Tag Archives: photography

Gérard Rancinan: «Paul McCarthy»

29 Jun

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Website Gérard Rancinan.

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Important Advice: This article won’t kill any polar bears. However, it won’t save them either. How should it work anyway? Despite all that we have disabled the possibility to launch comments – just to be on the safe side. Thank you for your cooperation.
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National Geographic: «Capture The Unexpected Beauty of The Daily Commute»

21 May

Photograph by Andreas Baier
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Once again, our staff-photographer Andreas Baier has been featured by National Geographic. This time his photograph illustrates the topic «Urban Transit». Read the full story here.

***Please Note***
This article will not kill polar bears. But it won’t save them either. It’s a delicate matter. That’s why we have disabled commenting. We kindly apologise any inconveniences this might cause to you.
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Neil Young: «… with a supermoon in my eye …»

16 Nov

«Supermoon» by Andreas Baier
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I was lyin’ in a burnt out basement

With a supermoon in my eye

I was hopin’ for a replacement

When the sun burst through the sky

There was a band playin’ in my head

And I felt like getting high

Thinkin’ about what a friend had said, I was hopin’ it was a lie

Thinkin’ about what a friend had said, I was hopin’ it was a lie

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Read more: After The Gold Rush
Glas eye manufactured by: Achim Hellbach

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Kommentarmöglichkeit deaktiviert.
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National Geographic: Andreas Baier’s «Living Room Lion» published in «Strange Terrains» Story

13 Nov

«Living Room Lion» by Andreas Baier
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Once again National Geographic published a photograph taken by our staff-photographer Andreas Baier. The image is entitled «Living Room Lion»; and is in use for the «Strange Terrains» story. The National Geographic Photographer Renan Ozturk, as a picture editor in charge for this assignment, wrote about this shot: «This is one of the most wildly bizarre and creative interpretations of the strange terrains assignment. Horrifying, fascinating and pink. Great depth and framing with beautiful angles of the walls as well a clear subject with the lion.» From a submission pool of 7.000+ images 23 photographs have been chosen for the final story which has been freshly pressed.

Previously published photographs by Andreas Baier on National Geographic’s online plattform:
1.) «Mother & Child» Story: A Child Will Be Born.
2.) «Undiscovered» Story: Bathtub Breakfast.

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Comments disabled.
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The Artist: «Constantly Known As Dieter Meier»

26 Oct

Dieter Meier spotting a pierced snail in his garden
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Als wir Dieter Meier kürzlich in Zürich besuchten, um von ihm für unser neues SuperIllu-Lifestyleprodukt «Home Sweet Home But Maybe More – Meerschweinchenreport’s Best Extra» eine aussagekräftige Bildstrecke zu erstellen, die wir, so der Plan, zusammen mit einem frei erfundenen «Exklusiv-Interview» zu veröffentlichen gedachten, da nahm unser Redaktionsfotograf Andreas Baier kurz zuvor noch an einer Sonderweiterbildungsveranstaltung in den Gemächern Michael Conrads teil, wo unser Mann fürs grobe Korn, weil das Flaschenetikett «Hegarty» auf ihn eine allzu unwiderstehlich magische Anziehungskraft ausübte, entgegen seiner normalen Trink- bzw. Nichttrinkgewohnheiten eigentlich nur mal eben am heiligen und überaus schmackhaften Rotweingral nippte, so führte dies doch dazu, daß – wir zitieren ihn wörtlich – «ich ordentlich einen sitzen hatte». Sein dennoch sichtlich erleichtertes Fazit: «Wie gut, daß es Autofokus gibt, sonst wäre das alles nichts geworden.»

Der erste Punkt auf der Dieter-Meier-Bericht-Checkliste, nämlich «zwingend Selbstreferentielles», wäre damit den Zeitgeist in notwendiger Weise huldigend abgehakt. Punkt 2: Leute, kauft Euch unbedingt die nagelneue YELLO CD «TOY»:

Der dritte Punkt: Leute, seht Euch unbedingt in der Berliner Galerie Judin die Dieter-Meier-Ausstellung «Possible Beings 1973 – 2016» an. Sie ist noch bis zum 29. Oktober 2016 zu sehen. Hier eines der 48 unterschiedlichen Possible-Beings-Bildpaare:

From the series «Possible Beings 1972 – 2016»:
Dieter Meier – Tiger Winslow

Der vierte Punkt, bevor wir uns der neuen YELLO CD: TOY und der Ausstellung «Possible Beings 1972 – 2016» widmen, ist natürlich: the artist, constantly known as Dieter Meier, himself:

Dieter Meier, lesend auf seiner Couch
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Dieter Meier ist ein brillanter Konzeptkünstler und Musiker; außerdem ein erfolgreicher Unternehmer. Wir zitieren aus dem Tagesspiegel: «Den Menschen macht aus, wie er sich zu seinen Zwängen verhält. Zwänge die durch die Geburt, die Zeit, das Talent, die Familie gegeben sind. Dieter Meiers Jugend zeichnete sich durch eine erstaunliche Abwesenheit von Zwängen aus. Sein Vater besaß eine Bank. Nichts drängte sich auf, schon gar keine finanzielle Notwendigkeit. Nicht einmal unerfüllte Träume der Eltern, die er an ihrer statt hätte ausführen dürfen. Beladen mit der Bürde der Freiheit stand er nun da. Wenn nichts muss, aber alles kann, was ist dann? Ist dann überhaupt irgendetwas?» Hm, gute Frage. Eine auf jeden Fall gültige Antwort wäre: «Das eigene Sein». Denn das eigene Sein bleibt immer – und zwar immer bis ganz zum Schluß. So einfach kann reduzierte Lebenskernbetrachtung sein. Unsere Meerschweinchenreportleser wissen, daß wir immer, wenn es droht, philosophisch zu werden, unsere beiden Hausgeisteslehrer Andy Warhol und/oder Woody Allen bemühen. Letzterer stellte in diesem Kontext beispielsweise fest, daß der einzige Unterschied zwischen Menschen mit Geld und welchen ohne Geld lediglich das Geld sei. Und er fügte hinzu: «Alle anderen Probleme sind identisch». Und weil dem so ist, sind die kreativen oder unternehmerischen oder sozialen Leistungen eines Menschen in ihrer Qualität grundsätzlich losgelöst von seiner jeweiligen pekuniären Situation zu betrachten.

Dieter Meier an seinem Klavier
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Im Jahre 1969 saß Herr Meier fünf Tage lang auf dem kalten Pflaster des Zürcher Heimplatzes und sortierte 100.000 Nägel in diverse Säcke. Da war er Mitte zwanzig. «Nein, sagen Sie nicht Nägel, das hat schon zu viel Sinn», bittet Dieter Meier die Dame vom Tagesspiegel. Die Neue Zürcher Zeitung veröffentlichte damals das Foto eines langhaarigen jungen Mannes, der da saß und aß, sich quälte und Nägel nicht vermehrte, nicht verzehrte, aber edel zählte – was ihn ehrte. Er andere bekehrte? Doch zu was? Westlich betrachtet nennt sich das Ereignis vielleicht «sinnlos»; mehr fernöstlich ausgerichtet kann man in seiner Performance durchaus einen buddhistischen Ansatz erkennen: Du sollst Deine Mitmenschen nicht belehren, sondern irritieren.

Ein Jahr später legte Meier in Sachen Buddhismus-Unterricht ein gehöriges Schippchen nach: So unterbrach sein Kurzfilm «1 Minute» unkommentiert das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehprogramm. Der Bildschirm blendete zunächst kurz auf schwarz, gefolgt von dem einminütigen Anblick des regungslosen Künstlerkopfs, der akustisch von Zeitzeichen kongenial unterfüttert wurde. Abermals ward es den Eidgenossen schwarz vor Augen. Schließlich und endlich hatte die Nation sowohl ihr normales Leben als auch ihr gewohnt-gewöhnliches TV-Programm zurück. Das Publikum soll hinreichend verstört reagiert haben. Und das, obwohl der Krieg zu diesem Zeitpunkt seit gut 25 Jahren vorbei war.

Auf den Geschmack der formvollendeten Irritation mit intellektuellem Zusatznährwert gekommen, kaufte Dieter Meier konsequenterweise am 25. Februar 1971 zwischen 16:00 und 18:00 auf der 57th Street, Ecke 8th Avenue (nur unweit des einen oder anderen New Yorker Museums) den Einwohnern der Stadt für einen US-Dollar jeweils ein «Yes» oder «No» ab – und quittierte den Erhalt der Wörter schriftlich. Die Polizei kam, sah und stellte fest: «That’s not for us, let’s get the special department». Für amerikanische Polizeibeamte ungewöhnlich scharf geschlußfolgert – die Sache hätte auch ganz anders ausgehen können.

Dieter Meier: Auf der Art|Basel bei Thomas Zander
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Nur knapp der Zwangsjacke entkommen, erteilte Dieter Meier deshalb noch im selben Jahr den New Yorkern adäquaten Schießunterricht: Im Cultural Center stellte er sich mit einem gezückten Revolver an eine Mauer. Vor seinen Füßen stand auf einer Tafel: «This Man Will Not Shoot». (Meerschweinchenreport berichtete hier).

Dieter Meier Cover:
«This Man Will Not Shoot»

Als er nach wenigen Performances mit guten Aufmerksamkeitswerten nur ein weiteres Jahr später bereits zur Documenta gebeten wurde – spätestens hier wird Dieter Meiers übergeordneter Drang und Hang zu effizientem Denken und Handeln transparent –, ließ er am Kasseler Hauptbahnhof eine Metalltafel einbetonieren: «Am 23. März 1994 von 15.00 – 16.00 Uhr wird Dieter Meier auf dieser Platte stehen». Nein, Monsierur l’Artiste scheinen grundsätzlich keine Gefangenen zu machen: 22 Jahre später stand er tatsächlich dort. Hunderte Zuschauer und der Kasseler Oberbürgermeister waren zugegen. Einige der Angereisten haben sogar weite Strecken mit dem Flugzeug in Kauf genommen.

Zwischenfazit: In seiner Konzeptstärke als Performance-Künstler fallen uns nur noch zwei ein, die in derselben Liga unterwegs sind: Timm Ulrichs und Marina Abramović.

Dieter Meier: Reading while shooting light into the sky
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Auch verfügt Dieter Meier wie viele herausragenden Geister über den großen Vorzug, früher in der Schule alles andere als begnadet gewesen zu sein. Einen langen Text zu lesen fühlte sich an, «als würde mir jemand Blei durchs Hirn ziehen, und es bleibt nichts hängen». Auch wenn dem nachfolgenden Gedanken in seiner Absurdität eine gewisse Grazie inne zu wohnen scheint, so sollte unmißverständlich geklärt sein, daß die vielen Opfer bleihaltiger Schußverletzungen in den Vereinigten Staaten keinesfalls das Ergebnis einer übermotivierten Bildungspolitik sind. Sicherlich nicht zuletzt auch deshalb: «This Man Will Not Shoot!» Die Dame vom Tagesspiegel schreibt: «Es war eine der wichtigsten Entdeckungen in seinem Leben, als er für die Prüfungen dann den gesamten Stoff mit einem Freund nachholte, indem sie drüber redeten: Im Dialog ging ihm die Welt auf: ‹Das hat mein ganzes Leben bestimmt, bis auf den heutigen Tag.›»

Als bildender Künstler drückt Meier hin und wieder mit seinen Fingern auch ganz gern in Kinderknetmasse willkürlich Formen und schaut, ob er darin etwas erkennt: es ist eine Art Bleigießen mit kautschukhaltigem Dehnmaterial. Er sieht sich nicht als Schöpfer, sondern als Entdecker. Für ein von ihm fotografiertes Knetfigurgesicht bezahlte Lady Gaga auf einer New Yorker Auktion ordentlich bemessene 20.000 Dollar.

Dieter Meier: At the table
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Die Richtigkeit des Grundsatzes «Nur der schlechte Künstler unterhält sich mit dem Publikum, der gute mit sich selbst» bestätigend, überführt Dieter Meier seinen konzeptuellen Ansatz Anfang der 1970er-Jahre in fotografische Serien, in denen er scheinbar ausschließlich selbst zu sehen ist. Die Galerie Judin schreibt auf ihrer Website über Dieter Meiers Ausstellung: «1972 läutete ein Materialkonvolut zu dem erdachten Schriftsteller Thomas Mattes, von dem plötzlich Manuskripte, Briefe und Schnappschüsse auftauchten, Meiers bis heute andauernde Beschäftigung mit erfundenen und vorgefundenen Persönlichkeiten ein. Nicht selten weisen diese Charaktere autobiografische Züge auf. Diesem Thema ist auch Meiers umfangreichste fotografische Serie Personalities gewidmet, die in den Jahren 1973 und 1974 entstand. Mit variierender Kleidung, Gestik und Mimik verwandelte sich der Künstler in 48 unterschiedliche Persönlichkeiten. Das Ergebnis ist gespenstisch: wenngleich Meiers markante Gesichtszüge stets zu erkennen sind, löst die schiere Anzahl der Verkörperungen allmählich die Wahrnehmung des Künstlers als Individuum auf. Stattdessen treten seine Rollen in den Vordergrund. Diese sollten letztlich ein regelrechtes Eigenleben entwickeln und Meier zu zwei weiteren Werkgruppen anregen. Unter den Titeln ‹As Time Goes By› und ‹Possible Beings› wählte Meier in den Jahren 2005 und 2016 einige Personalities aus, die er jeweils mit einer neuen Porträtaufnahme und einer kurzen Biografie in die Gegenwart holte. Das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: in wenigen Jahren möchte sich der Künstler der restlichen Figuren annehmen und mit ihnen weitere mögliche Lebenswege ausloten.» Nachfolgend zwei weitere «Possible Beings 1972 – 2016»:

From the series «Possible Beings 1972 – 2016»:
Dieter Meier – Samuel «Samy» Schnyder

From the series «Possible Beings 1972 – 2016»:
Dieter Meier – Erwin «Radu» Stangel

Zur Ausstellung sind zwei mit viel Liebe und Sinn fürs Detail gestaltete und hochwertig gedruckte Kataloge entstanden. Der eine enthält die zugehörigen Lebensläufe (oder «Lebenskämpfe») der von Dieter Meier bzw. dem «Schriftsteller Thomas Mattes in seinem Projekt «Possible Beings 1972 – 2016» dargestellten Personen und Charaktere.

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Beim Surfen entdeckt: Die «Dallas Art Dealers Association» nennt sich in der Abkürzung: DADA. Schöne Gleichung: DADA = JR Ewing kauft Kunst.
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Dieter Meier: The Race Reloaded
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Das erste Mal wurden wir auf die Musik von «Yello» aufmerksam, als wir in Wiesbaden Mitte der 1980er-Jahre an der illegalen «Cannonball-Schnitzel-Ralley» teilnahmen. Ein Jahr vor dem Abitur, den Führerschein gerade frisch in der Tasche, und schon wollten wir unbedingt nackt um die Wette über den Kranzplatz flitzen müssen, nachts pro Team einen Spintschlüssel aus dem Opelbad besorgen, einen halben Liter Faulbrunnenwasser (geschätzte 40°) auf Ex trinken sowie eine schriftliche polizeiliche Bestätigung darüber bekommen, daß ein Team-Mitglied für zehn Minuten in Haft saß. Was sich End-Teenager eben so alles einfallen lassen, wenn es darum geht, das bereits heftig an die Tür klopfende «spätere Leben» erfolgreich aus den Schädelwänden zu verdrängen – oder, je nach Betrachtungsweise – sich adäquat darauf vorzubereiten. Für die Nummer mit dem Opelbad-Schlüssel sollte es in der Nachbereitung vor Gericht für einige Teams jede Menge abzuleistende Sozialstunden hageln. In der ersten Nacht bezogen wir Quartier auf einem ruhigen Campingplatz am Hertersee. Auf dem Plattenteller im Kofferraum eines Teilnehmers drehte sich das Yello-Stück «Bostich», scheinbar in der Endlosschleife, das 1980 auf dem Album «Solid Pleasure» erschien. Durch zwei riesige Boxen wurde eine Nachricht über den Umweg durch unsere Ohren in den schwarzen Nachthimmel gedrückt, die uns eine rhythmisch pulsierende Mahnung war: «Standing at the machine every day for all my life//I’m used to do it and I need it//It’s the only thing I want//It’s just a rush, push, cash». Dieser Text, diese preßlufthammereske Sprachperformance, die rasende Geschwindigkeit der Beats pro Minute, die mehrmaligen Besuche von Polizeibeamten, mit der Bitte die Yello-Lebensmaschine in ihrer Lautstärke deutlich zu reduzieren – das alles wurde zu einer perfekten Mélange, unsere damalige geistige Welt reflektierend, unser zukünftiges reales Lebens – so wurde dieser Track für dieses Wochenende zu unsere Hymne. Dieter Meiers Kunst- und Lebensverständnis: Man muß nur der werden, der man ohnehin schon ist:

Dieter Meier und Boris Blank – Table Communications
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Foto: Helen Sobiralski/Universal Music

Es war auch die Zeit, da unser Redaktionsfotograf seine musikalische Grundversorgung ausschließlich über einen leicht leiernden Kassettenrekorder mit Radioempfang bezog, der im Fotolabor stand. Seine bis heute gültige Grundeinstellung: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Und einen Fernseher hat er sich immer noch nicht zugelegt. Deshalb nahmen auch wir «Yello» zunächst für viele Jahre nicht mehr weiter wahr.

Das änderte sich jedoch, als wir einen Werbespot für das fiktive Bestattungsunternehmen «Mr. Sandman’s Finest Funerals» realisierten und in den Gemächern des Post-Produktionshauses «Das Werk» während einer Bearbeitungspause auf MTV attraktive badeanzugbekleidete Damen sahen, wie sie von Hochhausdächern in wesentlich tiefer liegende Swimmingpoolanlagen sprangen. Das war 1997 und das Album «Pocket Universe» gerade frisch erschienen. In dem darin enthaltenen Stück «Beyond Mirrors» setzt sich Dieter Meier u.a. mit Arthur C. Clarke, Werner Heisenberg und Solar Driftwood auseinander. Sowie mit «Ruppert Sheldrake in his book ‹Seven Experiments That Could Change the World› has stated that scientist’s attitude toward their experiments affect the results of their experiments». Der britische Wissenschaftler war uns bis dato mit seiner Arbeit «Das Gedächtnis der Natur» bereits bekannt. Darin wies er nach, daß einmal auf unserem Planeten Gedachtes der Allgemeinheit zur Verfügung steht, auch wenn es nie verbalisiert oder in Schriftform verbreitet wurde. Und wir: «Whow, was ist das denn? Etwa Popmusik?»

Dieter Meier: Get Together auf der Art|Basel
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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Zu etwa gleicher Zeit verfolgten wir im Hause der «abenteuerlichen Designagentur» im TV ein Interview mit Dieter Meier und einem «Musikexperten». Der Künstler reflektierte über das Leben, über Sein und Nichtsein, über das Universum, über solares Treibholz, schlicht: über die Magie lebensexistenzieller Dinge. Besagter «Musikexperte» schien mehr und mehr mit seinem Amt überfordert, wollte zum Schluß des Gesprächs aber noch etwas Nettes sagen, was er dann auch irgendwie tat: «Yes man, that’s Rock ‘n Roll». Wir bewunderten Dieter Meiers Reaktion: Er saß da und grinste und grinste und grinste … und weigerte sich, die Fassung zu verlieren. Dafür verloren wir unsere: Wir schlugen lachend mit unseren Köpfen solange gegen die Wand bis es weh tat.

Wir finden die neue Yello-CD «TOY» hervorragend, was aber keine große Kunst ist, denn Musikprodukte von Yello sind grundsätzlich herausragend zu nennen. Die Tracks haben aus unserer Sicht nur einen Nachteil: Sie sind zu kurz, verfügen über zu wenig Noten, Eure Majestät. Gerade gedenkt man, sich gemütlich auf dieser oder jener Melodie ein bequem schaukelndes Ruhelager einzurichten, da ist die Nummer auch schon beendet. Schnüff. Im Gegenzug der Vorteil: Es gibt sehr viele Stücke auf der CD. Ein untrügliches Indiz dafür, daß die beiden Gentlemen immer noch nicht so richtig wissen, wohin mit ihrer Kreativität.

Der Ausführung Dieter Meiers, daß das Tonstudio für Boris Blank ein Sauerstoffzelt sei, entnehmen wir, daß auch sein Partner kreative Selbstgespräche führt, was eine schlüssige Erklärung dafür ist, warum Yello seit nunmehr 35 Jahren konstant hohe und sehr abwechslungsreiche Alben zusammenschraubt. Wer eine ausführliche und sehr schöne und hinreichend euphorische Besprechung der aktuellen TOY-CD lesen will, der sollte sich diesen ausführlichen Artikel auf Lowbeats unbedingt zu Gemüte führen.

Dieter Meier mit Harald Falckenberg

Als Nachspeise möchten wir die Lektüre der Essays empfehlen, die Dieter Meier vor einigen Jahren in seiner Kolumne in der Kulturzeitschrift «DU» veröffentlichte. Einige der Themen: «Gott im Fleisch – Aus den Tiefen des Weltalls», «Matsch am Paddel», «Das Wunder des Gelingens», «Gott ist DADA» oder «The 100 Million Dollar Kid». Die zuletzt genannten Überlegungen beginnen so: «Wie jeden Monat sitze ich vom Satzzwang getrieben an der Schreibmaschine und hoffe, dass mir unter der Guillotine des Abgabetermins ein Thema einfällt, nach dem ich über ca. viertausend Anschläge mit Wörtern werfen kann. Oft half mir das Schwerpunktthema dieses Heftes aus der grossen Leere und der Einsamkeit im dicken Nebel, wo keine Themen zu erkennen sind und auch nix Gedanken auftauchen. So rief ich denn in der Hoffnung, mich wie der Lügenbaron Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf der Ideenlosigkeit herauszuziehen, die Redaktion an und erfuhr, dass dieses Heft dem teuersten Schweizer Künstler aller Zeiten, dem ‹sculpteur extraordinaire› Alberto Giacometti, gewidmet sei. Da mir seine hochgekneteten Gestalten und Hunde nie besonders gefielen und ich mich aber über den Bergeller Kettenraucher in Paris, der seine halbverhungerten Figuren als Epigone seiner selbst ein halbes Leben lang nach oben zwirbelte, auch nicht lustig machen und meinem Hirn die Frage zumuten wollte, warum mich der ‹Grosse Schreitende› No. 27 / B5 eiskalt liess, kam ich auf die Idee, mir zu überlegen, warum für einen Abguss des Genies aus Stampa eine amerikanische Bankierswitwe kalt-oder heissblütig, man weiss es nicht, die wunderbare Summe von hundert Millionen US-Dollar abdrückte.»

Herr Meier schließt diese Kolumne mit: «Da ich schon bald wieder mit der Herausforderung, um nicht zu sagen dem Malheur, ein Thema zu finden, konfrontiert sein werde, mich aber in Hassliebe ausgesprochen gerne zu beliebigen Inhalten als Satzschlosser betätige, bitte ich Sie, verehrte Leser, mir mit Vorschlägen auszuhelfen, die Sie der Redaktion von DU bis zum 15. April zusenden können, wenn sich Meier-mach-schon dann erneut im oben beschriebenen Notstand befindet, der, nachdem ihm Benedikt XVI abhanden gekommen ist, auf den er immer wieder ausweichen konnte, wenn ihm nichts einfiel, um so schwerer wiegt.»

Das ist feines Feuilleton. Und für den Fall, daß Monsieur Le Satzschlossère irgendwann doch tatsächlich wieder seine Kolumnentätigkeit aufnehmen möchte, so hätten wir direkt ein Thema zur Inspiration für ihn: «Der November ist der Mai des Julis – oder umgekehrt».

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Neil Armstrong: «Chop With Boot Print»

16 Oct

Photo by our staff-photographer Andreas Baier
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No matter if we feed ourselves with or without meat; no matter if we eat bread or not; whatever we eat and no matter if it’s organic or not – we are all supposed to pay our food the amount of respect it deserves. However, we live in a time where day by day millions of tons of food will be thrown away all over the world. And this mainly for profit reasons only. We simply have to stop this: «That’s just one small step for each indivudual, but one giant leap for mankind».

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Sensitive topic. Comments disabled.
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Mustapha Mandelbaum: «Karl Mays nagelneue Grabstätte»

13 Sep

«Der Teufelstisch – Die beliebte und nagelneue Grabanlage Karl Mays in der Pfalz» ist eine weitere beeindruckende Arbeit des bundesdeutschen Ausnahmespezialkünstlers Mustapha Mandelbaum
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Wurde der sogenannte Teufelstisch in seinem früheren Leben als prähistorische Photovoltaik-Anlage mißbraucht (Meerschweinchenreport berichtete besorgt), so mutierte sie nach dem letzten Willen des bekannten Winnetou-Erfinders Karl May zu dessen Grabanlage mit Nutzerzusatzfunktion: Der Große Manitu hilft beim Melken der ortsansäßigen Kühe gleichermaßen wie er die Bewohner Hinterweidenthals einmal in der Woche zum Kollektivgebet zusammentrommelt. Gelegentlich abgesonderte Musiksignale komplettieren die Liste der Anfangsverdachtsmomente, daß es sich bei dieser unkonventionellen Begegnungsstätte um ein ganz, ganz großes Freilichtkino handeln könnte.

Selbstverständlich findet auch dieses Werk Eingang in Mustapha Mandelbaums aktuellen Bilderzyklus «Zeitgenössische Vergangenheitsbewältigung moderner deutscher Formnormen». (Proudly sponsored by Rat für Formgebung)

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Im Gespräch: Andreas Baier und «Design made in Germany»

5 Sep

Andreas Baier weiß: «Wenn man Dinge plant,
gehen sie garantiert schief».
Foto: Michael Eibes

Auf der diesjährigen QVED 2016 (Meerschweinchenreport berichtete) präsentierte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier nicht nur einen Vortrag über seine Arbeit, sondern er unterhielt sich ebenfalls mit Viola von Zadow von «Design made in Germany». Zum Beispiel über Sir Ernest Henry Shackletons Polarexpedition, über Vitamin-B-Injektionen, über einen Ratschlag Gerhard Richters, warum einem etwas weniger Planung die selbstgesetzten Ziele entspannter und besser erreichen lassen – und, last but not least: warum das «Scheitern» als Karriereprinzip gnadenlos überschätzt wird.

Außerdem zeigt die zugehörige Bildstrecke Baier-Portraits von Hermann Nitsch, Michael und Helga Conrad, Klaus Staeck, Bazon Brock, Markus Lüpertz, Kasper König, Klaus Honnef, Carl Laszlo, Klaus Klemp und Hans Ulrich Obrist. Eine Digital-To-Go-Version der besagten Veröffentlichung ist hier erhältlich.

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Art|Basel|2016: «Dan Holdsworth’s ‹Continuous Topography› series presented in Audemars Piguet’s ‹Ice Cycle Lounge› created by Sebastian Errazuriz»

28 Jun

All photographs by Andreas Baier
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When visiting one of Art|Basel’s most adorable places, the «Collectors Lounge» on 2nd Floor, it is very hard to ignore Audemars Piguet’s shiny and gleamy «Ice Cycle Lounge», the homebase of Switzerland’s oldest watchmaking company on world’s best art fair. The object in the spot of this photograph is the «ice tank», composed of illuminated acrylic rods which will flash to mimic the regular rhythm of a heartbeat – and has been designed by Sebastian Errazuriz who is, by the way, responsible for the booth’s complete design.

Short before the press conference is about to start the journalists celebrate a relaxed form of open queueing in a professional manner – ça veut dire that they pretend being interested in something else.

In the background there is one piece from Dan Holdsworth’s ‹Continuous Topography› series to be seen. Later, during the press conference, we will learn that Holdsworth’s pictures are the result of a mixture between analogously manufactured photographs and digital imaging. The artist says that everything is a matter of precision.

And that fits perfectly to skill #1 when it comes to watchmaking: precision. As a visitor of Audemars Piguet’s booth you can also gain a deep insight into the richness of detailed work that needs to be done when creating or repairing watches with mechanical clockworks:

It’s a bit of a surprise but all journalists made it to their seats unfrozen.

Audemas Piguet’s CEO, François-Henry Bennahmias, introduces the design of the «Ice Cycle Lounge» and it’s creator, Sebastian Errazuriz, to the audience.

The artist and designer Sebastian Errazuriz explains the way he works. He calls himself «a prodigious and obsessive workaholic». Or, according to Henry Ford’s most famous quote: «Before everything else, getting ready is the secret to success.» About his creation for Audemars Piguet specifically he announces: «I was humbled by the craftsmanship and ingenuity of the Audemars Piguet watchmakers in Le Brassus. the work they have been doing for almost two centuries is so incredible that any creative person who visits their installations will feel inspired to hold themselves to a higher standard of gravitas, beauty, and precision. the new lounge will hopefully become an experience for its visitors, managing to steal their attention and offering them a space to take a moment to think about time.»

According to his website: «Sebastian’s work has been featured in multiple magazine covers and portrayed in thousands press articles by the specialized art and design media. He has also received critical acclaim from The New York Times, The Financial Times and The Wall Street Journal, Art+Auction. In addition, his work has been featured in mainstream TV in BBC, CNN, ABC, and NY1. Multiple books and catalogues feature his projects and his first monograph The Journey of Sebastian Errazuriz was published and distributed internationally by Gestalten in 2012.»

The artist Dan Holdsworth’s explains that his photographs deal with the phenomenology of technology, place, and consciousness, and are reflective of his profound engagement with photographic history. Holdsworth’s scenes are shot on site at exotic locations around the world, chosen for their pre-historic, futuristic, or metaphysical resonance. According to Patricia Low’s website «it takes up to one year to produce, the otherworldly effects of his landscapes are achieved through both analogue and digital processes; his images never falsify information, but rather enhance the invisible ‹truths› that are normally imperceptible to the human eye but can be visually evidenced on film. Holdsworth’s work has been featured at museums such as Tate, Photomuseum Winterthur, and the Pompidou Centre.»

Monsieur François-Henry Bennahmias cannot help but stating that «the awe-inspiring detail with which Holdsworth’s images are created echoes the precision and accuracy at the heart of Audemars Piguet’s watchmaking.»

Jasmine Audemars, the VR-President of Audemars Piguet, states that «Dan’s work portrays the Vallée de Joux in the Jura Mountains, the watchmaking company’s home, in all its glory and perfectly embodies Audemars Piguet’s philosophy: ‹to break the rules, you must first master them›» She continues that «each of Holdsworth’s works reveals millions of minutely calibrated measurements, showing the surfaces of the Vallée de Joux.».

She also says that «bridging the worlds of science and art, each image is created with the latest photogrammetry and geomapping technologies. It is the result of weeks of meticulous fieldwork in conjunction with a research geologist, amassing hundreds of photographic images. Through a specially configured computer programme correlating these images to GPS coordinates, Holdsworth has created astonishing three-dimensional models of the landscape, which offer us a new form of what he calls ‹future archeology›».

François-Henry Bennahmias and Sebastian Errazuriz.

A soundproof room serving as a private vault is enveloped with custom-designed panels illustrating icicles, stalactites, and stalagmites and feature a series of timepieces on display. At this place you can hear the mechanically ticking clockworks as if they were directly implanted into you ears. This will definitively help to make plastic surgeons jobless. More about this amazing «Ice Cycle Lounge» on designboom.

More about Dan Holdsworth’s work on Audemars Piguet’s website.

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Andreas Baier: «Markus Lüpertz»

31 May

Markus Lüpertz als urbaner van Gogh
auf dem Weg zur «Art Basel»

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Der Künstler Markus Lüpertz ist eine der großen internationalen Künstler-Ikonen im «Lebendmodus». Unserem Fotografen ging es darum, seine ausgeprägte Vitalität möglichst facettenreich zu visualisieren.

Markus Lüpertz detailliert

Markus Lüpertz vor dem Haupttor der «Art Basel»

Der Status Quo des Portraitlangzeitprojektes unseres Redaktionsfotografen.

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Andreas Baier: «Klaus Honnef»

22 May

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Für sein Portraitprojekt fotografierte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier auch den Kurator, Kritiker und Ausstellungsmacher Prof. Klaus Honnef. Er nutzt dieses Portrait ebenfalls auf seiner Website.

Der Link zu Andreas Baiers Portraitprojekt.

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Andreas Baier: «Hermann Nitsch in der Villa Stuck»

21 May

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Unser Redaktionsfotograf war ob der Genehmigung, den Wiener Aktionskünstler Hermann Nitsch während der Probearbeiten zur 147. Aktion des Orgien Mysterien Theaters im Innenhof der Villa Stuck in München portraitieren zu dürfen, hocherfreut.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016
bei Probenarbeiten in der «Villa Stuck» in München
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Die Villa Stuck schreibt auf ihrer Website: «Das Werk Hermann Nitschs steht in einem untrennbaren Zusammenhang mit dem von ihm entwickelten nonverbalen und synästhetisch gestalteten ‹o.m. theater›. Seine Malerei, Zeichnung, Architektur, Literatur und Musik sind eng mit diesem verbunden. Zum Abschluss der Ausstellung und unter Anleitung des Künstlers wird im Garten des Museums Villa Stuck eines der zentralen Motive dieser bildmächtigen Archetypencollage aufgeführt.»

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Eine Dokumentation seiner «147. Aktion des Orgien Mysterien Theaters ‹ExistenzFest.›» am 7. Mai 2016 können Sie sich auf der Website des BR hier ansehen.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei
Probenarbeiten in der «Villa Stuck» in München
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Heute wird Hermann Nitsch während der Kunstbiennale der norditalienischen Stadt Asolo für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Meerschweinchenreport gratuliert dazu herzlichst. Und natürlich ruft das standesgemäß auch wieder ein paar geistig unterernährte Tierschützer auf den Plan. Meerschweinchenreport gratuliert dazu herzlichst.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Website Hermann Nitsch
Nitsch Museum

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Mustapha Mandelbaum: «Aufsteigende Rauchwolken über dem versteinerten Penis Richard Wagners»

20 May

«Aufsteigende Rauchwolken über dem
versteinerten Penis Richard Wagners»
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Mustapha Mandelbaum ist unseren Leserinnen und Lesern kein Unbekannter: ein unermüdlicher Brückenschläger bzw. -schlager im visuell schlagereskem Bereich durchsetzungsstarker Kommunikationsformen. Das vorstehende Werk ist seinem aktuellen Bilderzyklus «Zeitgenössische Vergangenheitsbewältigung moderner deutscher Formnormen» entnommen.

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Alte Kongresshalle München: «QVED 2016 – Quo Vadis Editorial Design?»

19 May

Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Liebe Leserinnen und Leser,

letztes Jahr schrieben wir über die QVED: «daß es genügend erstklassige Magazinmacher überall auf der Welt gibt, die es verstehen, hochwertige Zeitschriftenkonzepte zu realisieren, die am Markt Bestand haben, davon konnten sich die Teilnehmer des dritten «Quo Vadis Editorial Design – QVED» – Kongresses ausgiebig überzeugen. Die durchweg sehr hohe Qualität machte uns schlicht sprachlos, weshalb wir uns im Rahmen unserer Berichterstattung auf das Publizieren einer überüppigen Bildstrecke beschränken. Hier können Sie in unserem digitalen Magazin ‹QVED 2015› auf issuu.com entspannt blättern.»

Und weil unsere Aussage uneingeschränkt ebenfalls für die QVED 2016 gilt, gibt es hier einen weiteren Maxibildstreckenbericht über dieses großartige Dreitageereignis zu sehen. Normalerweise besteht bei Veranstaltungen dieser Größenordnung die Gefahr, daß man ob geballter Infomationslage hinterher nicht mehr so genau weiß, wie man selbst eigentlich heißt. Interessanterweise ist das bei der QVED nicht der Fall. Viele Vorträge bleiben auch nach Monaten noch vor dem inneren Auge präsent:

Das innere Auge des Betrachters in der äußeren Darstellung

Das äußere Auge des äußeren Betrachters unter temporärer Abdeckung.

Das innere Auge des äußeren Betrachters mit Dinosaurier:
Die «Alte Messehalle» in München.

 

QVED2016 || Mit stolzfreier Neugierde

Der Charles Wilp unter den Hunden in Raumanzügen

Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 20. Juli 1969 sowohl ihrer als auch der Neugierde der restlichen Welt Rechnung trugen und ihre Füße in den Staub unseres 40.000 Kilometer entfernten Erdtrabanten setzten, da taten sie dies vermutlich ebenso stolzerfüllt wie – mit Blick auf die Formsprache ihrer Raumanzüge – restlos stolz- und schambefreit.

Ergo: Dient die Neugierdebefriedigung der Erfüllung höherer Forschungsziele, so ist sie stets ehrenhaft zu nennen. Anders verhält es sich jedoch, wenn man mit seinem Wissensdurst – beruflich chronisch in Nichtastronautenkreisen unterwegs –, automatisch Gefahr läuft, von weniger neugierigen Neidern mit Sprüchen à la «Was, das weißt Du nicht? – Das weiß man aber doch!» subtil diskreditiert und so von den Fleischtöpfen dieser Welt konsequent hinweggemobbt zu werden:

Horst Moser referiert über gekonnte
Lebensmittelfotografie in gekonnt
gestalteten Lebensmittelmagazinen

So ist es sehr gut, daß es in versierten und angesehenen Editorialkreisen, beispielsweise vertreten durch (@christianhanke & @ martin_k), ebenso konstruktiv zugeht wie einst auf dem Mond, denn: Erfolg ist immer eine Frage der «Stolzfreien Neugierde!!!!1! !1!!!»:

Christian Hanke und Josef,
quatsch, Martin K. propagieren
eine «stolzfreie Neugierde!!!!1! !1!!!»

Gail Bichler referiert über das «New York Times Magazine»

Kein Wunder, daß wir den Vortrag über «Die Bibel als Magazin» von
Andreas Volleritsch genauso faszinierend finden wie den der Art Direktorin des «New York Times Magazine» Gail Bichler. Und natürlich alle 70 weiteren Reden der vielen nationalen und internationalen Sprecher, die neben vielen anderen Dingen eines verdeutlichen: «Ein eigenes Magazin ist im Grunde gemau das: Ein Skizzenbuch, eine Sammlung dessen, was man gerade mag und wer man gerade ist»:

Michael Hopp präsentiert die Tempo-Wiener-Geschichte

Anke Eberhardt referiert über die Zusammenarbeit
von «CUT» und «Monotype»

Designlegende Mark Porter spricht über den Gestaltungstransfer
von analoger hin zur digitalen Kommunikation.

Prof. Patrick Rössler führt durch die Welt der Magazingestaltung

Prof. Lars Harmsen gibt «100 für 10»

QVIG 2016 – Magazingestaltungsbeispiel des
italienischen Stargestalters Francesco Franchi

Curator Jaap Biemans on stage presenting unique magazine makers.

QVIG 2016 – Curator Prof. Dr. Michael Stoll
and «his» speakers about Info-Graphic

Michael Ray, San Francisco – USA,
Editor of Francis Ford Coppola’s story and art quarterly,
«Zoetrope: All-Story».

Steven Watson talks to Marcroy Smith.

Foyer «Alte Kongresshalle» in München

Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier stellt sein
Portraitprojekt «Unternehmensfotografie bedeutet,
daß Entscheidungsträger gut aussehen» vor.
Bühnenfoto von Horst Moser.

Großartiger Vortrag von Debbie Millman
über ihren beruflichen Lebensweg.

Markus Rasp präsentiert das Magazinprojekt «Charles»

Lebende Lebemannlegende Charles Schumann vor
dem projizierten Cover des Magazins «Charles»

Boris Kochan im Gespräch mit Charles Schumann

Markus Rasp und Ivonne Fehn präsentieren
ein weiteres Magazin, das als Hochschulprojekt entstand.

Oliver Linke und Charles Schumann verfolgen
die Präsentation der verschiedenen Magazin-Projekte

Schmackhaftes Sponsorenbier

Not «Pro(u)st» but «Chomsky»:
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

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QVED 2016 | Andreas Baier: «Corporate Photography Means Executives Look Good»

6 May

Andreas Baier hält auf der «QVED 2016» einen Vortrag über sein Projekt «Unternehmensfotografie bedeutet, daß Entscheidungsträger gut aussehen».
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Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Ende Februar diesen Jahres hielt unser Redaktionsfotograf Andreas Baier in München auf dem Kongress «QVED 2016 – Quo Vadis Editorial Design?» einen Vortrag sowohl über sein aktuelles Projekt «Unternehmensfotografie bedeutet, daß Entscheidungsträger gut aussehen» als auch über seinen bisherigen beruflichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, daß er sich stilsicher der unterschiedlichsten Bildsprachen zu bedienen vermag, um dem jeweiligen Thema inhaltlich und formal gerecht zu werden. So trägt beispielsweise das nachfolgende Portraitbild von Dschingis Khan den Titel «Mißhandelte Frühstückswürstchen mit Sahnehammer»:

Blitzlichtportrait von Dschingis Khan mit dem Titel «Mißhandelte Frühstückswürstchen mit Sahnehammer»

Schon früh veröffentlichte Herr Baier seine Bildreportagen und Portraits in Magazinen wie beispielsweise «stern», «Merian», «Globo», «Geo», «max» und den beiden Supplements des «Handelsblatt» und der «Süddeutsche Zeitung». So entstanden auch Portraits von Gerhard Richter, Gerhard Schröder, Bill Gates oder Sir Peter Ustinov:

Andreas Baier portraitierte Sir Peter Ustinov für das Magazin «max» als dieser mit seinem Programm «An Evening With Peter Ustinov» in der Bundesrepublik auf Tournee war.
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Während seines Studiums der Freien Künste an der HBK Braunschweig entwickelte er seine analogen «flashlight paintings» (Blitzlichtgemälde), die – bis hin zum chinesischen «people» Magazine – weltweit publiziert und ausgestellt wurden; sowie ihren Weg in private Kunstsammlungen fanden:

Vier Doppelseiten im chinesischen «People»-Magazine

Sotheby’s Katalog einer Auktion
im Fürstlichen Schloß zu Regensburg

Cover IPO-Brochure «Das Werk AG»

Internationale Werbekooperation mit den Metz-Werken

«Hommage an die Hommage» –
Vier Doppelseiten im Süddeutsche Zeitungmagazin

Von 1993 bis 2003 lebte und arbeitete unser Mann fürs grobe Korn in London. In dieser Zeit enstanden entweder sehr traditionell anmutende Schwarzweiß-Reportagen, beispielsweise über das magische Kräfte verleihende «Full English Breakfast» für «Globo», oder – salopp gesagt – ziemlich schräges Zeug: CD-Cover für «SONYmusic» und «Universal» von herrlich «gestörten» Bands; diverse Road-Safety-Spots, von denen auf der britischen Insel einige nicht ausgestrahlt werden durften; geschriebene Satirebeiträge, die u.a. in «THE FACE» oder auf tagesspiegel.de erschienen; sowie ein Werbefilmchen für das fiktive Bestattungsinstitut «Mr. Sandman’s Finest Funerals»:

Im Jahre 2003 wurde dann nach sechsjähriger Arbeit sein Musikprojekt «Hans Paetsch – Der Märchenprinz» von BMG Classics veröffentlicht, das er zusammen mit einigen namhaften Musikproduzenten realisierte und ebenfalls vom ZDF im Rahmen seiner Weihnachtstrailer uneigennützig beworben wurde.

Das nachfolgend verlinkte Filmchen zeigt den legendären Hans Paetsch bei Sprachaufnahmen zum Titelstück der CD «Märchenprinz».

Die zugehörige Website gewann alle möglichen nationalen und internationalen Auszeichnungen.

Seit ein paar Jahren fasziniert ihn die Portraitfotografie wieder ganz besonders, wobei er, so es zum Thema und der abzubildenden Person paßt, von den digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten regen Gebrauch macht, wie die beiden nachfolgenden «Screenshots» vom Bühnenvortrag zeigen:

Portraits von Kursteilnehmern der «Berlin School of Creative Leadership».
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Kunstsammler auf der Art Basel 2015.
Bühnenfoto von Michael Bundscherer

Zu den eigeladenen Referenten gehörten u.a. auch Debbie Millman, New York – USA («Sterling Brands»); Gail Bichler, New York – USA, (Designdirektorin «New York Times Magazine»); Francesco Franchi, Mailand – I, (Kreativdirektor bei «IL», dem Magazin von «Il Sole 24 ORE»); Jaap Biemans, Amsterdam – NL, (Creative Director «Coverjunkie»); Markus Rasp, München – D, (Kreativdirektor «Anzinger und Rasp»); Michael Ray, San Francisco – USA, (Editor of Francis Ford Coppola’s story and art quarterly, «Zoetrope: All-Story»); Mark Porter, London – UK; Horst Moser, München – D, («Independent Medien Design»); Steven Watson, London – UK, (Gründer von «Stack»); Mike Koedinger, Luxembourg-Bonnevoir – L, (Maison Moderne, Verleger und Medienunternehmer).

Bill Gates im Auftrag des «stern».
Bühnenfoto von Horst Moser

Der komplette Vortrag steht auf Youtube und dauert ca. 35 Minuten:

Pressespiegel: Antje Dohmann übertitelt ihren Bericht auf «Page Online» über die dreitägige Konferrenz – bezugnehmend auf Baiers Outfit – mit: «Bilderrausch im Bademantel» und schreibt: «Fotograf, Künstler und Illustrator Andreas Baier galoppierte durch eine Flut seiner teils puren, teils aufwendigst in Photoshop bearbeiteten Bilder, von denen jedes für sich eine ausgiebige Betrachtung wert gewesen wäre. Warum er dabei seinen Bademantel trug verriet er nicht.» And the one and only Debbie Millman tweetet: «Andreas Baier’s photographs are blowing my mind at #qved2016». Boris Kochan twittert: «Bloody times ‪@qved‬ with Andreas Baier»; und der Tweet von Harald Link lautet: «Andreas Baier – was für ein Fotograf, irre. ‪#qved‬ ‪#qved2016‬». Viola von Zadow zitiert unseren Photographen mit: «You’re a photographer or you’re not. If you are a photographer – do what you can best and take photographs!” Andreas Baier ‪@qved‬ ‪#qved2016‬». Miriam Lochner schreibt in ihrem Blog: «Der definitiv exzentrischste und lustigste Fotograf auf der QVED: Andreas Baier. Er hält nichts von Plänen und noch weniger von Perfektionismus. Lieber lässt er sich unmittelbar von der Situation und Person inspirieren, wenn er Portraitfotos schießt. Wenn das heißt, dass der Kopf des Portraitierten im Bild komplett verschwindet, ist das eben so. Und wenn er sich bei einem besonders surrealen Bild unsicher ist, ob es nun geil oder scheiße ist, einigt er sich auf ‹okay›. (Natürlich war es geil.)»

Unser Redaktionsfotograf möchte gerne die Gelegenheit nutzen und sein Bedauern über das entstandene Mißverständnis in Sachen «laxer Perfektionssucht» zum Ausdruck bringen. Richtig ist zwar, daß er im Vorfeld weitestgehend auf Planungen verzichtet, er jedoch beim Fotografieren sowie beim Ausarbeiten der Portraits sehr wohl auf Perfektion gesteigerten Wert legt.

Baiers komplette Vortragsdatei ist hier einsehbar.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, woher Andreas Baiers starke Affinität zur bildenden Kunst kommt? Seine Eltern eröffneten Mitte der 1960er Jahre ihre «Galerie Baier» für zeitgenössische Kunst und gründeten die Zeitschrift «KUNST» – das spätere «Magazin KUNST». Nachfolgendes Cover ist beispielsweise in der «Tate Collection» vertreten:

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Art|Basel|2015: «Großer Luxusbildbericht!»

4 May

Jan Delay in der «Art Collectors Lounge» auf der «Art|2015|Basel».
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Alle Fotos von Andreas Baier

Etwas mehr als sehr spät veröffentlichen wir die Supersonderluxusbilderfibel unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier über die weltbeste Mutter aller Kunstmessen: die «Art|Basel» in – natürlich – Basel. Aber nicht nur gut Ding will Weile haben, sondern auch ein mit viel Liebe hergestellter Rotwein möchte nicht einfach hinuntergeschüttet werden. Wenigstens sollte man nämlich vorher noch die Flasche geöffnet haben – bevor man sie sich fachgerecht an den Hals setzt; wobei der gut informierte Kenner der Materie längst weiß: Ohne Korkenzieher gehen da manchmal schon ein paar Jahre ins Land. In die Toscana? Auch.

Die Art|Basel ist nicht nur die weltbeste Kunstmesse, sondern auch ein exklusiver Ort der Ruhe, Besinnung und Entspannung.

Was erwartet unsere Meerschweinchenreportleserinnen und Meerschweinchenreportleser? Zum einen ziemlich viel Kunst. Klar. Zum anderen scheinen die Grenzen zwischen Sammler und Künstler, zumindest was das Äußerliche angeht, zu verschwimmen. So wird manches Baier-Bild die berechtigte Frage aufwerfen: Sammler oder Künstler?

Ganz inkognito und immer ein besonderes Highlight:
Gilbert & George beim Messerundgang.

Zusätzlich erhalten Sie einen schönen Einblick in den exklusivsten Teil des Messegeländes: die «Art Collectors Lounge» (siehe Titelbild). Dort versüßen u.a. Promotiongaben von schmackhaftem Mövenpick-Eis den millionenschweren Kunsterwerb. La vie est une Pralinenschachtelle, n’est-ce pas? Und wer meint, diesen Sachverhalt kritisieren zu müssen, der mag sich vergegenwärtigen, daß ausgewiesene Kapitalismuskritiker, beispielsweise namens Lenin, Ho Chi Minh, Che Guevara oder Mao Tse-tung allesamt Diktatoren und Massenmörder waren.

Darauf haben Kunstsammler überall auf der Welt lange warten müssen: Das genüßliche Ausruhen in der sozialen Hängematte wird für gefühlte € 2,5 Millionen pro Stück endlich gesellschaftsfähig. Endlich.

Doch zurück zum herrlich gepflegten Sandkasten für erfolgreiche Erwachsene und damit zum hinreichend avisierten Bilderkompendium der «Art|Basel 2015»: hier. Enjoy! Und: Möchten Sie auch dieses Jahr wieder zur «Art|Basel»? In der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni haben Sie einmal mehr Gelegenheit dazu!

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Thomas Hoepker: «Ali and Beyond»

11 Nov

Alle Fotos von Andreas Baier
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Um 11:00 Uhr lag unser Redaktionsfotograf am 5. November 2015 noch entspannt in den Federn, blätterte sich mittels MacBook auf «L’oeil de la Photographie» gemütlich durch die Tagesmeldungen, als er diese Mitteilung entdeckte. Elektrisiert ermittelte er sofort die nächste Zugverbindung nach Zürich: Abfahrt 11:41 Uhr. Aufspringen, Duschen, Kofferpacken, Taxibestellen usw. verschmolzen zu einem einzigen kompakten Handlungspaket.

Das erste Mal traf unser Redaktionsfotograf 1987 in der Rubensstadt Siegen auf Thomas Höpker. Dabei entstand diese Bildstrecke. Herrn Höpker gefielen die Aufnahmen – und da er damals Art Director des Magazins «stern» war, bekam unser Mann für’s grobe Korn ziemlich bald seine ersten Stern-Aufträge.

Solche Erlebnisse bleiben natürlich gerne haften, weshalb sich am Donnerstag letzter Woche die Frage «Zürich, ja oder nein» gar nicht erst stellte. Außerdem benötigt unser Redaktionsfotograf für sein Langzeitportraitprojekt auch noch aktuelle Photographien von Thomas Höpker.

Wir zitieren aus der Bildhalle-Website: «Thomas Hoepker (geb. 1936) ist eine der letzten lebenden Legenden aus der grossen Zeit der Fotoreportage. Er war das erste deutsche Mitglied der Fotografenagentur ‹Magnum› und mehrere Jahre als deren Präsident tätig. Als Chronist des Weltgeschehens war er für den ‹Stern›, ‹Geo› und viele andere wichtige Magazine unterwegs. Am 5. November eröffnet die ‹Bildhalle› seine erste umfassende Einzelausstellung in der Schweiz. Die Ausstellungseröffnung und die Buchvernissage von Hoepkers Buch BIG CHAMP (Peperoni Books, 2015) finden am Donnerstag den 5. November ab 18h in der ‹Bildhalle› statt. Nadine Olonetzky wird zur Ausstellungseröffnung sprechen. Thomas Hoepker reist aus New York an und wird seine Bücher signieren.»

Ein großartiges Buch, mit großartigen, teils noch unbekannten Portraits des großartigen Boxchampions Muhammad Ali. Eines seiner Zitate aus dem Buch: «They said, ‹We don’t serve Negroes› I said, ‹I don’t eat them either.› They shouted, ‹Boy, get out.› I looked at the gold medal and thought, ‹This thing ain’t worth nothing, it can’t even get me a hamburger!›» Reduzierter kann man keinen Einblick in das Leben Farbiger in den amerikanischen Südstaaten erhalten.

Die Galeristin Mirjam Cavegn leitet die Eröffnung der Ausstellung ein.

Zur Eröffnung spricht Nadine Olonetzky über das Werk Thomas Höpkers.

Der Schweizer Autor, Fotograf, Konzeptkünstler und Artdirector HP Riegel im Gespräch mit Thomas Höpker. Herr Riegel ist u.a. Verfasser einer bemerkenswerten Beuys-Biographie (Aufbau Verlag), die in Meerschweinchenreport bereits Gegenstand unserer Betrachtung war, als wir über die Ausstellung «Beuys Brock Vostell» im Karlsruher «ZKM» berichteten.

Na bitte, lange haben wir an diesem Abend auf sie warten müssen: die legendäre «Höpker Faust». Der Universalschlüssel für hervorragende Photographie.

Der Besuch der Ausstellung «Ali and Beyond» lohnt sich auf jeden Fall. Man kommt auch in den Genuß so einfacher wie unfaßlich genialer Portraits, beispielsweise von Andy Warhol. Leser unseres Blogs wissen, wie sehr wir von Warhols Wirken fasziniert sind – und so paßt einmal mehr alles prima zusammen. Und wer den Erwerb der einen oder anderen Originalphotographie des Magnum-Photographen in Erwägung ziehen sollte – nur zu: Fehler sehen anders aus.

***Materialien zum erweiterten Diskurs***

Schon sehr früh kam unser Redaktionsfotograf im Hause seiner Eltern in Kontakt mit der Arbeit Thomas Höpkers: 1967 auf dem Titelbild des Kunstmagazins «KUNST», das seine Erzeuger herausgaben, durch ein Portrait des Künstlers Horst Janssen.

Das Magazin «Fine Art Printer» veröffentlichte kürzlich in seiner Ausgabe 3/2015 eine Portraitstrecke unseres Redaktionsfotografen. Darunter auch ein Bild von Thomas Höpker.

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Again: «National Geographic» featuring Andreas Baier

19 Sep

Andreas Baier: «Bathtub Breakfast»
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Unter mehr als 18.000 Einsendungen wählte National Geographic für das Thema «Undiscovered» 31 Aufnahmen für diese Bildstrecke aus. Eine davon ist eine Photographie aus der früheren Auftragsarbeit «Breakfast on Thames: It’s great!» für das Reisemagazin GLOBO mit dem Titel «Bathtub Breakfast» unseres Redaktionsfotografen.

Bereits vor zwei Monaten erfuhr unser Redaktionsfotograf durch National Geographic diese besondere Auszeichnung für sein Bild «A Child Is Born!» aus dem Zylkus «Die Gesellschaft vom Hinterhaus». Meerschweinchenreport berichtete.

His comment: «Again, I am pretty much excited. It’s like being freshly born, or so.» We can only beipflichten.

via YourShot Andreas Baier

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Fine Art Printer: «Andreas Baier – Der Mann, der sich selbst nicht so ernst nimmt».

17 Jul

Portfolio Andreas Baier in «Fine Art Printer» (3/2015)
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Ab dem 24. Juni 2015 zeigt «Fine Art Printer» (s. o.) in seiner aktuellen Ausgabe für die Monate Juli, August und September ein sechsseitiges Portfolio mit einigen Aufnahmen aus dem Langzeitportraitprojekt unseres Redaktionsfotografen.

Die Wiedergabequalität ist excellent: Im 4C-Modus wird der Eindruck eines lupenreinen Triplex-Drucks erweckt.

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Andreas Baier: «Markus Lüpertz»

16 Jul

Andreas Baier: «Markus Lüpertz«
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Eine der Vorgaben in der Ausschreibung zur Gestaltung der Coca-Cola-Flasche verlangte, daß sie auch an jeder einzelnen Glasscherbe zweifelsfrei als solche zu identifizieren sei. Am 18. August 1915 wurde ihr Design in den USA durch die Manufaktur «Root Glass Company» von Alexander Samuelson zum Patent angemeldet.

Mit dem Erscheinungsbild von Markus Lüpertz verhält es sich ähnlich: Egal welches Detail man von ihm auch darstellen mag, immer ist er sofort zu erkennen. Das Licht bot sich zudem für ein Portrait im Stile Ralph Gibsons an.

via Andreas Baier

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