Hilger & Boie: «Prof. Gisela Grosse zieht ihre Visuelle Bilanz 2012»

11 Oct

Einmal mehr läd das Hilger & Boie-Nashorn zum Designtee. Diesmal zieht Prof. Gisela Grosse ihre «Visuelle Bilanz 2012».

«Die Visuelle Bilanz» stellt die aktuellen Ergebnisse des manager-magazin-Wettbewerbs Der beste Geschäftsbericht vor und richtet sich an Unternehmen, Designer, Agenturen und Hersteller von Geschäftsberichten. Schwerpunkte sind die Prüfkriterien zur Gestaltung. Experten widmen sich dabei den Designdisziplinen Bildsprache, Typografie, Farbhandhabung, Tabellengestaltung und Gesamteindruck.

Das vorstehend abgebildete Heft im schicken Prägedruckeinschlag mit Silberfolie dokumentiert die zweite Hilger & Boie-Inhouse-Veranstaltung «Symbiosis» mit Peter Zizka. Meerschweinchenreport berichtete hier darüber.

Mit verschiedenen Getränken gefüllte Trinkgefäße versuchen jeweils mit einer eigenen CI auf sich aufmerksam zu machen – und sich so wohltuend von Mitbewerbern abzuheben.

Prof. Gisela Grosse.

En passant entsteht eine weitere Arbeit für das Portraitprojekt unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier «Corporate photography means that executives look good». Hier von Clemens Hilger.

Während sich im Hintergrund Tanja Fiedler im Begriff befindet, weitere Gäste in Empfang zu nehmen, visualisieren sich im Vordergrund des Bildes die Zutaten für eine der wichtigsten Kommunikationsregeln (fast) wie von selbst: Der Angesprochene kann immer nur eine einzige Botschaft auf einmal aufnehmen; niemals mehrere gleichzeitig – es sei denn, seine Sinnesorgane und Greifwerkzeuge existieren in doppelter Ausfertigung.

V.l.n.r: Klaus Chmielewski, Christian Jabkowsky, Tanja Fiedler, Kathrin Kutzner und Manuela Rech.

Ankunft: Peter Zizka, Prof. Olaf Leu und Gudrun Martens-Gottschall.

Katrin Schneider.

Klaus Chmielewski.

Blanka Bopp, Clemens Hilger, Lena Landenberger, Stefanie Leichtle, Susanne Haag, Marc Cyrus Vogel, Prof. Olaf Leu und Jochen Beithan.

Im Gespräch: Prof. Olaf Leu mit Malte Kindt sowie Gudrun Martens-Gottschall mit Peter Zizka.

Unser Redaktionsfotograf ist überglücklich, unseren Leserinnen und Lesern endlich mal ein griffiges und erklärendes Bildbeispiel für die Funktionsweise der «naturgegebenen Suggestivlichtanpassung» liefern zu können: Auf vorstehendem Bild sieht man, daß die Raumlichtverhältnisse sowie die Lichtverhältnisse auf dem Bild im Magazin eine harmonische Einheit bilden.

Und just in dem Moment, da der Lesende auf mechanischem Wege die nächste Seite aufruft und sich das Licht auf dem nächsten, sprich diesem Foto nun um einiges dunkler präsentiert, da paßt sich das Umgebungslicht des Raumes gleichsam automatisch der neuen vorgegebenen Lichtsituation an und es entsteht so – einmal mehr – ein harmonisches Gesamterscheinungsbild. In Fachkreisen nennt man diesen Effekt auch: Jedi-Fotoautomatik.

Und genau soo funktioniert ebenfalls perfekt gemachte Unternehmenskommunikation: Blitzschnell paßt sie sich in ihrer Form, ihrer Tonalität und ihrem Erscheinungsbild der jeweils aktuellen Gesamtsituation intuitiv an, um auf diese Weise sowohl nach Innen als auch nach Außen eine glaubwürdige Kommunikation zu gewährleisten.

Ein weiteres Beispiel? Ein weiteres Beispiel.

Außerdem werden mit diesem Motiv unsere geschätzten Leserinnen und Leser auf die nun folgende Stilleben-Sequenz mit entspannt zubereiteten und viel Liebe dargereichten Lebensmitteln vorbereitet. Alles schön harmonisch eben.

Wenn unser Redaktionsfotograf uns eines wird niemals vorenthalten können, so ist es seine heimliche Vorliebe für alte Ölschinken, denen man die Eigenschaft Im Lichte Hollands zwingend zuschreiben muß. Was u.E. ein bißchen fehlt, das sind mittels gespitztem Federkiel in die Außenhaut des verlaufenden Rohmilchkäses eingeritzte Schriftzüge à la «<em»AVE MARIA», «SANTA MARIA» oder «SANCTA SIMPLICITAS». Aber vielleicht kommt das ja noch…

Eine alte Fotografenmeisterregel besagt: «Steht das Licht im Rücken, so wird Dir stets das Bildlein glücken!»

Für ein und dasselbe Motiv gilt aber auch: «Kommt das Licht von vorne, so bann das Bild aufs Korne!» Etwas antiquiert, zugegeben. Heutzutage würde der Merkspruch wohl eher so lauten: «Ist das Licht ein Nervenkitzel, so bestreich damit ganz viele Pixel!»

Das Corporate Communication Institut CCI wurde im Jahre 2003 von Prof. Gisela Grosse gegründet. Eine der Aufgaben des Institutes ist es, im Rahmen des manager-magazin-Wettbewerbs «Der beste Geschäftsbericht» unter anderem die gestalterische Qualität von Jahresberichten börsennotierter Unternehmen zu analysieren.

In dieser Funktion übernahm sie die Nachfolge von Prof. Olaf Leu. Im Jahre 2004 etablierte sie – an einem Fachbereich Design einzigartiges – Lehrgebiet Finanzkommunikation-Gestaltung von Geschäftsberichten.

In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Prof. Gisela Grosse neben dem Thema Geschäftsberichte auch mit den Themen Corporate Identity und Corporate Communication. 2005 berief sie einen wissenschaftlichen Beirat an das Institut. Ihm gehören Prof. Olaf Leu, Dr. Herbert Meyer sowie Sabine Stadelmann an.

Seit 2010 ist das Institut durch Prof. Gisela Grosse erweitert worden. Nun gehören ihm ebenfalls Prof. Dr. Reinhold Happel (Designgeschichte und -theorie), Prof. Norbert Nowotsch (Audiovisuelle Medien, Film, Multimedia) sowie Prof. Rüdiger Quass von Deyen (Editorial, Corporate Publishing) an.

Prof. Gisela Grosse veranstaltet regelmäßige Tagungen, beispielsweise das Heidelberger Forum Geschäftsberichte oder – wie hier – Die visuelle Bilanz; und berät Konzerne und Unternehmen. Sie ist wissenschaftliche Leiterin und Vorstandsvorsitzende des Instituts.

Es geht los. Doch zuvor noch ein kurzer Blick aus dem Fenster und über den historisch gewachsenen Kochbrunnenplatz.

Clemens Hilger begrüßt offiziell Prof. Gisela Grosse und stellt sie und ihr Wirken den Gästen vor.

In den kommenden zweieinhalb Stunden erläutert Prof. Gisela Grosse die Vorgehensweise der Jury sowie die Kriterien, nach denen beurteilt wird. Hier spielen beispielsweise Satzspiegel, Tabellengestaltung, Lesefreundlichkeit sowie eine insgesamt schlüssige Darstellungsweise eine zentrale Rolle.

Jochen Beithan und Marc Cyrus Vogel.

Zum signifikanten Erscheinungsbild eines jeden Unternehmens gehört die Farbe oder auch die Farbkombination, aus der sich das jeweilige Logo (oder auch Signet) zusammensetzt. Im Regelfalle ziehen sich diese Farben ebenfalls quer durch den gesamten Jahresbericht. So hat unser Redaktionsfotograf es sich nehmen lassen, vorstehendes Bild partiell mit den signifikanten Farben der Deutschen Post, der Deutschen Telekom sowie der Deutschen Bank einzufärben.

Wie wichtig und als wie wertvoll die jeweilige «Unternehmensfarbe» dem jeweiligen Unternehmen ist, zeigt auch der Versuch von «Pepsi-Cola» vor ein paar Jahren, sein spezielles «Pepsi-Blau» markenrechtlich weltweit zu schützen. Damit treibt das Streben nach Unverwechselbarkeit seltsame Blüten. Einerseits.

Andererseits haben wir im Herzen New York Citys vor ein paar Jahren so ziemlich genau folgende Nummer entdeckt:

Unsere Wahrnehmung: Die Unternehmen LG, Pepsi-Cola sowie Toys R US sind so gut wie nicht mehr auseinanderzuhalten. Wir lesen daraus, daß es immer wieder Agenturen und natürlich auch immer wieder Unternehmen gibt, die manchmal in letzter Konsequenz nicht so richtig wissen, was sie da eigentlich tun.

So ist der Wettbewerb Der beste Geschäftsbericht nicht nur ein Wettbewerb im eigentlichen Sinne sondern stellt einen unabhängigen Beitrag zur gestalterischen Qualitätssicherung von Geschäftsberichten dar.

Bei der Erstellung des Designkonzeptes und dessen späterer Umsetzung gibt es genügend Momente, da der Gestalter in Versuchung geführt wird, lediglich die Oberfläche eines Unternehmens zu polieren anstatt dessen nachhaltige Werte für Investoren klar definierbar in den Vordergrund zu rücken. Dabei sind es oftmals unter designtechnischen Gesichtspunkten nur Nuancen, die zwischen glänzender Oberfläche und visualisiertem Tiefgang unterscheiden. Vorstehend sehen Sie im übertragenem Sinne die polierte Oberfläche. Und nachfolgend …

richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das Unternehmen. Ergebnis: Visualisierter Tiefgang.

Ein Beispiel aus der Praxis, dem Vortrag von Prof. Gisela Grosse entnommen: Die Verlagsgruppe Ringier ist dafür bekannt, den künstlerischen Teil der Gestaltung Ihres Geschäftsberichtes jeweils einem einzigen Künstler, hier Maurizio Cattelan, zu übertragen.

Wäre es unser Job, lediglich den künstlerischen Gehalt dieses Gesamtkunstwerks Maurizio Cattelans zu bewerten, so fiele unser Votum, allein schon weil selbst eingefleischte Cattelan-Fans, euphorisch positiv aus. Hatte der Gute nicht auch diese unfaßliche Nummer vor der Mailänder Wertpapierbörse abgezogen? Ja, das hatte er, wie dieses Flash-Art-Cover zeigt:

Weitere Hintergrundinformationen über die vier Meter hohe Marmorskulptur sowie wunderhübsche Bilder gibt es bei designboom. Die italienische Finanzwelt war erwartungsgemäß alles andere als hingerissen.

Und so spricht es schon für ein Unternehmen wie Ringier und dessen Tiefenentspanntheit, sich ausgerechnet von diesem Künstler seinen eigenen Geschäftsbericht gestalten und sich somit von ihm art- und fachgerecht durch den Kakao ziehen zu lassen: Alle assoziativen Gestaltungselemente führen inner- und außerhalb des Gebindes straight in Richtung Toilette und Klopapier. Für Aktionäre und Unternehmensanalysten ist das strenger Stoff – keine Frage. Vor diesem Hintergrund gehen von vermutenden Überlegungen der Kategorie «Was? Die Hand, die einen füttert, zu beißen als exklusives Moment spiritueller Selbsterfahrung? What’s that?» exakt jene exklusiven Reize aus, die von anspruchsvollen Mitgliedern der gesellschaftlichen Gruppierung Hauptaktionäre zu Recht erwartet werden dürfen. Einerseits.

Und andererseits: Vielleicht, räusper, liegt es ja zudem durchaus im Interesse der Unternehmensführung, vom eigentlichen Thema ihres aktuellen Jahresberichtes – aus welchen Gründen auch immer – so stark wie möglich ablenken zu wollen. Restlos auszuschließen ist soetwas in diesem Kontext nie.

Apropos Tiefgang: Auch den geladenen Gästen entgeht nichts. Prof. Olaf Leu deckt routiniert Schwächen in der Typografie auf.

Um auch hier etwas konkreter zu werden: Lesefreundlichkeit geht anders. Aber auch der Qualität tabellarischer Darstellungen fühlt die Jury auf den Zahn:

So mag die Deutsche Telekom sich sammeln, besinnen und handeln.

Hier widmet sich Prof. Gisela Grosse einer weiteren tabellarischen Darstellung und analysiert ihre Funktionalität. Nachfolgend eine weitere Folie aus ihrem Vortrag. Können Sie auf dem kleinen Diagramm erkennen, worum es geht? Ok, es geht um HochTief. Schon klar. Aber worum im Detail? Aaaah! Auch um HochTief! Eigentlich ist das ja mit den Tabellen gar nicht so schwer…

Hier wird zum einen moniert, daß die jeweiligen Jahresleisten immer bei 100% enden, ungeachtet der Tatsache, daß beispielsweise «63,8 Mio» (2005) und «86,0 Mio» (2013) im direkten Vergleich unmöglich jeweils «100 %» sein können. Korrekte Mathematik und deren Visualisierung gehen anders. Zum anderen sind die jeweiligen Marktanteilabschnitte auf jeder Jahresleiste in ihrer Proportionalität zu anderen Marktanteilabschnitten auf anderen Jahresleisten ungenau.

Auch Peter Zizka schaltet sich in die Diskussion ein.

Clemens Hilger regt an, eine kleine Pause zwecks kurzfristiger Nahrungsaufnahme einzulegen.

Ein Vorschlag, der im photogeshoppten Streiflicht von allen Gästen sichtlich goutiert wird.

Farben und deren Signalwirkungen im Test. Obwohl das leuchtende «Gelb» klar dominiert, vermögen es einige kleine dunkelrote Tupfer in der linken unteren Bildecke die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu lenken.

Ein Beispiel für herausragende Fotografie: Im Jahresbericht von FMC. Nachfolgend eine großartige Umschlaggestaltung des aktuellen BMW-Berichtes.

Und wie geht Nachhaltigkeit? Linde macht’s vor: Auf der linken Seite zeigt sich das Element Wasserstoff von seiner Schokoladenseite, vermittelt souverän die Botschaft: «In der Ruhe liegt die Kraft». Auf der rechten Seite zeigt es dann dem Aktionär sein wahres «Reisegesicht», sein Erscheinungsbild, wenn sich das Element auf seiner Reise quer durch die Bundesrepublik befindet und sich seine Moleküle primär und scheinbar wie durch Zufall entlang der malerischen Landesgrenzen unseres wunderschönen Landes versammeln. So hinterläßt Wasserstoff auf jeden Fall beim Betrachter einen nachhaltigen Eindruck. Ergebnis: Volle Punktzahl!

Manche gestalterischen Produkte wirken seltsam bis seltsam unvollkommen – und regen die geladenen Gästen – wie vorstehend – nachhaltig zum Schmunzeln an.

Andere Geschäftsberichte wiederum bereiten einem beim bloßen Anblick ernstes Kopfzerbrechen, ein spontan entstehendes Krankheitsbild, dessen umgehende Bekämpfung sich am besten mit einer nahegelegenen Apotheke bewerkstelligen läßt. Wie gut, daß Hilger & Boie auch in dieser Disziplin punkten kann.

Nach zweieinhalb kurzweiligen Stunden ist der Vortrag «Visuelle Bilanz 2012» von Prof. Gisela Grosse beendet.

Das Auftaktschmuckbildchen für den dritten Akt: Die Büffeterleichterung.

Annette Häfelinger umarmt beherzt Prof. Gisela Grosse.

So sieht eine Bildbearbeitung aus, wenn gleichzeitig der Fernseher eine Folge Star Trek der ersten Generation präsentiert: Oben links ein Ohr Marke «Mr Spock». Zusätzlich eine Deckenleuchte, die mit ihrem grünen Licht wertvolles Gedankengut von einem Kopf zum nächsten beamen kann – und umgekehrt. Die gelbe Lichtschranke verhindert das Abwandern von bereits Gedachtem ins Nebenzimmer. Letztlich steht auch auf diesem Bild der Effizienzgedanke ganz im Zeichen eines schmackhaften Büffets – und umgekehrt.

Visuelle Kommunikation.01. Im Vordergrund: Clemens Hilger, Klaus Chmielewski und Manuela Rech.

Visuelle Kommunikation.02. Im Vordergrund: Clemens Hilger, Klaus Chmielewski und Manuela Rech.

Verbale Kommunikation.01: Man möge uns bitte nicht fragen, welche Information die Abgebildeten zu dieser fast einheitlichen Reaktion veranlaßt. Grundlage ist auf jeden Fall eine hinreichend entspannte Atmosphäre.

Visuelle Kommunikation.03: Die Erstellung von Geschäftsberichten ist nichts anderes, als den pekuniären Ergebnissen, die durch Anweisungen hochrangiger Entscheidungsträger erzielt wurden, auf publizistischem Wege Gehör bzw. eine Bühne zu verschaffen. Aber auch hochkarätige Kommunikationsdesigner verfügen über Richtlinienkompetenzen, von denen sie bei Bedarf hemmungslos Gebrauch zu machen wissen, wie diese hinreichend medienwirksame Szene unter Beweis stellt.

V.l.n.r.: Prof. Gisela Grosse, Prof. Olaf Leu, und Matias Grzegorczyk.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes erläutert Prof. Gisela Grosse das gestalterische Prinzip des frisch produzierten und aktuellen DDC-Jahresbandes «Gute Gestaltung 12». In der heutigen Zeit von vorrangiger Bedeutung: Nachhaltige Fertigungsweisen. Während beispielsweise eine zusätzlich eingearbeitete Volltonseite «Gelb» unmißverständlich für die kreative Strahlkraft des DDC steht, so verrät uns eine komplette Volltonseite «Grün», die darüber hinaus mit dem Wort Visionen sprachlich weiterführend veredelt wurde, daß sich bei der Herstellung keine Delfine in den Fangnetzen der Druckerei verhedderten, daß der betriebseigene Eisbär (wichtig für eine hochwertige Glanzlacklackierung) ausschließlich im Kühlschrank bei unter -40° Celsius fachgerecht gelagert wird; und daß die Bäume, die zur Werdung des Druckpapiers ihr geschätztes Leben hatten lassen müssen, längst in mindestens dreifacher Anzahl nachgewachsen sind. Vernunft ist eben immer auch eine Frage guten Kommunikationsdesigns.

Wäre das angelsächsische Architekturmagazin Blueprint eher der Mode zuzuordnen, so könnte dieses Bildchen darin prima eine Doppelseite belegen, die das fiktive Modelabel Blueprint bewirbt. Oder so. Zu sehen sind Annette Häfelinger und Peter Zizka.

Visuelle Kommunikation.04: Betriebsgeheimnisse sind und bleiben Betriebsgeheimnisse.

Visuelle Kommunikation.05 + Wohnraummathematik: «Mi Casa + Su Casa = Casa Nova» – Zitat von Hans-Jörg Taubert.

Visuelle Kommunikation.06: Vielleicht mit dem Parkettfußboden?

Möglicherweise, denn: Angeregt durch den Vortrag philosophieren nun Prof. Olaf Leu, Annette Häfelinger sowie Prof. Gisela Grosse über kommunikative Randbereiche; so auch über die assoziative Schlagkraft eines Parkettfußbodens im Fischgrätmuster beispielsweise.

Klar, die Buchstaben «V» und «W» werden schnell identifiziert und der damit in direktem Zusammenhang stehende «Phaeton» aus dem Hause Volkswagen AG ebenfalls. Nur ein klitzekleines Beispiel für assoziative Kommunikationsmechanismen, die gekonnt eingesetzt und plaziert, dem jeweiligen Unternehmen zum Vorteil gereichen.

Weil Liebe bekanntermaßen durch den Magen geht, ist diese Abbildung zur Stillung des kleinen Plakathungers zwischendurch gedacht.

Im Gespräch: Prof. Gisela Grosse mit Lena Landenberger.

Im Gespräch: Clemens Hilger mit Lena Landenberger.

Irgendwie im Gespräch: Prof. Olaf Leu, Michael Eibes, Prof. Gisela Grosse und Matias Grzegorczyk.

Und weil unser Redaktionsfotograf so gänzlich in den Effekt mit dem blauen Beamerlicht vernarrt ist, bilden wir an dieser Stelle noch eine seiner Aufnahmen aus dieser Miniserie ab: Prof. Gisela Grosse im Gespräch mit Annette Häfelinger; Prof. Olaf Leu hört zu.

Wieder einmal ist auch das Nashorn im Hause Hilger & Boie in Designfragen ein Stückchen schlauer geworden.

Es ist, wie hätte es anders sein sollen, von einer gelungenen Abendveranstaltung zu sprechen. Die Türe schließt sich und der Kommunikationsaufzug setzt sich in Richtung Hotel Nassauer Hof in Bewegung.

Schnitt: Nun sind auch die Türen des Kommunikationszuges geschlossen. Auch er setzt sich in Bewegung. Zuerst ganz langsam, dann verwandelt er sich von einer Regionalbahn in einen Inter-Regio, sodann in einen InterCity und schließlich ist er als ICE unaufhaltsam unterwegs…

und unser Redaktionsfotograf blicket aus dem Fenster und entdecket ein großartiges Lichtelein, die scheinbar geöffnete Schädeldecke des Zugabteils der luftigen Natur zugewandt. Erlebnisergebnis: Alles ist schön, so herrlich hilfreich, so eiteledel und gut.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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