Archive | September, 2011

Colour Helper: «Make Your Choice»

29 Sep

Wir alle haben es geahnt, fühlen es, spüren es, schmecken es, müssen es hilflos mitansehen – und in die Tonne treten: Der Gesellschaft fällt es immer schwerer, vernünftige Entscheidungen zu treffen – wenn überhaupt. Aber das muß nicht sein. Mit diesem sich ständig selbst neu erfindenden Farbbarometer können nun geschmachssicher Farbinnenräume neu bestimmt, die Farbe der Krawatte festgelegt, der Goldfisch im Glas getröstet, das Matterhorn eingerüstet sowie der Vitamingehalt des Essens bedarfsgerecht vorgegeben werden. Der Hersteller: Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis sich unser neuer Farbbarometer in jedem deutschen Haushalt nützlich machen wird.

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Michael Kaufmann & Stefan Piendl: «Das Wunder von Caracas»

27 Sep


Mitte der 1970er Jahre hatte der venezolanische Musiker, Ökonom und Politiker José Antonio Abreu eine Vision, die nachhaltig das Leben Hunderttausender Kinder und Jugendlicher in Venezuela verändern sollte. Nun lautet zwar einerseits einer der berühmten Aussprüche unseres früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt «Wenn Sie Visionen haben, dann gehen Sie zum Arzt!»; andererseits gäbe es ohne Visionen keine Kunst. Keine Leidenschaft. Keine Kultur im Sinne von Kultur.

So war die Gründung der Orchesterbewegung El Sistema 1975 der Beginn einer einzigartigen Erfolgsstory, die für viele Länder zum kultur- und sozialpolitischen Vorbild wurde. Mit seiner Organisation der Kinder- und Jugendorchester feiert der Musiker, Ökonom und Politiker José Antonio Abreu heute international Erfolge und wird mit Preisen überhäuft – am 2. Oktober 2011 erhält er den ECHO Klassik Sonderpreis für sein soziales Engagement. El Sistema ermöglicht allein in Venezuela zurzeit über 300.000 Kindern und Jugendlichen eine musikalische Bildung und hat damit in einem von schweren sozialen Problemen betroffenen Land eine gesellschaftsrelevante Initiative geschaffen.

Abreu gelang es seit 1975, die Unterstützung aller amtierenden Regierungen zu erhalten. Dadurch verfügte Venezuela 2007 über 90 Montalban-Musikschulen mit 250.000 Kindern, 125 Jugendorchester, 57 Kinderorchester und 30 professionelle Sinfonieorchester. Bei der Fundación del Estado para el Sistema National de las Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela (Fesnojiv) sind hierfür 1500 Musiklehrer angestellt. Die Gesamtjahreskosten des Projektes betragen 29 Millionen Dollar und sind für ein Entwicklungsland eine ungewöhnlich hohe Summe.

Abreu selbst meinte dazu (Zitat Wikipedia): «Die Regierung unterstützt mein Projekt genau wegen seiner sozialen Ausrichtung. Der Staat hat sehr gut verstanden, dass das Projekt, wiewohl es mit Mitteln der Musik arbeitet, zuvörderst ein soziales ist: ein Projekt zur Förderung allgemeiner menschlicher Qualitäten. Denn für die Kinder, mit denen wir arbeiten, stellt die Musik fast den einzigen Weg zu einem menschenwürdigen Dasein dar. Armut – das heißt: Einsamkeit, Traurigkeit, Anonymität. Orchester – das heißt: Freude, Motivation, Teamgeist, Streben nach Erfolg. Wir sind eine große Familie auf der Suche nach Harmonie und jenen schönen Dingen, die allein die Musik den Menschen zu bringen vermag.» Er zitiert gern Mutter Theresa und sagt: «Es ist auch ein geistlicher Kampf für das Wahre, Schöne, Gute – gegen Not und wirtschaftliche Gier.»

Im ersten umfassend recherchierten Buch «Das Wunder von Caracas», das am 4. Oktober 2011 im Irisiana Verlag erscheint, erkunden die Autoren Prof. Michael Kaufmann und Stefan Piendl, mit welcher Leidenschaft Abreu sein Projekt vorantreibt, wie es sich entwickeln konnte und immer noch weiter entwickelt. Dazu befragten sie für dieses Buch alte Weggefährten der ersten Stunde, international gefeierte Künstler wie Gustavo Dudamel und nicht zuletzt José Antonio Abreu selbst.

Abschließend die Meinung eines Spitzendirigenten: «Ich schätze Abreu wie nur wenige Menschen auf der Erde. Bei der Arbeit von El Sistema wird deutlich, was Musik wirklich bewirken kann. Es freut mich, dass die beeindruckende Geschichte von José Antonio Abreu und seiner mehr als 35 Jahre währenden Arbeit nun in einem Buch gewürdigt und beschrieben wird.» – Daniel Barenboim, aus seinem Geleitwort zu «Das Wunder von Caracas».

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Polly Verity: «Wire Sculpture»

27 Sep

Polly Verity’s Website

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Chewbacca’s Family

26 Sep

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Essentials of Life

26 Sep

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«Tearsheet» reinterpreted

24 Sep

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Berlin School of Creative Leadership: «The Freitag Brothers’ President’s Lecture»

23 Sep

click to enlarge properly

We already introduced Berlin School of Creative Leadership to our readers when living advertising legend Sir John Hegarty held his President’s Lecture in Berlin’s Franklinstreet in order to make up-coming and most talented executives much more up-coming and, not to forget, much more talented as well. Followed by Bertelsmann’s CEO Hartmut Ostrowski, this time’s President’s Lecture was given by two very successfully operating brothers who conquered the design oriented part of the world with their recycling bags, simply called «Freitag».

In other words: They launched one of the great startup cult brands of the last two decades: Freitag, the iconic bags made of recycled materials. Now the Freitag Brothers explain precisely how they did it. This is what their President’s Lecture is all about.

Berlin School’s President Michael Conrad is introducing our blog photographer Andreas Baier to the Freitag Brothers who both will be interviewed by him shortly.

What did we say?

Michael Conrad introduces the Freitag Brothers to the audience.

The Freitag Brothers started projecting numbers, such as 1967, against the screen. They told us about their lives and why the idea of recycling is so drivingly important to them. They explained us that they are not going for market research in any way when launching a new product is in sight. They just do what they prefer most. They simply go for their own taste. Obviously there are enough fellows around the globe who have been provided with the same kind of feeling for a suitable product design. Interestingly, when they were about opening their first shop, they didn’t go to mainstream places like New York, Rio or Tokyo – they went to St. Moritz. What a smart move! They also told us how they had been copied by Migros which started to offer so-called «Donnerstag»-Bags to their customers for some EURO 25,-. Instantly, they felt being honoured by such an intensive attention their bags were seeking.

A producer of high-class leather shoes would have shown us some cows, horses, crocodiles or even mockingbirds enjoying their well-earned sundown. This would happen to teaching us where their material comes from – and how it felt before being offered the unique opportunity of helping out a small part of mankind to look far more better than the other and much more larger part of it. Well, as we said, the Freitag Brothers are a new kind: they’re special.

The Freitag Brothers’ very first bag.

Michael Conrad is as fascinated as all others.

Questions after questions after questions: they were all answered.

On videoscreen: all the same.

After the lecture there was enough space and time to go creative. Most wanted: to have a tourist-look-a-like snapshot showing oneself together with one or both of the Freitag Brothers who are as famous as the Eiffel Tower.

The Freitag Brothers and Mr Congratulations.

The Freitag Brothers bag-shooting starts. Freitag Bags are a «must have». No wonder that most of Berlin School’s this years participants wanted to be portrayed with both Freitag Brothers and their individual Freitag Bag. Just in order to put things that belong together together.

«Now it’s your turn!»

Again.

Again and again.

Again and again and again.

Michael Conrad Hall: The Freitag Brothers are putting themselves up against the wall.

Even here: the Freitag Brothers are driven by pure perfectionism.

The Freitag Brothers are making progress.

Voilà, the work has just been done!

Relaxed get together: Participants discussing Freitag Brothers’ inspiring lecture.

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Muhammad Ali & Sammy Davis jr.

23 Sep

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George Clooney (not in pic) in: «Ocean’s Five»

23 Sep

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DDC-Tribüne in der Frankfurter Romanfabrik

22 Sep

Der DDC in der Frankfurter Romanfabrik. Es war ein schöner dreigeteilter Abend. Peter Zizka stellte «Metamorphosen. Design zwischen Erneuerung und Anpassung» vor. Der Band erschien soeben in der Taschenbuchreihe DDC Designbibliothek. Gefolgt von einer irrsinnigen Performance der beiden Herren Claus A. Froh und Frank Wolff. Danach gab DDC Ehrenmitglied Prof. Olaf Leu gemeinsam mit Ingrid El Sigai per Lesung einen Einblick in seine Berufsjahre von 1971-2011. Ach ja, der anschließende Gedankenaustausch kam ebenfalls nicht zu kurz. Und nun: Ab ins Präsens:

Das Bekleidungsunternehmen «Dolzer» direkt neben der «Romanfabrik»

Bevor wir uns inhaltlich vorstehend skizzierter «Speisekarte» widmen, wäre es möglicherweise durchaus von Vorteil, sich kurz Gedanken über das Verhältnis von innen und außen zu machen. Über das berühmte Zitat «Mens sana in corpore sano» beispielsweise. Und in welchem Kontext es zur Literatur stehen könnte; denn: Kann ein gesunder Körper samt gesundem Geist von einem ungebügelten Hemd umgeben sein? Oder: Wie fühlt sich ein mit viel Liebe zusammengestellter Textband, der Aufsätze bekannter Spitzengeister enthält, in einer zerknautschten Maul-, quatsch, Manteltasche?

Für alle, die nicht genau wissen, wie sich ihr Körper zum jeweiligen Ereignis fühlen soll, hält Dolzer im Netz den ultimativen Dolzer Dresscode parat. Denn, so der digitale Beipackzettel: «Ob Büroalltag, Cocktail-Party oder offizieller Geschäftsanlass: Mit unserem Dresscode erhalten Sie eine zeitlose Orientierung zur anlass- und typgerechten Auswahl Ihrer Garderobe. Die wichtigste Grundregel: Die Auswahl des angemessenen Outfits bestimmen der Anlass, die Tageszeit und die Angabe auf der Einladung, die Sie erhalten haben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich beim Gutaussehen!» Und weil das renomierte Premiumbekleidungsunternehmen es trefflich versteht, das aktive Lesen mit dem passiven Gutaussehen harmonisch in Verbindung zu bringen, ist es konsequenterweise neben der «Romanfabrik» bestens plaziert. Den Herren mit dem ungebügelten Hemd in Vordergrund des Bildes haben wir vor- und fürsorglich unkenntlich gemacht. Um den Schuldigen zu beschützen. Und Dolzer natürlich auch. Und den Rest der Welt ebenfalls. So sind wir nunmal.

«Mit sonnigen Grüßen!»: Anna Tanriverdi und Anne Tecklenburg.

Anna Tanriverdi begrüßt einen weiteren Gast. Im Hintergrund Prof. Olaf Leu und Werner Ruwald.

Im Gespräch: Werner Ruwald und DDC-Gründungsmitglied Prof. Olaf Leu.

Gekonnter Fingerzeig: Prof. Olaf Leu (links) und Prof. Friedrich Friedl (rechts). Ins Buch vertieft: Peter Zizka (links) und Ingrid El Sigai (rechts).

Auch hier vorbildliche Handhaltungen, die jeweils auf eine ausgeglichene Gesprächsführung schließen lassen. Vordergrund, von links nach rechts: Prof. Olaf Leu, Eva Leu und Prof. Friedrich Friedl. Im Hintergrund, von links nach rechts: Erhard Sobeck und Peter Zizka.

Prof: Olaf Leu begrüßt Erika Müller. Im Hintergrund: Erhard Sobeck (Hansen Werbetechnik) im Gespräch mit Peter Zizka.

Kniebeugen? Dirigieren? Beim Fotografieren versehentlich das iPhone fallengelassen? Meerschweinchenreport weiß es besser: Die Begrüßung eines guten Freundes steht kurz bevor.

Wenn rot gestrichene Wände zu Vorhängen werden: Erhard Sobeck im Gespräch mit Peter Zizka.

«Die Blitzlichtwürfellichtästhetik der 1960er Jahre ist in meinen Schädelwänden derzeit das ganz große Ding!». Klar, daß wir bei diesem Sachverhalt gar nicht anders können, als dem Drängen unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier (DDC) nachzugeben – und dieses Bild ebenfalls publizieren. «Außerdem», so fügt er hinzu, «erinnert mich speziell dieses Foto irgendwie an das Arbeitszimmer von Frank Lloyd Wright, ohne jedoch genau begründen zu können, warum dem so ist.» A-ha! Hinter den beiden Lampenschirmen, von links nach rechts: Prof. Olaf Leu und Prof. Dr. Rösch. Und auf dem Tisch in der Bildmitte die beiden Leu’schen «Bilanz»-Bände 1 (rot) + 2 (blau).

Noch ist Zeit, gemeinsam die spätere Lesung zu besprechen. Von links nach rechts: Ingrid El Sigai sowie Olaf und Eva Leu.

Eva Leu begrüßt Prof. Dr. Rösch.

Der Saal füllt sich Zug um Zug. Einige DDC-Mitglieder tragen stolz ihren Gelbepunktereißverschluß zur Schau.

Ein weiterer Gast ist soeben eingetroffen: Sven Leu.

Architektin Nicole Kerstin Berganski.

DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig.

Als sich das Bullaugentor ein weiteres Mal öffnet, durchschreitet Valentin Heisters das gleißende Gegenlicht und verkündet via seines gut gestalteten Grinsens, daß Arbeiten per se mit Freude behaftet ist. Von links nach rechts: Sven Leu (mit Motorradhelm), Valentin Heisters (mit Pilotenkoffer) und ein Literaturinteressierter, mit ich dem mich den Abend über prima unterhalten habe.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes begrüßt die anwesenden DDC-Mitglieder sowie die zahlreichen Gäste, zu denen auch einige Rotarier gehören.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes über die Bedeutung der gelben Farbe …

sowie über gute Taten aus dem Verborgenen heraus. Beziehungsweise umgekehrt.

DDC-Vorstandsmitglied Peter Zizka betritt die Bühne. Es geht unter anderem um die gute alte – und eigentlich nicht zu beantwortende – Frage, ob zuerst das Design-Ei oder gar das Design-Huhn das Licht der Design-Welt erblickte. Ich persönlich vertrete die Ansicht, daß es der Design-Taschenrechner von DDC-Ehrenmitglied Dieter Rams war. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Die DDC-Vorstandsmitgliedmetamorphose beginnt. Bis sie abgeschlossen ist, will ich Euch einen kleinen Ausschnitt aus dem Vorwort von Andreas Platthaus, FAZ, zitieren: «Mit seiner Publikationsreihe strebt der DDC die Schaffung eines Sammelbeckens für interessante Beiträge zum Design an. In ihm soll theoretisch, begrifflich wie ideologisch das aufgefangen und konkretisiert werden, was betreffs Gestaltung häufig zu sehr im Allgemeinen bleibt. Daß gleich für die erste Ausgabe eine Gruppe solch hochqualifizierter wie prominenter Autoren gewonnen werden konnte, zeigt den Anspruch und setzt Maßstäbe für die Fortführung der DDC Design Bibliothek.» Na bitte!

In ihrer Perfomance treffen der Lyriker Claus A. Froh und der Cellist Frank Wolff (auch als «Stadtstreicher von Frankfurt» bekannt) erstmals mit ihrem Programm «text & töne» auf einer Bühne zusammen. Eine literarisch-musikalische Jam-Session im improvisierten Miteinander und Gegeneinander von Textstimme und Cello. Ein Ereignis von so hoher Qualität und Güte, daß es unser Redaktionsfotograf vorzog, während der künstlerischen Darbietung gar nicht oder nur mit zugekniffenen Augen zu fotografieren; beziehungsweise hierfür die kleinen Zwischenpausen abzuwarten.

Um die Künstler nicht ein weiteres Mal zu stören, bleibt nachfolgende Bildstrecke unkommentiert.

Nochmal zum Mitschreiben: Wir können nicht anders, als das künstlerische Wirken der Herren Claus A.Froh und Frank Wolff unbedingt weiterzuempfehlen.

Prof. Olaf Leu vor einem Tableau mit seinen eigenen Arbeiten, die in der nun folgenden «Bilanz»-Lesung unter der Mitwirkung von Ingrid El Sigai eine zentrale Rolle spielen. Den ersten Teil seiner Autobiografie, die seine Zeit von 1951 bis 1970 beschreibt, stellte Olaf Leu bereits 2009 in der Romanfabrik vor. Sein zweiter Teil befaßt sich nun mit der Zeit von 1971 bis 2011.

Wir freuen uns auf Geschichten und Erlebnisse von Olaf Leu als Packungs- und Kalendergestalter, als «Goethe»-Reisender in Sachen Design, als Typograf, als Corporate Designer, als Design Juror, als Design Consultant, als Design Professor. Lebensnah, lehrreich, unterhaltsam, zuweilen launig und sehr persönlich. Die schöne Stimme von Ingrid El Sigai macht diese Lesung zu einem besonderen Hörerlebnis.

Auch hier bleiben die nachfolgenden Bilder dieser Performance weitestgehend unkommentiert.

Die Frankfurter Romanfabrik verfügt über ein erstaunliches Fassungsvermögen an Zuschauern. Dank seiner hügeligen Landschaften und großzügigen Park- und Zapfhahnanlagen innerhalb des Gebäudes ist sie in der Lage, mehrere tausend kulturinteressierte Gäste zu empfangen und artgerecht zu bewirten. Kenner der Location sprechen inzwischen voller Hochachtung von «Little Woodstock». Das Foto entstand vom Mischpult des Toningenieurs aus. Deutlich zu erkennen sind die Regler im Vordergrund, die bei fachgerechter Bedienung den Veranstaltungsort mit einer beeindruckenden Klangkulisse versorgen.

Mischpultregler in Großaufnahme, in dem sich die zahlreichen Lichter von Fanfeuerzeugen widerspiegeln. Unser Redaktionsfotograf möchte darauf hingewiesen wissen, daß bei diesem Bildnis ein Werk Edward Westons Pate gestanden habe, nämlich jenes, das eine aufrecht stehende Meeresmuschel zeigt. Die Meerschweinchenreportredaktion kann das jedoch nicht nachvollziehen. Die eine Hälfte der Redakteure sieht eher Edward Westons nicht minder berühmte «Paprika» als Vorbild, während die andere Hälfte mehr den startenden (oder gerade landenden) Helikopter vor der nächtlichen Kulisse New York Citys von Andreas Feininger sieht. So richtig Genaues weiß aber letztlich niemand.

Die unmißverständliche Visualisierung des alten Kommunikationsprinzips «Hören. Sehen. Sagen.»

DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig: «Sind wir nicht alle ein bißchen Sin City?»

Von links nach rechts: Ein erstklassiger Gestalter, der in seiner erstklassigen Gestalt nicht gezeigt werden möchte, und Patricia Eibes.

Dasselbe gestalterische Prinzip wie im vorangegangenen Bild. Aber diesmal bei mehr Licht.

Von links nach rechts: Frank Wagner, Prof. Olaf Leu und – ganz signaturempfangsbereit: Silvia Werfel.

Von links nach rechts: Erhard Sobeck, Frank Wagner sowie Prof. Olaf Leu mit einem Mitbringselschal von Oliver Hesse.

Nach der Performance: Der Cellist Frank Wolff im Gespräch mit Gästen.

Konstruktive Mischpultgespräche. Von links nach rechts: Achim Heine, Frank Wagner, Peter Zizka und Oliver Hesse.

Von links nach rechts: DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig im Gespräch mit Elisabeth Budde.

Die beiden Herren Achim Heine sowie Oliver Hesse gibt es heute in zwei Ausführungen. Hier: «Ausführung I»

Und hier: «Ausführung II»

Oliver Hesse.

Oliver Hesse und Lisa Schulze Oechtering. Im Hintergrund einmal mehr Dolzer. Diesmal in romantisches Filmlicht getaucht: Während auf der linken Seite Humphrey Bogart seine Geliebte mit frisch gefertigtem Feuerzeugfeuer versorgt und sie bedrängt, doch bitte ohne ihn das bereitstehende Taxi zu besteigen, besingt zur Rechten unter der Laterne Lale Andersen Lili Marlen. Eine Möglichkeit. Eine andere Alternative: Ein nach frischen Tättowierungen dürstender Abgeordneter des Deutschen Bundestages untermauert sein Verlangen durch westsidestoryeske Gesangeseinlagen, die er die Stufen fast komplett hinaufkriechend laut vor sich hin knödelt. Oben öffnen sich die Pforten der heiligen Hallen: Der erste Mitarbeiter des Hauses, der voller Stolz das neue Schuhwerk seines Herrn einläuft, nähert sich dem Verwirrten mit einem Silbertablett, um ihn einerseits mit etwas frisch aufgebrühtem Tee sowie einigen Keksen zu besänftigen, andererseits jedoch nachhaltig darüber aufzuklären, daß er sich in der Tür geirrt habe. Das Vorhaben gelingt. Der Suchende will umgehend sein Mandat zurückgeben und schwört, sofort mit dem Sammeln von Spendengeldern zu beginnen, die dem Bau eines Opernhauses in der Serengeti zugute kommen sollen. Beide singen im Duett «O Isis und Osiris» beziehungsweise «Rule Britannia», was sich in beiden Fällen überraschend gut anhört. Der Vorhang fällt. Das Publikum spendet begeistert Applaus. Und das beste: Die beiden abgebildeten Personen heißen immer noch Oliver Hesse und Lisa Schulze Oechtering.

Alles in allem war es einmal mehr eine gelungene DDC-Veranstaltung.

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1989: «Francis Bacon And William S. Burroughs In London»

21 Sep

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Thilo von Debschitz spricht heute im New Yorker Pratt Institute

21 Sep

Im Rahmen der jährlichen Veranstaltung «SenseMaker Dialogs» des New Yorker Unternehmens Humantific spricht Q-Geschäftsführer Thilo von Debschitz im Pratt Institute, New York City, über sein bislang persönlichstes Gestaltungsprojekt.

Der Vortrag findet heute, am Mittwoch, 21. September, um 19 Uhr im Pratt Institute, 144 West 14th Street, New York, statt. Wer jetzt schnell zum Flughafen hechtet und sich einen Platz im nächsten Flieger sichert, der kann es wegen des sechsstündigen Zeitunterschiedes noch schaffen, von Debschitz’ Vortrag vor Ort persönlich beizuwohnen. Wir wünschen einen angenehmen Flug!

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Zu Besuch bei Erik Spiekermann

19 Sep

Erik Spiekermann, fotografiert von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier, im Berliner Büro edenspiekermann. Von Andreas Baier stammt auch dieser Text.

Erik Spiekermann gehört neben Otl Aicher, Kurt Weidemann, Adrian Frutiger und Olaf Leu zum erlauchten Kreis deutschsprachiger Typografen, die es zu erheblichem internationalen Ansehen gebracht haben.

Dies unterstreicht nicht zuletzt auch der Twitter-Account Erik Spiekermanns, der derzeit knappe 170.000 Follower aufweist.

Erik Spiekermann vor einem seiner Ausstellungsplakate.

Assoziativ sah ich in dem Schreibtischlampengelenk ein Mikrophon; und für den Hauch eines Momentes in Erik Spiekermann einen Radiomoderator, versetzt in die 1960er Jahre.

Aber, so frage ich, ist Typographie denn nicht die gelungene Fortsetzung des Radiomachens – nur mit anderen Mitteln?

Im Hintergrund der Sendeplan.

Sucht man mit einem versierten Typographen das Gespräch, so dauert es gar nicht lange und das Thema lautet: «Wie hoch ist eine adäquate x-Höhe?»

«Wie? Schon fertig?»

«Ja. Alle reden von Entschleunigung. Entsetzlich! Da kann ich nicht anders, als mit meinen Fünfminutenportraits ein Zeichen zu setzen. Es lebe der Hochgeschwindigkeitszug.

Ich möchte mich höflich für die mir gewährte Audienz bedanken. Es war mir ein Fest! Und nun darf ich mich verabschieden.»

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Harpo and Groucho Marx with Salvadore Dali and Alice Cooper

19 Sep

Groucho Marx and Alice Cooper

Harpo Marx and Salvadore Dali

via: Awesome People Hanging Out Together

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Andy Warhol on Photography

19 Sep

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Fitnessraum

18 Sep

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Es ist nicht wahr,
Ich glaub’ es kaum:
Tot liegst Du im Fitnessraum.
Der Sonntag war’s,
Es schien die Sonne –
Und wieder hobst Du eine Tonne.
Bald die zweite, dann die dritte –
Und das zeriß dann Deine Titte.
Ein Muskelschwund am falschen Platz.
Das war’s dann wohl:
Adios, mein Schatz!

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Remco van den Bosch: «Agricult»

18 Sep

Die meisten Arbeiten Remco van den Boschs erinnern stark an die Werke Erwin Olafs, kommen aber nicht ansatzweise an sie heran. Die Arbeiten Erwin Olafs erinnern wiederum stark an die Joel-Peter Witkins, wobei Erwin Olafs Werke ebenfalls nicht ansatzweise die Stäke derer Witkins aufweisen. Was mich also an Remco van den Bosch fasziniert? Das sind im Wesentlichen zwei Dinge: sein Name sowie die oben abgebildete Arbeit.

Artist’s Website

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Kurze Zwischennotiz

16 Sep

Von der Etsch bis zum kragenweichen Opa
Sind wir jetzt das Fragezeichen in Europa.

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Alfred Hitchcock: «Digesting Birds On A Daily Bases Makes People Tired And Depressed»

7 Sep

Original Caption: 2/16/1965-New York, NY-Alfred Hitchcock won’t reveal the subject of his next movie, but he’s obviously bored with the former friends who starred in his scare-film The Birds. The maestro of mayhem was caught in the ho hum mood when he dropped in at the Rizzoli Bookstore on New York’s Fifth Avenue, to check on the latest Ghoulology.

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Der Kabarettist Chin Meyer erklärt das Prinzip der Finanzspekulationen

7 Sep

Der Kabarettist Chin Meyer erklärt uns in einer Wahnsinnsanalogie das Prinzip bankengestützter Finanzspekulationen. Irre!

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