dient die Neugierdebefriedigung der Erfüllung höherer Forschungsziele, so ist sie stets ehrenhaft zu nennen. Anders verhält es sich jedoch, wenn man mit seinem Wissensdurst – beruflich chronisch in Nichtastronautenkreisen unterwegs –, automatisch Gefahr läuft, von weniger neugierigen Neidern mit Sprüchen à la «Was, das weißt Du nicht? – Das weiß man aber doch!» subtil diskreditiert und so von den Fleischtöpfen dieser Welt konsequent hinweggemobbt zu werden:

Horst Moser referiert über gekonnte
Lebensmittelfotografie in gekonnt
gestalteten Lebensmittelmagazinen

So ist es sehr gut, daß es in versierten und angesehenen Editorialkreisen, beispielsweise vertreten durch (@christianhanke & @ martin_k), ebenso konstruktiv zugeht wie einst auf dem Mond, denn: Erfolg ist immer eine Frage der «Stolzfreien Neugierde!!!!1! !1!!!»:

Christian Hanke und Josef,
quatsch, Martin K. propagieren
eine «stolzfreie Neugierde!!!!1! !1!!!»

Gail Bichler referiert über das «New York Times Magazine»

Kein Wunder, daß wir den Vortrag über «Die Bibel als Magazin» von
Andreas Volleritsch genauso faszinierend finden wie den der Art Direktorin des «New York Times Magazine» Gail Bichler. Und natürlich alle 70 weiteren Reden der vielen nationalen und internationalen Sprecher, die neben vielen anderen Dingen eines verdeutlichen: «Ein eigenes Magazin ist im Grunde gemau das: Ein Skizzenbuch, eine Sammlung dessen, was man gerade mag und wer man gerade ist»:

Michael Hopp präsentiert die Tempo-Wiener-Geschichte

Anke Eberhardt referiert über die Zusammenarbeit
von «CUT» und «Monotype»

Designlegende Mark Porter spricht über den Gestaltungstransfer
von analoger hin zur digitalen Kommunikation.

Prof. Patrick Rössler führt durch die Welt der Magazingestaltung

Prof. Lars Harmsen gibt «100 für 10»

QVIG 2016 – Magazingestaltungsbeispiel des
italienischen Stargestalters Francesco Franchi

Curator Jaap Biemans on stage presenting unique magazine makers.

QVIG 2016 – Curator Prof. Dr. Michael Stoll
and «his» speakers about Info-Graphic

Michael Ray, San Francisco – USA,
Editor of Francis Ford Coppola’s story and art quarterly,
«Zoetrope: All-Story».

Steven Watson talks to Marcroy Smith.

Foyer «Alte Kongresshalle» in München

Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier stellt sein
Portraitprojekt «Unternehmensfotografie bedeutet,
daß Entscheidungsträger gut aussehen» vor.
Bühnenfoto von Horst Moser.

Großartiger Vortrag von Debbie Millman
über ihren beruflichen Lebensweg.

Markus Rasp präsentiert das Magazinprojekt «Charles»

Lebende Lebemannlegende Charles Schumann vor
dem projizierten Cover des Magazins «Charles»

Boris Kochan im Gespräch mit Charles Schumann

Markus Rasp und Ivonne Fehn präsentieren
ein weiteres Magazin, das als Hochschulprojekt entstand.

Oliver Linke und Charles Schumann verfolgen
die Präsentation der verschiedenen Magazin-Projekte

Schmackhaftes Sponsorenbier

Not «Pro(u)st» but «Chomsky»:
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

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National Geographic: «Andreas Baier – Die Gesellschaft vom Hinterhaus»

15 Jul

Andreas Baier: «A Child Will Be Born!»
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Unter 8586 Einsendungen wählte National Geographic für das Thema «Mother & Child» 32 Aufnahmen für diese Bildstrecke aus. Eine davon ist eine Photographie aus dem Bilderzyklus «Die Gesellschaft vom Hinterhaus» unseres Redaktionsfotografen.

His comment: «Another photograph from my long-term project ‹The Backyard’s Society›. It illustrates impressively that males simply need a little extra time until they get used to the idea of becoming a father. If only females would get that point much less relationships would split before the child was even born. I am seriously convinced about that point.»

via YourShot Andreas Baier

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Sneak Preview: «QVED 2015»

3 Mar

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In der «Little Met of Munich», wie unser Redaktionsfotograf die «Alte Kongresshalle» in München liebevoll nennt, fand vom 26. Februar bis zum 28. Februar 2015 die Veranstaltung «QVED 2015» (Quo Vadis Editorial Design?) statt. Um es vorwegzunehmen: Es war mit Abstand der beste Kongress, den wir in den letzten Jahren besuchten. Unser kompletter Bericht wird noch so zwei, drei Wochen in unserer Fertigungsstrasse verbringen – bis dahin bitten wir höflich um Geduld.

Die zentrale Frage lautete: «Editorial Design, wohin gehst Du?» Aus der Sicht des Coverjunkies Jaap Biemans bewegt sich das Editorial Design sowohl immer der Nase nach als auch diametral, wodurch ein emotionales Spannungsfeld erzeugt wird, in dem sich besonders polarisierende Titelbild- und Heftgestaltungen wohl fühlen und nur noch darauf warten, von ihm publiziert zu werden.

Magnum Photography: «Commemoration – In Memory of René Burri»

22 Feb

ODEON – Théâtre de l’Europe:
Commemoration – In memory of René Burri

All photographs by Andreas Baier
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Leica Camera AG writes: «Many of his photographs are part of our collective visual memory – without a doubt, René Burri was one of the greatest photographers of our times.» The camera company continues: «A full member of ‹Magnum Photos› since 1959, René Burri impacted 20th century photography like few others. Never satisfied with a simple form of visual documentation, the photographer was always looking for unique perspectives and aesthetically demanding solutions, resulting in multi-layered images with a spontaneous yet precise composition.»

As a happy subscriber of L’Oeil de la Photograpie’s newsletter we received an invitation we spontaneously decided to take full advantage of it: «Commemoration : In memory of René Burri» – «In memory of René Burri who passed away on October  20th, 2014, the Burri-Bischof family and Magnum Photos Agency would like to invite you to a commemoration in his honour. This tribute takes place on Monday, February 16th, 2015 at 8pm at Odéon-Théatre de l’Europe, Paris.»

Our report about this happening is based on photography, so we will now end the written part of it. Only one more thing: the evening was great, it came along with some intellectual surprises and was purposefully positioned in a quite comfortable laid-back-zone. In other words, it was Paris to best our knowledge: filled with culture and art.

Well, one more last thing: at the moment our staff-photographer seems to be on a strange visual trip as he mixes visual large-grain-habits from the 1960s with photoshop blurs in the same images. We pray to god that this period might end soon but right now we feel helpless … anyway: enjoy.

If you have eaten just one piece of these gently gleeming and very well tasting chocolate cakes and do not feel hungry for the next three days, or so, then you know that you must be in France.

We already had him here, together with Franco Fontana, 1988 in Arles.

View from the balcony to the right side.

While having done some research on the internet, seriously driven by the initial intention of infringing René Burri’s copyright through the unauthorised usage of some of his amazing photographs in this very same article, we came across some interesting links you will find in the following: Steidl | Diogenes – «Mouvement» – not published yet, PHAIDON – «Impossible Reminiscences», Moser Verlag – «Blackout New York», Das Magazin – Burris T-Shirt, Achtung Photography – René Burri: Die Deutschen, Le blog photo – «Impossibles Réminiscences» René Burri à la Galerie Esther Woerdehoff, René Burri on artnet, Edition Dino Simonett – «RENÉ BURRI, BERNER BLITZ», Edition Dino Simonett – «RENÉ BURRI, NOUS SOMMES TREIZE À TABLE», Edition Dino Simonett – «RENÉ BURRI, 77 STRANGE SENSATIONS», Leica Rumours – «Leica Hall of Fame 2013: René Burri», Visible – «René Burri: Posted In Inspiration», Real Life Is Elsewhere – «René Burri», Art & Photography – «René Burri, 1933 – 2014», The Branders – «René Burri – “I’m Not a Purist”», Delirium Magazine – «RIP. René Burri», Entre Linha – «Morre o fotógrafo René Burri», Photographers Without Borders – «Speaking through photography with René Burri», Filmsnotdead – «Remembering Magnum photographer René Burri», Photo This & That – «René Burri», Le Monde – «Portfolio: René Burri», The National – «The UAE through his lens: René Burri, 1933-2014», Michele Roohani – «René Burri, one degree of separation between me and Che Guevara», Eric Kim Street Photography Blog – «10 Things Street Photographers Can Learn From Magnum Contact Sheets», Foto Post – «René Burri: Havana, 1963»

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«What counts is putting the intensity that you yourself have experienced into the picture. Otherwise it’s just a document.» – René Burri
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Museum Angewandte Kunst Frankfurt: «German Design Award 2015»

16 Feb

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Beim «German Design Award» werden hochkarätige Produkte und Projekte aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign, Designpersönlichkeiten und Nachwuchsdesigner, die alle auf ihre Art wegweisend in der deutschen und internationalen Designlandschaft sind, ausgezeichnet. 

Ziel des «German Design Award» ist es, einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Ein Wettbewerb, der die Designszene voranbringt. Insbesondere die Gewinner.

Aktuell hat die Fachjury des German Design Award 2015 aus 2.250 internationalen Einreichungen und jeweils 10 Wettbewerbskategorien insgesamt 20 Gold-Preisträger ausgewählt. Neben den Gold-Auszeichnungen vergab sie bis zu 10 Winner- Prämierungen pro Kategorie und ehrte weitere Arbeiten mit dem Prädikat Special Mention.

Als Wettbewerb der Wirtschaft für die Wirtschaft, der die hohe Designkompetenz der Teilnehmer unterstreicht, genießt der German Design Award hohes Ansehen in der Öffentlichkeit. Dafür sorgt auch das Renommee seines Auslobers, des Rat für Formgebung, der seit 60 Jahren das deutsche Designgeschehen repräsentiert und die Wirtschaft in allen Designfragen kompetent und nachhaltig unterstützt.

In der Ausstellung im Museum Angewandte Kunst werden alle Preisträger Gold, Winner und Special Mention der zehn Kategorien aus dem Bereich Kommunikationsdesign, sowie sechs Newcomer Finalisten und unser Ehrenpreis Personality präsentiert, der dieses Jahr an den Unternehmer Nils Holger Moormann geht.

Die Fachjury setzt sich aus dreißig Designexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Gestaltungsindustrie zusammen. Die designinteressierte Öffentlichkeit kommt mit der Vergabe eines Publikumspreises ebenfalls zum Zuge.

Am 13. Februar 2015 wurden die Gewinner während der «Ambiente» auf dem Messegelände in Frankfurt ausgezeichnet, die prämierten Arbeiten im «Museum Angewandte Kunst Frankfurt» ausgestellt. Dies sind ein paar Bildeindrücke von der Vernissage. Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier befindet sich gerade auf dem 1960er-Jahre-Grobkornlook-Trip.

Wenn Nils Holger Moormann spricht, dann stellen viele Designkundige ihre Ohren automatisch auf die Stufe «Extralausch».

Der Chefredakteur des Magazins «form», Stephan Ott, verdeutlicht seinem Gesprächspartner anhand eines anschaulichen Beispiels das Kommunikations- und Gestaltungsprinzip «form follows function».

Stephan Kern: «1988, Stahl, Marmor, mehrteilige Arbeit»

30 Jul

Fotos von Andreas Baier
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Ende 1988 war die Bundeswehr im Rahmen einer Übung mit ihrem Heeres Lastenhubschrauber dabei behilflich, auf der INSEL im Salzittersee eine sechsteilige und ziemlich schwere Arbeit des Künstlers Stephan Kern aufzubauen. Repräsentiert wird Stephan Kern von der Galerie Wittenbrink. Initiiert und verantwortlich geleitet wurde Projekt KUNSTüberall der Stadt Salzgitter von Alexander Baier.

Die Bundeswehrübung war beendet, der Hubschrauber packte seine Sachen und flog zurück zu seinem Standort. Vorne rechts eine Arbeit aus Carrara-Marmor des Bildhauers Michael Schoenholz.

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Otto Herbert Hajek und Horst Ehmke: «Ein exquisiter Deal»

18 Jul

Otto Herbert Hajek, Horst Ehmke und Ehefrau Katja Hajek während der Vernissage im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg

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Der Künstler Otto-Herbert Hajek war dafür bekannt, auch die Disziplin Verhandlungsgeschick zur Kunstform erhoben zu haben. Wer einmal seine Villa in der Stuttgarter Hasenbergsteige 65 besuchen durfte, dem wurde sofort klar, was darunter zu verstehen war: Teppiche, Türen, Gardinen – alles echte Hajeks, die er als Multiple im Auftrag großer Firmen wie z.B. Vorwerk oder Biffar realisierte. Verglichen mit seinen Großprojekten waren das aber eher kleine Fingerübungen.

Im Bereich Kunst am Bau gelang es ihm beispielsweise, einen Vertrag mit der damals noch existenten Deutschen Bundespost abzuschließen, in dem festgelegt wurde, daß, salopp gesagt, von nun an bis in alle Ewigkeit jeder Bundespostneubau ausschließlich mit seiner Kunst zu bestücken sei, da es sich sinngemäß «um ein Gesamtkunstkonzept handelt, das sich stetig weiterentwickelt und diese Weiterentwicklung nicht durch die Werke anderer Künstler unterbrochen werden darf». Dieser Vertrag wurde erst durch die Umwandlung der Deutschen Bundespost in die Deutsche Post AG unwirksam.

Im Rahmen des «KUNSTüberall»-Projektes der Stadt Salzgitter steht auch eine Skulptur von Otto Herbert Hajek auf der Insel im Salzgittersee:

Hajek-Skulptur auf der Insel im Salzgitter-See

Hajek-Skulptur auf der Insel im Salzgitter-See

In Salzgitter-Thiede steht auch eine Skulptur der leider viel zu früh verstorbenen Hajek-Tochter Katja Ka:

Skulptur von Katja Ka in Salzgitter-Thiede

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Thomas Höpker: «Grabbing The Lens»

25 Jun

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Our staff photographer took this spontaneously created portrait of Thomas Höpker in the German Rubens-town Siegen in the year 1987 during the vernissage of his exhibition «Ansichten eines Reporters».

At that present time he was the art-director of the magazine stern. He later became member of the legendary photo-agency Magnum which he ran from 2003 until 2007 as its president as well. Recently, he was patron of the Fotogipfel Oberstdorf. He lives and works in Big Fresh Pond close to Southampton on Long Island, in Berlin or in Santiago de Chile. In New York City he took one of his most discussed photographs.

Should you wish to collect some original prints of his impressive work the Berlin based gallery Camera Work provides you with a great opportunity to do so.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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DDC-Preisverleihung «Gute Gestaltung 14»

10 Jun

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Im Oktober letzten Jahres wurden einmal mehr herausragende kreative Designleistungen unter der Schirmherrschaft von Matthias Wagner K, Direktor «Museum Angewandte Kunst Frankfurt», und im Rahmen des DDC-Wettbewerbs «Gute Gestaltung 14» im Offenbacher Capitol ausgezeichnet. Neues Ehrenmitglied wurde Michael Conrad. Mit dem DDC-Grand-Prix wurde Götz W. Werner prämiert. Es war ein schöner Abend.

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Hans Rosenthal: «Sie sind der Meinung, diese Spende war Spitze!»

15 Apr

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Unter dem Psydonym kasae6013 stehen einige Privatfotos aus dem Reiche der Familie Hans Rosenthals auf dem WDR-Digit-Portal.

Das Aufmacherbild zeigt den Entertainer Anfang der 1950er Jahre im Garten seines Hauses im Berliner Westsektor, wo er sich einmal mehr im Geiste auf die Live-Sendung seines nächsten Ratespiels im Fernsehen vorbereitet. Läßt sich an seiner Körperhaltung – Handspitzen deuten auf die Schuhspitzen – bereits die später zu seinem Markenzeichen gewordene Aussage «Sie sind der Meinung, das war Spitze!» ableiten? Wir halten das durchaus für möglich.

Das zweite Bild zeigt sowohl die Mutter als auch die Ehefrau Hans Rosenthals unter einem Rosenbogen – immer ein untrügliches Zeichen für ein intaktes Familienleben. Vielleicht setzt sich gerade deshalb die Hans-Rosenthal-Stiftung für unverschuldet in Not geratene Mitmenschen ein. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung vieler, vieler Spender konnte die Hans-Rosenthal-Stiftung seit nunmehr 26 Jahren Familien in schweren Notlagen zur Seite stehen.

Über die Erinnerungsfotos aus dem privaten Familienalbum Götz Alsmanns, ebenfalls auf WDR-Digit – haben wir bereits hier berichtet.

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Flo Service: «30. Geburtstag»

9 Apr

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Alphörner werden inzwischen mehrheitlich aus Carbon gefertigt. Diese wiegen im Gegensatz zu ihren hölzernen, gut 24 Pfund schweren, Kollegen lediglich anderthalb Kilogramm. In der Bundesrepublik Deutschland gilt dabei das Fertigungsgebot: F-Dur. In China werden sie zu Zahnstochern verarbeitet und bei der Firma «Hubert Hense» transformiert man sie gelegentlich auch zu Handläufen für Treppenaufgänge. Doch dazu später etwas mehr.

Der Künstler Patrick Beiling aka «Aaden» eröffnet mit seinen einfühlsamen Balladen das Fest zum dreißigjährigen «Flo-Service»-Bestehen. Wir möchten als Hörtip sein Stück «A Miracle» auf You Tube empfehlen. Seine persönliche Website mit weiteren Informationen sowie Tourkalender ist hier besuchbar.

Die beiden Gechäftsführer Tim Sandrock und Thomas Spanier geben ihren Gästen einen kleinen Ein- und Rückblick über den Werdegang ihres Unternehmens «Flo Service». Angefangen vor dreißig Jahren mit einem VW-Bus (Bully) und einigen Beschallungsgeräten, so läßt Flo Service inzwischen – hinreichend salopp formuliert – die Sau raus.

Energy Drink? Energy Drink.

Zum aktuellen Dienstleistungsangebot gehören mittlerweile ebenfalls schnell auf- und abbaubare Konzertbühnen mit allem erdenklichen Zubehör fürs Drum und Dran. «Flo Service» betreut mit seinen Mitarbeitern pro Jahr so um die eintausend Veranstaltungen, sodaß der selbstbewußt klingende Slogan «Right In The Heart of Europe» seine Berechtigung hat, insbesondere vor dem Hintergrund, daß sich immer mehr international etablierte Künstler der Flo-Service-Dienste vergewissern.

Bei einem Kick-down-and-go-for-it-Programm dieser Art wäre es eigentlich kein Wunder, würde Flo Service, in vielleicht zehn Jahren oder so, eine mobile Konzertbühne entwickelt haben, die sich per Knopfdruck vom Mars direkt auf einen bestimmten Erdpunkt schließen ließe, auf deren Spielfläche kurz nach ihrer vollständigen Selbstentfaltung in Windeseile ein Künstler – vorzugsweise Michael Jackson oder so – von der befruchteten Eizelle bis hin zur Auftrittsreife entstünde; und dieses Konzertwerkzeug sich nach Gebrauch publikumswirksam auf die Größe eines schmackhaften Kaugummis reduzierte, um schließlich von einem Lateinamerikanischen Ureinwohner mittels seines Blasrohres wieder zurück auf den Mars geschossen zu werden.

Isabernursongedanke…

Zum Abschluß ihres Referates löschen die beiden Geschäftsführer das dreißigjährige Licht – um im Kalender Platz für weitere dreißig Jahre zu schaffen. Die Flammen, der Kerzenrauch, sowie die dizzygillespieeske Blasebacke von Thomas Spanier hat unser Redaktionsfotograf mit viel Liebe fürs Detail nachträglich digital hinzugefügt.

Und nun zu den Blasebacken der vier freundlichen Blaseröhrenherren vom «Alphornsportverein Falkenberg» oder so, deren digitale Heimseite hier zu besuchen ist. Die wohltuenden Vibrationen der Alphörner vermögen es, Drinks zu schütteln (nicht zu rühren), Fußreflexzonenmassagen zu verabreichen sowie das Ambiente des Atriums mit einer Lichtfarbauswahl einzukleiden, die sich nach den Vorgaben der allseits beliebten Almyuveda-Heilmethode richtet:

Enzian Polka? Enzian Polka. Und den «Paula Walzer» gibt es auch zu hören.

Zu den Gästen gehört ebenfalls Johannes Klein.

Was wird die Zukunft bringen? Ein Blick in das digitalisierte Gesicht eines Glückskeksboten verrät es: Disko, Party und sicherlich auch etwas mehr Testbild im TV. Außerdem wird gleich Vitold Rek auftreten:

Was der jüngst mit dem Hessischen Jazz-Preis ausgezeichnete polnische Kontrabaß-Virtuose Vitold Rek auf und mit seinem Instrument veranstaltet, das ist schlicht als Wahnsinn zu bezeichnen.

Auch das ist eine Form hochwertigen Jazzes: Virtuoses Schuhdesign mit dem mutmaßlichen Arbeitstitel «Captain America meets Mary Poppins». Wer solche Zuhörer hat, der muß sich über die Qualität des eigenen Spiels keinerlei Gedanken machen.

Der Konzertsaal des Mainzer «Frankfurter Hof» in der Augustinerstrasse ist gerammelt voll. Auch hier hat sich, wie es scheint, ein Almyuveda-Botschafter erfolgreich im Rampenlicht des allgemeinen Bewußtseins – zumindest kurzzeitig – etabliert…

Der Anblick der Farbe Blau erinnert an Yves Klein, an Pablo Picassos «blaue Periode» und die Musik der Band Shantel & Bucovina Club Orkestar sowie an Urlaub auf dem Balkan mit gebratenen Tauben, die einem unaufgefordert in den Mund fliegen. Auf dem Bild sogar mit Gewürzblättern im Schnabel unterwegs.

Shantel hat es nach vielen Jahren hartnäckiger Basisarbeit in Europa zur wohlverdienten internationalen Prominenz gebracht, mit über 1.000 gespielten Shows ist er mit seinem Bucovina Club Orkestar Garant für ein Live-Spektakel der absoluten Spitzenklasse und eine traumwandlerisch enge Kommunikation mit seinem Publikum.

Viele der Stücke sind nach den Prinzipien der Pentatonik aufgebaut. Normalerweise wird die Melodieführung bei solchen Kompositionen von Streichinstrumenten oder Gesangsstimmen übernommen. Hier jedoch werden sie, unterfüttert von SKA-Rhythmen, von einem Bläsersatz, bestehend aus zwei Trompeten und einer Posaune, gespielt – und das kommt fett.

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Das Konzert entwickelt im Saal und bei den Fans eine solche positiv heiße Atmosphäre, daß sich das gesamte Gebäude stetig ausdehnt – und so zur amtlichen Super-Konzerthalle mutiert.

Noch nie haben wir einen Schlagzeuger mit solch ausgeprägen Rampensau-Qualitäten erlebt, wie es bei ihm der Fall ist. Er verläßt sein Instrument, hüpft am Bühnenrand herum – und bringt das gesamte Publikum wortlos dazu, tief in die Hocke zu gehen – um dort gemeinsam bis zum erlösenden Luftsprung zu verharren.

Well, the exciting concert is over. Glücklich, zufrieden und irgendwie auch etwas abgekämpft verlassen die Besucher den Konzertsaal.

Zum Release der Shantel-CD Anarchy & Romance erscheint das von ihm herausgegebene und streng limitierte «ALRIGHT MAGAZIN» – ein Kompendium für Politik, Musik, Kunst und Lifestyle, mit Beiträgen über das berühmte Frankfurter Rotlichtviertel und seine Beat-Clubs der 50er und 60er Jahre, einen Zeitzeugenbericht über das Hanau der 60er Jahre und wie dabei zufällig Punkrock erfunden wurde, ein Essay über die Geschichte des Rock’n‘Roll in Deutschland und wie indonesische Rock-Bands dabei Entwicklungshilfe leisteten, eine Fotostrecke von Horst A. Friedrichs zum Thema «The Kiez is alright – so verschwendete ich meine Jugend».

Finally, so müssen wir sagen, ist es ein sehr schönes, ausgewogenes und abwechslungsreiches Fest, das auch Kraft seines Caterings mit schmackhaften Produkten aus der Region zu überzeugen weiß.

Und natürlich auch mit Gästen aus der Region…

Wir gehören einer Jahrgangsstufe an, da bringt man zum Kauf von Schuhen noch frische Socken mit ins Geschäft. Nicht so die Vertreter der jüngeren Generation. Ihre Wirkungskraft ist in eine Dynamik von ergebnisorientiertem Pragmatismus eingebettet, die es beispielsweise akzeptiert, frische Merchandising-T-Shirts einfach vor Ort mal eben kurz unter Realbedingungen anprobieren

Und mit diesem subtilen Abschlußgedanken lassen wir unsere geschätzten Leserinnen und Leser jetzt alleine.

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Wladimir Klitschko Goes Typography

2 Mar

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In unserem Beitrag vom 20. März 2011 gingen wir einer Frage nach, die wir kurz zuvor Vitali (oder war es Wladimir?) Klitschko während einer Pressekonferenz auf dem ADC-Kongress in Frankfurt stellten, nämlich: «Vitali, wäre es Ihnen vielleicht möglich, Ihren nächsten Gegner exakt so zuzurichten, daß er nach Beendigung des Kampfes genau so aussieht wie auf einem Selbstportrait-Gemälde von Francis Bacon?» Er grinste vielsagend.

Wie nun der Fontblog berichtet, kämpft Wladimir Klitschko Kraft seiner Fäuste mit Schriftkunst gegen Leseschwäche, wobei die erste uns spontan pisakende Frage lautet: «Wie kann man denn mit blaugeschlagenen Augen überhaupt noch lesen?»

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Wladimir Klitschko boxte in seinem ersten Kampf über 26 Runden jeden Buchstaben des Alphabets in blauer Farbe auf Leinwand, und signierte die Unikate anschließend, die zu Gunsten der Aktion Klitschko vs. Illiteracy im Hause Springer vor geladenen Gästen sowie auf Ebay versteigert wurden. Klitschko vs. Illiteracy soll auf die weltweite Bildungsarmut unter Kindern aufmerksam machen.

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Zur Klitschko-Font-Download-Site

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Interligenzfest

20 Jan

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Nicht immer und auch nicht immer öfter, aber dafür manchmal – manchmal zumindest – ergreift einen das eigene Werk, oder auch das Wort, und dann ist es passiert – meistens noch ehe im Tale die Hähne krähen: Ein neuer Intelligenztest erblickt das Licht der Welt. Viel Vergnügen, wo immer Sie auch gerade sind!

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Fotografische Mathematik (4): Wurst x Birds = Alfred Hitchcock Oversized + Almost Weightless

30 Dec

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Endlich, endlich, endlich haben wir ein (fast) geeignetes fotografisches Mathematikbeispiel, das nach dem allgemeingültigen Regelwerk für Multiplikation, insbesondere unter philosophischen Gesichtspunkten, ganz gut funktioniert: Würste multipliziert mit Seevögeln ergeben einen in seinem Volumen zugenommenen Alfred Hitchcock, der jedoch faktisch gleichzeitig an reinem Körpergewicht eingebüßt hat, was sowohl durch die Präsenz der Würste als auch die der Seevögel paradox und kognitiv interagierend weiterführend abstrahiert dargestellt wird; ein Umstand, der dem britischen Starregisseur sichtlich zusagt. Typisch Full English Breakfast eben.

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Materialien zum erweiterten Diskurs:
Fotografische Mathematik (1)
Fotografische Mathematik (2)
Fotografische Mathematik (3)

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Mercedes Fans!

26 Dec

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Unter der Rubrik «1970: Premieren in Stuttgart, Pannen im Weltall – Die Mercedes-Chronik des Jahres 1970 – Der berühmteste Kniefall der Welt» veröffentlichtet Ihr kürzlich eine ganz im Zeichen des 100. Geburtstages Willy Brandts stehende Überschrift, nämlich diese hier: «Es gibt politische Denkmäler, die einen traurigen Hintegrund haben, und es gibt Denkmäler, die bis heute begeistern. Der ‹C111› gehört definitiv in die zweite Katergorie.»

Katergorie? Das kennen wir sehr gut, denn wenn wir unsere «Katergorien» auskurieren, dann erscheint uns regelmäßig ein Portraitbild Josef Stalins, das mit folgender Bildunterschrift intellektuell aufgehübscht ist: «Es gibt politische Speisen, die bis heute einen traurigen Hintegrund haben, und es gibt Speisen, die bis heute begeistern. ‹Spaghetti mit Tomatensoße› gehört definitiv in die zweite Katergorie.»

Ihr und wir sehen: Pannen im geistigen Weltall haben viele Gesichter. Und Mercedes-Limousinen, die ihren ungewollten «politischen Kniefall» bereits vollzogen haben, auch. Ihr Anblick, so viel können wir Euch sagen, ist kein schöner. Gebt einfach mal den Begriff «Heißer Kniefallherbst 1977» in Eure Bildersuchmaschinen ein.

Wir wünschen Euch einen gut funktionierenden Anlasser für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

Eure Meerschweinchenreportredaktion

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