«Café de Flore» vu par Andreas Baiére

31 Jan

A made to measure paper blanket by the famous French artist
Sempé that he created exclusively for the Café de Flore à Paris

Photography by Andreas Baière
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According to Wikipedia the «Café de Flore» was opened in the 1880s, during the French Third Republic. The name is taken from a sculpture of Flora, the goddess of flowers and the season of spring in Roman mythology, located on the opposite side of the boulevard.

In the late 19th century, Charles Maurras wrote his book «Au signe de Flore» on the café’s first floor, where in 1899 the «Revue d’Action Française» was also founded. «Café de Flore» became a popular hub of famous writers and philosophers: Georges Bataille, Robert Desnos, Léon-Paul Fargue, Raymond Queneau, Albert Camus were all regulars, and so were Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Boris Vian, Guillaume Apollinaire and Jean Cocteau.. Chinese Premier Zhou Enlai was known to be a frequent patron of «Café de Flore» during his years in France in the 1920s. The classic Art Deco interior of all red seating, mahogany and mirrors has changed little since World War II.

Like its main rival, «Les Deux Magots», it has hosted most of the French intellectuals during the post-war years. In his essay «A Tale of Two Cafes» and his book Paris to the Moon, American writer Adam Gopnik mused over the possible explanations of why the Flore had become, by the late 1990s, much more fashionable and popular than «Les Deux Magots», despite the fact that the latter café was associated with Jean-Paul Sartre et Simone de Beauvoir who both held their press conference in 1964 in order to announce their rejection of the «Nobel Prize in Literature».

The «Prix de Flore», a literary prize inaugurated by Frédéric Beigbeder in 1994, is awarded annually at the «Café de Flore».

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CERN: «Happy New Year!»

31 Dec

Photo by Andreas Baier

Auch dieses Jahr ist der Andrang vor dem Eingang des Teilchenbeschleunigers des im Schweizer Kanton Genf gelegenen Cern groß. Riesengroß. Schließlich wird nicht jedem Erdenbewohner die sensationelle Möglichkeit geboten, sich jeweils paarweise mit nur etwas weniger als Lichtgeschwindigkeit auf gegenseitigen Kollisionskurs zu begeben, um als wissenschaftliche Sylvesterrakete (Hicks-Teilchen) im Jenseits ein völlig neues – und vor allen Dingen – unbeschwertes Leben zu beginnen.

Die Meerschweinchenreportredaktion wünscht allen diesjährigen Teilnehmern und natürlich auch allen Meerschweinchenreportlesern einen gesunden, neugierigen und friedvollen Start ins neue Jahr!

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Thomas Hoepker: «Ali and Beyond»

11 Nov

Alle Fotos von Andreas Baier
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Um 11:00 Uhr lag unser Redaktionsfotograf am 5. November 2015 noch entspannt in den Federn, blätterte sich mittels MacBook auf «L’oeil de la Photographie» gemütlich durch die Tagesmeldungen, als er diese Mitteilung entdeckte. Elektrisiert ermittelte er sofort die nächste Zugverbindung nach Zürich: Abfahrt 11:41 Uhr. Aufspringen, Duschen, Kofferpacken, Taxibestellen usw. verschmolzen zu einem einzigen kompakten Handlungspaket.

Das erste Mal traf unser Redaktionsfotograf 1987 in der Rubensstadt Siegen auf Thomas Höpker. Dabei entstand diese Bildstrecke. Herrn Höpker gefielen die Aufnahmen – und da er damals Art Director des Magazins «stern» war, bekam unser Mann für’s grobe Korn ziemlich bald seine ersten Stern-Aufträge.

Solche Erlebnisse bleiben natürlich gerne haften, weshalb sich am Donnerstag letzter Woche die Frage «Zürich, ja oder nein» gar nicht erst stellte. Außerdem benötigt unser Redaktionsfotograf für sein Langzeitportraitprojekt auch noch aktuelle Photographien von Thomas Höpker.

Wir zitieren aus der Bildhalle-Website: «Thomas Hoepker (geb. 1936) ist eine der letzten lebenden Legenden aus der grossen Zeit der Fotoreportage. Er war das erste deutsche Mitglied der Fotografenagentur ‹Magnum› und mehrere Jahre als deren Präsident tätig. Als Chronist des Weltgeschehens war er für den ‹Stern›, ‹Geo› und viele andere wichtige Magazine unterwegs. Am 5. November eröffnet die ‹Bildhalle› seine erste umfassende Einzelausstellung in der Schweiz. Die Ausstellungseröffnung und die Buchvernissage von Hoepkers Buch BIG CHAMP (Peperoni Books, 2015) finden am Donnerstag den 5. November ab 18h in der ‹Bildhalle› statt. Nadine Olonetzky wird zur Ausstellungseröffnung sprechen. Thomas Hoepker reist aus New York an und wird seine Bücher signieren.»

Ein großartiges Buch, mit großartigen, teils noch unbekannten Portraits des großartigen Boxchampions Muhammad Ali. Eines seiner Zitate aus dem Buch: «They said, ‹We don’t serve Negroes› I said, ‹I don’t eat them either.› They shouted, ‹Boy, get out.› I looked at the gold medal and thought, ‹This thing ain’t worth nothing, it can’t even get me a hamburger!›» Reduzierter kann man keinen Einblick in das Leben Farbiger in den amerikanischen Südstaaten erhalten.

Die Galeristin Mirjam Cavegn leitet die Eröffnung der Ausstellung ein.

Zur Eröffnung spricht Nadine Olonetzky über das Werk Thomas Höpkers.

Der Schweizer Autor, Fotograf, Konzeptkünstler und Artdirector HP Riegel im Gespräch mit Thomas Höpker. Herr Riegel ist u.a. Verfasser einer bemerkenswerten Beuys-Biographie (Aufbau Verlag), die in Meerschweinchenreport bereits Gegenstand unserer Betrachtung war, als wir über die Ausstellung «Beuys Brock Vostell» im Karlsruher «ZKM» berichteten.

Na bitte, lange haben wir an diesem Abend auf sie warten müssen: die legendäre «Höpker Faust». Der Universalschlüssel für hervorragende Photographie.

Der Besuch der Ausstellung «Ali and Beyond» lohnt sich auf jeden Fall. Man kommt auch in den Genuß so einfacher wie unfaßlich genialer Portraits, beispielsweise von Andy Warhol. Leser unseres Blogs wissen, wie sehr wir von Warhols Wirken fasziniert sind – und so paßt einmal mehr alles prima zusammen. Und wer den Erwerb der einen oder anderen Originalphotographie des Magnum-Photographen in Erwägung ziehen sollte – nur zu: Fehler sehen anders aus.

***Materialien zum erweiterten Diskurs***

Schon sehr früh kam unser Redaktionsfotograf im Hause seiner Eltern in Kontakt mit der Arbeit Thomas Höpkers: 1967 auf dem Titelbild des Kunstmagazins «KUNST», das seine Erzeuger herausgaben, durch ein Portrait des Künstlers Horst Janssen.

Das Magazin «Fine Art Printer» veröffentlichte kürzlich in seiner Ausgabe 3/2015 eine Portraitstrecke unseres Redaktionsfotografen. Darunter auch ein Bild von Thomas Höpker.

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Art or Visitors

28 Oct

Visitors on Art|2015|Basel
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Photo by our staff photographer Andreas Baier

It happens more often than you might think: harmless visitors of art fairs were recognised to be expensive art works; here in this case supposedly created by Fernando Botero. The unpleasant consequences: the victims will spent their time as long in custody until they will have paid their duty. For these three fellows an unsolvable problem; and it seems that the Swiss authorities are not willing to discuss this delicate matter any further until the responsible art dealer’s identity to whom ownership can be declared has been brought to the authorities’ attention.

Contrarily to this, the new German «Kulturschutzgesetz» that allows the German government to confiscate almost any kind of artwork – without a proper compensation – that might be interpreted as «an important piece of the national cultural identity», shall be seen as a second-rate joke. Therefore, in Germany no one really cares – except artists, art dealers, art collectors, directors of museums, art critics, at least almost everybody who does not call himself a bloody socialist.

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Frank Behrendt!

18 Oct

Sie sind Ihres Zeichens eigentlich Köln-Chef der PR-Agentur FischerAppelt, haben in dieser Eigenschaft pünktlich zur aktuellen Buchmesse ein, genau, Buch veröffentlicht, nein quatsch, natürlich noch nicht; wissen aber als zukünftiger Buchautor standesgemäß sowas von genau, wie sich ein «knackiger» PR-Text zu lesen hat, nämlich nur dann gut, wenn möglichst soo viele Alliterationen eingestreut werden, daß selbst eingefleischte Richardwagnerianer nicht anders können, als ihren Hut zu ziehen, und zwar vor Ihnen, dem «Emir der Entspannung», dem «Lord des Loslassens», dem «Guru der Gelassenheit», dem «Meister des Müßiggangs» und, klar, dem «Frankie goes to Bookywood» (wobei es konsequenterweise «Frankie goes to Fookywood» hätte heißen müssen – aber Schwamm drüber).

Es ist schon klar, wohin Ihre schriftstellerische Reise führt: ins Reich der Entschleunigung; was sich auch daran erkennen lassen soll, daß Sie von den geplanten 151 Seiten auch erst eine einzige geschrieben haben – und dafür als versierter Graf des gemütlichen Grillens schon mal ganz entspannt «eine deutlich fünfstellige Summe als ‹signing fee›» haben möchten. Respekt!

Allerdings, Frank «Papst der Pause» Behrendt, vermissen wir im Bereich Ihrer Kernkompetenzselbstbeschreibung noch Formulierungen wie beispielsweise «Sultan des Standstreifens», «Kalif des Kriechens», «Botschafter des Beischlafverzichts»; oder auch etwas gewählter: «Hofzeremonienmeister des Halblangmachens».

Und dennoch, Frank Behrendt, hätte alles soo schön werden können, wenn Ihnen bei der Namensangabe Ihrer amtlichen Agentin nicht ein nachgerade unverzeichlicher Fehler unterlaufen wäre, nämlich: «Dr. Hanna Leitgeb». Mensch, Herr Behrendt, Sie Diener des dankbaren Daunenkissens, unter eiliger Einbeziehung aller vorstehend grinsend genannter, freundlicher Faktoren kann die in der kantigen Kantstrasse rühmlich residierende Dame doch nur «Hanna Haltgeb» heißen. N’est-ce pas?

Nuchts fur Ungut und Ihnen noch ein fröhliches «nihil agere delectat».

Mit freundlichen Füßen
Ihre flinken Fürsten des feinen Flachliegens

via: turi2 – für medienmacher

Mal was ganz anderes: Das Foto von Ihnen im «Clap»-Magazin ist sehr gut! Hat sich der ganze Aufwand also doch noch gelohnt, was?

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Andreas Baier: «Jan Delay»

27 Sep

Andreas Baier: «Jan Delay»
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Er schlich sich durch die Menge, der Dichter und Denker, verglich die vielen Klänge, als schlichter Beschenker – ohne sie und sich zu schonen, die Stränge diverser Kompositionen, vermischt mit Klängen der Inder und Perser, vermögen ihn und uns um Längen wie ein Kuß besser zu betonen, wie Nußmakronen, ein Muß, sie und sich wie Fässer zu klonen, mit dem Kahn auf der Lahn im Akkord an den Ort, wo sie wohnen, zu befördern – und dort mit Knete reichlich zu entlohnen. Trompete, Bass und Holz-Schoschonen spielen stolz, doch leicht verweichlicht, in einem Fluß und auf der Fete Jan Delays. Schluß.

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Again: «National Geographic» featuring Andreas Baier

19 Sep

Andreas Baier: «Bathtub Breakfast»
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Unter mehr als 18.000 Einsendungen wählte National Geographic für das Thema «Undiscovered» 31 Aufnahmen für diese Bildstrecke aus. Eine davon ist eine Photographie aus der früheren Auftragsarbeit «Breakfast on Thames: It’s great!» für das Reisemagazin GLOBO mit dem Titel «Bathtub Breakfast» unseres Redaktionsfotografen.

Bereits vor zwei Monaten erfuhr unser Redaktionsfotograf durch National Geographic diese besondere Auszeichnung für sein Bild «A Child Is Born!» aus dem Zylkus «Die Gesellschaft vom Hinterhaus». Meerschweinchenreport berichtete.

His comment: «Again, I am pretty much excited. It’s like being freshly born, or so.» We can only beipflichten.

via YourShot Andreas Baier

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DDC Deutscher Designer Club: Plakatausstellung «Industrie und Gestaltung»

23 Aug

Offizielles DDC-Plakat zur Ankündigung der Ausstellung «Industrie und Design» im Museum Angewandte Kunst Frankfurt
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Die 13. Tage der Industriekultur Rhein-Main vom 17. bis 26. Juli 2015 zeigten die Vielfalt rund um das Thema Industrie in der Rhein-Main-Region. Dieses Jahr stehen sie unter dem Fokusthema “Gestaltung”.

Plakatentwurf von Elisabeth Budde/Transparent Design
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Der DDC Deutscher Designer Club e.V. in Frankfurt, seit 2014 Partner der Dachorganisation Kulturregion FrankfurtRheinMain, hat seine Mitglieder eingeladen, Plakate zu entwerfen, die sich intensiv mit dem Thema «Industrie, Gestaltung und Mensch» auseinandersetzen.

Plakatentwurf von Justus Oehler/Pentagram
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Vom 19. bis 26. Juli 2015 regten 26 Plakate im Format DIN A1 im Foyer des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main zum Diskurs an.

Plakatentwurf von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Das Medium Plakat ermöglicht den DDC-Mitgliedern ein hohes Maß an gestalterischem Freiraum. Plakate kommunizieren ihre Inhalte in wenigen Sekunden mit klaren Kernbotschaften und hohem Bildanteil. Schon seit dem 16. Jahrhundert als Flugblatt bekannt, begleitete das Plakat als Stilmittel die verschiedenen Phasen des industriellen Zeitalters von der Erfindung der Dampfmaschine über die Arbeit am Fließband bis zur Computer gesteuerten Fabrik. Ob als Hinweisschild, Produktposter oder als Aufrufmedium für einen Streik – auch im digitalisierten 21. Jahrhundert ist das Plakat noch immer eine Werbefläche mit hoher visueller Strahlkraft.

Plakatentwurf von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Die Plakate der DDC-Gestalter wollen zeigen, wohin die Reise im Zeitalter der vierten industriellen Revolution geht und wie sich die Rolle des Menschen entwickelt, wenn sich klassische Produktionshierarchien auflösen und Roboter zunehmend für die Produktherstellung verantwortlich zeichnen.

Ausstellungseröffnung im Museum Angewandte Kunst Frankfurt
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Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 19. Juli 2015, erläuterten die jeweiligen Schöpfer ihre Entwürfe persönlich. Die ausgestellten Gestalter: Nicola Ammon, Andreas Baier, Pancho Ballweg, Olaf Barski, Axel Born, Elisabeth Budde, Kurt Friedrich, Eltamash Israr, Susanne Krebs, Rolf Mehnert, Thomas Nagel, Volkmar Nauth, Justus Oehler, Sigrid Ortwein, Nina Rapp, Christiane Scharpf, Sebastian Schramm, Wolf Udo Wagner und Peter Zizka.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Fine Art Printer: «Andreas Baier – Der Mann, der sich selbst nicht so ernst nimmt».

17 Jul

Portfolio Andreas Baier in «Fine Art Printer» (3/2015)
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Ab dem 24. Juni 2015 zeigt «Fine Art Printer» (s. o.) in seiner aktuellen Ausgabe für die Monate Juli, August und September ein sechsseitiges Portfolio mit einigen Aufnahmen aus dem Langzeitportraitprojekt unseres Redaktionsfotografen.

Die Wiedergabequalität ist excellent: Im 4C-Modus wird der Eindruck eines lupenreinen Triplex-Drucks erweckt.

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Andreas Baier: «Markus Lüpertz»

16 Jul

Andreas Baier: «Markus Lüpertz«
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Eine der Vorgaben in der Ausschreibung zur Gestaltung der Coca-Cola-Flasche verlangte, daß sie auch an jeder einzelnen Glasscherbe zweifelsfrei als solche zu identifizieren sei. Am 18. August 1915 wurde ihr Design in den USA durch die Manufaktur «Root Glass Company» von Alexander Samuelson zum Patent angemeldet.

Mit dem Erscheinungsbild von Markus Lüpertz verhält es sich ähnlich: Egal welches Detail man von ihm auch darstellen mag, immer ist er sofort zu erkennen. Das Licht bot sich zudem für ein Portrait im Stile Ralph Gibsons an.

via Andreas Baier

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National Geographic: «Andreas Baier – Die Gesellschaft vom Hinterhaus»

15 Jul

Andreas Baier: «A Child Will Be Born!»
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Unter 8586 Einsendungen wählte National Geographic für das Thema «Mother & Child» 32 Aufnahmen für diese Bildstrecke aus. Eine davon ist eine Photographie aus dem Bilderzyklus «Die Gesellschaft vom Hinterhaus» unseres Redaktionsfotografen.

His comment: «Another photograph from my long-term project ‹The Backyard’s Society›. It illustrates impressively that males simply need a little extra time until they get used to the idea of becoming a father. If only females would get that point much less relationships would split before the child was even born. I am seriously convinced about that point.»

via YourShot Andreas Baier

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Andreas Baier: «Kasper König»

12 Jul

Kasper König auf der Art|Basel|2015
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Aus der Sicht unseres Redaktionsfotografen war dieses Portrait von Kasper König längst überfällig: kulturelle Stringenz gepaart mit einer zarten Portion Wahnsinn. Vielleicht ist es aber auch kultivierte Überlegenheit, die mit Licht unterfüttert den konstruktiven Dialog mit seinem Nachbarn aufnimmt.

via Andreas Baier

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Elbphilharmonie: «Ein Logo für die Ewigkeit»

30 May

Die Elbphilharmonie in Hamburg steht Kraft ihrer Entstehungsgeschichte für Stabilität, Kultur und Kreativität, ganz im Sinne und Zeichen der Geschichte von der Beherrschung des geordneten und natürlich auch ungeordneten Chaos. Und das, obwohl ihr Bau längst hätte fertiggestellt sein sollen, dies aber längst noch nicht ist. Vielleicht avancierte sie gerade deshalb zum Sinnbild für die Unwägbarkeiten kreativen Schaffens.

Denken wir nur an die Widrigkeiten mit denen Ludwig van Beethoven (taub), Ray Charles (blind), Richard Wagner (Antisemit), Vincent van Gogh (tot) oder das Publikum (Arnold Schönberg) zu tun hatten. Da brauchen wir Mozart gar nicht erst in den Ring der Nibelungen zu werfen. Wir lernen: Vor der Schaffung von Ergebnissen herausragender Kreativität steht die Bewältigung außerordentlicher Komplikationen.

Unser Logo-Entwurf trägt diesen Umständen sorfältig Rechnung: Yin und Yang im Whirlpool auf der Dachterrasse lösen den bisherigen Frosch im Mixer ab. Assoziativ unterschwellig ebenfalls eingearbeitet: Das neue Eröffnungsdatum am 11. 1. 2017 sowie die relative geographische Nähe der Hansestadt zu den Niederlanden.

Genesis-Talk: «Sebastião Salgado and Benedikt Taschen»

13 May

Two men, one mission: One of the most stunning photographers Sebastião Salgado talks with with one of – if not the – most exciting publisher Benedikt Taschen about the photographic project that changed their lifes: Genesis.

Well, there was another photographer who once created an œvre entitles «Genesis»: Ernst Haas.

So, we’ve been now enriched by two geniuses’ work dealing with the fundamental sprit of mankind. Nothing less. May we suggest that you might like to go for it?

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SONYmusic: «KLEIN braucht ein echtes Herrenportrait!»

16 Apr

Die Band «klein» – damals bei SONY unter Vertrag
Fotos von Andreas Baier

«Es ist nicht immer ganz einfach, eine Band adäquat zu fotografieren – müssen Sie wissen», so empfahl sich Mitte der 1990er Jahre unser heutiger Redaktionsfotograf gegenüber der Plattenfirma SONY für den durchaus heiklen Job, der damals mit dem Siegel kultverdächtig bestempelten Kultband «klein» ein brauchbares und multifunktional verwendbares Fotoalbum anzufertigen.

Es war der Unerfahrenheit des damals verantwortlichen Produktmanagers zu verdanken, daß unser heutiger Redaktionsfotograf den Job nach dieser verbalen und eigentlich unentschuldbaren Entgleisung dennoch bekam. Was folgte, das waren drei Tage Stubenarrest, quatsch, Fotografieren, ca. 200 belichtete Rollfilme und ein fettes Bilderpolster von mindestens 50.000 Kalorien: Ein schlanker Fuß sieht anders aus. Besonders auf dem Aufmacherfoto. Nachfolgend das CD-Cover:

CD-Cover des «klein»-Albums «kriminell»

Einige aus dem Kontext des «großen Ganzen» gerissene Textzeilen: «Ein Fußtritt durch die Kissentür, was kann ich denn da dafür?» Wobei, quatsch: Für diesen Zweizeiler zeichnet die atemlose Helene Fischer verantwortlich. Aber vielleicht: «Was macht die Hand im Automaten, wo die Geldscheine schon braten?» Wobei, schon wieder falsch: ist ja diesmal von Alice Schwarzer. Tja, es ist halt nicht immer ganz einfach, eine Band adäquat zu zitieren – müssen Sie wissen.

Siehe und höre auch tonboutique.

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Helmut Dietl ist tot

31 Mar

Foto von Karin Székessy
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Heute Vormittag machte es bereits die große Medienrunde, denn ein ganz, ganz Großer des deutschen Films sowie des humorbetonten Unterhaltungsbetriebs mit intellektuellem Anspruch hatte seinen glänzenden Silberlöffel fast pünktlich zu Beginn der diesjährigen Sommerzeitperiode für immer abgegeben: Helmut Dietl. Um 10:39 Uhr MESZ glitt ihm das so lieb gewordene Esswerkzeug aus der Hand, wurde jedoch kurz vor dem unumkehrbaren Aufprall wie durch ein göttlich gefügtes Zeichen von einem kräftigen Windstoß erfaßt und so auf seine letzte, fast wiederbelebende, Reise quer durch den filmschaffenden Teil der Republik geschickt.

Meerschweinchenreport war live dabei:
Zunächst schaute das glitzernde Multifunktionsbesteck bei Veronica Ferres vorbei und rührte ihr den frisch gebrühten Frühstückskaffee um, um sodann Ruth Maria Kubitschek kurzfristig als Diktiergerät (Track 4) zur Seite zu stehen, gefolgt von einer konstruktiven Stippvisite bei Franz Xaver Kroetz, um im Gegenzug für seine vermeintlich adäquate Drehbuchkritik seine Zunge mit melkfrischem Erdbeerjoghurt zu überziehen. Danach brachte Christiane Hörbiger das gute Erbstück mit deutschem Migrationshintergrund wieder auf Hochglanz, Götz George tauchte es zum Ausgleich und unter Berücksichtigung dramaturgischer Kontrapunktaspekte kurz mit bitterer Mine in bittere Orangenmarmelade, Heiner Lauterbach konnte sich dem sparkassenesken Charme seiner Grundidee nicht entziehen und brachte besagte analog gefertige Suppenbeförderungsapplikation, so gut es ging, mit dem Staub aller Feinde Brandenburgs wieder auf Vordermann, Senta Berger steckte ihn anschließend und konsequenterweise zum Fiebermessen einem hochrangigen Marineoffizier zwischen die Kiemen und sang mit ihm zum Trost gemeinsam «La Paloma» und Felix, quatsch, Joachim Król knobelt mit Uwe Ochsenknecht noch immer um die Wette, ob hinter dem «Besuch des großen Löffels» möglicherweise ein weiteres verkapptes Angebot steckten könnte, die komplizierte Vita von Veronica Ferres zu verfilmen. Jan Josef Liefers beendete schließlich am Montagmittag Löffels Reisen und zerlegte ihn routiniert mit dem Schneidbrenner. Das Ergebnis seiner fachgerechten Analyse packte Mario Adorf umgehend gegenüber der Presse hinreichend pointiert und geschmackssicher in nur zwei Worte: Tornedos Rossini.

In eingeweihten Fachkreisen (Michael Bully Herbig) wird gemunkelt, daß sich Helmut Dietl inzwischen mit Dieter Hildebrandt, Ulrich Mühe und Helmut Fischer zu ersten Sondierungsgesprächen getroffen habe. Dabei soll häufiger auch der Name des allseits beliebten Allround-Journalisten Kai Diekmann gefallen sein. Wir sind gespannt, möglichst bald zu erfahren, was es damit auf sich haben könnte, denn weiterführend wird in eingeweihten Fachkreisen (Harald Schmidt) gemunkelt, daß der BILD-Chef die offizielle Trauerrede für den begnadeten Satiriker im Plenarsaal des Deutschen Bundestages halten soll. Eigentlich ein gar nicht soo abwegiger Gedanke.

Nikolaus Jungwirth: «Viel Glück im neuen Haus»

30 Mar

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Zum Einzug des Mainzer Verlages «ABP – Alexander Baier Presse» in die neuen Büroräume am Fischtorplatz kreierte der Künstler, Grafiker und Satiriker Nikolaus Jungwirth, der als Gestalter ebenfalls für das «Magazin KUNST» die Nachfolge von Wolfgang Schmidt antrat, diese kleine Unikatarbeit und machte sie dem Verleger feierlich zum Geschenk.

Nikolaus Jungwirths Siebdruck-Grafiken, beispielsweise die beiden nachfolgend abgebildeten «Gerda N. I» und «Karl G. II», in denen er sich mit «Originellen Todesfälle» aus der BILD-Zeitung spielerisch auseinandersetzt, erschienen Anfang der 1970er Jahre in der Grafikedition «Gut gewählte Sammlung» der Galerie Baier.

In der «Magazin KUNST» – Ausgabe Heft 2 / 1976; 16. Jahrgang erschienen über eine Strecke von 18 Seiten seine Originalgrafiken; und gemeinsam mit Gerhard Kromschröder veröffentlichte Nikolaus Jungwirth im Magazin KUNST auch Aufsätze, beispielsweise «Wie naiv ist die naive Kunst?» in Heft 51 / 1973; 13. Jahrgang.

Die beiden Herren Nikolaus Jungwirth und Gerhard Kromschröder arbeiteten seit gemeinsamen Tagen beim legendären Frankfurter Satireblatt «Pardon» als Team auf vielfältige Weise zusammen: sie verfassten politisch-satirische Zeitschriftenbeiträge, absolvierten Bühnenauftritte, inszenierten Kunstaktionen im öffentlichen Raum und veröffentlichen bis heute Bücher zur deutschen Alltagskultur. Zu Ihrem Buch «Flokati Fieber» schrieb Dr. Goedart Palm eine bemerkenswerte Rezension.

Und im «Nizza Verlag» erschien kürzlich ihr neustes gemeinsames Werk: «Als der Champagner floss – Die 80er Jahre: Das letzte Jahrzehnt der Bonner Republik»

Für jeden, der von sich behauptet, zumindest halbwegs was im Kopf zu haben, stellen die vorstehend vorgestellten Werke und Publikationen eine ernstzunehmende Kaufoption dar.

Review-Magazine: «QVED 2015»

12 Mar

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Liebe Leserinnen und Leser,

daß es genügend erstklassige Magazinmacher überall auf der Welt gibt, die es verstehen, hochwertige Zeitschriftenkonzepte zu realisieren, die am Markt Bestand haben, davon konnten sich die Teilnehmer des dritten «Quo Vadis Editorial Design – QVED» – Kongresses ausgiebig überzeugen. Die durchweg sehr hohe Qualität machte uns schlicht sprachlos, weshalb wir uns im Rahmen unserer Berichterstattung auf das Publizieren einer überüppigen Bildstrecke beschränken. Hier können Sie in unserem digitalen Review-Magazin «QVED 2015» entspannt blättern.

Herzliche Grüße
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

Sneak Preview: «QVED 2015»

3 Mar

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In der «Little Met of Munich», wie unser Redaktionsfotograf die «Alte Kongresshalle» in München liebevoll nennt, fand vom 26. Februar bis zum 28. Februar 2015 die Veranstaltung «QVED 2015» (Quo Vadis Editorial Design?) statt. Um es vorwegzunehmen: Es war mit Abstand der beste Kongress, den wir in den letzten Jahren besuchten. Unser kompletter Bericht wird noch so zwei, drei Wochen in unserer Fertigungsstrasse verbringen – bis dahin bitten wir höflich um Geduld.

Die zentrale Frage lautete: «Editorial Design, wohin gehst Du?» Aus der Sicht des Coverjunkies Jaap Biemans bewegt sich das Editorial Design sowohl immer der Nase nach als auch diametral, wodurch ein emotionales Spannungsfeld erzeugt wird, in dem sich besonders polarisierende Titelbild- und Heftgestaltungen wohl fühlen und nur noch darauf warten, von ihm publiziert zu werden.

Tom Wolfe: «Das gemalte Wort»

25 Feb

Originalausgabe von 1975
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Schult Ullstein

Kleine Leseprobe: «Typisch etwa die folgende Jackson-Polock-Geste: Eines Abends kreuzt er betrunken bei Peggy Guggenheim während einer hochfeudalen Party auf. Also zieht er sich im Nebenzimmer aus, marschiert splitternackt ins Wohnzimmer und pinkelt in den Kamin. Andererseits hat er es weder an diesem Abend noch zu irgendeinem späteren Zeitpunkt aufgegeben, Peggy Guggenheims Haus zu besuchen, wo es all diese schicken Leute gab. Er mußte unbedingt ohner Krawatte zum Storck Club oder zum 21 gehen, um zu beweisen, daß er dank ‹meiner Reputation› doch hineinkam – und wenn es gelungen war, dann mußte er natürlich betrunken und grob genug werden, um einen Rausschmiß zu erzielen. Die elegante Welt sollte ihn gefälligst akzeptieren, aber daß es ihm gefiel, konnte er nicht verkraften.»

Kleine Literaturkritik: «Wenn Tom Wolfe sein Schnellfeuer auf die gesamte moderne Kunstszene einstellt, ist der Boden mit Leichen bedeckt.» – New York Times, 1975. Und der weltberühmte Galerist Leo Castelli konstatiert in einer Spiegel-Rezension (DER SPIEGEL 18/1975): «Darin steckt mehr als ein Korn Wahrheit.»

Derzeit bei Amazon erhältlich: 1 gebrauchtes Exemplar für € 49,49.

Ergänzende Informationen gibt es in einem bemerkenswert langen Pluspedia-Artikel, der möglicherweise mehr Buchstaben beinhaltet als Tom Wolfes Hauptwerk selbst. Bitte auch nicht die ungemein gehaltvolle «Löschdiskussion» vergessen. Sie sei als eine Art Meta-Kunstmarkt zu erachten.